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17.03.2012
Schlag den Raab von Andreas Killat




Meiendorfer SV – TuS Germania Schnelsen 2:1 (1:1)

Meiendorfer SV: Sävke – F. Gasde, Hoffmann, G. Subasic, Bernhardt – Niemeyer – Zazai (90. Cosovic), Hercog, R. Subasic – Sara - Arboleda Sanchez
TuS Germania Schnelsen: Grubba – Ferck, Schulz, Mandic, Demirci – Thiessen (46. Rahn), Cengiz – M. Tunjic, Algan (69. Özbek), Polaske (55. Ringger) – J. Tunjic
Tore: 0:1 J. Tunjic (17.), 1:1 Hercog (29.), 2:1 Arboleda Sanchez (63.)
Schiedsrichter: Jan Clemens Neitzel (Eintracht Norderstedt): Hatte einige Probleme in der korrekten Bewertung der Zweikämpfe, so ließ er z.B. das üble Foul von Hercog gegen Thiessen (44.) ungeahndet weiterlaufen. Insgesamt aber eine unauffällige und somit ordentliche Leistung.
Beste Spieler: Arboleda Sanchez, Niemeyer, G. Subasic, Hoffmann, Hercog – Keiner
Zuschauer: 263

Heute Abend läuft auf Pro 7 wieder „Schlag den Raab“. Der Meiendorfer (Ersatz-)Stadionsprecher mag daran gedacht haben, als er bei der Vorstellung der Mannschaften die gegnerische Nummer 10 als „Stefan Raab“ über die Lautsprecher ankündigte, sich aber schnell auf Stephan Rahn verbesserte. Dieser Freud’sche Versprecher sollte aber Signalwirkung haben: Schlag den Raab (Rahn) – schlag die Germanen!

Der MSV musste mit dem letzten Aufgebot antreten (u.a. ließ sich Kevin Franz privat entschuldigen, hinzu kamen diverse Verletzte wie Marcel Chau und Sven Cämmerer), aber auch bei Germania musste umgestellt werden (Rahn kam arbeitsbedingt erst kurz vor dem Anpfiff und nahm deswegen zunächst auf der Bank Platz und Björn Nadler und Raffael Kamalow wurden leicht angeschlagen geschont). Naturgemäß wiegen solche Ausfälle beim Underdog schwerer, aber was allein der Wille im Fußball vermag, wurde heute mal wieder offensichtlich (siehe hierzu auch Trainerstimmen). Meiendorf „brannte“ förmlich, gab vom Anpfiff weg Vollgas und keinen Ball verloren. Das gesamte Team kämpfte beherzt um seine Chance, nur die Verwertung selbiger ließ zu wünschen übrig. Robert Subasic hätte schon in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg stellen können, doch erst strich sein Schuss aus halbrechter Position knapp am Tor vorbei (5.), dann verpasste er denkbar knapp mit dem Kopf eine Flanke von Yiner Ronal Arboleda Sanchez (6.). Wie eine kalte Dusche dann das 0:1: Tobis Sävke stürmt völlig unnötig aus dem Sechzehner heraus, behindert zwei seiner eigenen Abwehrleute (vornehmlich Gabriel Subasic) und Jürgen Tunjic sagt lächelnd „Danke“ und schiebt in der 17. Minute mit Rückennummer 17 aus 17 Metern ins leere Tor ein.

Nach der Partie konnte MSV-Coach Matthias Stuhlmacher zwar darüber scherzen: „Tobi hat heute mal seinen „Joker“ genommen. Vielleicht war das sogar ganz gut für uns, danach haben alle unglaublich Gas gegeben“, aber in dem Moment mag er nur den Kopf geschüttelt haben. Denn die gute Anfangsviertelstunde drohte aufgrund dieses Aussetzers zu versanden. Doch zum Glück für die weiterhin eifrigen Gastgeber blieb die gesamte Germania-Elf weit unter ihren Möglichkeiten (Holger Spethmann: „Da fehlte heute einfach alles. Kein Einsatz, keine Laufbereitschaft. Eine Frechheit“). Denn kaum zu glauben, aber wahr: Bis auf einen Freistoß von Rahn (82.) blieb das „Glückstor“ der einzige (!) TuS-Torschuss in der gesamten Partie. Die Hausherren hingegen zeigten Mut und Leidenschaft und wurden früh belohnt: Marcin Hercog schlenzte einen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position zum Ausgleich in die Maschen (29.), ein echtes Traumtor! Allerdings handelte es sich um die Torwartecke und Experte Harry Jurkschat, für Blog-trifft-Ball vor Ort, analysierte treffend: „Bei jedem Freistoß hat der Torwart nur eine Aufgabe: Seine Ecke abzudecken. Von daher klarer Torwartfehler“. Dennoch wollen wir Tobias Grubba zugutehalten, dass der Ball einfach gut getreten war.

