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11.11.2007
Der Torwarttrainer als Matchwinner von




USC Paloma –TSV Buchholz 08 0:1 (0:1)

USC Paloma: Dröge – Savelsberg, Steinbrück, Francke, Osinski – Hamurcu, Gottschalk – Richter (81.Kwame), Pezerovic – Kieckbusch (77. Sülün), Akyol
TSV Buchholz 08: Gülzow – Gippner, A. Bowmann, Gege, Tuncay – S. Titze, Kettner – Lasseur, Fuhrmann, Kühn (61. Brandes) – Siemes (28. Kaczan, 67. Özkan)
Tore: 0:1 Siemes (19.)
Rote Karte: Pezerovic (20., Beleidigung des Schiedsrichterassistenten)
Schiedsrichter: Vollmers (SV Börnsen), trotz einiger Diskussionen um den Platzverweis absolut souverän
Beste Spieler: Savelsberg, Osinski – Gülzow, A. Bowmann, Gege, Tuncay
Zuschauer: 220

Kennen Sie Rainer Gülzow? Der ein oder andere Experte der älteren Semester unter uns mag sich möglicherweise daran erinnern, dass er einst gemeinsam mit Thomas Titze beim SV Viktoria Wilhelmsburg/ Veddel in glorreichen Verbandsligazeiten auf Punktejagd gegangen war. Der Großteil der interessierten Beobachter der Hamburg-Liga wird jetzt spontan aber wohl eher mit dem Kopf schütteln. Vor zwei Jahren war der heutige Buchholzer Torwarttrainer zuletzt in höchster Not im Oddset-Pokal gegen Altona 93 eingesprungen. Heute nun war es wieder soweit. Und vor allem der USC Paloma wird den mittlerweile 49jährigen (!) wohl noch einige Zeit in Erinnerung behalten.
Weil neben Stammkeeper Hendrik Titze (Gehirnerschütterung) auch Reservetorwart Dominic Norden (Urlaub) nicht zur Verfügung stand, zudem der Torwart der zweiten Mannschaft aus Verletzungsgründen passen musste und die Partie (wie es der Buchholzer Coach auch aufgrund weiterer Personalsorgen eigentlich gehofft hatte) den Witterungsbedingungen nicht zum Opfer fiel, erklärte sich eben jener Rainer Gülzow bereit, den Platz zwischen den Pfosten einzunehmen. Da der Fußball ja gerne ganz besondere Geschichten schreibt, avancierte er auch prompt zum gefeierten Matchwinner.

Das Spiel begann intensiv und mit leichten Vorteilen für die Gäste aus Niedersachsen. Nicht unverdient daher auch die Führung für die Gäste in der 19. Spielminute: Ein langer Ball von Erik Gippner rutschte Palomas Innenverteidiger Sven Francke über den Schädel, Stephan Siemes lupfte das Leder über Frank Dröge in Richtung leeres Gehäuse, und David Steinbrücks Rettungsversuch misslang – zumindest nach Einschätzung des Schiri-Assistenten – knapp hinter der Torlinie. Sowohl das 0:1 als auch die Entscheidung der Referees mochte Duzko Pezerovic jedoch so gar nicht schmecken. Obwohl der Assistent gar keine hat, soll der Linksaußen ihn daraufhin ziemlich lautstark mit den Worten „Du Pfeife“ bedacht haben. Sicher, man kann vielleicht weghören, muss man aber auch nicht. Die Rote Karte war somit vertretbar, auch wenn Frank Hüllmann hinterher urteilte: „Der Platzverweis ist albern. Er hat einfach eine Reaktion gezeigt und muss natürlich den Mund halten. Aber ich sehe es nicht als so schlimm an.“
Ansonsten lebte die erste Halbzeit von auf beiden Seiten bissig geführten Zweikämpfen. Buchholz stand in der Abwehr sicher und ließ bis zur Pause keine einzige Torchance der Hausherren zu. Vorne wurde es bei den Heidjern immer dann gefährlich, wenn Siemes an den Ball kam. Fünf Minuten nach dem 0:1 hatte er seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, doch Dröge lenkte den Flachschuss reaktionsschnell ab. Bitter für den TSV: Siemes verletzte sich bei dieser Aktion am Knie und musste ausgetauscht werden. Eine längere Zwangspause ist nicht ausgeschlossen.

