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19.11.2005
Ungerechte Niederlage für St. Pauli bei Braunschweig II von



Eintr. Braunschweig II – FC St. Pauli II 2:1 (2:0)

Eintr. Braunschweig II: Lauenstein – Littmann, Dimitrijevic, Bönig, Burgdorf - Pfitzner, Wegner, Alaoglu (ab 88. Sander), Boukantar – Hauk (ab 69. Gökden), Basar
FC St. Pauli II: Borger - Hinzmann, Oduro-Oponi, Rose (ab 83. Smereka), Albecht – Ansorge (ab 70. Yamrali), Hempen, Joy (ab 56. Marcinkiewicz), Flatken – Wojcik, Tornieporth
Tore: 1:0, 2:0 Hauk (9. FE, 43.), 2:1 Tornieporth (67.)
Gelb-Gelb-Rote Karte: Burgdorf (86., Braunschweig II)
Schiedsrichter: Maximilian Massalme
Beste Spieler: Lauenstein – Oduro-Oponi, Rose
Zuschauer: 293

Nette Geste den wenigen angereisten St. Pauli-Fans gegenüber, für die extra ein gesonderter Eingang geöffnet wurde. Ofen war auch die Braunschweiger Defensive zu Beginn des Spiels, doch nach einer schönen Ablage von Ian Joy konnte Marius Flatken den Ball nicht im Gehäuse von Nico Lauenstein unterbringen – verzog aus 16 m knapp.
Neben Joy waren auch Sebastian Wojcik, Dennis Tornieporth und Heiko Ansorge "von Oben" dabei, doch konnten auch diese gegen eine schwache Schiri- und starke Braunschweiger Schauspieler-Leistung nichts ausrichten.

Bereits nach neun Minuten bewies Schiedsrichter Massalme schlechtes Augenmaß, als er ein Foul von Joy an Stefan Hauk gut zwei Meter nach vorne - in den 16er – verlegte und auf den Punkt zeigte. Der vermeintlich Gefoulte, der eben noch wie ein Schwan geflogen war und sich anschließend theatralisch gen Fünfmeterraum wälzte, stand plötzlich frisch und munter bereit und versenkte das Strafstoß-Geschenk zur frühen Gelb-Blauen Führung.

St. Pauli setzte gegen, kam durch Wojcik und Ansorge zu guten Möglichkeiten, doch im letzten Moment stand immer ein Braunschweiger Bein oder das Aluminium dazwischen. Die Gäste bestimmten weitgehend das Geschehen auf dem Rasen, allein der Schiri und seine Assistenten brachten die Bernhardt-Elf immer wieder um den verdienten Lohn. Fast mutwillig erscheinende Fehlentscheidungen bei Abseits, Foulspiel, Ecken und Einwürfen ließ selbst so manchen Braunschweiger Anhänger den Kopf schütteln...

Kurz vor der Pause ein langer Pass aus der Eintracht-Abwehr über die Mittellinie und dort standen gleich drei Braunschweiger im Abseits. "Drei Meter sollten auch für Brillenträger erkennbar sein", wurde vom Spielfeldrand lautstark eingeworfen, doch es half nichts: Hauk markierte mit einem Lupfer über FC-Keeper Patrick Borger hinweg seinen zweiten Treffer.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte St. Pauli die Schlagzahl und bestimmte weiterhin die Partie. Allein die Ungenauigkeit beim letzten Pass wird Trainer Frank Bernhardt heute einige graue Haare eingebracht haben. In der 67. Minute ein Lichtblick, als Tornieporth nach schöner Vorarbeit des eingewechselten Martin Marcinkiewicz den 1:2-Anschlusstreffer erzielte, ein Braunschweiger fälschte den Ball dabei leicht ab.

So sehr sich die Schanzenkicker auch bemühten, - es sollte nicht mehr drin sein. Aber so sehr sich auch die Gelb-Blauen und das Schiri-Gespann "bemühten" – auch für den Eintracht-Nachwuchs sprang nichts zählbares mehr raus. Erwähnenswert dagegen die neue Auslegung des Schiedsrichters in Sachen Platzverweis: Braunschweigs Mirko Burgdorf bekam zweimal Gelb und dann noch Gelb-Rot. Kein Witz! Irgendwie merkwürdig.

Gut gespielt, aber zu wenig aus den Chancen gemacht, muss das Fazit aus St. Pauli-Sicht lauten. Glücklich und zum Ende knapp gewonnen ist dagegen das Eintracht-Motto.


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