psychologist-fortnight
psychologist-fortnight
hafo.de
hafo.de



Gefällt euch unsere Arbeit?
Unterstützt uns!
Weitere Info

Home

Regionalliga
Ergebnisse
Tabelle

Oberliga HH
Ergebnisse
Tabelle

LL Hammonia
Ergebnisse
Tabelle

LL Hansa
Ergebnisse
Tabelle

Forum
Live
Interview
Tippspiel
Sprüche
Newsarchiv
Tabellenarchiv

Kontakt & Infos
Datenschutz
Redakteur werden
Unterstützen
Sponsoren
Links

Zurück
 
27.04.2009
Rückblick: Keine Tarot-Karten oder Astro TV mehr notwendig von

Die Zeit der Abschiede, sie naht. Das Ende der Saison rückt immer näher und es werden Spieler Vereine verlassen, es werden Vereine der Liga den Rücken kehren, alles mehr oder minder freiwillig. Im Verlauf der ein bis zwei Wochen haben sich die Vorzeichen im Abstiegskampf so sehr verhärtet, dass drei der vier Absteiger quasi feststehen. Da kann man sich das Geld sparen und muss nicht bei Astro TV anrufen oder sich Tarot-Karten anschaffen. Voran Ohe weiß schon länger darüber Bescheid, dass die Sterne in dieser Saison aber auch so gar nicht günstig standen. Ob es am Aszendenten lag? Eine Glückssträhne sieht jedenfalls wirklich anders aus. Der SC Egenbüttel wird den Vorjahresaufsteiger in Funktion des Diesjahresaufsteiger in die Landesliga begleiten. Das Abenteuer mit dem klangvollen Namen Oberliga Hamburg wird als eine Expedition in eine fremde Welt in die Geschichte des SCE eingehen. Eine Welt, in der sich Egenbüttel mit seinen vorhandenen Mitteln versuchte zurechtzufinden. Dies funktionierte nur teilweise, so richtig integrieren konnten sich die Schleswig-Holsteiner eigentlich zu keinem Zeitpunkt. Im heißen April, sowohl wettertechnisch als auch von der Anzahl der Spiele, ging Egenbüttel die Luft aus und die Erkenntnis wurde gewonnen, dass man diese fremde Welt wieder verlassen muss, um in die vorherige wieder einzutauchen, in der man sich vielleicht wohler fühlen wird. Innerhalb der letzten siebzehn Tage durfte die Truppe von Trainer Rohde vier Mal daheim antreten und holte null Punkte, 3:15-Tore sprechen ein mehr als deutliche Sprache. Gegen den am Freitag noch halbwegs direkten Konkurrenten SV Lurup reichte eine frühe Führung durch von Bastian nicht aus, um ein erneutes Desaster zu vermeiden. Ann, Ehlers, von Wensierski und Pfahl machten den Deckel mit Etikett „Für zu leicht befunden“ auf die Niederlage und den Abstieg drauf.

Voran Ohe und Egenbüttel können sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass V/W Billstedt ihnen Gesellschaft leisten wird, wenn sich der „Club der Absteiger“ treffen wird. Gegen die im Niemandsland der Tabelle verschwundenen Condoraner war zwar das Bemühen der Billstedter zu erkennen, aber immer wenn das Substantiv „Bemühen“ in einem Kontext bemüht wird, dann ist meistens offensichtlich, dass es es um die anderen Fähigkeiten nicht besonders gut steht. Sie haben es versucht, ja kein Thema, aber sie können es halt nicht. Bei einem Arbeitszeugnis wird der Vokabel „Bemühen“ der Begriff „unzureichend“ gerne gleichgesetzt. Ähnliches muss für den Aufsteiger gelten, dessen Serie der nicht gewonnenen Spiele manchmal in Spielen oder auch in Monaten gemessen wird.

Der Vierte des Absteigerquartetts wird noch gesucht und die Suche gestaltete sich momentan alles andere als leicht. Der VfL 93 will einfach partout nicht aufgeben. Unter der Woche besiegte die Sager-Mannschaft nach einem 0:2-Rückstand noch die Zwote des FC St. Pauli. Genau der Gegner, von dem man in der Hinrunde mit 7:1 zur Schlachtbank geführt und in alle Einzelteile zerlegt wurde. Da die Taktik vom St. Pauli-Rückspiel gar nicht so schlecht war, versuchten es die 93er am Freitag gegen Buchholz gleich nochmals. Durch die Gegentore von Gillich und Siemes lag das Heimteam erwartungsgemäß wieder mit zwei Treffern hinten, doch der zweie Teil des Plans konnte nicht in die Tat umgesetzt werden. Buchholz-Innenverteidiger Bowmann schraubte das Ergebnis in die Höhe, immerhin schon sein achtes Saisontreffer. Chapeau, Monsieur Bowmann!

