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24.09.2011
Doppelte Überzahl hilft Meiendorf nicht weiter von Christopher Herbst



Meiendorfer SV – Eintracht Norderstedt 1:1 (1:0)

Meiendorfer SV: Sävke – Kaczenski, Hoffmann (90. Zazai), Niemeyer, Bernhardt – R. Subasic (59. Bahn), Gasde, Hercog, Cosovic – Amroun, Sara
Eintracht Norderstedt: Kindler – Siedschlag (46. Scharkowski), Hengelbrock, Trefzger, Lindener – Browarczyk, Koch (66. Utz) – Monteiro, Meyer (90.+1 Kummerfeld), Ljubisavljevic - Anic
Tore: 1:0 R. Subasic (17.), 1:1 Browarczyk (53.)
Rote Karte: Monteiro (EN/45./Revanchefoul), Anic (EN/69./Nachtreten)
Schiedsrichter: Stefan Zielsdorf (SpVgg Hülsen-Westerloh); beide Platzverweise waren berechtigt. Seine eher kleinliche Leitung missfiel Matthias Stuhlmacher (siehe Trainer-Statements), während Marcel Kindler (siehe Text) das 1:0 als irregulär bezeichnete aufgrund eines Handspiels. Dieses war von der Tribüne jedoch nicht sichtbar. Insgesamt gelang es dem Gespann, die in der Schlussphase hektische und giftige Partie gerade noch im Griff zu behalten. Um alle Nickligkeiten auf dem Platz zu erkennen, hätte Zielsdorf allerdings Augen im Hinterkopf haben müssen.
Beste Spieler: Sävke, Kaczenski – Kindler, Browarczyk
Zuschauer: 302

Als die Hand von Referee Stefan Zielsdorf, 22, zum zweiten Mal in die hintere Hosentasche ging, waren sich die Meiendorfer Fans kollektiv sicher: Der Heimsieg ist nur noch Formsache. Denn über 20 Minuten in doppelter Überzahl, da muss ein Oberligist doch in der Lage sein, mindestens einen Treffer zu erzielen. Doch eigentlich genügte ein Blick in die junge Vergangenheit, um sich die taktische Komplexität der Konstellation nach Platzverweisen ins Gedächtnis zu rufen. Hatte nicht ebendieser Meiendorfer SV vor genau einer Woche an gleicher Stätte mit neun Feldspielern den TSV Sasel düpiert? Exakt.

Es ist müßig zu spekulieren, wie die Begegnung ohne die Hinausstellungen der ungestümen Norderstedter Offensivtalente Rafael Monteiro und Darko Anic verlaufen wäre. Der erneut herausragende Eintracht-Keeper Marcel Kindler betonte etwa: „Wir hätten bei Gleichzahl eine gute Chance gehabt, hier zu gewinnen.“ Zumindest lieferten sich die im Vorfeld leicht favorisierten Garstedter einen kurzweiligen Schlagabtausch mit den ähnlich jungen Gastgebern. Schon die Anfangsphase bot Strafraumszenen en Masse. So scheiterte der ansonsten etwas blasse Michael Sara früh aus kurzer Distanz an Kindler (5.), während Linus Meyer nach einem klugen Querpass von Rafael Monteiro mit der Fußspitze die Latte traf (10.). Es ging spektakulär weiter, als Meris Cosovic aus 13 Metern abzog, Kindlers Reflex am Pfosten landete, ehe der Schlussmann den Abpraller im letzten Moment noch vor Sara aus der Luft pflückte (14.). Meiendorf erschien indes in vielen Situationen zunächst gedankenschneller und verdiente sich in der 17. Minute die Führung. Ein exzellenter Steilpass von Marcin Hercog aus der eigenen Hälfte ging durch die Schnittstelle zwischen Ole Hengelbrock und Stefan Siedschlag, Robert Subasic lief davon und traf aus rund 14 Metern in die untere linke Ecke.
Marcel Kindler schimpfte anschließend, dass der Treffer irregulär gewesen sei. „Es war ein klares Handspiel, das hätte der Schiedsrichter sehen müssen!“ Ohne Videoaufnahmen lässt sich dies allerdings nicht überprüfen.

