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08.03.2014
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit von Andreas Killat



vs.


SV Curslack-Neuengamme – HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:1 (1:0)

SV Curslack-Neuengamme: Böse – Pettersson, M. Barlak, Metzler, Carolus – Zöpfgen, Papke – Mahrt (55. Wilhelm), Kurczynski (75. Sa Borges Dju), Landau – von Hacht (75. Pohlmann)
HSV Barmbek-Uhlenhorst: Wolf – Bohnhorst, Dammann (61. Klitzke), Stöhr, Odabas – Merkle (73. Hoeft), Schwoy – Paszek (28. Griesch), Oguz, Ouro-Gnaou - Sousa
Tore: 1:0 Landau (14., FE), 1:1 Schwoy (72.)
Gelb-Rot: Landau (87., Foul/Meckern)
Schiedsrichter: Michael Ehrenfort (TuRa Harksheide): Die Blumen in der Kabine waren für seine Assistentin Tanja Krause (Weltfrauentag!). Er selbst verdiente sich selbige heute nicht zwingend, machte aber auch nicht soviel verkehrt. Eine Nachspielzeit wäre aber angemessen gewesen.
Beste Spieler: Carolus – Merkle, Griesch
Zuschauer: 162

Samstag, 8. März. Weltfrauentag. Da ließ es sich Curslacks Coach Torsten Henke nicht nehmen, SR-Assistentin Tanja Krause (HSV, http://www.abendblatt.de/region/norderstedt/sport_135/article2150560/Nach-ihrer-Pfeife-tanzen-die-Maenner.html) vor dem Spiel einen Blumenstrauß in die Kabine bringen zu lassen. Von „Bestechung“ konnte natürlich keine Rede sein, die junge Schiedsrichterin machte ihre Sache wie immer sehr gut und neutral.

Die in Weiß-Rot spielenden Gäste profitierten in der ersten Viertelstunde von unerklärlich vielen Ballverlusten der Hausherren (allein Sven Zöpfgen dürfte an die acht Abspielfehler im Spielaufbau produziert haben) und hatten durch Fabio Dammann mit einem Kopfball an die Oberkante der Latte (nach Eckball von Pierre Paszek) auch die erste gute Chance der Partie (3.). Was bei den Blau-Weißen jedoch gut funktionierte, waren die langen Bälle. Philip Pettersson auf Rinik Carolus, Mekan Barlak auf Marcel von Hacht – die BU-Abwehr war noch recht unsortiert und hatte einige Mühe, die Lage in den Griff zu bekommen. Einen Pass von Patrik Papke über 40 Meter auf Jan Landau konnten sie aber nicht unterbinden, stattdessen stürmte Keeper Dennis Wolf etwas unmotiviert aus seinem Kasten und senste den Curslacker an der Strafraumgrenze um. Klare Sache: Strafstoß! Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher (14.). Keine 100 Sekunden später die nächste brenzlige Szene: Christopher Mahrt hatte von Hacht auf die Reise geschickt, Wolf diesmal einen Schritt schneller und zog außerhalb des Sechzehners voll durch. Gerade noch geklärt.


Torschütze und Übeltäter: Jan Landau. Foto: Olaf Both

Doch BU wehrte sich nach Kräften. Insbesondere Adrian Sousa hatte zwei dicke Gelegenheiten: Erst parierte Frederic Böse mit beiden Fäusten (16.), dann mit einer sensationellen Glanztat flach unten rechts (36.). Auch ein Versuch von Mazlum Oguz fand nicht den Weg ins Gehäuse (42.). „In dieser Phase hatten wir Glück“, brachte es Henke auf den Punkt - und haderte anschließend mit seinem kleinen Sorgenkind. Denn Mahrt, der gerne öffentlich auf mehr Einsatzzeiten pocht, hatte eigentlich alles richtig gemacht, ging zentral am Strafraum durch zwei Mann in der BU-Abwehr hindurch wie das berühmte Schweizer Messer durch die Butter, und steuerte völlig allein auf Wolf zu. Der machte sich zwar (auch dank seinen Körpers) breit, doch im Prinzip konnte Mahrt ihn fragen: „Wohin willst Du ihn haben?“. Aber in einer Mischung aus Arroganz und Lässigkeit schob der 25jährige das Leder tatsächlich neben das Tor (44.). „Das war die spielentscheidende Szene“, ärgerte sich Henke hinterher mächtig, „bei einem 2:0 brennt hier nichts mehr an. Mir ist völlig unverständlich, wie man so eine Chance so leichtfertig vergeben kann. Mit Konzentration und unbedingten Willen wäre der drin gewesen“. Zwei Attribute, die dem Heißsporn heute abgingen, so dass kurz nach dem Seitenwechsel die logische Auswechslung folgte (diesmal ohne Schimpf-Kanonade).

