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16.02.2008
Wenn nichts mehr anderes hilft von


Buxtehuder SV – SV Curslack-Neuengamme 1:1 (0:1)

Buxtehude: Crüger – Kramer, Ramazanoglu, Patsalis, A. Aichaoui – Nitschke, Graap (82. Holz) – Wegener (62. Hartmann), von Loh, Bode – Greco (86. Ziegler)
Curslack: Maack – Schümann, Schmidt, Figge, Sander – Ziethmann (78. Gothmann), Wyrwinski, Theetz, Khalili, Kock (70. Kruse) - Spill
Tore: 0:1 Spill (21.), 1:1 von Loh (89.)
Schiedsrichter: Khemiri (MSV Hambug), ließ unnötig Hektik aufkommen
Gelb-rote Karte: Kruse (80.)
Beste Spieler: Bode - Schmidt
Zuschauer: 150

Das erste Spiel nach der Winterpause besitzt eine enorme Wichtigkeit. Vor allem für Mannschaften, die etwas aufzuholen haben. Dazu gehört natürlich der Buxtehuder SV, der als Schlusslicht mit sieben Punkten Rückstand viel Arbeit vor sich hat, sollte der Klassenerhalt irgendwie noch geschafft werden können. Ein Sieg gegen Curslack im Nachholspiel, dann eine Woche später wieder eine Heimpartie gegen Niendorf, man möchte von guten Voraussetzungen sprechen, um eine gewisse Euphorie nach der lange Pause zu entfachen. 95 Minuten auf einem seifigen Untergrund später ist diese Aufbruchstimmung schon fast wieder vorüber. Ein leistungsgerechtes 1:1 sprang gegen fast gelangweilte Curslacker heraus. Und auch das nur deswegen, weil sich der BSV-Neuzugang Pascal von Loh (vorher Henstedt-Rhen) kurz vor dem Abpfiff in die Luft schraubte und eine Nitschke-Flanke einnickte.

Vorher gaben beide Mannschaften der These Recht, dass die Tabelle die einzige Wahrheit darstellt. Denn was der Letzte und der Elfte ablieferten, hatte selten etwas mit dem Sport Fußball zu tun und bewies eindrucksvoll, warum sich der BSV und Curslack mehr oder minder im Abstiegskampf befinden. Fehlpässe en masse, Stockfehler, die nicht immer nur auf den Boden zurückzuführen waren, Missverständnisse und fast gar keine gelungenen offensive Aktionen säumten den Weg der beiden Teams. Die Gastgeber fingen gar nicht so schlecht an. Sie versuchten das Tempo hoch zu halten und den Gegner unter Druck zu setzen. Dies klappte zwar in Ansätzen, ohne jedoch große Torchancen zu produzieren. Die Herrlichkeit wurde mit dem Gegentreffer sofort beendet. BSV-Keeper Björn Crüger verschätzte sich beim Herauslaufen, Christian Spill war per Kopf zur Stelle. Nach dieser etwas zufälligen Führung beschränkte sich Curslack, das Ergebnis zu verwalten. Das Spielgerät wurde länger in den eigenen Reihen gehalten, das Spiel kontrolliert. Das fiel auch nicht schwer, denn Buxtehudes Auftreten war an Verunsicherung kaum noch zu überbieten. Einzig ein Kopfball von Rückkehrer Thomas Bode (35.) sorgte ein wenig für Gefahr.

Buxtehudes Trainer Wolfgang Nitschke stellte nach der Halbzeit um, zog Hasan Ramazanoglu ins Mittelfeld und beorderte seinen Sohn Niki auf dessen angestammte Position hinten rechts zurück. Diese Umstellung sorgte für eine gewisse Überlegenheit im Mittelfeld, die allerdings Makulatur gewesen wäre, hätte Spill nicht nur den Innenpfosten getroffen (53.). Es dauerte lange, bis die Buxtehuder ihrem Engagement auch Torschüsse folgen ließen. Ein Kopfball von von Loh ging knapp vorbei (71.), einen Fernschuss von Ramazanoglu (75.) parierte Schlussmann Sebastian Maack (78.). Als sich dann auch noch Curslacks Einwechslung Jan Kruse nach zehn Minuten Einsatzzeit die Ampelkarte abholte, wurde das gemacht, was Fußballmannschaften eben machen, wenn kurz vor dem Ende der Ausgleich erzielt werden muss. Wenn nichts anderes hilft, gibt es halt ein Festival der hohen und langen Bälle in den gegnerischen Strafraum. Einen davon verwertete von Loh, circa ein Dutzend entschärfte BSV-Angreifer Maurizio Greco mit seinen Abseitsstellungen. Ein wenig Regelkunde würde nicht schaden. Buxtehude verdiente sich den Ausgleich, der ihnen im Endeffekt auch nichts bringen wird. Außer dass mit diesem Unentschieden eine weiße Weste des BSV geschwärzt wurde. Es war das erste Remis der Saison, immerhin etwas!


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