Im Folgenden demonstrierte Norderstedt zum Entsetzen ihrer Verantwortlichen verschiedene Wege, alleinstehend das Tor zu verfehlen. Darko Anic scheiterte Auge in Auge mit Tobias Sävke am Keeper, Monteiro drosch den Nachschuss über das Tor (29.). Linus Meyer luchste Marcin Hercog den Ball ab, verstolperte aber die Riesenchance (32.) recht kläglich. Zu allem Überfluss zirkelte Philipp Koch einen Freistoß aus 20 Metern an die Querlatte (39.). Das Powerplay hätte zum 1:1 führen müssen, doch stattdessen verlor Rafael Monteiro die Nerven. Wohl frustriert über einen ausgebliebenen Freistoßpfiff drehte er sich und senste Michael Sara um – ein Revanchefoul kurz vor der Halbzeitpause, das nur „Rot“ als Konsequenz haben konnte.

Doch Meiendorf profitierte nicht im Geringsten von diesem numerischen Vorteil. Es fehlte eine ordnende Hand in der Mannschaft, um mit gezielten Pässen die Räume zu finden. Norderstedt stellte seinerseits auf eine Dreierkette um – dafür musste Stefan Siedschlag in der Kabine bleiben, für ihn kam mit Nick Scharkowski ein Angreifer. Ein Wechsel, der sich als richtig erwies. Denn das eingewechselte Eigengewächs fand mit seiner Flanke in der 53. Minute am langen Pfosten Marius Browarczyk, der im Rücken von Robert Subasic entwischte und flach einschoss zum 1:1.

Der zweite Platzverweis veränderte die Verhältnisse nicht grundlegend. Darko Anic hatte eigentlich schon einen Freistoß zugesprochen bekommen, doch holte mit seinem Fuß aus und erwischte Jonas Kaczenski am Bein. Keineswegs brutal, aber auch ohne Berührung hätte der Versuch schon ausgereicht für die Rote Karte. Hier und bei Monteiros Aussetzer fehlte den Übeltätern die Ruhe, um den Ärger über die Gegenspieler sinnvoll einzusetzen.

Die Gäste stellten sich im Anschluss geschickt an. Rund um den Strafraum stand das Team sehr kompakt, so dass der MSV weder mit Flanken noch mit Kombinationen zu aussichtsreichen Gelegenheiten kam. Ferner gelang es der Stuhlmacher-Elf eben nicht, ihren Kontrahenten in die Breite zu ziehen, um Lücken zu schaffen.
Offensiv rackerten sich Milos Ljubisavljevic und Nick Scharkowski ab und behaupteten die Bälle wiederholt geschickt, so dass Entlastung geschaffen wurde.

Das Niveau litt unter der Konstellation, nicht aber die Spannung. Teilweise erschien Eintracht Norderstedt sogar als gefährlicheres Team, etwa bei einer Einzelaktion von Scharkowski (87.). Der Meiendorfer SV kam dem Siegtreffer erst in der Nachspielzeit näher: Zunächst scheiterte Lennard Bahn an Marcel Kindler, dann verfehlte Marcin Hercog im Nachsetzen nur knapp das Tor.

Trotz des Duells 9 vs 11 ist das Remis Spiegelbild der Kräfteverhältnisse. Dass Norderstedt den Punkt eher als „Gewinn“ verbuchen kann, ist naheliegend. Doch die personelle Lage wird angesichts der nahenden Rotsperren Gesprächsthema bleiben.


Stimmen:

Matthias Dieterich (Assistenz-Trainer Eintracht Norderstedt; sein „Chef“ Andreas Prohn hatte es nach Abpfiff eilig aufgrund einer familiären Verpflichtung):
Da muss man erst einmal durchatmen, das war kein alltägliches Spiel. Kompliment, wie die Truppe es gelöst hat nach den Platzverweisen. Wir hatten sogar Möglichkeiten, Nadelstiche zu setzen. Die Roten Karten gehen gar nicht, das müssen wir auswerten und mit den Spielern sprechen. Aber man darf nicht vergessen, dass wir einen ganz jungen Kader haben.

Matthias Stuhlmacher (Trainer Meiendorfer SV):
Es war eine von beiden Seiten taktisch gut geführte Partie. Die Rote Karte vor der Pause war der Knackpunkt. Einige dachten, damit müssen wir nicht mehr tun. Dabei hatte ich in der Halbzeit lautstark davor gewarnt. Norderstedt hat eindrucksvoll gezeigt, wie man in doppelter Unterzahl spielt. Wir haben es nicht verstanden, den Gegner laufen zu lassen.
Es wird mir zuviel bei allgemeinen Körperkontakten abgepfiffen. Und zu schnell greifen die Schiedsrichter in der Oberliga in die Tasche.


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