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19.04.2008
Freud und Leid des Michael F. von Andre Matz




Meiendorfer SV – VfL Pinneberg 2:1 (0:0)

Meiendorfer SV: Sävke – Kirbach, Schumann, Thoele, Schäfke (88. Weiss) – Mau (66. Wojcik), Anders, Lund, Weigel (57. Ciosanski) – Cetinkaya, Gürel
VfL Pinneberg: Omerhodzic – Dobirr, Deden, Nottelmann, Kocadal – Schulz (90. Sahling), Hayran, Hellmann, Rosin (46. Wagler), Patrin (78. Fischer) - Pekdemir
Tore: 1:0 Gürel (48.), 1:1 Kocadal (71.), 2:1 Anders (90.+6)
Schiedsrichter: Vollmers (Börnsen), 90 Minuten tadellos.
Gelb-Rote Karte: Kocadal (84., Pinneberg)
Beste Spieler: Thoele, Schumann – Hellmann, Patrin
Zuschauer: 250

Mit starrem gesenkten Blick wartete Michael Fischer, Trainer des VfL Pinneberg, darauf, dass die Pressekonferenz beginnen sollte. Über seine Spielerkluft hatte er eine Trainingsjacke gezogen, doch seine Gemütsverfassung konnte er nicht verdecken. Fischer besaß die Größe, gleich als erstes dem MSV zum Sieg und zur Tabellenführung zu gratulieren. Dabei hätte er allen Grund gehabt vor Wut zu platzen, oder aus Verzweiflung die Pressekonferenz sausen zu lassen. Ehrlich – das, was dem VfL Pinneberg in Meiendorf widerfahren war, gönnt man keinem Verein.

Es sollte die letzte Aktion des Spiels werden, ein Zuschauer rief von der Bande, "Mach es wie Luca Toni". Dann kam der Eckball in der Strafraum des VfL Pinneberg gesegelt und jeder Meiendorfer durfte mal: Jan Thoele per Kopf am Ball, Kugel aus dem Strafraum raus, dann stritten sich Patrick Schumann und Rafal Wojcik um den Ball, Schuss abgeblockt, jetzt durfte Christoph Kirbach aus dem Hinterhalt schießen, abgeblockt, dann Martin Weiss per Kopf am Ball, rausgeköpft, erneute Hereingabe, Max Anders setzte sich auf der rechten Seite gegen Mikail Pekdemir durch – Tor!
2:1 in der 96. Minute! Was für ein Dusel, Meiendorf! So spielt ein Meister! In der Bundesliga, wie auch in der Hamburg-Liga!
Das was nicht mehr möglich schien, hatte Anders durch seinen Schuss doch noch möglich gemacht – ein Sieg gegen Pinneberg. In einer Jubeltraube feierten die Meiendorfer Spieler mit der gesamten Reservebank, die Pinneberger Spieler lagen vor Enttäuschung am Boden, und erst dann pfiff auch endlich Schiri Ralph Vollmers das Spiel ab.

Pinneberg hatte gekämpft, Pinneberg hatte gebissen, hatte sogar den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, doch am Ende steht "Fischis" Mannschaft mit null Punkten da. Und rutscht noch weiter Richtung Landesliga.

Dimitri Patrin gegen Patrick Schumann


Meiendorf war über die gesamte Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft, keine Frage. Die Gäste aus Schleswig-Holstein zwar auch mit Spielanteilen, doch im Angriff wesentlich zu harmlos. "Wer soll denn bei denen ein Tor machen?", so ein Zuschauer am Spielfeldrand. Bezeichnenderweise machte dieses (nicht erwartete) Tor ein Abwehrspieler - nachdem Fatih Gürel gleich nach der Pause das 1:0 für Meiendorf erzielt hatte, glich Oezden Kocadal in der 71. Minute überraschend für den VfL aus. Einen sehr flachen Freistoß von Tugay Hayran von der rechten Seite, drückte Kocadal ebenso flach ins Netz. Überraschend, denn Meiendorf war dem 2:0 näher als Pinneberg dem 1:1.

Michael Fischer stand zu diesem Zeitpunklt schon mit der Nummer 21 am Spielfeldrand bereit, wollte sich gerade einwechseln, als Kocadal der Treffer gelang. Fischer freute sch riesig zusammen mit seinem Team, zog sich wieder die Trainingsjacke über und ging erst sieben Minuten später ins Rennen - um im Angriff den Ball zu halten und das Ergebnis über die Zeit zu bringen.

