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02.12.2012
Ein überzeugendes Altona schnappt sich die Eintracht-Serie von Christopher Herbst



vs.


Altona 93 – Eintracht Norderstedt 3:3 (1:2)

Altona 93: Kindler – Hadid, Ribeau, Kappler, Lipke – Ngole, Thiessen – Carallo, Klaes, Hartwig – Akgül (88. Straub)
Eintracht Norderstedt: Höcker – J. Savelsberg, Eglseder, Rose, Lindener – Wehrendt – Grove, Kummerfeld (64. Sa Borges Dju) – Browarczyk – J. Tunjic, Meyer (61. Makomé/86. Hengelbrock)
Tore: 0:1 Meyer (6.), 0:2 Kummerfeld (25.), 1:2 Hartwig (39.), 1:3 Thiessen (46./Eigentor), 2:3 Thiessen (63.), 3:3 Akgül (69.)
Gelb-Rote Karte: Rose (Eintracht/85./Ballwegschlagen)
Schiedsrichter: Paul Dühring (SV Nettelnburg-Allermöhe). Diskutabel, ob das 4:3 von Matthias Ribeau abgepfiffen werden musste. Die Altonaer waren nicht zufrieden mit seiner Leitung. In der Tat hätten einige Szenen auch gegen Norderstedt gepfiffen werden können.
Beste Spieler: Carallo, Hadid, Hartwig, Akgül – Meyer, Kummerfeld
Zuschauer: 372

Auch so geht es: „Ich wurde hier ganz freundlich empfangen von den Fans. Ich weiß nicht, was Thomas Titze hat.“ So kommentierte Thomas Seeliger, jetzt Trainer von Eintracht Norderstedt, bis Sommer 2011 bekanntermaßen ein Altonaer, das Wiedersehen mit den ihm in der Vergangenheit durchaus kritisch gestimmten Zuschauern in der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Schon vor dem Spiel hatte er gesagt: „Es ist gut so, wie es jetzt gekommen ist.“

Gut beziehungsweise streckenweise noch viel besser ist das Duell beider Kontrahenten. Zum Saisonauftakt hatte Altona den damals zuversichtlich gestimmten Garstedtern die Laune verhagelt mit dem 1:0-Sieg. Die Retourkutsche schien unaufhaltsam und nimmt rasch Formen an. Zwar legt 93 sofort den Vorwärtsgang ein – speziell Benjamin Lipke schlägt reihenweise scharfe Flanken von der linken Seite -, wird jedoch bei der ersten Gelegenheit kalt erwischt. Marius Browarczyk hat Raum zwischen den Reihen, sucht den Mitspieler, findet Linus Meyer, dieser umkurvt Marcel Kindler und schiebt den Ball zum 0:1 ein (6.). Drei Minuten darauf rettet Kindler dafür in höchster Not wieder gegen Meyer.

Altona versucht den Gegenschlag, ist aber ein wenig ungestüm. Dennis Thiessen schießt aus der Distanz in die Arme von Johannes Höcker (18.), ein Dropkick von Sezgin Akgül landet einen halben Meter neben dem Tor (19.), letzterer rauscht zudem haarscharf an einer Flanke von Gian-Pierre Carallo vorbei (23.). Und auf der Gegenseite? Entgegen der Kräfteverhältnisse ist auch der zweite Schuss der Eintracht ein Volltreffer. Dane Kummerfeld lässt Marcel Kindler mit einem platzierten Abschluss von der Strafraumgrenze keine Chance – 0:2 (25.).

Die Gastgeber erhöhen sofort die Schlagzahl. Magnus Hartwig – in der A-Jugend der Eintracht noch Stammkraft, im Sommer dann aber mit dem Abgang – tanzt sich durch die Abwehr, setzt einen krachenden Schuss an den Pfosten. Sofort danach legt Sezgin Akgül aus kurzer Distanz nach und trifft nur die Unterkante der Latte (26.). Riesenglück für die Gäste, die ihre Ordnung verlieren. Auch Torwart Höcker kommt gegen Akgül zu spät, dafür klärt Innenverteidiger Mike Eglseder vor der Linie (29.). Nicht annähernd war die Defensive der Eintracht in den vergangenen Wochen derartig unter Druck wie an diesem Tag.

