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01.04.2010
Pokal: Seeliger muss zur Haarpflege von Mirko Schneider




SC Vorwärts/Wacker – Altona 93 2:5 n.E. (2:1/2:2/2:2)
Oddset-Pokal, Achtelfinale


SC Vorwärts/Wacker: Kruschewski – Dülsen, Bogunovic, Bollweg (80. Zwiewka), Sulinsi – Liebermann, Kreutzer, Iwosa – Demirci (63. Meier), Juckel, Reichenbach (81. Kopec)
Altona 93: Hinz – Ansorge, Sall (94. Bugrov), Savelsberg, Kappler – Nadj (117. Weiss), Clausen (76. Bektas) – Harms, Algan, Hadid – Jurkschat
Tore: 0:1 Hadid (19., Vorarbeit Harms), 1:1 Kreutzer (21., ohne Vorarbeit), 2:1 Sulinski (22., Reichenbach), 2:2 Sall (87., Jurkschat)
Elfmeterschießen: Hinz pariert gegen Kreutzer, 2:3 Savelsberg, Dülsen schießt links neben das Tor, 2:4 Jurkschat, Hinz pariert gegen Zwiewka, 2:5 Harms
Schiedsrichter: Schult (SC Osterbek) – insgesamt mit einer ordentlichen Leistung. Wurde in der 110. Minute von seinem Assistenten leider schlecht beraten, denn Algans Tor (Jurkschat stand im passiven Abseits) war regelgerecht.
Beste Spieler: Bogunovic, Kreutzer – Sall, Hadid
Zuschauer: 180

Vor dem Anpfiff machte Billstedts Trainer Alexander Schäfke bereits klar, mit welchem Selbstbewusstsein die Gastgeber in die Partie gehen würden. „Ich konnte es schon als Spieler nie leiden, wenn früher ein Trainer gegen einen klassenhöheren Gegner zu mir gesagt hat, wir wollen nur irgendwie gut aussehen. Wenn ich auf den Platz gehe, will ich siegen. Und wir haben eine Chance“, sprach er. Und fürwahr, nach Ablauf eines ereignisreichen Fußballabends muss festgestellt werden: Es war mehr als nur eine Chance. Sehr knapp nur scheiterte der Spitzenreiter der Landesliga Hansa an Favorit Altona 93. In einem Spiel, in dem sie sich über weite Strecken ebenbürtig, schlicht bereits oberligareif, präsentierten.

Von Beginn an fand die V/W-Truppe nämlich Antworten für die Gäste. Den ersten Torchancen des AFC setzten die Gastgeber als Duftmarke eigene Möglichkeiten entgegen und als Mustafa Hadid nach einer Traumflanke von Steffen Harms am langen Pfosten zum 0:1 einköpfte, war Wacker so weit von lähmendem Entsetzen entfernt wie Guido Westwerwelle von hohen Sympathiewerten. Dennis Kreutzer schlug umgehend per Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld direkt ins Netz der Gäste zurück (21.) und zwei Minuten später gelang gar die kuriose Führung. Harms foulte Yannic Reichenbach an der linken Seitenlinie, doch Schiedsrichter Patrick wandte die Vorsteilsregel korrekt an. Oskar Sulinski schaltete und knallte einen flatterigen Ball über den fünf Meter vor seinem Tor postierten und verduzt guckenden Altonaer Keeper Oliver Hinz ins Netz (22.). Dieser hatte schon beim ersten Tor nicht gut ausgesehen, als der Ball in der Torwartecke einschlug.

Altona brauchte nun lange, um wieder etwas Vorzeigbares zu produzieren. Billstedt wirkte griffig, bissig, aktiv, spiel- und zweikampfstark. Die Gäste eher lethargisch und ungenau, ohne die volle Einstellung zur Partie. Trotzdem hätte Berkan Algan fünf Minuten vor der Pause frei vor Bernd Kruschewski ausgleichen können. Er tat es nicht.

