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08.05.2011
Henkel hat ein Herz für Paloma von Andreas Killat


präsentiert:


USC Paloma – SC Condor 2:0 (0:0)

USC Paloma: Pöhls – Savelsverg, Engl, Francke, Lohfeldt – Gregori, Drews – Kieckbusch (86. Gottschalk), Albrecht – Schuberth (80. Frärks), Hansen (74. Möller)
SC Condor: Kleinschmidt – Twardawa, Pawletta, Krohn, Lüdemann – Werwath, Neumann – Szyszkowski (46. Abshagen), Flores, Griese (58. Theis) – Gyimah (58. Concilio)
Tore: 1:0 Schuberth (50., FE), 2:0 Drews (62.)
Gelb-Rot: Kleinschmidt (63., Meckern)
Rot: Pöhls (73., Notbremse), Gottschalk (90., Tätlichkeit)
Besondere Vorkommnisse: Feldspieler Florian Neumann muss in der 63. Minute für Kleinschmidt ins Tor (da Condor bereits dreimal gewechselt hatte)
Schiedsrichter: Christian Henkel (VfL Lohbrügge): Auffälligster Akteur auf dem Platz. Er entschied die Partie. So eine Leistung darf ein Oberliga-Schiedsrichter einfach nicht abliefern.
Beste Spieler: Savelsberg – Krohn
Zuschauer: 190

DIE Nachricht des Tages gab es am frühen Sonntagmorgen an der Brucknerstraße: Trainer Frank Hüllmann (und sein gesamtes Trainerteam) entlassen! USC-Präsident Jürgen Böttger erklärte dazu: „Seit Donnerstag hat sich die Lage bei uns zugespitzt. Als wir Freitagabend nochmal von einer weiteren Mitteilung eingeholt wurden, haben wir uns vom Vorstand bzw. Präsidium am Sonnabend zusammengesetzt und entschieden, umzudisponieren“. Welche „Mitteilung“ am Freitag letztlich dazu führte, Hüllmann zu entlassen, wollte Böttger auch auf Nachfrage nicht beantworten und verwies auf die folgende Pressemitteilung (die dann diesbezüglich jedoch völlig inhaltslos war: ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=4452).

„Neu-Trainer“ Thomas Brucker, der schon häufiger beim USC Interims-Trainer war und unter dessen Ägide als Manager 2002 der Pokal geholt wurde, erfuhr am Samstagnachmittag von seinem „Glück“ und erklärte sich spontan bereit, einzuspringen. „Aber nur diese vier Spiele, danach ziehe ich mich wieder nach Bergstedt in mein Zuhause zurück“, erklärte der Ruheständler und fügte an: „Meik Ehlert, Torsten Henke, Thomas Titze – das sind die richtigen Trainer für die Oberliga, meine Zeit ist vorbei“. Nun, der optisch nicht wie ein „Rentner“ wirkende Brucker verstand es jedenfalls meisterhaft, die Mannschaft von dem Schockerlebnis der Hüllmann-Entlassung mental zu befreien. Denn natürlich hatte und hat „Hülle“ viele Freunde und Fürsprecher in der Mannschaft. „Es ist einfach eine Schande, dass wir ihn so im Stich gelassen haben“, sagte Thiemo Kieckbusch nach der Partie, dem die Geschichte sichtlich Nahe ging.

Die Partie selbst sollte dann ganz unter dem „Stern“ des Schiedsrichters Christian Henkel stehen, der sich zum Ende der Saison verabschiedet und Hoffnungen auf das Pokalfinale hegt. Sollte heute ein Beobachter vor Ort gewesen sein, dürfte sich das jedoch erledigt haben. In der ersten Halbzeit passierte nicht viel, beide Teams bekämpften sich vorwiegend im Mittelfeld und hatten jeweils eine herausragende Torchance: Nach einem 60-Meter-Pass von Jan Pawletta stand Carlos Flores frei vor Keeper Tom Pöhls, doch ein Lupfer ist gegen diesen Hünen definitiv das falsche Mittel (15.). Auch Thiemo Kieckbusch wählte Sekunden vor der Pause die falsche Schusstechnik, als er völlig „blank“ vor Sascha Kleinschmidt wuchtig draufdonnerte, statt überlegt einzuschieben (45.).

