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08.09.2012
Regionalliga: 3 Stürmer, 3 Tore - Hannover eine Nummer zu groß von Andreas Killat



vs.


Hannover 96 II – SC Victoria Hamburg 3:0 (2:0)

Hannover 96 II: Radlinger – Gießelmann, Jöcks, Löhden, Karwot (61. Mesfin) – Schünemann, Evseev – Behrens (79. Noto), Aycicek – Fuchs (87. Rusteberg), Kadah
SC Victoria Hamburg: Schau – Brück, Rabenhorst, Sobczyk, Lauer – Goldgraebe (65. Cetinkaya), Stilz, Keklikci (71. Vierig) – Sudbrak, Hoose, Sachs
Tore: 1:0 Fuchs (27.), 2:0 Behrens (43.), 3:0 Kadah (55.)
Schiedsrichter: Frederik Listner (SpVg. Eidertal-Molfsee, S.-H.): Unauffällig – also gut!
Beste Spieler: Radlinger, Fuchs, Löhden – Rabenhorst, Sachs (beide 1. Hz)
Zuschauer: 550

Nicht im großen Niedersachsenstadion, sondern im kleinen (aber feinen) „Beekestadion“ der Sportfreunde Ricklingen, die 1996/97 selbst noch in der Regionalliga Nord kickten, inzwischen aber in der Kreisliga verschwunden sind, spielt der 96-Nachwuchs seit dieser Saison. Also zwar kein AWD-Arena-Bundesliga-Flair für den SC Victoria, aber dennoch wurden Erinnerungen an alte Zeiten wach.

Denn 1963/64 spielte „Vicky“ erstmals in der neugegründeten Regionalliga Nord, damals die 2. Liga in Deutschland (nach Abschaffung der fünf Oberligen und Einführung der Bundesliga). Zur Saisoneröffnung am 11. August 1963 unterlag der SCV zu Hause mit 0:4 gegen Hannover 96, gegen den Wunderstürmer Walter Rodekamp ( http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Rodekamp) war kein Kraut gewachsen. 40 Jahre später gab es dann 2004/05 in der Oberliga Nord das erste Aufeinandertreffen mit der U23 aus Hannover (siehe auch Statistik am Ende des Berichts).

Der Vicky-Tross fuhr heute morgen um 10 Uhr in Hamburg bei Regen und 12 Grad los und war schwer überrascht, dass in Hannover strahlender Sonnenschein und 27 Grad (!) herrschte. Keine leicht Aufgabe also, zumal die Leine-Städter zum Favoritenkreis gehören. Seit dem 28. November 2011 ist nämlich Ex-Bundesligaprofi Valérien Ismaël (spielte u.a. für 96, Werder Bremen und den FC Bayern München) Trainer der U 23 von Hannover 96 – und der Mann versteht sein Handwerk. Athletisch, robust und laufstark. Jeder einzelne seiner Spieler erfüllt dieses Profil. Für Lutz Göttling war daher im Prinzip schon vorher klar: „Hannover ist nicht unsere Liga“. Entsprechend defensiv ging’s im ungewohnten 4-3-3 ohne echte Sturmspitze ans Werk, während die Gastgeber ihre drei besten Stürmer Kevin Behrens, Lars Fuchs und Deniz Kadah (zusammen 17 Tore!) auf den knüppelharten, von der Sonne ausgetrockneten Rasen schickten.

Doch zur Überraschung aller hielt Victoria in der ersten Halbzeit nicht nur mit, sondern hatte sogar die besseren Möglichkeiten. Nach schöner Vorarbeit von Benny Hoose zog Jakob Sachs aus halblinker Position ab und Keeper Samuel Radlinger musste sein ganzes Können aufbieten, um noch zur Ecke zu klären (8.). Beide Akteure waren auch an der nächsten Szene beteiligt, aber dieses Mal kam Sachs nicht richtig an den Ball (17.). Aller guten Dinge sind ja bekanntlich eigentlich Drei, doch auch diese Chance strich zum Bedauern der zahlreichen Vicky-Fans (große Lob an die rund 40 mitgereisten Anhänger!) knapp am Kasten vorbei: Jan Lauer aus 20 Metern (25.).


Jakob Sachs (Bildmitte) verfolgt Hannovers Kapitän Lars Fuchs (rechts am Ball)

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Hannover war feldüberlegen und hatte mehr Ballbesitz. Aber aus dem Spiel heraus entstanden kaum gefährliche Aktionen, die SCV-Defensive störte früh und brachte immer ein Bein dazwischen. Doch bei ruhenden Bällen das altbekannte Problem: Ecke Sascha Schünemann, Kopfball Lars Fuchs. Tor. Der 96-Kapitän stand am kurzen Pfosten sträflich frei (27.) und erzielte sein sechstes Saisontor. Aber die Hamburger wehrten sich. Marcus Rabenhorst vom eigenen Fünfmeterraum mit einem großartigen Solo, Doppelpass mit Dennis Sudbrak und dann ein Hammer aus 25 Meter (40.). Das hätte wirklich ein Tor verdient gehabt. Schade. Stattdessen der KO-Schlag kurz vor der Pause: Flanke Niko Gießelmann und Kevin Behrens darf aus vier Metern per Flugkopfball einnetzen (43.). Wo war da Torhüter Christian Schau?