Trotz Unterzahl gehörte der zweite Durchgang überraschenderweise dann einzig und allein der Hüllmann-Elf – und natürlich Rainer Gülzow. Los ging es direkt nach Wiederanpfiff, als Gülzow einen satten Fernschuss von Przemek Osinski über die Querlatte lenkte (46.). Anschließend scheiterten Dirk Savelsberg (55.) und Erdal Akyol mit einem Freistoß an die Latte (60.). Buchholz konnte sich nur noch selten befreien (zweimal scheiterte Carsten Fuhrmann bei Kontern) und geriet in den letzten Spielminuten immer mehr unter Druck. Phillip Richter (79.), Akyol (88., 91., 93.) und Osinski (90.) scheiterten entweder erneut an Gülzow oder ihr Schussversuch wurde im letzten Moment abgeblockt. Darüber hinaus wurden unzählige Ecken und Flanken, die in der Schlussphase in den Strafraum der Gäste flogen, vom Buchholzer Torwartoldie entschärft oder von der starken Innenverteidigung aus dem Strafraum befördert.

Während Paloma nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage verdauen muss, bejubelten die Buchholzer am Ende einen glücklichen Dreier, mit dem sie Platz Sechs in der Tabelle verteidigen konnten. Rainer Gülzow atmete nach Spielschluss tief durch: „Die Nacht vor dem Spiel war etwas unangenehm. Eigentlich muss man ja auch bekloppt sein, sich in meinem Alter noch einmal in der Hamburg-Liga ins Tor zu stellen. Aber die Mannschaft hat sich den 1:0-Sieg toll erkämpft und es hat am Ende Spaß gemacht.“



Stimmen:

Thomas Titze (Trainer TSV Buchholz 08):
Ich wäre vorher eigentlich nicht traurig gewesen, wenn das Spiel ausgefallen wäre. Wir mussten nicht nur mit meinem alten Weggefährten Rainer Gülzow im Tor auflaufen, sondern auch noch Spieler wie Marian Grühn, Julian Künkel und, ganz wichtig, Steffen Prielipp auf der Sechser-Position ersetzen. So hatte meine Mannschaft sicherlich nicht die Qualität der letzten Wochen und ich war daher relativ überrascht, dass wir hier in der ersten halben Stunde ein recht gutes Spiel geliefert haben und in Führung gegangen sind. Bis zur Halbzeit war es okay, nach der Pause hatten wir nur noch zwei Konterchancen. Man muss sagen, dass der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit absolut glücklich für uns ist. Wenn Paloma hier rechtzeitig den Ausgleich erzielt, hätte ich nicht einmal für einen Punkt garantieren können. Ich bin natürlich unheimlich stolz auf Rainer. Das war atemberaubend.

Frank Hüllmann (Trainer USC Paloma):
Ich finde, dass wir wie gegen Curslack bis zum Gegentor nicht so wach gewesen sind, wie ich es eigentlich gerne möchte. Die Reaktion der Mannschaft war dann aber richtig klasse, sowohl taktisch als auch spielerisch. In der Halbzeit konnten wir uns neu sortieren und mehr kann man dann im zweiten Durchgang auch nicht machen. Wir haben gut über außen gespielt, waren gut in den Zweikämpfen und haben uns viele Torchancen herausgespielt. Es gibt aber so Tage, da geht der Ball trotzdem nicht rein. Dennoch haben wir bis zur letzten Sekunde daran geglaubt, und genau das macht die Mannschaft derzeit so stark.




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