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30.11.2005
Interview mit Marco Krausz (Trainer Meiendorfer SV) von Birger Hamann

hafo.de: Herr Krausz, auf den Tag genau sind Sie jetzt zwei Monate im Amt als Trainer des Meiendorfer SV. Wie fällt Ihr Fazit aus?
Marco Krausz: In sportlicher Hinsicht ziemlich ernüchternd. Nur ein Sieg aus den acht Spielen unter meiner Regie ist nicht gerade berauschend. Erfreulich ist allerdings, dass wir noch im Pokal dabei sind und in der nächsten Runde mit Teutonia 10 eine durchaus machbare Aufgabe zugelost bekommen haben.
Wechselte vom
Mittelfeld auf
die Trainerbank
des Meiendorfer SV:
Marco Krausz (31)

Die Zahlen belegen, dass der Trainerwechsel von Frank Stolina zu Marco Krausz nichts gebracht hat. Der MSV steht aktuell sogar noch schlechter da, als bei Ihrem Amtsantritt. Welche Gründe gibt es dafür?
Man muss grundsätzlich die Voraussetzungen sehen, unter denen in Meiendorf die Saison begonnen wurde…

…Sie meinen das Sommertheater zwischen Oberligaverbleib und Rückzug in die Kreisliga?
Genau. Ein Spieler wie beispielsweise Norman Lund fehlt uns, der gesamte Kader hat nicht die Qualität, die er in den Spielzeiten zuvor gehabt hat. Daher war klar, dass es für uns ein Überlebenskampf wird, vom ersten bis zum letzten Spieltag. Ob der Trainer dabei nun Frank Stolina, Marco Krausz oder sonst wie heißt, ist nicht wichtig.

Mit Ihrer Erfahrung könnten Sie der Mannschaft doch Stabilität verleihen. Gab es jemals konkrete Gedanken, wieder auf den Rasen zurückzukehren?
Bei einigen Leuten im Umfeld ja, bei mir persönlich nicht! Ich will mich entweder zu 100 Prozent als Trainer einbringen, oder eben zu 100 Prozent als Spieler. Beides in einer Person, so etwas ist in meinen Augen weder in der Ober- noch in der Verbandsliga zu leisten.

Stichwort Verbandsliga: Sollte der MSV absteigen, bleiben Sie dann dem Verein erhalten?
Der MSV ist für mich eine Herzensangelegenheit. Von daher wäre ich auch absolut bereit, in der Verbandsliga eine schlagkräftige Truppe mit auf die Beine zu stellen – vorausgesetzt, der Verein würde das mit mir als Trainer machen wollen. Aber soweit ist es ja noch nicht, wir wollen natürlich weiterhin versuchen, die Oberliga zu halten.

Dort weist ihr Team den zweitschlechtesten Angriff und die drittschwächste Abwehr auf. Offensive oder Defensive – wo liegt denn nun das Hauptproblem des Meiendorfer SV?
Ganz klar in der Offensive. Hinten stehen wir zumeist gut, haben aber große Probleme in der Vorwärtsbewegung. Es gelingt einfach nicht, durch unser Angriffsspiel Druck von der Abwehr zu nehmen. Dazu kommt, dass wir die wenigen sich uns bietenden Möglichkeiten oftmals nicht nutzen. Im Offensivbereich müssen wir uns ernsthafte Gedanken machen.

Klingt nach Verstärkungen in der Winterpause.
Möglichweise schon, ja. Wir schauen uns um, sondieren mögliche Kandidaten. Allerdings muss der Spieler uns sportlich weiterbringen und obendrein noch bezahlbar sein.

Gab es Überlegungen, Terry Galloway, der kürzlich von Hannover 96 II zum Verbandsligisten VfL Pinneberg gewechselt ist, zurück zum MSV zu holen.
Ganz klar: Nein!

Was macht Ihnen denn Hoffnung, dass es in Zukunft besser laufen wird?
Dass wir in den vergangenen Wochen gute Spiele abgeliefert und teilweise auf fast schon tragische Art und Weise verloren haben. Die Leistung war oftmals gut, allein es fehlt uns die Konstanz. In der Mannschaft steckt deutlich mehr, als es der Tabellenplatz aussagt. Das Engagement ist da, der Knoten muss einfach platzen.

Möglicherweise tut er das bereits am Wochenende, wenn Ihr Team beim Tabellenletzten TSV Kropp antreten muss. Wie wollen Sie erklären, dass Sie dort nicht unter allen Umständen einen Sieg fordern?
Will ich gar nicht und tue ich auch nicht. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage: Ich will noch sechs Punkte bis zur Winterpause holen!

Mutig, mutig!
Sehen Sie, in Kropp müssen wir natürlich gewinnen. Das erwartet jeder von uns, diesem Druck müssen wir uns stellen. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass solche Spiele, wo du zum Siegen fast schon verdammt bist, die schwierigsten sind.

Dann dürfte das Jahres-Abschlussspiel gegen Altona 93 ein psychischer Spaziergang werden, dann sind Sie nämlich krasser Außenseiter…
… und trotzdem habe ich in meiner Meiendorfer Zeit noch nie gegen den AFC verloren. Ich bin seit fünf Jahren hier, mehr als einen Punkt haben wir nie hergegeben. Der MSV ist so etwas wie der Angstgegner von Altona 93.

Und aufgrund dieser Aussage jetzt besonders motiviert!
Hamburger Derbys sind immer etwas spezielles, da braucht man keinen mehr zusätzlich zu motivieren. Meine vielen Freunde und Bekannte in Altona mögen mir die forschen Worte verzeihen, aber wir brauchen die Punkte derzeit weit mehr als der AFC.


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