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27.04.2005
Interview mit Peter Cohrs (Trainer SV Eidelstedt) von Birger Hamann

Peter Cohrs macht
sich Gedanken um
die Zukunft des
SV Eidelstedt
hafo.de: Was ist beim SV Eidelstedt größer, Herr Cohrs: Die Angst vorm Abstieg in die Landesliga oder die Hoffnung, dass nur drei Hamburger Vereine aus Oberliga runterkommen?
Peter Cohrs: Derzeit hoffen wir natürlich sehr, dass Meiendorf sich noch rettet. Denn wir wissen unsere Leistungsstärke selbst sehr gut einzuschätzen.

hafo.de: Klingt, als hätten Sie sich mit dem 14. Tabellenplatz bereits abgefunden!
Nein, das auf keinen Fall. Unser Leistungspotential liegt realistisch betrachtet zwischen Platz 10 und 15. Derzeit liegen vier Mannschaften in Tabelle hinter uns, was an sich nicht schlecht ist. Aber bedingt durch die Konstellation in der Oberliga, kann Rang 14 am Ende eben auch nicht reichen.

hafo.de: Wird ihre Mannschaft bis zum Ende zittern müssen?
Lassen Sie es mich so ausdrücken: Erst nach dem 34. Spieltag wird feststehen, wer absteigen muss. Ich hoffe, dass wir bis dahin gerettet sind. In diesem Jahr wird unser Verein 125 Jahre alt. Es wäre schade, wenn wir ausgerechnet im Jubiläumsjahr absteigen müssten.

hafo.de: War Ihnen, trotz des viel versprechenden Saisonstarts, klar, dass es für den SVE nur um den Klassenerhalt gehen kann?
Ja, das war es. Im Prinzip kam der Verbandsliga-Aufstieg für uns ein Jahr zu früh. Viele meiner Spieler sind noch sehr jung und mental noch nicht genügend gefestigt. Das sieht man insbesondere in Spielen, wo der Kampf im Vordergrund steht.

hafo.de: Beispiele?
Der HEBC hat uns jüngst mit seiner aggressiven Spielweise den Schneid abgekauft. Auch wenn ich nicht mit jeder Schiedsrichter-Entscheidung einverstanden war, hätten wir den Kampf mehr annehmen müssen. Es bringt nichts gut zu spielen, wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt.

hafo.de: Ein 4:1-Sieg beim USC Paloma ließ die Konkurrenz allerdings ebenso aufhorchen, wie ein 1:1-Remis daheim gegen den TSV Sasel. Warum läuft es bei ihrem Team gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte besser?
Weil wir dort mitspielen und unsere technischen und läuferischen Qualitäten zeigen können. Gegen die Favoriten ist der Kopf einfach freier als in den Abstiegsduellen. In solchen Spielen sieht man auch, dass die Mannschaft durchaus Potential besitzt. Allerdings verkrampfen wir, sobald Druck da ist.

hafo.de: Woran liegt das?
Wir treten gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf nicht als Einheit auf. In solchen Spielen flattern leider nicht nur den jungen Spielern, sondern vor allem auch meinen Stammkräften, zu oft die Nerven, sie sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt. In den entscheidenden Phasen versagen wir oftmals.

hafo.de: Müssten Sie häufiger mal dazwischen hauen?
Wenn die Mannschaft auf dem Platz steht, ist mein Einfluss begrenzt. Nicht ich sondern einige Spieler müssten in kritischen Phasen einfach mal den Mund aufmachen. Aber daran hapert es, wir haben zu wenig Leithammel in der Mannschaft.

hafo.de: Ein charakterliches Problem?
Nun, nicht jeder ist zum Leader-Typ geboren. Vielleicht sind einige, von denen ich mir eine solche Rolle wünsche, einfach noch zu jung. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass die Truppe Zukunft hat.

hafo.de: Ihnen und ihrer Mannschaft stehen extrem wichtige Spiele am Wochenende in Rugenbergen sowie in zwei Wochen daheim gegen Schnelsen bevor. Wie wollen Sie Ihre Mannschaft nach dem 1:3 gegen HEBC wieder auf Kurs bringen.
Ich habe ihnen in einer Besprechung deutlich zu verstehen gegeben, dass diese Partien unsere allerletzte Chance sind. Wir dürfen jetzt nicht mehr gegen unsere direkte Konkurrenz verlieren. Wenn wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen wollen, sind Siege gegen Rugenbergen und Germania absolute Pflicht.

hafo.de: Sollte es anders kommen: Wie sieht eine mögliche Planung in der Landesliga aus?
Nicht viel anders, als in der Verbandsliga. Sebastian Sander, Kristof Meesenburg und Antonio Ude verlassen den Verein in jedem Fall, Thorsten Steinhardt beendet seine Karriere. Der Rest bleibt, unabhängig von der Klasse. Wir werden aber in jedem Fall einen Umbruch einleiten und die Truppe wieder neu aufbauen müssen. Mal sehen, wie lange es noch eine Fußball-Mannschaft beim SV Eidelstedt geben wird.

hafo.de: Moment! Wie meinen Sie das?
Es gibt Gedanken, Eidelstedt und den SV Lurup fusionieren zu lassen. Erste Kontakte wurden dafür bereits aufgenommen.

hafo.de: Wie konkret sind denn solche Planspiele?
Zunächst einmal wurden Ideen ausgetauscht. Allerdings würde so etwas lange vorbereitet werden müssen und kommt nicht in der jüngeren Zukunft in Betracht. So ist jedenfalls mein Kenntnisstand.

hafo.de: Ihre Stimme verrät, dass sie solchen Überlegungen nicht besonders wohl gesonnen gegenüber stehen.
So ist es auch, ich betrachte eine solche Entwicklung sehr kritisch. Bei diesem Vorhaben geht es in erster Linie um wirtschaftliche Interessen, nicht so sehr um die Vereine. Mit einer solchen Fusion geht auch immer eine Menge Identifikation verloren. Ob es für die Vereinskultur im Hamburger Westen förderlich ist, möchte ich doch stark in Frage stellen.


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