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25.04.2008
Interview mit Wilfred Diekert (VSA-Vorsitzender) von Andre Matz

"Liebe hafo-Leser, in diesem Text erscheinen Zitate, die normalerweise gestrichen oder mit Sternchen überschrieben werden. Wir haben uns dennoch entschieden, die Textpassagen im Interview zu belassen, weil sie zu den Fakten beitragen und weil (auch wenn es hart ist) hier mal nicht um den heißen Brei herumgeredet wird. Wir bitten um Verständnis," die Redaktion.

hafo.de: Was sagen Sie zu dem Ärger bei der Partie GSK-SVCN?
Was uns ärgert ist die Tatsache, dass wir Schiedsrichter in die rechte Ecke gestellt werden. Das ist eine bodenlose Frechheit, denn hier ist eine Grenze überschritten worden. Und das kommt von einem Verein, der erst einmal vor der eigenen Tür kehren sollte. Diese Vorwürfe sind nur ein Vorwand, um eigenes Fehlverhalten zu verharmlosen. Das ist frech und dreist.

In wieweit sind Sie genau über die Vorkommnisse informiert?
Ich habe mittlerweile den Bericht von Schiedsrichter Teuscher erhalten. Der ist sechs Seiten lang, und ich habe noch nie so einen Bericht gelesen. Das ist unglaublich, was da vorgefallen ist. Mich hat es gewundert, dass kein Curslacker Spieler einen Strafantrag gestellt hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass in den letzten Jahren mal so etwas in dieser Form passiert ist. Herr Teuscher ist wiederholt mit "Nazi", "Hurensohn" und "Deine Mutter fickt durch ganz Hamburg" beschimpft worden.

Einer der Vorwürfe ist, dass Herr Teuscher hat länger spielen lassen als nötig war...
Im Bericht steht, dass das Tor etwa nach 88 Minuten und 30 Sekunden fiel und die Spieler dann bis zur 90. Minute gejubelt haben. Dann muss sich niemand wundern, dass da auch noch nachgespielt wird.

Wäre es vielleicht eine Lösung, dass bei ausländischen Mannschaften auch ausländische Schiedsrichter eingesetzt werden?
Das ist ja auch nicht gewollt, da der Schiedsrichter ja dann auch die Schimpfworte alle noch verstehen würde. Es sind immer die ausländischen Mannschaften, die sich verschoben fühlen. Herr Arlioglu, seines Zeichens ja auch Türke, hat beim Spiel GSK gegen Pinneberg einen höchst umstrittenen Elfmeter in der 90. Minute gegeben - FÜR GSK. Es gab keine Proteste der Pinneberger, sie haben sich sicherlich geärgert, aber das sportlich hingenommen. Ohne Proteste, Anschuldigungen oder Ausschreitungen.
Es ist eine Mentalitätssache, ob sich Mannschaften verpfiffen fühlen. Es entsteht das Gefühl, dass deutsche Schiedsrichter die Deutschen bevorzugen. Aber so ist es nicht. Es gibt keinen Schiedsrichter in Hamburg, der eine andere Mannschaft wissentlich benachteiligt. Und wir werden wegen dieser Nazi-Anschuldigungen und Verschiebungsvorwürfe einen Verfahrensantrag beim Sportgericht stellen. Rassismus geht nicht nur in eine Richtung. Deutsche als Nazis zu beschimpfen ist genauso Rassismus - nur in die andere Richtung.

Werden Schiedsrichter denn besonders auf Partien mit ausländischen Mannschaften geschult?
Nein. Es sollen ja alle Mannschaften gleich behandelt werden. Soll er denn in der 90. Minute keinen Elfmeter mehr pfeiffen, weil es sich um eine ausländische Mannschaft handelt? Nein! Es werden alle gleich behandelt. Ein Schiedsrichter macht nicht die Regeln, er sorgt nur dafür, dass sie umgesetzt werden.

Muss man vielleicht noch mehr für die ausländischen Mannschaften tun?
Gerade bei GSK haben wir uns viel Mühe gegeben. Wir haben Regelschulungen angeboten, Schiri Henkel war sogar häufiger selbst dort. Es wird nicht angenommen, und es ist nicht gewollt.

Werden die Schiedsrichter eigentlich bei jedem Spiel beobachtet?
Nein, in der Verbandsliga nicht mehr.

Hat Hamburg gute Schiedsrichter?
Ja. Wir sind mit den Leistungen unserer Schiedsrichter vollauf zufrieden. Dass es immer mal wieder zu bedauerlichen Fehlern kommt, wie jetzt am Wochenende bei HR, wo leider auch GSK beteiligt war, tut uns genauso leid, wie allen anderen auch.

Könnte denn eine Mannschaft einen Schiedsrichter ablehnen?
Das könnte sie zwar, aber das würden wir nicht berücksichtigen. Wo kämen wir da hin, wenn die Mannschaften sich noch die Schiris aussuchen könnten. Es ging ja schon mal so weit, dass Schiedsrichter von Vereinen aus der gleichen Klasse keine Partien mehr pfeifen sollten. Aber das könnten wir gar nicht leisten.

Was ist denn jetzt ihr Fazit aus diesen Vorfällen?
Es gibt im Moment Leute, die mich anrufen und sagen, dass man keine Schiedsrichter mehr zu GSK schicken sollte. Aber das bringt uns natürlich auch nicht weiter.


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