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04.04.2008
Die Göttin der Eintracht vertreibt den „Heimfluch" von Andreas Killat



SC Concordia Hamburg – Grün-Weiss Harburg 4:2 (2:1)

SC Concordia Hamburg: Voß – Smereka, Reiher, Clausen – Subasic (88. Iwosa), Janke, Pornhagen, Steinhöfel (41. Müller) – Jurkschat, Yaqubi (72. Bagci) – Harms
Grün-Weiss Harburg: Özkök – Asbarg (38. Wießner), Augstein, D. Meyer, Eryüce – Bojic (67. Thiel), Gillich – Tocha, T. Meyer – Davis (62. Yildirim), Kyrmanidis
Tore: 0:1 Tocha (7.), 1:1 Jurkschat (22.), 2:1 Jurkschat (27.), 3:1 Harms (55.), 3:2 Tocha (56.), 4:2 Jurkschat (80., Handelfmeter)
Schiedsrichter: Jens Braun (Niendorfer TSV): Weitestgehend umsichtiger Leiter einer fairen Partie; hätte allerdings in der 12. Minute auf Foulelfmeter für Grün-Weiss Harburg entscheiden müssen (Clausen an Tocha)
Besondere Vorkommnisse: Grün-Weiss Harburg ab der 77. Minute nur noch mit neun Feldspielern, da Tocha verletzt raus musste und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war
Beste Spieler: Jurkschat - Tocha, T. Meyer
Zuschauer: 210

Und wöchentlich grüßt das Murmeltier. So jedenfalls muss es wohl Grün-Weiss-Coach Rainer Beth manchmal vorkommen. Meist ganz ordentlich gespielt, tapfer gekämpft und Moral gezeigt, aber auf der Anzeigetafel immer wieder ein (zu) klares Ergebnis für den Gegner. So auch heute im Marienthal, denn zwei Tore waren die Harburger nicht schlechter und wer weiß, wie das Spiel nach der frühen Führung durch den überragenden Karol Tocha, der einen herrlichen Sololauf von der Mittellinie eiskalt am herausstürzenden Sebastian Voß abschloss (7.), gelaufen wäre, wenn fünf Minuten später Schiri Braun auf den Punkt gezeigt hätte?! Die Attacke von Sebastian Clausen, der heute wahrlich nicht seinen besten Tag hatte, an Tocha war jedenfalls nach mehrheitlicher Meinung auf der Tribüne durchaus geeignet dazu.

Doch was dem einen sein Karol, ist dem anderen sein „Harry“. Nach seinem misslungenen Ausflug ins Reich der Journalie (seinem Artikel in der letzten Stadionzeitung „Warum wir hinten so gut stehen“ folgte das 1:5 gegen Barmbek-Uhlenhorst), besann sich Mario Jurkschat wieder auf seine Kernkompetenzen. Und die haben es in sich. Sein Zuckerpass in der 20. Minute auf Steffen Harms hätte bereits der Ausgleich sein müssen, aber Harms vergab freistehend aus wenigen Metern kläglich und traf nur das Außennetz. Zwei Minuten später machte Jurkschat es selbst und besser: Nach einem Torwartfehler des heute sehr unsicheren Fatih Özkök landete sein Pressschlag aus kürzester Distanz zum umjubelten Ausgleich im Netz. Concordia drehte nun richtig auf, vergessen waren die schlimmen Anfangsminuten mit zum Teil haarsträubenden Abwehrfehlern. Harms erlief und erarbeitete sich sehr viele Bälle, wich immer wieder geschickt über den linken Flügel aus, blieb aber im Abschluss zunächst glücklos. „Harry“ Jurkschat dagegen eiskalt. Nach einem Missverständnis in der Grün-Weiss Abwehr, heute ebenfalls nicht sehr sattelfest, hatte er keine Mühe, den Ball von der Strafraumgrenze aus elegant über Özkök ins Tor zu lupfen (27.). So was hat man früher sonst nur von Ivan Lendl gesehen. Ein feiner Treffer.