Für die Barmbeker kam der Halbzeitpfiff gerade richtig. „Wir haben einige Dinge umgestellt, dann lief es besser“, freute sich der lässig in einem Stuhl lehnende Frank Pieper-von Valtier und konnte fortan miterleben, wie seine Mannen das Kommando auf dem Platz übernahmen. Der junge Christian Merkle, übrigens einer von gleich vier (!) 19jährigen bei BU heute auf dem Platz, zwang Böse zu zwei weiteren Paraden (48./59.). Schon da deutete sich der Ausgleich an. Aber die Vierländer blieben mit einigen Kontern gefährlich, von Hacht bediente Witalij Wilhelm und der zog aus halblinker Position vielversprechend ab. Doch der Ball strich um Zentimeter am langen Pfosten vorbei (64.). Nach einem unnötigen Rempler von Andreas Metzler gegen Tobias Stöhr donnerte Tolga Odabas den Freistoß zwar in die Mauer, doch der abgefälschte Schuss führte zu einer folgenschwere Ecke. Mike Griesch, heute mit einer tollen Präsenz auf dem Platz, zwirbelte das Leder gefühlvoll vor das Tor und Markus Schwoy hielt seine Haarpracht hin: Ausgleich (72.)! „Ganz klar mein Tor, ich war mit der Locke dran“, lachte der eher kurz rasierte Kapitän, während Griesch (nach dem Spiel) das Tor für sich gutgeschrieben wissen wollte: „Wenn da Schwoy als Torschütze steht, komme ich Dienstag nicht zum Training“.

In der letzten Viertelstunde lag nun sogar der Siegtreffer für die Gäste in der Luft. Curslack brachte nichts mehr zu Stande, konnte froh sein, dass ein Abwehrversuch von Zöpfgen (nach Griesch-Freistoß) knapp neben das eigene Gehäuse ging (86.). Für den unrühmlichen Höhepunkt eines gebrauchten CN-Tages sorgte Landau, der sich binnen zehn Minuten Gelb-Rot abholte. Erst für ein Foul, dann für einen Wutausbruch (77./87.).


Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 28 Spiele: 9 Siege, 8 Remis, 11 Niederlagen, 40:44 Tore

1982/83: 0:0 / 2:2 Landesliga Hansa
1983/84: 4:2 / 1:0 Landesliga Hansa
1986/87: 1:6 / 0:3 Landesliga Hansa
1992/93: 1:0 / 0:3 Landesliga Hansa
1993/94: 2:3 / 1:2 Landesliga Hansa
1997/98: 0:2 / 2:1 Landesliga Hansa
1998/99: 0:0 / 2:1 Landesliga Hansa
2006/07: 3:1 / 1:1 Hamburg-Liga
2007/08: 1:1 / 2:3 Hamburg-Liga
2008/09: 5:1 / 1:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 1:0 / 0:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 5:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 1:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 1:1 / 2:4 Oberliga Hamburg

Stimmen:

Frank Pieper-von Valtier (Trainer HSV Barmbek-Uhlenhorst):
Vor der Saison hatte ich gesagt, Curslack wird Meister. Von daher kann man zufrieden sein, wenn man einen Punkt mit nach Barmbek nehmen darf, zumal uns einige Spieler fehlten. Aber die Jungs haben das toll gemacht, auch wenn wir zu Beginn wahnsinnige Schwierigkeiten in der Defensive hatten. Der Elfmeter war völlig unnötig, da muss der Torwart einfach nur auf der Linie bleiben. In der Halbzeit konnten wir uns nochmal gut sammeln, das hätte ich schon gerne nach 25 Minuten gemacht, aber ein „Timeout“ ist ja leider nicht erlaubt. Der Ausgleich war absolut verdient und fast hätten wir auch noch ein Tor machen können. Aber ich nehme heute gerne den Spatz in der Hand mit und bin zufrieden.

Torsten Henke (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Ich bin mit dem, was wir hier heute angeboten haben, überhaupt nicht zufrieden. Ganz im Gegenteil, ich bin stocksauer und megamäßig enttäuscht. Nach der Niederlage bei Condor hatten wir uns viel vorgenommen, aber das konnte man leider überhaupt nicht erkennen. Bei dem ein oder anderen Spieler klaffen Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinander, vor allem in punkto Leidenschaft, Einsatz, Laufbereitschaft und Aggressivität. Das haben wir heute alles komplett vermissen lassen. Und dann ist es schwer, gegen eine gut organisierte Mannschaft erfolgreich zu sein. Wenn wir dann noch Geschenke wie kurz vor der Halbzeit nicht annehmen und so leichtfertig hergeben, dann muss man sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht.


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