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16.11.2007
Bergedorfer Talfahrt, Klappe, die zehnte von




USC Paloma – GSK Bergedorf 2:1 (0:0)

USC Paloma: Dröge – Savelsberg, Engl, Francke, Osinski – Kwame (90.+2 Gottschalk), Hamurcu, Steinbrück, Sülün (72. Flagmann) – Kieckbusch, Akyol (90. Steinmetz)
GSK Bergedorf: Kaya – Myumyun – Kiraz, Pappoe – Bingöl, Celik, Ocak, Uzun – Barlak (82. Kartal) – Yasar, Koc
Tore: 0:1 Ocak (57.), 1:1 Akyol (76.), 2:1 Kieckbusch (78.)
Schiedsrichter: Grudzinski (TSV Wandsetal): Seiner Souveränität ist anzurechnen, dass das hart umkämpfte Spiel mit 22 Mann beendet wurde
Beste Spieler: Akyol, Osinski – Celik, Ocak
Zuschauer: 160

Am 2. September konnte der GSK zuletzt in der Hamburg-Liga gewinnen – seitdem niederschlagende zehn Spiele nicht mehr! Kaum zu fassen, sieht man den Könnern auf Bergedorfer Seite zu: Bayram Celik, Öner Ocak, Ugur Kiraz, Ilhan Myumyun, Kamuran Barlak und Ugur Ali Yasar sind allesamt technisch versierte, elegante Fußballspieler. Das Problem ist nur, vom Spielertyp wirken sie allesamt wie "Achter" oder "Zehner", doch die Verletzungsnot befördert sie auf Positionen im Sturm (Yasar) oder gar in die Verteidigung (Kiraz). Das sieht dann schön aus, wenn solche "Fußis" alle Mannschaftsteile mit Spielstärke versehen, doch letztlich bräuchte der GSK dringend "Facharbeiter", die hinten abräumen und vorne einfach nur treffen, und sonst nichts.

Kein Wunder, dass Palomas Trainer Frank Hüllmann nach dem Spiel zu berichten wusste: "Im Grunde ist das Spiel so gelaufen, wie wir das erwartet haben. Bergedorf verliert seine Spiele am Ende. Komplett ausspielen kann man den GSK nicht." Was man aber machen kann: Einfach Fußball spielen und auf die Fehler warten. "Das haben wir gemacht. Wir haben nicht gut, aber intelligent gespielt." Und einfach zweckmäßiger. Während der GSK nach dem allemal verdienten Führungstreffer (einen schönen Innenpfostenschuss durch Ozak) zwar gepflegt, aber nicht im Mindesten zwingend seinen Stiefel runter spielte, machten Palomaten wie Przemyslav "Przemek" Osinski, der nach dem Rückstand wie aufgedreht seine linke Seite beackerte, den Bergedorfern vor, wie man Siege erzwingt. Voll rein in jeden Zweikampf und den Ball irgendwie vor das gegnerische Tor gewuchtet – bis er einfach mal drin ist. Irgendwie. So wie beim Ausgleich. Dirk Savelsbergs Einwurf nahm Erdal Akyol auf, rannte ungehindert durchs Mittelfeld und zog aus mehr als 20 Metern entschlossen ab. Yakup Kaya sah in dieser Szene nicht gut aus, doch die Mitspieler, die besser daran getan hätten, herauszurücken und den Torschützen zu stellen, verstellten stattdessen ihrem Torwart die Sicht. Eine dieser Szenen, in der sich der Mangel an (in diesem Fall defensiven) "Facharbeitern" beim GSK bemerkbar machte. Ebenso ungehindert wie Akyol schießen durfte, konnte Thiemo Kieckbusch zwei Minuten später den Ball nach Oliver Engls Maßflanke zum 2:1-Siegtreffer einköpfen und das Spiel gründlich auf den Kopf stellen. Aber wie sagte Hüllmann? "Der GSK verliert seine Spiele am Ende."

Bergedorfs Manager Seweryn Malyk konstatierte eine "Niederlage, die man nur bekommt, wenn man im Abstiegskampf steckt. Wir haben eine gute Leistung gezeigt." Ärgerlich für Malyk und seinen GSK, dass der zweitligaerprobte Schiedsrichter Sören Grudzinski nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, nachdem Yasar in der 87. Spielminute (nach fahrlässigem Ballverlust Sven Franckes) im Sechzehner zu Fall gebracht wurde. Paloma-Torwart Frank Dröge gestand ehrlich ein: "Ich kann schon verstehen, dass die Bergedorfer sich ärgern, wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn er den gegeben hätte. Das war eine 50/50-Entscheidung." Malyk lamentierte aber nicht lange: "Verloren haben wir nicht wegen dem Schiedsrichter, sondern weil wir am Ende nicht mehr für genügend Entlastung gesorgt haben."

Und so konnte sich Frank Hüllmann über die "Mörder-Moral" seiner Blau-Weißen freuen, die seit der 0:4-Klatsche in Meiendorf – lang ist´s her – gewachsen ist. Die Tauben werden auf der morgigen Hochzeit ihres Mannschaftskameraden Abu Kocamans ihren Spaß haben. Während Kocaman morgen der Mann des Abends sein wird, war es Erdal Akyol heute: Der aus Bergedorf stammende Dribbler, der bis vor drei Jahren selbst beim GSK aktiv war, brachte mit seinem Ausgleich die Wende und machte seinen ehemaligen Kollegen 90 Minuten jede Menge Arbeit. Unzählige Fouls an ihm erweckten den Anschein, als wäre Akyol im Unfrieden aus Bergedorf geschieden, doch der stellte klar: "Wir verstehen uns alle sehr gut, aber auf dem Platz will man in so einem Spiel erst recht zeigen, was man kann."
Währenddessen laufen beim GSK die Planungen für die Winterpause an. Noch ist niemand verpflichtet, aber bei aller Könnerschaft so manches Einzelakteurs zwang der Verlauf der Hinrunde den Bergedorfern die Einsicht auf, dass noch "fünf Verstärkungen" (Ilhan Myumyun) benötigt werden. "Zu viele Totalausfälle" (Yakup Kaya) standen auch heute auf dem Platz. Seweryn Malyk wird im Winter einiges zu tun haben.


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