Lurup fand sich also zwischenzeitlich auf einem Abstiegsrang wieder. Diesem Zustand sollte keine Langlebigkeit beschieden werden. Der SV gewann glatt in Egenbüttel, obwohl man zum Schluss den Vorsprung mit nur noch zehn Mann verteidigen musste. Durch Lurups Sieg waren es die Niendorfer gewesen, die vor dem Sonntag-Spiel auf dem bösen und gemeinen fünfzehnten Rang Platz nehmen mussten. In einer schwachen Partie gewannen die Niendorfer jedoch gegen das Schlusslicht Voran Ohe ohne übermäßig große Gegenwehr mit 3:1. Der NTSV brachte somit das Kunststück fertig, innerhalb von einer Woche sehr gut und sehr mittelmäßig agiert zu haben, jeweils mit konträrem Ertrag. Dass eine sehr gute Leistung zu einer 0:4-Packung und eine überaus durchschnittliche Darbietung zu einem 3:1-Sieg führte, sollte vor allem der Klasse des jeweiligen Kontrahenten geschuldet sein. Niendorf verließ somit wieder die Abstiegsränge und überflügelte neben dem VfL 93 und Lurup auch noch gleich Halstenbek-Rellingen. Die Baumschuler verstanden es nicht, das sehr, sehr, sehr wichtige 2:1 im Nachholspiel bei Paloma zu vergolden. Das 0:3 gegen die Barmbeker war demnach auch mehr Blech als Edelmetall und lässt die Fragilität der Halstenbeker Konstanz wieder aufblitzen. Hingegen darf sich BU wohl auf ein weiteres Jahr Oberliga einstellen. Auch wenn Trainer Martens mahnt, dass man mit 37 Punkten durchaus absteigen kann, und dem hiermit auch gar nicht widersprochen wird, doch werden die Barmbeker die letzten fehlenden Zählerchen irgendwo in den nächsten sechs Begegnungen aufsammeln.

Im Abstiegskampf hat sich auch wieder ein Gast verirrt, den man lange nicht in diesem Ambiente begrüßen durfte. Der SC Concordia ist ja in aller Munde, sei es wegen dem Marienthal, sei es wegen dem Manager, sei es wegen dem Pokalhalbfinale. Aber über Siege im Liga-Alltag wird schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesprochen. Aus den letzten fünf Matches gesellte sich genau ein einziger Punkt auf die Habenseite. In Norderstedt verloren die Marienthaler - man möchte es halt noch so lange schreiben, wie es auch der Realität entspricht – mit 1:2 und Co-Trainer da Silva sah sich genötigt, das fatale Zeugnis auszuschreiben, dass der Ernst der Lage noch nicht überall vernommen wurden sei. Dies entspricht in etwa der Kategorie „Bemühen“. Der Vorsprung hat sich auf gerade mal vier Punkte verdünnisiert und die derzeitige Leistungskurve zeigt nicht gerade steil nach oben.

Die Palomaten mussten mit der 1:2-Heimpleite gegen die direkte Konkurrenz aus Halstenbek einen dicken Brocken verdauen. Verschluckt haben sich die „Tauben“ allerdings nicht, sondern sie verfrühstückten die in diesem Jahr bis dahin noch ungeschlagenen Curslacker. Gegen halb eins hatte sich diese Geschichte am Sonntag dann erledigt. Die „Deichkinder“ hatten wahrscheinlich noch Schlaf im Auge und hatten das Sandmännchen im Gepäck, als sie an der Brucknerstraße antrafen. Nach neunzig Minuten mussten die Henke-Eleven sich eingestehen, wohl lieber im Bett geblieben zu sein. Das 4:0 verschaffte dem USC zumindest ein positives Torverhältnis.

Dieses 0:4 nutzte Buchholz aus, um an der anderen Überraschungsmannschaft aus Curslack vorbeizuziehen. Die ersten Vier der derzeitigen Tabelle nahmen sich untereinander am Wochenende die Punkte ab. Wenn man sich das Tabellengelage ganz genau anschaut, ist man genauso so schlau wie am letzten Donnerstag. St. Pauli II teilte sich die Zähler mit dem Spitzenreiter aus Bergedorf, Meiendorf unterlag trotz ansprechender Leistung beim SC Victoria. Somit rücken die „Drei von der Tankstelle“ oben wieder näher zusammen. Die Ergebnisse und die daraus nun resultierende Ausgangslage kann von Bergedorf, Victoria und Meiendorf jeweils positiv eingeschätzt werde, wenn man denn will. Der MSV hätte durchaus mehr mitnehmen können von der Hoheluft, als Gratulationen zu einem guten Spiel und die dazugehörigen Schulterklopfer. Tormöglichkeiten zu einem Unentschieden oder mehr waren vorhanden. Aber durch das Unentschieden der „Elstern“ am Folgetag hat sich für Meiendorf nicht sehr viel verändert. Im Gegensatz zu den Victorianern kann man immer noch aus eigener Kraft Meister werden. Alle Spiele gewinnen, am besten das letzte in Bergedorf in einer gewissen Höhe und der MSV ist Meister. Da kann Victoria noch so oft gewinnen, Tore schießen oder sich über das 2:0 vom 24. April freuen. Das nutzt dann nichts mehr.

Allerdings darf der Meister wieder etwas mehr von der Meisterschaft träumen. Der Spieltag meinte es schon nicht schlecht mit den „Ehmlingen“. Selber gewann man das Spitzenspiel und Bergedorf holte keine drei Punkte bei den St. Paulianern. Der SCV ist wieder auf einen Zähler dran, muss jedoch auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Der Spitzenreiter hätte wohl am liebsten ein Unentschieden zwischen den Verfolgern registrieren wollen. Dann hätte man sich mit einem eigenen Dreier gehörig absetzen können. Beides wollte nicht gelingen, doch verloren die 85er nach einem halbzeitlichen Rückstand am Sonnabend nicht. Ein schweres Auswärtsspiel mehr brachte der ASV ohne große Verluste hinter sich und behält somit die besten (Tarot-)Karten in der eigenen Hand.



Google
Web hafo.de

© 2003- 2024
Sofern nicht anders gekennzeichnet, sind alle Texte, Grafiken, Videos und Fotos Eigentum von www.hafo.de.
Anderweitige Verwendung nur mit vorheriger Genehmigung.

@MEMBER OF PROJECT HONEY POT
Spam Harvester Protection Network
provided by Unspam
CSS ist valide!