In Halbzeit zwei dachten sich die stets lautstarken Gästefans dann den schönen Sprechchor „Sieh-zu-da-Altona“ aus, doch so richtig in Wallung kamen ihre Lieblinge nicht. AFC-Coach Thomas Seeliger wollte zwar „eine ganz andere Mannschaft“ in dieser Hälfte gesehen haben, aber so richtig gefährlich waren die zweifelsohne spielbestimmenden AFCler äußerst selten. Sebastian Clausen hämmerte einen satten Fernschuss nach einer Brustablage von Harry Jurkschat knapp drüber (62.) und Jurkschat selbst vergab nach der einzigen Unsicherheit von Kruschewski frei vor eben diesem eine eigentlich nicht zu vergebende Möglichkeit (85.). Trotzdem fiel er noch, der Ausgleich. Jurkschats Freistoß von rechts kam am Fünfer runter, ein Gewühl, ein Gestocher – und dann war Abdou Sall da und spitzelte den Ball ins kurze Eck (87.). Jurkschat hätte das Ding in der Nachspielzeit sogar komplett drehen können. Ein Billstedter schlug seinen Heber gerade noch von der Torlinie (90+3.)

So ging es also in die Verlängerung. Billstedt begann mit einer Halbchance durch Matthias Juckel (92.) und hielt die ersten zehn Minuten der Verlängerung weitgehend offen. Danach drückte der AFC mehr und mehr und es zeigte sich ein Klassenunterschied. Schnell kombinierte Altona jetzt und kam zu genügend Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Jurkschat traf frei vor Kruschewski nur den Pfosten und den Abstauber setzte der eingewechselte Onur Bektas neben das leere Tor (101.), eine Hereingabe von Hadid konnte geklärt werden (107.) und schließlich war es passiert: Bektas spitzelte den Ball durch die Mitte Richtung Jurkschat, der sich von der Kugel wegdrehte und klar nicht eingriff. Algan stürmte von hinten heran und traf. Jurkschats klar passives Abseits wurde Altona 93 jedoch zum Verhängnis, das Tor galt nicht (110.). Kurz darauf kam die Chance, Verwehrtes nachzuholen. Algan tauchte nach nahezu identischem Angriff alleine vor Kruschewski auf, der seinen Schuss blockte. Jurkschat nahm die Kugel mit und knallte sie im Fallen an den Zaun hinter dem Tor (112.). Fast offensiv vergessen meldete sich mit dem Abpfiff der Verlängerung noch einmal Billstedt. Ein weiter Ball von Damian Kopec rutschte durch zu Juckel, der aus guter Position weit drüber schoss.

Das Elfmeterschießen musste entscheiden. Kreutzer brauchte unheilvolle 30 Sekunden, bis der Ball so lag, wie der Schiedsrichter es sich wünschte. Danach scheiterte er an einer Krakenparade von Hinz. Savelsberg verwandelte sicher, Kevin Dülsen schob den Ball dafür gleich eineinhalb Meter links neben die Kiste. Jurkschat traf mit einem wuchtigen Johann-Neeskens-Elfer hoch in die Mitte und Marian Zwiewka scheitere wieder am nun glänzenden Hinz. Die kürzestmögliche Form des Strafstoßtretens machte Harms abgebrüht perfekt – Billstedt hatte nicht einen Elfer verwandeln können und war nach drei Durchgängen draußen.

„Ich weiß nicht, ob es die Nerven waren“, sagte Co-Trainer Andreas Heeschen in seiner Analyse. Die Spieler sind so eine Kulisse von Gästefans, die dann Krach gegen sie macht, allerdings nicht gewöhnt. Zwei, drei Spieler wollten auch keinen Elfer schießen. Verloren haben wir das Spiel aber eher durch den späten Ausgleich. So ein Tor darf man nicht bekommen. Trotzdem war es für uns ein Bonbon-Spiel und schön, Altona 93 hier zu haben. Schade, dass es nicht ganz gereicht hat.“

Beim Favoriten gab es natürlich erleichterte Gesichter. Torwart Oliver Hinz erkannte an, dass „wir glücklich in die Verlängerung gekommen sind. Dort hatten wir aber die besseren Chancen. Elfer sind immer ein Glücksspiel und es hat ganz gut geklappt. Hut ab natürlich vor der Billstedter Leistung. Dieses Team kann aufsteigen und in der Oberliga mithalten.“ Thomas Seeliger stufte derweil den Sieg als verdient ein. “Es ist unglaublich, was wir hier an Chancen verballert haben. Ärgerlich auch die Abseitsentscheidung, denn das war ein klares Tor von Algan.“ Eigentlich hatte er aber ganz andere Sorgen: „Ich gehe jetzt erst mal die neuen grauen Haare pflegen.“ Noch drei solche Spiele und der AFC-Coach ist wahrscheinlich weißhaarig – aber Pokalsieger.


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