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10.08.2008
Zebras gehen auf Elsternjagd von



Bergedorf 85 – MSV Duisburg 1:5 (0:1)

Bergedorf 85: Langen - Petterson (ab 56. de la Cuesta), Sobczyk, Savelsberg, Ioannou - Papke, Toksöz (ab 77. Deron), Theißen, Berwecke, Nadj - Reincke (ab 84. Kunkel)
MSV Duisburg: Starke - Willi, Brzenska, Avalos, Chaftar - Christ (ab 70. Adler), Tararache, Makiadi (ab 46. Grlic), Ede - Kouemaha (ab 65. Salou), Wagner
Tore: 0:1 Wagner (10.), 0:2 Kouemaha (49.), 0:3 Wagner (59.), 0:4 Adler (71.), 0:5 Salou (76.), 1:5 de la Cuesta (85.)
Beste Spieler: Reincke - Wagner, Grlic
Schiedsrichter: Frank (Hannover) - souveräne Leistung
Zuschauer: 2400

Vier Mal war Bergedorf vor dem Spiel gegen Duisburg bereits im DfB-Pokal vertreten, die Sensation ist ihnen dabei jedoch noch nicht gelungen. Ein Mal jedoch, bei ihrem zweiten Versuch im Jahr 1982, standen sie extrem knapp davor. Gegner war damals der große FC Bayern München; und bis 15 Sekunden vor Schluss lagen die Bergedorfer vor 12.000 begeisterten Zuschauern mit 1:0 in Führung. Dann jedoch gelang Dieter Hoeneß per Kopf der Ausgleich und in der anschließenden Verlängerung gewannen die Bayern doch noch mit 5:1.

Dem DfB ist es zu verdanken, dass den Elstern nach weiteren Anläufen gegen Leverkusen 1992 (1:3) und Wolfsburg 2003 (1:6) in diesem Jahr eine weitere Chance vergönnt war. Im Hamburger Pokalfinale war man schließlich dem FC St. Pauli II unterlegen. Da nach einer neuen Regelung jedoch keine zweiten Mannschaften von Proficlubs mehr am Pokal teilnehmen dürfen, hatte man den Vorzug erhalten.

Nach einer Sensation sah es jedoch zunächst nicht aus. Die Duisburger Zebras präsentierten sich anfangs eher als hungrige Löwen und nicht, wie von den Bergedorfer Anhängern skandiert, als harmlose Zootiere. So gingen sie auch bereits nach zehn Spielminuten durch einen gefühlvollen Schuss des starken Sandro Wagner völlig verdient in Führung. Verdient deshalb, weil es nach Chancen von Dorge Kouemaha (7., 9.) und Mounir Chaftar (7.) auch schon früher hätte 0:1 stehen können.
Nach diesem frühen Erfolgserlebnis verloren die Duisburger allerdings den Appetit auf leckeren Elsterbraten und ließen die Bergedorfer kommen. Ein Klassenunterschied war jetzt kaum noch erkennbar; Bergedorf kam vor allem durch den starken Matthias Reincke sogar zu vereinzelten Torchancen. So zwang Reincke, der auch 2003 gegen den VfL Wolfsburg schon dabei gewesen war, in der 17. Minute den Ex-HSVer Tom Starke im Duisburger Tor mit einem Torschuss aus aussichtsreicher Position erstmals zum Eingreifen. Zehn Minuten später war es erneut Reincke, der Starke mit einem Freistoß aus 25 Metern diesmal schon vor größere Probleme stellte.
Der MSV wirkte unmotiviert, teils sogar überheblich. Hätte beispielsweise Chinedu Ede in der 43. Minute den Ball acht Meter vor dem Tor einfach nur angenommen und eingeschoben, anstatt zu versuchen, mit einem Volleyschuss das Tor des Monats zu erzielen, hätte das Spiel schon vor der Pause entschieden sein können.

