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14.08.2005
Knapper erster Sieg für BU von



HSV Barmbek-Uhlenhorst – FC Süderelbe 2:1 (2:0)

BU: Wilkens – Rodrigues, Hoffmann, Stüve, Braun – Pinz, Nazar, Möller-Riepe – Maciejewski (ab 84.Osman) – Degen, Hasenpusch
Süderelbe: Butt – Partenheimer, Menges, Akim – Ahlers (ab 64. Meier), Taskin (ab 46. Friedrichsen), Thams, Dewitz (ab 77. Kreibich), Petrich – Fliegel, Yilmaz
Tore: 1:0 Hasenpusch (14.), 2:0 Maciejewski (39.), 2:1 Friedrichsen (63.)
Beste Spieler: Wilkens, Braun, Möller-Riepe – Butt, Yilmaz, Friedrichsen
Schiedsrichter: Ehlert (Groß-Flottbek)
Zuschauer: 300

Es war ein Spiel, in dem eigentlich alles hätte passieren können. Hätte BU eine seiner zahlreichen Möglichkeiten zu einem frühzeitigen dritten Treffer genutzt, hätte es womöglich zu einem Debakel für den FC Süderelbe kommen können. Wäre auf der anderen Seite der Aufsteiger etwas konsequenter mit seinen Möglichkeiten umgegangen, so würde man in den nächsten Zeilen vermutlich etwas von einer faustdicken Überraschung lesen. Hätte, wäre, wenn und aber – bekanntermaßen hat das alles im Fußball noch nie gezählt. Am Ende behielten die Barmbeker in einer hart umkämpften Partie mit 2:1 verdient die Oberhand. Verdient deshalb, weil sie sich die größere Anzahl an Torchancen herausarbeiteten und über weite Strecken des Spiels spielerisch reifer wirkten. Trotzdem hinterließ der Aufsteiger bei seiner Rückkehr in die Verbandsliga (zuletzt spielte der Verein vor 14 Jahren in Hamburgs höchster Spielklasse) einen guten Eindruck.

Vergangene Saison trennten beide Clubs noch zwei Spielklassen. Nach dem Abstieg von BU aus der Oberliga und dem Aufstieg des FC Süderelbe aus der Landesliga traf man sich heute nun zu einem Duell „auf Augenhöhe“. Die Gäste aus dem Süden Hamburgs hatten in dieser Auftaktpartie natürlich nichts zu verlieren und spielten in den Anfangsminuten munter mit. Thomas Fliegel hatte nach wenigen Minuten bereits den Führungstreffer auf dem Fuß, sein Schuss konnte jedoch noch kurz vor der Torlinie geklärt werden (4.). Nach und nach kamen die Gastgeber besser ins Spiel und nach einer Chance für Jürgen Degen erzielte Markus Hasenpusch per Abstauber den beruhigen Führungstreffer für BU (14.). Nach dem 2:0 durch Sturmkollege Adam Maciejewski (39.) schien es, als ob der Nachmittag so verlaufen würde, wie es die allermeisten erwartet hatten. Ein ungefährdeter Erfolg für die Hausherren zeichnete sich ab, zumal nur kurz zuvor Jürgen Degen mit einer weiteren Großchance am starken Süderelber Torwart Michail Butt gescheitert war (35.).

Allerdings entwickelte sich das Spiel nach dem Wechsel zu einem offenen Schlagabtausch, wobei in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff BU den Sack eigentlich schon hätte zumachen müssen. Hasenpusch und Maciejewski bot sich gleich mehrfach die Gelegenheit das 3:0 zu erzielen, mit ihren Treffern in der ersten Hälfte hatten sie aber offenbar ihr Pulver bereits verschossen. Zusätzlich verpasste Sebastian Möller-Riepe eine Hereingabe von Hasenpusch nur knapp (59.). Doch auch der FC Süderelbe zeigte sich in der Offensive keinesfalls ungefährlich. Dennis Friedrichsen sorgte nach seiner Einwechslung für gehörigen Schwung und zwang Gordon Wilkens mit einem abgefälschten Ball prompt zu einer Glanzparade (54.). Mit einem platzierten Schuss ins linke untere Eck gelang ihm etwas später der umjubelte Anschlusstreffer (63.).

Süderelbe setzte in dieser Phase alles daran, den Überraschungsmoment zu nutzen. Der Aufsteiger hatte jedoch das Pech, dass Murat Yildiz mit einem Distanzschuss nur das Lattenkreuz traf und Markus Thams die Nerven versagten, als er den Ball aus kurzer Distanz weit über das Tor jagte. Schließlich klärte Barmbeks Thomas Braun (nach Hereingabe Fliegel) in höchster Not vor Yilmaz. Das alles passierte innerhalb von fünf Minuten, ehe sich die Elf von Peter Martens so langsam wieder fing. In der Schlussphase gab es auf beiden Seiten noch weitere Torraumszenen zu bestaunen, ein Treffer fiel jedoch nicht mehr. Die dicksten Chancen für BU vergaben noch einmal Degen und Hasenpusch, die sich beide noch nicht in Optimalform präsentieren konnten.

Ein Notiz am Rande: In der kommenden Woche wird sich entscheiden ob Miguel Gatica zu Oberliga-Absteiger BU zurückkehrt. Der 32-jährige Mittelfeldspieler, der in der neuen Saison eigentlich für den VfL 93 auflaufen sollte, trainierte die letzten Einheiten bereits wieder bei seinem alten Verein mit. Grund für die Kehrtwende war der hohe Trainingsaufwand beim VfL, den Gatica nicht mehr bewältigen konnte. „Ich hoffe, dass ich den Verein überzeugen kann, dass wir ihn brauchen“, erklärt Peter Martens. Mit Jan Meyer, Tim Schwemann, Mathias Schwarzer, Hendrik Boedecker, Carlos de Sousa und Zlatko Bezbradica hat der Coach zur Zeit mehrere Langzeitverletzte zu beklagen.



Stimmen:

Thorsten Bettin (Trainer FC Süderelbe):
In der ersten Halbzeit mussten wir bei den Gegentoren etwas Lehrgeld bezahlen. Da hat man gesehen, dass uns BU in der spielerischen Anlage überlegen ist. In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft sich in die Partie reingekämpft. Nach dem Anschlusstor ist der Gegner in der Abwehr ein wenig geschwommen und wir hatten durchaus die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Allerdings muss man auch sagen, dass BU offensiv immer brandgefährlich war.

Peter Martens (Trainer Barmbek-Uhlenhorst):
Es war der erwartet schwere Auftakt. Wir haben gegen einen Aufsteiger gespielt, der in seinem ersten Spiel bei einem Oberliga-Aufsteiger unbeschwert aufspielen konnte. Durch unsere mangelhafte Chancenverwertung haben wir uns das Leben letztlich selbst schwer gemacht. Nachdem das 2:1 gefallen war, wurde das Spiel zwangsläufig noch mal eng. Der Gegner schöpft dann neuen Mut und wirft zwei frische Stürmer rein, um das Spiel umzubiegen. Insgesamt bin ich zufrieden, dass wir drei Punkte gewonnen haben.


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