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02.12.2012
Gangnam Style: Condor und Buchholz mit tollem Vormittagstanz von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – TSV Buchholz 08 3:3 (2:1)

SC Condor: Kleinschmidt – Lüdemann, Anders, Krohn, Cayir – Werwath, Maas – Jawla (71. Theis), Mandel (81. Niemann) – Roschlaub, Flores (87. Eren)
TSV Buchholz 08: H. Titze – Kettner, Styhn, Gege (61. Niefert), Thede – S. Titze, Prielipp – Müller (59. Tocha), Gillich (46. Auber), Buzhala – Mathies
Tore: 1:0 Krohn (7., FE), 1:1 S. Titze (24.), 2:1, 3:1 Jawla (35./46.), 3:2 Tocha (69.), 3:3 Buzhala (85.)
Gelb-Rot: Maas (76., wiederh. Foulspiel)
Besondere Vorkommnisse: Buchholz ab der 65. Minute mit einem Spieler weniger, da Prielipp verletzt vom Feld musste und das Auswechselkontingent bereits erschöpft war.
Schiedsrichter: Paul Jennerjahn (TSC Wellingsbüttel): Sehr kleinlich, aber konsequent. Gut, wie er in der 42. Minute den Vorteil laufen ließ und Krohn hinterher verwarnte (Foul an Mathies). Die Gelb-Rote Karte gegen Maas war sehr hart (76.).
Beste Spieler: Alle 28 Akteure gaben auf dem tiefen Platz ihr Bestes und begeisterten die Zuschauer. Roschlaub und Jawla auf der einen und Mathies und Buzhala auf der anderen Seite ragten aber sogar noch etwas heraus.
Zuschauer: 140

Beide Teams gingen eigentlich mit leicht gesenktem Kopf in die Partie: Condor nach drei Niederlagen in Folge und Buchholz nach der ersten Niederlage überhaupt (letzte Woche in Altona). Doch was die Zuschauer dann bei unangenehm nasskaltem Wetter geboten bekamen, war aller erste Sahne! Ein Spiel, wie ein heißer Tanz: Leidenschaftlich, intensiv, viel Bewegung - einfach atemberaubend und begeisternd (fast wie „Gangnam“-Style: http://www.youtube.com/watch?v=wZYYwCYi6_I).

Die Raubvögel begannen furios und wirbelten die Buchholzer Abwehr kräftig durcheinander. Logische Folge das frühe 1:0: Alexander Gege hielt den durchbrechenden Lamin Jawla am Trikot fest, den fälligen Elfmeter versenkte sein Namensvetter Alexander Krohn sicher unten links (7.). Und Condor gab weiter Gas: Nils Roschlaub an den Pfosten (9.) und Carlos Flores – nach schöner Kombination über Roschlaub und Moritz Mandel - nur Zentimeter vorbei (13.). Doch die Nordheider fingen sich. Der quirlige Milaim Buzhala, erst eine halbe Stunde vor dem Anpfiff auf der Anlage eingetrudelt, legte den Ball über die linke Seite perfekt zurück an den Sechzehner, von wo Steffen Prielipp direkt abzog. Sören Titze gab seinem Schuss noch die entscheidende Richtungsänderung: Ausgleich (24.)! Keine 60 Sekunden später sogar die dicke Chance zur Führung der Gäste, doch (der leicht angeschlagene und deshalb zur Halbzeit ausgewechselte) Arne Gillich schob nach schöner Vorarbeit von André Müller Keeper Sascha Kleinschmidt das Leder in die Arme (25.).

Es ging hin und her, die Zuschauer bekamen eine tolle Oberliga-Partie mit Chancen am Fließband geboten und auch die spielerischen Kombinationen waren auf dem tiefen Rasen wirklich bemerkenswert. Lamin Jawla tauchte urplötzlich frei im Strafraum auf, donnerte den Ball zunächst an den Pfosten, verwertete den Abpraller dann aber im zweiten Versuch zur erneuten Führung (35.). Zeit zum Luftholen blieb nicht. Philip Mathies tankte sich zweikampfstark gegen Krohn durch, hätte er sich fallen gelassen, wäre eventuell sogar eine Rote Karte wegen Notbremse möglich gewesen. So aber zog Mathies aufs Tor zu und passte auf den freistehenden Müller, doch dessen Schuss aus drei Metern Entfernung fischte Kleinschmidt sensationell links unten aus dem Eck (42.). Den Abpraller konnte dann keiner mehr verwerten, eine äußerst turbulente Situation, die einen Treffer verdient gehabt hätte. Doch das galt auch für den nächsten Spielzug: Roschlaub auf Jawla, der zurück auf Flores – aber überhastet vergeben (44.). Halbzeit! Durchschnaufen!