Der verdiente Anschluss folgt. Carallo lässt Steven Lindener auf der rechten Seite ganz schlecht aussehen, zieht vorbei und findet Hartwig, der aus kurzer Distanz zur Stelle ist (39.). Es geht mit diesem 1:2 in die Pause. Die einen mit der Gewissheit, dass sie mitten im Spiel sind, die anderen mit der Erkenntnis, dass sie ihre Intensität erhöhen müssen.

Nach Wiederanpfiff sind gerade einmal 50 Sekunden gespielt, da schüttelt Altona mit dem Kopf. Dennis Thiessen stand bei einem Eckstoß zur falschen Zeit am falschen Ort und lenkte den Schuss von Dennis Wehrendt in den eigenen Kasten zum 1:3. Genau mit diesem Resultat hatte Eintracht Norderstedt in den letzten beiden Spielzeiten an der Griegstraße gewonnen. Aber soweit sollte es nicht kommen. Thiessen selbst sorgte dafür mit einem kunstvoll aus 25 Metern verwandelten Freistoß (63.) – Johannes Höcker konnte nur anerkennend hinterherschauen. Auch beim 3:3 ist er chancenlos. Wieder geht es über Rechtsaußen zu schnell für die Gäste, Junior Ngole produziert noch einen Querschläger, Sezgin Akgül ist da schnörkelloser und drischt den Ball ins Netz (69.).

Niemand ist zunächst mit dem Remis zufrieden. Der eingewechselte Miché Makomé – einer von vielen Ex-Altonaern in Norderstedt – ist frei durch, Marcel Kindler aber hellwach und klärt auch beim Nachschuss von Jürgen Tunjic (80.). Fünf Minuten darauf schlägt Jan-Philipp Rose nach einer abgepfiffenen Standardsituation den Ball weg – Gelb-Rot! Ole Hengelbrock kommt als zusätzlicher Abräumer für Makomé – die Eintracht will nun doch den Punkt ermauern.

Dies gelingt. Doch Minute 90 ist zum Abschluss chaotisch und umstritten: Paul Dühring pfeift und keiner wusste zunächst, warum. Dann pfeift der Referee noch einmal zum Feierabend, und alles stürmt durcheinander, schimpfend, schubsend, zeternd, hadernd. Eines der besten Oberliga-Spiele der laufenden Saison findet aus Sicht von Altona 93 ein antiklimaktisches Ende. Der Ball liegt im Netz, Matthias Ribeau dreht jubelnd ab, schlägt dann aber die Hände vor sein Gesicht. Das 4:3 zählt nicht, Dühring ahndet ein Foulspiel an Johannes Höcker. Vorsichtig formuliert: Die Zustimmung der Gastgeber findet er mit dieser Entscheidung nicht so ganz. Die Videoaufnahme (zu sehen hier) stützt die Zweifel, hundertprozentige Klarheit ist aber nicht mehr zu schaffen.

Gleichwohl muss festgehalten werden: Altona 93 ist auf Augenhöhe mit vielen Spitzenteams. Elmshorn gewann zwar vor einigen Wochen an der Griegstraße, doch Buchholz unterlag (1:2) und Norderstedt hatte enorme Probleme. Die Eintracht selbst konnte zwar den Vereinsrekord von neun Siegen in Folge nicht einstellen. Auch die Tabellenführung – zwischenzeitlich war diese greifbar nahe beim Stand von 3:1 – wurde verpasst. Thomas Seeliger hob aber hervor: „Wir sind neun Spiele ungeschlagen.“ Und solange diese Serie weiter ausgebaut wird, gehört das Team zu den Titelkandidaten.

Stimmen:

Thomas Seeliger (Trainer Eintracht Norderstedt):
Ich habe gute, aber auch weniger gute Seiten meiner Mannschaft gesehen. Aber wir haben auch gegen ein sehr starkes Altona gespielt. Es interessiert mich nicht, ob wir zwei Tore besser waren oder nicht. Wenn man drei Auswärtstore schießt, muss man eigentlich gewinnen.

Oliver Dittberner (Trainer Altona 93):
Wir sorgen für Spektakel. Es ist eine Symbiose zwischen Mannschaft und Fans, wenn man sieht, wie sie uns unterstützen. Es hat sehr gut geklappt mit unseren offensiven Außenverteidigern. Damit hat nicht nur Norderstedt Probleme gehabt. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind.


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