Und Spielertrainer Fischer musste mit ansehen, wie seine Elf einen Schritt zurückschaltete und zu leichtsinnig wurde. Kocadal verdaddelte - total überflüssig - einen Ball in der eigenen Hälfte, und konnte im Anschluss Christoph Kirbach nur noch mit einem Trikotzupfer stoppen. Folgerichtig gab der gute Schiri Vollmers die Gelb-Rote Karte, da Kocadal bereits zuvor verwarnt worden war. Kocaldal hätte noch links-rechts geohrfeigt werden müssen für seine Dummheit, doch Fischers sofortige verbale "Ansprache" ersetzte wohl die physische.
Die letzten sechs Minuten sollte Pinneberg also zu zehnt bestehen, denn Schiri Vollmers zeigte (und sagte) noch fünf Minuten an, doch es wurden stattdessen weitere 12 Minuten. Nachdem alle Angriffe der Gastgeber verpufft waren, ließ Vollmers noch den oben beschriebenen Eckball als letzte Aktion ausführen ... und schickte Pinneberg damit tiefer ins Verderben.

"Warum ließ er so lange nachspielen?" fragten sich die Pinneberger. In der Tat hatten sich die Spieler des VfL ordentlich Zeit beim Ausführen ihrer Aktionen gelassen, daher war eine Nachspielzeit durchaus berechtigt. Auch gab es einige Unterbrechungen wegen einiger Behandlungen (auf beiden Seiten), doch waren diese nachvollziehbar und keine Schauspieleinlagen der Mannschaften, oder gar einseitig nur des VfL. Doch fünf Minuten Nachspielzeit waren des Guten etwas zuviel, und der einzige Kritikpunkt, den der Unparteiische sich gefallen lassen musste.

Immer eine Nasenspitze voraus: Hier Christoph Kirbach gegen Marc Rosin


Meiendorf legt vor, ist jetzt wieder Spitzenreiter. "Nun hoffen wir auf Palomas Schützenhilfe", sagte ein Zuschauer beim nach-Hause-gehen, denn Paloma empfängt am Sonntagmorgen den SC Victoria. Wer solche Spiele wie heute gewinnt, der wird Meister. Wer solche Spiele verliert, steigt ab.
Das wäre sicherlich zu einfach gesagt, dennoch wirkt sich so ein Sieg in letzter Minute sicherlich positiv auf die Moral einer Truppe aus, genauso wie sich so eine Niederlage negativ auf die Verlierer auswirkt.
Trainer Michael Fischer ging sofort nach dem Schlusspfiff zu jedem seiner (bitter enttäuschten) Spieler, munterte sie auf und rief die Mannschaft (inkl. Reservespieler) noch auf dem Spielfeld zu einem Kreis zusammen um sie aufzurichten.

Zum Abschluss der Pressekonferenz wünschte Stadionsprecher Hajo Roca dem VfL in der nächsten Saison ein Duell gegen den Meiendorfer SV. Es liegt an der Mannschaft von Michael Fischer ob dieses auch stattfinden wird - den Willen dazu hatte sie eigentlich schon gezeigt ... nur das Glück fehlt noch.

Stimmen:

Michael Fischer (Trainer VfL Pinneberg):
Wir haben vor knapp drei Wochen beim VfL 93 mit dem Schlusspfiff in der 93. Minute den Ausgleich hinnehmen müssen. Wenn einer Mannschaft so etwas in kürzester Zeit zweimal passiert, ist sie moralisch eigentlich tot. Eigentlich ...
Ich attestiere Herrn Vollmers heute eine ausgezeichnete Leistung, ich habe nur ein Problem: Es gibt für mich absolut KEINEN, keinen Grund fünf Minuten nachspielen zu lassen. In Meiendorf sieht man das sicher anders, aber es muss eine ganze Menge passieren, damit fünf Minuten nachgespielt werden. Das fand ich heute nicht.

Lutz Göttling (Trainer Meiendorfer SV):
Es war ein glücklicher Sieg für uns aufgrund dieses sehr, sehr späten Tores. Aber wir haben die drei Punkte absolut verdient, weil wir die Mehrzahl der Torchancen hatten, die aber nicht genutzt haben.
Wenn man solche Spiele gewinnt, dann kann man am Ende der Serie auch ganz, ganz oben stehen. Solche Spiele entscheiden zwischen Platz 1 und Platz 2.


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