In der Halbzeitpause brachte es Manager Ronald Lotz auf den Punkt: „Natürlich ist Hannover uns spielerisch überlegen und athletischer, aber die besseren Chancen hatten wir“. Doch nach der Pause war es damit vorbei. Hannover schaltete zwei Gänge höher und Vicky konnte nicht mehr folgen. Beeindruckend, wie die 96er nun auch spielerisch glänzten. Kurzpass-Spiel, Diagonalbälle, Doppelpässe, Ball-Stafetten über mehrere Stationen – einfach Traumhaft. Zum Glück für den SCV klingelte es nur noch einmal im Kasten: Kutay Keklikci (in seinem ersten Saisonspiel) vertändelte mal wieder einen Ball und Deniz Kadah „bedankte“ sich mit seinem achten (!) Saisontor (55.). Der Ex-Lübecker hätte sein Konto auch auf 10 aufstocken können, doch einmal war Schau zur Stelle (66.) und dann zielte der Goalgetter nur ans Außennetz (89.). Zwischendrin gab es noch zwei Abseitstore (63./84.). Am verdienten Sieger der Partie gibt es daher keine Zweifel, doch zumindest die erste Halbzeit macht Mut für die kommenden Aufgaben. Also Kopf hoch, Victoria! Und Richtung Hannover der Wunsch, mit einer ähnlichen Leistung nächste Woche den SCV-Konkurrenten im Abstiegskampf, Weiche Flensburg, ebenfalls zu besiegen. Dem sympathischen Trainer Valérien Ismaël, der dem unbedeutenden HAFO-Schreiberling freundlich und geduldig Rede und Antwort stand (siehe Trainer-Stimmen am Ende des Berichts), ist die Meisterschaft bzw. eine Top-Platzierung in jedem Fall zu gönnen. Getreu dem Motto: Hamburg, Hannover – bis in den Tod ( http://www.youtube.com/watch?v=-zFUTmCZPxo&feature=related).


Punktspielbilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1946): 11 Spiele, 9 Siege, 2 Remis, 0 Niederlagen, 28:9 Tore

1947/48: 2:1 / 3:1 Oberliga Nord (1. Liga), Hannover 96 I
1951/52: 4:2 / 2:2 Oberliga Nord (1. Liga), Hannover 96 I
1953/54: 3:2 / 3:0 Oberliga Nord (1. Liga), Hannover 96 I
1963/64: 2:0 / 4:0 Regionalliga Nord (2. Liga), Hannover 96 I
2004/05: 1:0 / 1:1 Oberliga Nord (4. Liga), Hannover 96 II
2012/13: 3:0 / --- Regionalliga Nord (4. Liga), Hannover 96 II

Stimmen:

Lutz Göttling (Trainer SC Victoria Hamburg):
Die erste Halbzeit war wirklich gut, Sachs mit der Riesenmöglichkeit zum 1:0 und später dann auch noch Lauer. Dann fällt leider der Gegentreffer, wieder mal aus einer Standardsituation, wo wir den kurzen Pfosten nicht doppelt besetzen. Rabenhorst hätte nochmal ausgleichen können, aber dann kurz vor der Pause nach einem klaren Torwartfehler das 0:2, da muss er im Fünfmeterraum rauskommen. In der zweiten Halbzeit mit einer 0:2-Hypothek, bei der Hitze und gegen so eine spielerisch starke Truppe – da ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Hannover ist nicht unbedingt die Truppe, gegen die man punkten muss in der Liga. Die stehen zu Recht da ganz oben. Wir können auf der Leistung aus der ersten Halbzeit aufbauen. Man muss auch positive Dinge aus diesem Spiel mitnehmen. Fakt ist aber, dass wir einfach zu viele Gegentore nach Standards bekommen. Das ist ein Problem. Wir verursachen zu häufig völlig unnötige Ecken und Freistöße, daran werden wir arbeiten.

Valérien Ismaël (Trainer Hannover 96 II):
Victoria Hamburg hat das gut gemacht. Sie standen sehr kompakt und haben den Raum sehr eng gemacht. Wir haben leider immer versucht, durch die Mitte zu spielen, das war aber nicht die Lösung. Die Standards haben uns dann geholfen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann viel besser gespielt, haben variiert, Diagonalbälle gespielt und sind über Außen gekommen. Insgesamt war das ein verdienter Sieg. Die Tabellenführung ist eine schöne Situation, die Jungs haben sich das nach acht Wochen harter Arbeit verdient. Wir haben richtig gute Qualität in der Mannschaft, die Jungs haben noch viel vor. Man muss immer hungrig sein, dann erreicht man auch was. Wir genießen den Augenblick, aber nächste Woche geht es schon wieder weiter (gegen Flensburg).


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