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02.10.2011
Tabellenführer ohne Aufsicht von

Dieses Heimspiel des
FC Bergedorf 85
wird präsentiert von
Istanbul Döner
Heidhorst 1-7
21031 Hamburg-Boberg


FC Bergedorf 85 – Germania Schnelsen 1:0 (1:0)

FC Bergedorf 85: Braun – Pettersson, Otte, Sobzcyk, M. Meyer – Schmer (77. Akbarzada), Ioannou – Kunath, de la Cuesta (90.+1 Akyol), Bugrov – Landau (81. F. Meyer)
Germania Schnelsen: Grubba – Ferck, Maurer (37. Ulusoy), Mandic, Aktan – M. Tunjic (63. Hiob), Thiessen (35. Schulz), Kamalow, Rahn – Nadler, J. Tunjic
Tore: 1:0 de la Cuesta (14.)
Schiedsrichter: Axel Martin (TSG Nordholz, Cuxhaven): ohne größere Fehler in einem normal zu leitenden Spiel.
Beste Spieler: Kunath, Bugrov, de la Cuesta - keiner
Zuschauer: 200

Bergedorf 85 scheint gemacht zu sein für die großen Spiele. Und das am liebsten zu Hause. Während es in der Fremde bislang nur für einen Sieg (3:1-Sieg beim Niendorfer TSV) reichte, zeigt die Statistik an den Sander Tannen eine positive 4-0-1-Bilanz. Unter anderem wurde der einstige Serienmeister SC Victoria mit 3:2 bezwungen und im nicht unwichtigen Derby gegen den Nachbarn SV Curslack-Neuengamme gewann man mit 2:1. Nun reiste der Tabellenführer Germania Schnelsen ins Langnese Happiness-Stadion. Wieder ein Schmanckerl, der die Elstern zu einer besonderen Leistung berief. Den Hauptgang servierten die Vorbereiter Alexej Bugrov und Oliver Ioannou, die per Direktspiel Sascha de la Cuesta bedienten, der wiederum ebenfalls ohne Ballannahme direkt vollendete. Ein sehenswerter Treffer, allein schon aufgrund der Entstehung. Nach 45 Minuten schrieb der Verfasser dieser Zeilen folgendes Halbzeitfazit in seinen Block: Starke 30 Minuten von Bergedorf, verdiente Führung. Germania zu weit weg vom Gegner, erst nach einer halbe Stunde etwas besser im Spiel, aber bis zwei Schüsse von Stephan Rahn (21.) und Mladen Tunjic (27.) nicht ansatzweise gefährlich. Punkt. Nicht verschweigen wollen wir, dass sich die Gäste auch über einen höheren Rückstand nicht hätten beschweren dürfen. Denn kurz vor dem Seitenwechsel vergab Jan Landau (erstes Spiel nach fünfwöchiger Rotsperre) eine Hundertprozentige und schoss knapp am langen Pfosten vorbei.

Die Halbzeitpredigt von Germania-Coach Jens Paeslack fand unter freiem Himmel statt. Das Wetter hierfür war für einen Oktober-Tag sensationell gut und einladend. Was dort besprochen worden ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Gebracht hat es nicht viel, wenn auch die Schnelsener in Hälfte zwei nun gleichwertig waren und die zweifellos vorhandene Qualität vereinzelt aufblitzte.

Jürgen Tunjic zum Beispiel blieb in Minute 58 ebenso erfolgslos wie die Forderungen nach einem Handelfmeter sechs Minuten später. Volkan Aktan bekam das Leder von Patrick Hiob auf der linken Seite, wollte an Philip Pettersson vorbei und dieser soll den Ball am Boden liegend mit der Hand gestoppt haben. Aus unserer Perspektive war diese Handlung nicht eindeutig aufklärbar. Eine todsichere Chance bot sich der Germania trotz leichter Leistungsteigerung nicht mehr. Dies, obwohl mit Patrick Hiob, Onur Ulusoy, Björn Nadler, Jürgen Tunjic und Stephan Rahn so ziemlich alles auf dem Feld stand, was der Offensivbereich der Paeslack-Elf hergibt. Da die Bergedorfer ihre durchaus vorhandenen Konter- und Kopfballchancen (die beste vergab Tim Otte, der den verletzten Ishamel Brown nahezu gleichwertig ersetzte, in der 82. Minute) blieb es am Ende beim verdienten 1:0-Heimsieg.

