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25.06.2005
Interview mit Stilianos Vamvakidis (Trainer HEBC) von Niels Wick

hafo.de: Herr Vamvakidis, das Ganze ist ja eine große Überraschung für alle gewesen. Wie kam es zu Ihrer Entscheidung?
Stilianos Vamvakidis: Ausgangspunkt war die Fahrt nach Kreta. Erst dort ist vielen aufgefallen, wieviel ihnen diese Mannschaft bedeutet und das diese unwiderruflich auseinanderbricht. Da haben erwachsene Männer bei dem Gedanken daran geweint. Es gab am Strand häufig positive Diskussionen, und immer wieder kamen die Spieler auf mich zu und meinten, wenn ich bliebe, wollten sie auch bleiben! Aber das kam für mich nicht in Frage.

Aber irgendwann muss der Schalter in Ihrem Kopf ja umgesprungen sein.
Das stimmt. Irgendwann meinte ich, wenn es alle so ernst meinen, würde ich den Vorstand ansprechen. Vorher habe ich das ganze mit unserem "Drei-Gestirn" (Christian Wriedt und Uli Natusch) nochmal durchgesprochen. Und am Dienstag bin ich am Rande des ersten Training zum Vorstand gegangen. Ich wusste ja nicht, wie dieser dann reagieren würde. Wir hatten ja schon einen neuen Trainer. Also habe ich dem Vorstand von der wahnwitzigen Idee der Jungs berichtet und die haben sich dann für den Trainertausch entschieden.

Haben Sie inzwischen mit "Jimmy" Cakir gesprochen? Immerhin haben Sie ja seinen Platz nach nur einem Training übernommen.
Ich möchte betonen, dass ich mich nie als Trainer aufgedrängt habe. Mir tut das Ganze für Jimmy auch sehr leid. Aus diesem Grund habe ich mit Jimmy auch schon telefoniert. Ich habe ihm meine Sicht der Dinge mitgteilt und er schien das auch verstanden zu haben. Sicherlich ist er enttäuscht vom Verein. Das kann ich verstehen. Ich habe mit ihm aber vorher auch eng zusammen gearbeitet. Wir haben zusammen schon einige Spieler an den Reinmüller geholt. Ich hatte die Kontakte und habe die Spieler angesprochen und dann an Jimmy weitergeleitet. Daran sieht man, dass ich nicht gegen ihn gearbeitet habe.

Insgesamt ist für viele Aussenstehende ein fader Beigeschmack dabei. Warum haben Sie den Job nicht früher angenommen?
Das hätte ich ja machen können, aber ich wollte den Platz nicht. Im April wurde ich angesprochen und habe den Job als Trainer abgelehnt. Ich kann in der neuen Saison doch nur verlieren. Ich bin mit HEBC aufgestiegen, habe die Klasse gehalten und diese Saison habe ich wieder den Klassenerhalt geschafft. Allerdings muß ich auch sagen, dass ich im April mehr ins Grübeln gekommen wäre, wenn ich von dem großen Rückhalt der Mannschaft gewusst hätte.

Wenn man jetzt die Mannschaft sieht, ist es fast der gleiche Kader wie in der letzten Saison. Nur Thorsten Wolgast, Benjamin Horbach und Michael Splett werden definitiv gehen. Gibt es bei den Spielern doch noch eine Chance, sie vielleicht in der Rückrunde wieder am Reinmüller zu sehen?
Das glaube ich nicht. Ich bin mir zwar sicher, dass alle gerne wiederkommen würden, aber manchesmal ist da doch auch ein finanzieller Aspekt dabei. Wir bei HEBC können kein großes Geld für die Spieler ausgeben. Da reicht dann bis weilen einfach die Freundschaft und die Bindung zu der Mannschaft nicht aus.

Um auf die anderen Spieler zu kommen. Was passiert mit den Spielern, die mit Jimmy oder wegen ihm an den Reinmüller gekommen sind?
Jeder hat eine Chance bei mir im Training. Die meisten Spieler kenne ich ja selber noch. Viele haben eine HEBC-Vergangenheit und bei den anderen Neuzugängen kam der Kontakt eh über mich oder Uli zustande. Ich werde mit jedem Spieler sprechen und ihm freistellen ob sie bleiben möchten oder nicht.

Man munkelt, Sie hätten noch den einen oder anderen Spieler in der Hinterhand. Wie schaut es mit Neuverpflichtungen aus?
Ich habe heute Mittag mit einem Spieler gesprochen. Von ihm habe ich eine definitive Zusage. Er kann im linken Mittelfeld spielen und das ist ganz wichtig, da wir letztes Jahr keinen Spieler mit einem linken Fuß im Kader hatten. Ansonsten werden ich noch das ein oder andere Gespräch führen. Wir werden mit einem Kader von 22 bis 24 Mann in die neue Saison starten.

Jetzt mal einen Ausblick auf die neue Saison. Was ist das Ziel von HEBC?
Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir müssen sehen, dass wir am Ende der Saison drei Mannschaften hinter uns lassen. Das wird schwer genug. Viele Leute vergessen, wer wir sind. Für die ist es fast normal, wenn wir in der Liga bleiben. Das ist es aber nicht! Wir spielen in der höchsten Hamburger Amateurklasse. Wann hat der HEBC zuletzt drei Jahre hintereinander in der Liga gespielt?

Sie sind jetzt das zweite Mal Trainer. Was würden Sie als größere Herausforderung beschreiben?
Ich muß sagen, dass beim ersten Mal das Kribbeln größer war. Damals habe ich eine ganz neue Aufgabe übernommen. Diesmal habe ich ja schon Erfahrung und eine gewisse Routine. Deshalb bin ich aber trotzdem zu 100% bei der Sache. Ich bin heiß auf die Aufgabe. Wie gesagt, ich kann eigentlich nur verlieren!


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