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18.04.2008
Schwarz-Grün in Hamburg eine Macht von Andreas Killat



VfL 93 Hamburg – TSV Buchholz 08 3:1 (2:0)

VfL 93 Hamburg: Chergui – Khalil (60. Avarello), Akdemir, Akyil – Albrecht, Antoniou, Koschnik, Marcinkiewicz (90. Lohfeldt) – Froelich (89. Kummerfeldt), Jernane – Pedroso-Bussu
TSV Buchholz 08: H. Titze – Gippner, A. Bowmann (46. Völcker), Prielipp, Gege – S. Titze, Kettner – Fuhrmann (46. Kaczan), Grühn – Künkel – Mathies (46. Özkan)
Tore: 1:0 Koschnik (6.), 2:0 Jernane (41.), 3:0 Froelich (58.), 3:1 Künkel (69.)
Gelb-Rote Karte: Gege (87., Buchholz 08)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Sein „prominenter“ Linienrichter (Mayer-Lindenberg) machte ihn anscheinend nervös - pfiff sehr konfus und kleinlich;
Beste Spieler: Jernane – Völcker
Zuschauer: 120 (davon 70 aus Buchholz)

Die beiden entscheidenden Szenen ereigneten sich heute bereits vor dem Spiel: Ralf Stepat, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, war auf dem Spielberichtsbogen in der Startelf vermerkt, verspürte dann aber beim Aufwärmen muskuläre Probleme und wurde von VfL-Coach Daniel Sager kurzfristig durch Mahir Jernane ersetzt. Manchmal ist Pech eben auch ein Glücksfall, denn Jernane wurde zum besten Mann auf dem Feld, und Sager hatte alles richtig gemacht. Als dann Gäste-Trainer Thomas Titze auch noch Oberliga-Schiedsrichter Johannes Mayer-Lindenberg an der Seitenlinie als Schiedsrichter-Assistenten erblickte (er musste aus nicht überlieferten Gründen kurzfristig einspringen), schwante ihm Böses: „Unter Mayer-Lindenberg haben wir noch nicht einen Punkt geholt!“

Als ob die Buchholzer diese Titze-Statistik im Kopf gehabt hätten, spielten sie in der ersten Halbzeit wie gelähmt. Die Sager-Jünglinge dagegen erkannten ihre Chance und gaben von Beginn an Vollgas. Wie schon am Dienstag im Nachholspiel gegen BU wieder ein schnelles Tor für die Barmbeker: Die Flanke von David Pedroso-Bussu war eigentlich zu ungenau, aber der heute sehr unsichere Erik Gippner konnte nicht klären, sondern legte den Ball Philipp Koschnik vor die Füße, der das Spielgerät aus gut 20 Metern mit links in den Winkel zimmerte (6.). Die Nordheidjer blieben nervös, kamen nicht in die Zweikämpfe und spielten mehr für die Galerie (z.B. Gippner mit wiederholten "Scherenschlägen"...). Der VfL dagegen suchte, immer wieder angetrieben vom überragenden Jernane, die Vorentscheidung. Zunächst wurde der davoneilende Thomas Froelich auf dem Weg zum Tor aufgrund eines angeblich gestreckten Beines zurückgepfiffen (26.), dann verfehlte ein Kopfball von Martin Marcinkiewicz nur knapp sein Ziel (38.). In der 41. Minute wurde es Jernane dann zu bunt, er fasste sich aus 20 Metern ein Herz und quasi als Wiederholung zum 1:0 schlug es erneut beim machtlosen Henrik Titze ein.

Der sichtlich angefressene Gäste-Trainer brachte nach dem Wechsel drei neue Spieler („Heute hätte ich auch sieben oder acht auswechseln können“), und sofort änderte sich das Bild. Insbesondere Johannes Völcker machte über rechts mächtig Dampf, seine Flankenläufe waren sehenswert und sorgten wiederholt für Gefahr. Doch der ebenfalls eingewechselte Atilla Kaczan konnte mehrere Kopfballchancen nicht nutzen. Die Buchholzer Fans trauerten dem verletzten Stephan Siemes nach, der hätte – so war man sich einig – die Dinger versenkt. Chancen gab es jetzt im Minutentakt zu sehen, denn die Titze-Elf zeigte den klar erkennbaren Willen, das Spiel noch zu drehen. Der dritte Einwechselspieler, Emre Özkan, wollte hinter seinen beiden Kollegen nicht zurückstehen und zog aus 15 Metern ab, und nicht wenige Zuschauer sahen den Ball schon im Netz zappeln, doch Teufelskerl Zakaria Chergui parierte glänzend (52.). Eine Minute später war der Ball dann doch endlich im Tor, aber der Kopfballtreffer von Alex Gege fand zu Recht keine Anerkennung, weil das Leder bei der getretenen Ecke vorher im Seitenaus war. Gege war damit nicht ganz einverstanden und holte sich „Gelb“ ab, das kurz vor Schluss dann noch in „Gelb-Rot“ gewandelt wurde.

Die Borgwegler hatten die stärkste Drangphase der Gäste schadlos überstanden und machten aus ihrer ersten nennenswerten Szene in Hälfte zwei gleich das Tor: Fünf bis sechs Buchholzer konnten das Leder nach Flanke von Pedroso-Bussu nicht aus der Gefahrenzone befördern, und nach einem Querschläger von Gippner brauchte Froelich, aus drei Metern am kurzen Pfosten, nur noch einzuschieben (58.).
Damit war natürlich die Entscheidung gefallen, aber positiv anzumerken bleibt, dass es die Gäste im Gegensatz zur ersten Halbzeit immerhin weiter versuchten. 20 Minuten vor dem Ende der Partie wurden diese Bemühungen endlich belohnt. Nach Flanke von Özkan nahm Julian Künkel aus zehn Metern das Leder, technisch perfekt, volley mit rechts und erzielte ein echtes Traumtor. Da brechen sich andere die Beine bei... .

Für Buchholz war es erst die vierte Auswärtsniederlage im 15. Spiel und das wiederum ist wirklich kein Beinbruch. Der VfL kann etwas Aufatmen und hat nun fünf Punkte Vorsprung auf Abstiegszone II. Die beiden folgenden Auswärtsspiele in Harburg und bei GSK Bergedorf (in den nächsten neun Tagen) können so etwas gelassener angegangen werden.


Stimmen:

Thomas Titze (Trainer TSV Buchholz 08):
Das war heute gar nichts, vor allem die erste Halbzeit. In unserer Viererkette fehlten uns einige Stammspieler, das hat man auch gemerkt, wir standen nämlich sehr schlecht. Unsere Körpersprache hat mir heute nicht gefallen. Wir müssen in dieser Liga immer 100% abrufen, sonst reicht es nicht, wir sind nämlich bestimmt keine Übermannschaft. Aber die Grundtugenden fehlten heute bei uns. Ich kann nicht gut verlieren, das lerne ich wohl auch nicht mehr. Mich hat vor allem das „Wie“ geärgert. Die zweite Halbzeit war ganz OK, da haben wir gleich zu Beginn Druck gemacht. Aber das 3:0 darf so natürlich nicht fallen; 6 weiße gegen 2 grüne, im Training kostet das ‚ne Kiste Bier. Mit dem Gesamtverlauf der Saison bin ich aber sehr zufrieden, so ein Ausrutscher wie heute kann immer mal passieren.

Daniel Sager (Trainer VfL 93 Hamburg):
Trainer Daniel Sager hatte anderweitige wichtige Termine und ließ sich entschuldigen.


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