Wiederanpfiff, Tor! Jawla mit einem Dribbling Marke Thomas Häßler, marschiert durch vier, fünf Buchholzer hindurch und schiebt trocken an Henrik Titze vorbei zum 3:1 ein (46.). Wahnsinn! Doch noch lange nicht das Ende. Finn Thede mit einem satten Schuss aus 15 Metern: Matthias Werwath klärt auf der Linie (58.)! Dann musste Prielipp mit einer Oberschenkelzerrung vom Feld, Buchholz nur noch zu Zehnt, da das Wechselkontingent bereits erschöpft war (ähnlich, wie letzte Woche in Altona). Zwei Tore hinten, der tiefe Acker, nur noch 20 Minuten zu spielen und in Unterzahl – das muss doch die Vorentscheidung sein?! Dachten sich wohl auch die Condoraner und nahmen (vielleicht ganz unbewusst) kurzzeitig ein paar Prozente raus, die dafür der TSV obendrauf packte! Was für ein Fight! Karol Tocha, schon im Eröffnungsspiel der Matchwinner, verwertete die tolle Vorarbeit von Buzhala zum Anschlusstreffer (69.). In den Jubel hinein aber fast das 4:2: Jawla auf Flores, der umkurvt Keeper Titze, doch Lukas Kettner klärt auf der Linie und hält seine Mannschaft im Rennen (70.). „Das war der Knackpunkt, danach wären wir nicht noch mal zurück gekommen“, so Trainer Titze hinterher. Knackpunkt Nummer Zwei war die unnötige (und etwas zu harte) Gelb-Rote Karte gegen Tom Maas (76.). Nun herrschte wieder Waffengleichheit auf dem „Schlachtfeld“, denn viel anders konnte man den „Rasen“ nicht mehr beschreiben.

Die letzten Minuten kochte die Dramatik nochmals hoch. Flores frei vor Titze – am langen Pfosten vorbei (84.). Im Gegenzug packt Tocha auf dem rechten Flügel eine Zauberflanke über die gesamte SCC-Abwehr aus, butterweich auf Buzhala, der ganz hinten lauerte und mit einem sehenswerten Flugkopfball (!) tatsächlich noch den Ausgleich schaffte (85.). Die vielen mitgereisten TSV-Anhänger standen genauso Kopf, wie die Spieler auf dem Feld und die Ersatzbank inklusive Trainer. Emotionen pur, die wohl nur nachvollziehen kann, wer bei diesem intensiven Kick dabei war. In der Schlussminute hatte Dennis Auber sogar noch die Tausendprozentige zur Tabellenführung auf dem Fuß, doch nachdem er halblinks schon an Kleinschmidt vorbei war, kam er etwas aus dem Gleichgewicht und schoss – das leere Tor vor sich - mit links nur an den Pfosten (90.)! „Ich bin leider mit dem rechten Fuß etwas weggerutscht und habe den Halt verloren“, war Auber nach dem Abpfiff untröstlich. Doch das musste er gar nicht. Dieses Spiel hatte nämlich alles, was Fußball ausmacht. Danke an beide Mannschaften für diesen Vormittag!


Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1956): 14 Spiele, 2 Siege, 2 Remis, 10 Niederlagen, 15:29 Tore

06/07: 2:3 / 2:2 Hamburg-Liga
07/08: 0:2 / 0:3 Hamburg-Liga
08/09: 1:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
09/10: 1:0 / 0:1 Oberliga Hamburg
10/11: 1:3 / 1:2 Oberliga Hamburg
11/12: 1:3 / 1:2 Oberliga Hamburg
12/13: 3:3 / 1:3 Oberliga Hamburg

Stimmen:

Thomas Titze (Trainer TSV Buchholz 08):
Das war ein atemberaubendes Fußballspiel von zwei atemberaubenden Mannschaften, die hier auf dem schwierigen Platz wirklich ihr letztes Hemd gegeben haben. Ich glaube nicht, dass man das viel besser machen kann. Zu Beginn der Partie war das bei uns allerdings noch nicht so prickelnd. Wir haben in der Abwehr ja einige Besetzungsprobleme und das hat man auch gemerkt. Condor war beweglicher und hat gut nach vorne gespielt. Nach dem 1:1 hatten wir dann leicht Oberwasser, fangen dann aber das 1:2 und vergeben die erneute Ausgleichsmöglichkeit. In der Halbzeit haben wir uns nochmal gut besprochen und viel vorgenommen, kriegen dann aber nach ein paar Sekunden das 1:3. Eigentlich hatte sich das damit völlig erledigt. Spielentscheidend dann, dass wir in Unterzahl das 2:3 machen, das hat der Mannschaft nochmal einen Schub gegeben und wir haben tatsächlich noch das 3:3 gemacht. Natürlich hätten wir vorher auch das 2:4 kassieren können, aber genauso war in der Schlussminute sogar noch der Sieg drin. Aber das wäre des Guten wohl auch zuviel gewesen. Ein fantastisches Spiel.

Meik Ehlert (Trainer SC Condor):
Nach den Nackenschlägen der letzten Wochen bin ich heute grundsätzlich sehr zufrieden, wir haben eine tolle Moral bewiesen. Bis zum 3:1 war das eine tolle Partie von uns, leider haben wir uns am Ende nicht dafür belohnt. Im Moment ist es bei uns einfach so, wie schon Andy Brehme mal sagte: „Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß“, denn eigentlich hätten wir hier heute frühzeitig alles klar machen können oder müssen. Nichts desto trotz war es ein tolles Spiel und ein toller Sonntagvormittag für die Zuschauer. Für die Trainer allerdings mit Höhen und Tiefen. Nun sehen wir zu, dass wir nächste Woche gegen Norderstedt gewinnen.


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