Nach dem Wechsel kam dann die große Henkel-Show. Einen nicht mal ansatzweise unfairen Zweikampf in der Luft zwischen Heiner Twardawa und Florian Schuberth, bei dem keiner der Akteure zu Boden ging, wertete der Referee als Elfmeterwürdig. Kommentar von Meik Ehlert: „Danke, Herr Henkel. Schieß den Elfmeter nächstes Mal doch gleich selber“. Schuberth nahm das Geschenk jedenfalls dankend an und verwandelte sicher zum 1:0 (50.). Gute zehn Minuten später brachte Marc Albrecht einen Freistoß zu Dirk Savelsberg, dessen abgeblockter Schuss landete bei Sven Drews und der haute das Leder schließlich aus wenigen Metern Entfernung zum 2:0 in die Maschen. Dabei hatte allerdings Dennis Gregori klar im Abseits gestanden und Torhüter Kleinschmidt behindert, so dass sich die Condoraner ein zweites Mal derbe benachteiligt fühlten. Kleinschmidt schimpfte entsprechend lautstark vor sich hin – und bekam „Gelb“. Da er es wagte, trotz Ermahnung nochmals drei Worte Richtung Henkel zu sagen, zog der binnen zehn Sekunden Gelb-Rot (63.).

Da Coach Meik Ehlert fünf Minuten vorher sein Wechselkontingent aufgebraucht hatte, musste Florian Neumann ins Tor – und hielt seinen Kasten bis zum Schlusspfiff sauber! Nun war „Gift“ im Spiel, die Raubvögel sahen sich um den Lohn ihrer durchaus vorhandenen Bemühungen gebracht. Flores tauchte ein weiteres Mal frei vor Pöhls auf, scheiterte aber erneut (71.). Zwei Minuten später musste dann auch Pöhls unter die Dusche, Notbremse gegen Mike Theis (aus der A-Jugend) lautete die „Anklage“. Eine harte, diesmal aber vertretbare Entscheidung von Henkel. Zehn Minuten vor dem Ende dann endlich der Anschlusstreffer für den SCC – dachten zumindest alle. Aber dem Treffer von Twardawa (nach einer Ecke von Abshagen) wurde wegen Abseits die Anerkennung verweigert. „Das geht doch gar nicht. Der Ball sprang vom Pfosten ins Feld zurück, ein klares Tor“, fühlte sich Ehlert erneut benachteiligt (80.). Als dann auch noch Alexander Krohn einen Freistoß knapp übers Tor setzte (83.), war die Messe sozusagen gelesen. „Aber selbst wenn der reingeht, hätte Henkel bestimmt was gefunden, um abzupfeifen“, resignierten die Gäste. Zum Abschluss einer keineswegs unfairen Partie gab es dann noch die dritte Hinausstellung: Marcel Gottschalk – gerade erst vier Minuten im Spiel - wurde von Twardawa gefoult und fiel unglücklich auf die frisch operierte Schulter. Mit Wut im Bauch und aus Sorge um eine weitere lange Zwangspause schnellte „Gottschi“ sofort wieder vom Boden hoch und stürmte auf den Rechtsverteidiger zu und packte ihn gleichfalls an die Schulter und machte mit dem Kopf eine Bewegung in Richtung Twardawa (ohne ihn jedoch zu treffen) – ROT!



Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1909): 34 Spiele, 11 Siege, 12 Remis, 11 Niederlagen, 48:47 Tore

Stimmen:

Meik Ehlert (Trainer SC Condor):
Aufgrund der langjährigen Verbundenheit wünsche ich dem USC Paloma alles Gute für den Abstiegskampf. Aber die Umstände, die heute zu unserer Niederlage geführt haben, hat ja jeder gesehen. Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt was sage, will es aber doch tun. Über die Leistung des Schiedsrichters bin ich menschlich enttäuscht. Der Elfmeter war eine absolute Frechheit, da hätte nur noch gefehlt, dass er ihn selber reinschießt. Das zweite Tor ist ganz klar Abseits, wie selbst Dennis Gregori zugegeben hat. Aber bei unserem vermeintlichen Anschlusstreffer hat er dann noch schnell auf Abseits entschieden. Das ist für mich unerklärlich. Zum sportlichen Geschehen ist zu sagen, dass es eigentlich ein leistungsgerechtes 0:0 hätte werden müssen.

Thomas Brucker (Interims-Trainer des USC Paloma):
Das ist natürlich keine einfache Situation hier für mich heute. Aber wichtig und entscheidend sind die drei Punkte. Und die hat sich die Mannschaft erkämpft und verdient. Nachdem ihr einige schon die Oberligatauglichkeit abgesprochen haben, hat sich die Truppe zusammengerissen und sich wirklich bemüht. Für die nächsten Aufgaben bin ich sehr zuversichtlich.


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