Mindestens so interessant, wie die Paarung Bergedorf gegen Germania waren die durch einen BILD-Zeitung-Artikel unter der Woche ins Leben gerufenen Spekulationen um Schnelsens Holger Spethmann. Der sportliche Leiter und Team-Manager des Tabellenführers wird mit dem Klassenkonkurrenten Altona 93 in Verbindung gebracht. Sollte er zur kommenden Saison wirklich den Verein verlassen, wäre ein sportlich nicht unmöglicher Aufstieg in die Regionalliga kaum umsetzbar. Zu wichtig ist Spethmann für die Liga-Mannschaft. Dazu Paeslack: „Die Leute, die drumherum arbeiten, haben dafür zu sorgen, dass es genauso weiter gehen kann, wie bisher.“ Doch wer soll das dann sein? Der Ex-Trainer und bisherige Liga-Obmann Heino Stemmann zog sich von seinen Ämtern zurück, sein Nachfolger und Pressesprecher Nils Kuntze-Braack ist mehr für den administrativen Bereich als für das Heranschaffen von Großsponsoren verantwortlich. Pikant: Am kommenden Wochenende treffen Germania und Altona 93 aufeinander. Aus Journalisten-Sicht darf man sich auf die Pressekonferenz freuen, an der Spethmann anders als in Bergedorf gewöhnlicherweise teilnehmen wird. Vielleicht wird dann die eine oder andere Frage beantwortet. Wie zum Beispiel: Geht Spethmann wirklich zu Altona? Wenn ja, wann? Und wie geht es weiter bei Germania Schnelsen? Ist das Projekt Regionalliga-Aufstieg auch ohne Spethmann machbar? Wir bitten um Aufklärung. Sicher nicht nur wir. Auch für die Spieler dürfte es wichtiger Bedeutung sein, wenn auch Jürgen Tunjic sagt: „Für uns geht es ganz normal weiter. Wir wollen Meister und Pokalsieger werden. Was in der Zukunft passiert, wird man sehen.“


Stimmen:

Jens Paeslack (Trainer Germania Schnelsen)
Für uns ist es eine verdiente Niederlage, da gibt es keine zwei Meinungen. Nach neun Spieltagen habe ich es heute so gehandhabt, wie Eltern es mit Kindern machen. Irgendwann muss man sie loslassen. Deshalb habe ich draußen keinen Firlefanz gemacht und wollte sehen, was die Mannschaft auf dem Platz leistet und was sie umsetzt. Die Variante A ist, dass sowas klappt. Die Variante B ist, dass man mit dem Kopf gegen die Wand fährt. Taktisch war es eine Eins bis Zwei. Wir haben die rechte Seite der Bergedorfer vollständig zugemacht und ihnen das Aufbauspiel über die linke Seite aufgezwungen. Doch anstatt schnell und flach zu spielen, haben wir mit hohen Bällen agiert. Das war mangelhaft. In der ersten Hälfte haben wir zu viele unnötige Zweikämpfe bestritten und uns das Leben selbst schwer gemacht. Die Halbzeitansprache hat aufgrund der Temperaturen draußen stattgefunden. Da haben wir einige Sachen angesprochen und wollten auf den Ausgleich spielen. Doch der Schlendrian war schon drin und so hätten wir noch vier Stunden spielen können und trotzdem kein Tor geschossen. Die Oberliga ist jetzt wieder dichter zusammen gerutscht.

Olaf Poschmann (Trainer FC Bergedorf 85):
Es war unser bestes Saisonspiel, seit dem ich Trainer in Bergedorf bin. Ich denke, über die Verdientheit des Sieges brauchen wir nicht zu sprechen. Leider haben wir unser positives Gesicht nur in den Heimspielen gezeigt. Auswärts konnten wir daran noch nicht anknüpfen. In der ersten Halbzeit haben wir uns taktisch sehr gut verhalten, wussten natürlich, dass Germania eine starke Mannschaft mit vielen guten Einzelspielern hat und haben sie dementsprechend früh gestört. In der zweiten Halbzeit war klar, dass wir das Tempo bei diesen Witterungen nicht über 90 Minuten gehen können. Aber eben auch, dass Germania nicht auf einmal 50 Prozent drauflegen würde. Wir haben es versäumt das zweite oder dritte Tor zu machen. Dadurch hätten wir uns das Zittern ersparen können. Man sieht, dass es in dieser Saison keine überragende Mannschaft gibt wie es St. Pauli II in der letzten Spielzeit war und jeder jeden schlagen kann. Durch unserne Sieg in die Liga wieder etwas mehr zusammen gerückt.


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