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24.08.2008
Altona bleibt seinem Offensivstil auch in der Regionalliga treu von



Altona 93 – Chemnitzer FC 4:3 (3:1)

Altona 93: Kalaycioglu – Ansorge, Warnick, Rabenhorst, Westphal – Nadler, Siedschlag, Brück (76. Sosnowski), Röhr (86. Richter) – Starck (65. Behktas), Tunjic
Chemnitzer FC: Klömich – Kunert, Baumann, Wilke, Liebers (46. Becker) – Boltze, Emmerich, Schumann (46. Reinhardt), Schlosser – Kellig, Sonnenberg (68. Löwe)
Tore: 1:0 Starck (5., Vorarbeit Nadler), 2:0 Siedschlag (22., Tunjic), 3:0 Warnick (30., Foulelfmeter an Tunjic), 3:1 Eigentor Warnick (34., Schumann), 3:2 Boltze (48., Schlosser), 3:3 Boltze (79., Kellig), 4:3 Behktas (82., Nadler)
Besondere Vorkommnisse: Steffen Kellig (10.) und Sören Warnick (70.) verschießen Foulelfmeter
Schiedsrichter: Steinhaus (SV Bad Lauterberg) – gute Leistung
Beste Spieler: Siedschlag, Tunjic, Röhr, Nadler – Kellig, Boltze, Becker
Zuschauer: 1420

Doppeltes Heimspieldebüt für Altona: Zum einen in der neuen Regionalliga Nord und zum anderen im Stadion Hoheluft, einige Kilometer jenseits der vertrauten und geliebten Adolf-Jäger-Kampfbahn. Doch entgegen aller Befürchtungen vor den Sicherheitsbestimmungen des DFB und den "Gitterkäfigen", haben Altonas Heimspiele ihren Charme auch in der höheren Klasse nicht gänzlich verloren. Dazu tat die Mannschaft des AFC ein Übriges, um sich selbst und den Anhängern das Einleben im neuen Umfeld zu erleichtern. Gegen einen – trotz aller Defensivschwächen – richtig starken Gegner, spielten die schwarz-weiß-rot Gestreiften (trotz Anfangsnervosität) ihren größten Trumpf aus: Das schnelle, direkte Kombinationsspiel in die Spitze. "Wir wollten versuchen unsere Stärke einzubringen: Den Offensivfußball", hatte Torsten Fröhling die Marschroute vorgegeben. Mut gemacht hatte dem AFC die frühe Führung, die von Oldie Jürgen Tunjic, heute in Bestform, und dem spielstarken Björn Nadler eingeleitet wurde.

Doch dann eine Schrecksekunde: Der Chemnitzer Unruheherd Steffen Kellig holte nur fünf Minuten nach Altonas Führung einen Elfmeter heraus, den er dann aber auch selbst vergab. Marcel Rabenhorst klärte den von Hayko Kalycioglu stark parierten Ball schnell und aufmerksam vor den nachsetzenden Stürmerbeinen. Auch wenn Kellig 90 Minuten im Abschluss glücklos blieb, mit Stürmern dieser Güteklasse hatte es Abwehrchef Sören Warnick, der in vielen Szenen das Nachsehen hatte, im letzten Jahr noch nicht zu tun. Der verschuldete Elfmeter gegen Kellig und das später folgende Eigentor stehen beispielhaft für eine ganze Reihe von Unsicherheiten. Das andere Fragezeichen in der Altonaer Defensive war Torwart Kalaycioglu, der sich nun wohl im Zwei-Spiele-Rhythmus mit Oliver Hinz abwechseln soll. Kalaycioglu bietet als Torwart hohen Unterhaltungswert: Mal pariert er sensationell, mal irrt er orientierungslos umher.

Auch als Altona durch den verdammt starken, allgegenwärtigen Stefan Siedschlag das 2:0 erzielte, ja selbst, nachdem Warnick per Foulelfmeter zum 3:0 traf und die Karl-Marx-Städter sich im falschen Film geglaubt haben mussten, sang der gut 200 Mann starke himmelblaue Anhang aus Sachsen pausenlos. Gleichwohl hatte die Polizei gegen Spielende doch noch einige Einsätze vor dem Stadion und darin, denn bei allem Langmut schlug einigen Anhängern die späte Wende des Spiels, der Siegtreffer von Onur Behktas – nachdem den Gästen zwischenzeitlich der hoch verdiente Ausgleich geglückt war – doch aufs Gemüt. Unangenehm aber auch, dass das Spiel ganz offensichtlich jugendliche Hamburger Anhänger anlockte, die man sonst noch nicht bei Altonaer Heimspielen gesehen hatte, die nun aber, wohl auf Randale spekulierend, den Weg an die Hoheluft fanden. Analog zu diesen – jedoch wenigen – unschönen Begleiterscheinungen des Spiels präsentierte auch der AFC seine Schattenseite. Trotz 3:0 bekam er den Gegner nie ganz in den Griff. "In der zweiten Halbzeit haben wir keine Mittel mehr gefunden, uns zu wehren", erkannte Fröhling, dass der Gast aus Sachsen eine "andere Liga" darstellte: "Die spielen körperbetonter und schneller als in der Oberliga. Wenn ich den Ball annehmen will, ist schon einer da."

Gleichwohl sah Fröhling, der nach Schlusspfiff seine Freude über den Dreier unbändig herausbrüllte, vor allem das Gute: "Dass wir am Ende wieder zurück gekommen sind – das macht uns aus! Andere Mannschaften brechen nach dem 3:3 ein." Doch nicht der AFC: Siedschlag stört im Spielaufbau, Philip Röhr spielt hervorragend und geistesgegenwärtig auf Nadler, dieser wiederum in den Lauf des aus der A-Jugend gekommenen Eigengewächses Behktas – 4:3! Gerd Schädlich, Fröhlings Pendant, nahm den Spielverlauf dagegen geknickt zur Kenntnis und ließ durchblicken, dass er die Niederlage weniger auf die Stärke Altonas als auf eigene Schwächen zurückführt: "Wir waren einfach zu blind." Auch Kapitän Brück weiß, dass sein Team in Zukunft weniger Fehler machen darf, um nicht allzu hart bestraft zu werden. "In der Regionalliga spielen andere Kaliber, die wissen, was sie machen. Aber wir können weite Wege gehen und auch hier unseren Powerfußball spielen!"


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