Aus einer insgesamt sehr homogenen Mannschaft ragte heute einer noch heraus: Kolumbiens Fußball-Perle Yiner Ronal Arboleda Sanchez (genau so möchte er übrigens nach eigenem Bekunden genannt/geschrieben werden). „YRAS“ kam dabei fast wie die Jungfrau zum Kind, denn eigentlich hatte er sich beim TSV Wandsetal zum Probetraining vorgestellt. Da zum damaligen Zeitpunkt aber der Kader voll war, schickte Marco Krausz den drahtigen Angreifer aus alter Verbundenheit zu seinem Ex-Klub an der B75 (was ihm letzte Woche beim Spiel Paloma-MSV fast leid getan hätte). Stuhlmacher war jedenfalls schon nach zehn Minuten Probetraining Feuer und Flamme: „Den will ich haben“. Arboleda Sanchez, der manchmal noch wie ein Leichtathlet wirkt und viel mit den Armen arbeitet, gewann heute 90% seiner Zweikämpfe – und das gegen einen Marin Mandic oder Mirko Schulz. Zwei Riesenszenen hatte der Kolumbianer noch vor der Halbzeit: Seinen Schuss aus zehn Metern parierte Grubba mehr glücklich als gewollt mit den Füßen (32.) und nach tollem Solo über die linke Seite (stark im Zweikampf gegen Schulz) strich das Leder knapp über die Latte (39.). Beifall auf offener Szene für das neue MSV-Juwel!

Nach dem Pausentee kam Rahn für den von Hercog in der 44. Minute am Sprunggelenk verletzten Dennis Thiessen („Der Schiedsrichter hat sich in der Halbzeit bei mir entschuldigt, dass er das nicht gepfiffen hat“). Besser wurde es dennoch nicht. Germania blieb saft- und kraftlos, die Pokalpartie gegen Buchholz schien zuviel Kraft gekostet zu haben. Die Stuhlmacher-Schützlinge hingegen machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Michael Sara (natürlich nach Vorarbeit von Arboleda Sanchez) scheitert erneut an den Füßen von Grubba (47.), der heute mehrfach wie ein Handballtorwart agierte. Zehn Minuten später hätte Sara etwas egoistischer sein und selbst den Abschluss suchen müssen, sein Zuspiel auf Hamid Zazai verpuffte Richtung Bundesstraße. Nach gut einer Stunde wollten die Zuschauer gerne einen Elfmeter haben, als Arboleda Sanchez im Zweikampf mit Grubba zu Boden ging. Fifty-Fifty Entscheidung, so die Expertenmeinung auf der Tribüne. Der 22jährige Vollblutstürmer ließ sich davon nicht beeindrucken und bereitete seinen Siegtreffer gleich mal selber vor: Eine schöne Zazai-Flanke nahm er im Sechzehner perfekt mit der Brust an, schirmte das Leder gekonnt ab, passte zurück nach Außen auf Zazai und dessen erneute scharfe Hereingabe vollstreckte Arboleda Sanchez energisch aus kurzer Distanz (63.). Einfach ein tolles Fußballmärchen. Danach passierte nicht mehr viel. Meiendorf blieb weiter in jedem Duell Zweikampfsieger und Germania entwickelte Null Torgefahr.


Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 20 Spiele, 9 Siege, 2 Remis, 9 Niederlagen; 40:43 Tore

1972/73: 2:1 / 1:2 Amateurliga Hammonia
1973/74: 1:0 / 0:5* Amateurliga Hammonia (*Umgewertet. Ursprünglich 1:1!)
1974/75: 3:0 / 3:2 Amateurliga Hammonia
1996/97: 2:4 / 3:2 Verbandsliga Hamburg
1997/98: 5:4 / 2:4 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 2:5 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 2:2 / 2:3 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 3:0 / 4:0 Hamburg-Liga
2010/11: 0:1 / 1:2 Oberliga Hamburg
2011/12: 2:1 / 1:4 Oberliga Hamburg

1992/93 und 93/94 spielte Meiendorfer SV II in der Bezirksliga Nord gegen Germania (2:2/1:3 und 1:0/0:1).


Stimmen:

Juri Savitchev (Co-Trainer TuS Germania Schnelsen):
Glückwunsch an Meiendorf, die ein gutes Spiel gemacht haben. Wir haben glaube ich überhaupt keine Torchance gehabt und sind trotzdem in Führung gegangen. Aber ab dem Zeitpunkt sind wir nicht mehr auf dem Platz gewesen. Meine Mannschaft war heute nicht konzentriert und anscheinend noch sehr müde von dem schweren Pokalspiel gegen Buchholz. Das war spielerisch eine Katastrophe. Nicht gerade unser Glückstag heute.

Matthias Stuhlmacher (Trainer Meiendorfer SV):
Die Glückwünsche und die drei Punkte nehme ich natürlich gerne entgegen. Man hat heute deutlich gesehen, wer hier Herr im Hause ist und wer unbedingt gewinnen wollte. Eigentlich sollte jedes Spiel von uns so aussehen, wie das hier heute. Das ist unsere Spielidee, aggressiv Pressing. Meine Mannschaft hat mit dem letzten Aufgebot ein sehr sehr gutes Spiel abgeliefert, wir hätten sogar noch zwei Tore mehr schießen können oder müssen. Trotzdem bin ich im Prinzip stinksauer, weil es völlig unerklärlich ist, dass wir nicht immer so eine Einstellung an den Tag legen. Gerade gegen unsere Mitkonkurrenten im Abstiegskampf fehlt oft dieser unbedingte Wille, daran müssen wir arbeiten. Nichtsdestotrotz haben wir uns den Sieg heute redlich verdient.


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