In der zweiten Halbzeit machten die Marienthaler weiter Dauerdruck. Der wie gesagt etwas glücklose Harms versiebte in der 50. Minute zunächst seine nächste Großchance und jagte das Leder haushoch übers Tor ins Wandsbeker Gehölz. Aber fünf Minuten später endlich der Lohn für seine unermüdlichen Bemühungen: Nach feinem Zuspiel von Paul Janke erzielte Harms das überfällige 3:1 (Özkök klebte auf der Linie). Nun war eigentlich alles bereit für ein Schützenfest, aber der Gast aus Harburg mochte da nicht mitspielen. Die Moral der Truppe stimmt, wie schon vor zwei Wochen beim 2:2 (nach 0:2-Rückstand) beim SC Condor zu beobachten. Im direkten Gegenzug war es erneut Tocha, der einen schlimmen Patzer von Clausen nutzen konnte und den Anschlusstreffer markierte. Die Cordi-Abwehr nun wieder vorübergehend im kollektiven Dämmerzustand der Anfangsminuten. Die Partie war sehr ausgeglichen und für den objektiven Zuschauer gut anzuschauen, Chancen hüben wie drüben. Nach einem Foul von David Yaqubi an Torben Meyer legte sich Arne Gillich den Ball für den Freistoß zurecht und hämmerte selbigen aus gut zwanzig Metern mit Karacho an die Latte (65.). Der Ausgleich lag in der Luft. Eine Viertelstunde vor dem Ende verlor Sebastian Müller im Spiel nach vorne leichtsinnig den Ball, der stark angeschlagene Tocha mobilisierte seine letzten Kräfte und startete ein grandioses Solo über die rechte Seite, setzte sich zweikampfstark gegen Janke durch und passte scharf nach innen (halb Flanke, halb Torschuss), aber der Ball trudelte einen halben Meter vor der Torlinie an Freund und Feind vorbei ins gegenüber liegende Seitenaus. Nach dieser Aktion war für Tocha Schluss: rien ne va plus. Da Beth schon dreimal ausgewechselt hatte, mussten die Harburger die letzten 12 Minuten mit einem Mann weniger zu Ende spielen. Und als Dimo Kyrmanidis in der 80. Minute dann noch der Ball unglücklich im eigenen Strafraum an die Hand sprang, und Jurkschat den fälligen Elfmeter platziert zum 4:2 verwandelte, da - aber auch wirklich erst da – war die Moral der Grün-Weissen gebrochen. Die Marienthaler bejubelten jedenfalls drei hart erkämpfte (und nicht unverdiente) Punkte und zudem noch vier eigene Tore auf heimischen Geläuf, das gab es nämlich zuletzt vor genau einem Jahr beim 7:0 gegen Absteiger HEBC. Auch die Harburger werden wohl nach einem Jahr wieder die Klasse verlassen müssen, aber die zuletzt gezeigten Leistungen sind aller Ehren wert und man kann erhobenen Hauptes den Gang in die Landesliga antreten.


Stimmen:

Rainer Beth (Trainer Grün-Weiss Harburg):
Ich habe zu meinen Spielern schon vor dem Spiel gesagt: So, wie ich „Klobe“ kenne, hat er vor uns gewarnt und darauf hingewiesen, dass auch Grün-Weiss erst mal geschlagen werden muss. So einfach ist es nämlich nicht, gegen uns zu gewinnen. Ich wollte hier heute gewinnen ! Und meine Mannschaft hatte auch Mut und Lust dazu ! Trotz guten Spiels am Ende aber leider wieder ein deutliches Ergebnis gegen uns. Schade, dass wir den Elfmeter nicht bekommen, dann steht es möglicherweise 2:0. Danach haben wir wieder viele Geschenke und Einladungen zum Toreschießen verteilt, aber meine Mannschaft hat schon viel gelernt und wird immer besser. Ärgerlich sind die ständigen Verletzungen: Asbarg musste ins Krankenhaus und Tocha, der schon gegen Condor mehrmals auf die Socken bekommen hat, wird uns nun wahrscheinlich auch noch fehlen. Mein Physiotherapeut hatte kurz nach der Halbzeit nur eine Prellung diagnostiziert, deswegen habe ich ihn nicht ausgewechselt, auf so einen Spieler können wir nicht so leicht verzichten.


Andreas Klobedanz (Trainer Concordia Hamburg):
Wir bieten unseren Zuschauern hier immer viel, es war ein sehr nervenaufreibendes Spiel. Wir hatten uns nach der 1:5-Klatsche im letzten Heimspiel viel vorgenommen und das konnte man heute auch spüren. Aber die ersten 15 Minuten hatten wir hinten „Tag der offenen Tür“, im Unterbewusstsein wird gegen den Tabellenletzten wohl doch nicht alles abgerufen. Aber ab dann haben wir richtig guten und schnellen Fußball gespielt und das Spiel verdient zum 3:1 gedreht. Nach dem schnellen Anschlusstreffer hatte jeder bei uns nur noch mit sich selbst zu tun. Wir haben eben eine sehr junge Mannschaft, die den Umgang mit Druck erst noch lernen muss, aber das kommt mit der Erfahrung. Erfreulich ist, dass wir heute vier Tore geschossen haben, das passiert ja auch nicht alle Tage. Außerdem möchte ich heute Daniel Subasic hervorheben, er hat seine Sache sehr gut gemacht.


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