So blieb immer noch Hoffnung für die Truppe von Frank Stolina; Duisburg auf der anderen Seite war trotz der Führung gezwungen, zu reagieren. Als Maßnahme wechselte MSV-Trainer Rudi Bommer den enttäuschenden Cedrick Makiadi aus und brachte Ivica Grlic, der nach langer Verletzungspause wieder zurück im Kader war und eigentlich geschont werden sollte.
Diese Einwechslung sollte sich schnell bezahlt machen: Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff schickte Grlic mit einem 40-Meter-Zuspiel auf den linken Flügel Ede, der flankte in die Mitte zu Kouemaha und der erhöhte ohne Mühe auf 0:2.
Nachdem zehn Minuten später die beiden besten Duisburger Akteure auf dem Platz - Ecke Grlic auf Wagner, Kopfball, Tor - in Zusammenarbeit auf 0:3 erhöhten, war das Spiel endgültig entschieden. Das 0:4 und das 0:5 durch die eingewechselten Nicky Adler und Ibrahim Salou interessierte dementsprechend auch niemanden mehr außerordentlich.
Ganz anders sah das natürlich beim Schlusspunkt der Partie aus: Der gerade in dieser Saison von der A-Jugend in den Herrenbereich hochgewechselte Sascha de la Cuesta erzielte mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze den unter dem Strich absolut verdienten Ehrentreffer für wackere Bergedorfer und sorgte damit sowohl bei den 85-Fans, als auch bei den vielen Journalisten, die ihn nach Abpfiff umringten, für Begeisterung.

Der Sieg für die Zebras ging über die gesamte Spielzeit gesehen natürlich absolut in Ordnung, Bergedorf darf sich jedoch auf die Fahnen schreiben, mit dem Zweitligisten 35 Minuten lang auf Augenhöhe mitgehalten zu haben und auch den 5. Auftritt im DfB-Pokal nicht ohne eigenes Tor beendet zu haben.

Stimmen:

Rudi Bommer (Trainer MSV Duisburg):
Wir waren auf dieses Spiel sehr gut vorbereitet und hatten Bergedorf vorher auch schon zwei Mal beobachten lassen. So erklärt sich auch, dass wir sehr stark angefangen haben und unser Ziel, ein schnelles Tor zu erzielen, nach zehn Minuten erreicht hatten. Was danach passiert ist, hat mir jedoch überhaupt nicht gefallen. Wir haben unerklärlich stark nachgelassen, standen schlecht in den Zweikämpfen und haben Bergedorf zu Chancen kommen lassen.
Nach der Halbzeit wollten wir das korrigieren, deshalb habe ich zur Pause Ivica Grlic gebracht. Eigentlich sollte er geschont werden, denn er ist nach langer Verletzungspause erst vor kurzem wieder ins Training zurückgekehrt.
Die Einwechslung hatte zum Glück den erhofften Effekt, Grlic hat das Angriffsspiel forciert und dafür gesorgt, dass wir eine gute zweite Hälfte gespielt haben.
Wichtig war heute vor allem, dass wir eine Runde weiterkommen, und das haben wir geschafft.

Frank Stolina (Trainer Bergedorf 85):
Glückwunsch an den MSV, der Sieg war absolut verdient. Wir hatten einen schlechten Start, haben jedoch nach dem frühen Gegentreffer nach zehn Minuten endlich besser ins Spiel gefunden. Dass es zur Pause nur 0:1 stand, war extrem wichtig, damit wir hoffnungsvoll in die zweite Hälfte gehen konnten. Leider ist danach genau das passiert, was wir vermeiden wollten.
Ich freue mich mit meiner jungen Mannschaft darüber, wie sie hier heute aufgetreten ist. Wir haben gezeigt, was wir drauf haben und dass mit Sascha de la Cuesta ein Spieler das Tor geschossen hat, der gerade aus der A-Jugend hochgewechselt ist, freut mich ganz besonders.


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