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29.03.2014
Zwischen Dassendorf und Niendorf kochen die Emotionen über und auch nach dem Spiel herrscht noch Redebedarf von Olaf Both




vs.


TuS Dassendorf – Niendorfer TSV 2:2 (1:1)

TuS Dassendorf: Gruhne – Goldgraebe, Bogunovic, Hamdan, Murrins – Adewunmi, Buchholz – Ahmadi (80. Warmbier), Atug, Jeremias – Agyemang
Niendorfer TSV: Melzer – Prange, Kocadal, Schumann, Benn – Natusch (76. Streubier), Huneke, Yapici (45. Heysen), Pedroso Busso – Utz, Meier (84. Ganchev)
Tore: 0:1 Meier (15), 1:1 Agyemang (36), 1:2 Pedroso Bussu (80.), 2:2 Agyemang (88.)
Rote Karte: Adewunmi (43., grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Marcel Schwarze (FSV Harburg): Anfangs ließ er in diesem schwierig zu pfeifenden Spiel sehr viel laufen. Nach der Roten Karte verlor er kurz den Überblick, bekam aber am Ende mit etwas mehr Durchsetzungsvermögen alles wieder in den Griff.
Beste Spieler: Buchholz, Agyemang – Utz, Meier
Zuschauer: 124


Eigentlich begann das Spiel der beiden bestplatzierten Rückrundenteams ganz entspannt. Beide Mannschaften wollten zunächst mal ins Spiel kommen und hinten sicher stehen. So fand der größte Teil anfänglich zwischen den beiden Sechzehnern statt. Der erste nennenswerte Torschuss war auch gleich drin. Stefan Murrins schlug ein Luftloch und schaffte damit Platz für Jan-Phillip Meier, der auf der rechten Seite aus spitzem Winkel Christian Gruhne bezwingen konnte.

Danach nahm das Spiel an Fahrt auf, was vor allem daran lag, dass der Gastgeber seine weiße Weste behalten wollte und nun mehr für das Spiel tat. Einen ersten Versuch setzte Eric Agyemang per Kopf ab (19.), einen deutlich knapperen hatte Marcel Jeremias nur vier Minuten später, als er eine schöne Flanke von Andreas Goldgraebe nur Zentimeter rechts neben den Pfosten köpfte.

Es folgte dann eine Phase, in der es einige Fouls gab, die mancher Unparteiische durchaus auch mal mit einer gelben Karte geahndet hätte. Marcel Schwarze verfolgte aber eine klare Linie und pfiff auf der einen Seite die etwas härteren Fouls konsequent ohne Kartenvergabe, ließ aber auf der anderen auch sehr viel laufen und erhielt damit den Spielfluss. Zehn Minuten vor dem Pausenpfiff war dann Agyemang nicht zu bremsen und wurde von zwei Mann in die Zange genommen. Klare Sache – Elfmeter! Der gefoulte schnappte sich selbst die Kugel und versenkte sicher im rechten Winkel. Ein Ball aus dem Halbfeld von Ebenezer Utz wurde dann plötzlich länger und länger, landete schließlich auf dem Tornetz, Gruhne wäre aber zur Stelle gewesen.

Was dann folgte, war der Aufreger des Spiels. Der bis dahin starke Muri Adewunmi streckte sein Bein nach hinten aus, er wollte wohl den Ball spielen, traf jedoch Utz. Die Niendorfer unterstellten Absicht, für den Schreiberling sah das eher unglücklich aus. Wie auch immer war die Rote Karte absolut vertretbar. Die Gemüter beruhigten sich über Minuten nicht, es gab diverse kleinere Handgemenge und teils heftige Wortgefechte. Serhat Yapici und Ole Natusch taten sich dabei besonders hervor und waren von den Mannschaftskameraden kaum zu beruhigen. Gerade Natusch, der sich bereits Richtung eigenen Sechzehners zurückgezogen hatte, setzte erneut zu einem 80m-Sprint an, um sich mit Dassendorf-Coach Jan Schönteich ein verbales Duell zu liefern. Yapici wurde akut Gelb-Rot gefährdet ausgewechselt.


Der Beginn der Rudelbildung. Foto: Hanno Bode



Serhat Yapici war kaum zu beruhigen und musste aufgrund akuter Gelb-Rot-Gefahr noch vor der Pause ausgewechselt werden. Foto: Hanno Bode


Im zweiten Abschnitt gab es dann mehr Fußball und weniger Hektik, zum Glück hatten sich beide Mannschaften deutlich beruhigt. Schiri Schwarze, der bei dem Getümmel kurzzeitig den Überblick zu verlieren schien, sorgte mit einer konsequenteren Art ebenfalls dafür, das nun alles in geordneten Bahnen lief. Gut zehn Minuten nach Wiederbeginn gab es dann auch phasenweise richtig guten Fußball zu sehen. So konnte Ronny Buchholz einen Fernschuss absetzen, der zur Ecke abgefälscht wurde. Ebenfalls von weit draußen versuchte sich dann Beytullah Atug, das ganze Stadion hatte schon den Torschrei auf den Lippen aber Rene Melzer parierte den Ball in den linken Winkel mit einem sensationellen Reflex. Keine 60 Sekunden darauf trat Sandjar Ahmadi eine Ecke, Atug verlängerte per Kopf und Adam Hamdan verpasste nur haarscharf per Kopf.

Doch auch die Mannen von Frank Hüllmann kamen in Überzahl zu Chancen. Tim Heysen, der für Yapici kam, setzte sich mit einem schönen Solo durch, eigentlich wäre der Weg frei Davide Pedroso Bussu, doch dieser stand im Abseits und so musste Heysen selbst abschließen, jedoch nicht sehr erfolgreich (65.). Ahmadi tat es das ähnlich wie Utz im ersten Durchgang, sein Ball war jedoch ein Ruhender und senkte sich auf die Latte anstelle des Tornetzes.

Dem 1:2 hingegen ging ein folgenschwerer Fehler von Murrins voraus, der den Ball in der Vorwärtsbewegung verlor, Fynn Huneke flankte auf den langen Pfosten und Pedroso Busso versenkte sehenswert. Nur zwei Minuten später die große Chance zur Entscheidung, der eingewechselte Dario Streubier setzte Utz schön in Szene doch der verzog knapp rechts. In der Schlussphase war es dann dem Goalgetter höchstpersönlich vorbehalten, die Serie zu erhalten. Er fälschte einen Schuss von Atug unhaltbar in die kurze Ecke ab und wurde danach frenetisch von seinen Mitspielern gefeiert.

Auch nach dem Spiel gab es noch Redebedarf. Hüllmann missfiel die Art und Weise, wie sich die Dassendorfer Bank während des Spiels benahm. Schönteich widersprach dem vehement (siehe Stimmen zum Spiel) und am Ende gab man sich die Hände. Ein sehr emotionales Fußballspiel zweier guter Mannschaften fand am Ende mit einem leistungsgerechten Unentschieden einen verdientes Endergebnis.



Stimmen:

Frank Hüllmann (Trainer Niendorfer TSV):
Das Wetter hat es hergegeben, das Spiel hat es hergegeben und man hat gespürt, dass hier der Erste gegen den Zweiten der Rückrundentabelle spielt. Das fand ich sehr interessant, beide Mannschaften hatten unheimlich viel Respekt voreinander, haben sich aber nicht in irgendwelchen Hin- und Herschiebereien ergeben. Da haben heute zwei sehr gute Mannschaften gegeneinander gespielt. Leider ist es dann ein wenig unruhig geworden. Bis dahin war es eigentlich gar nicht hektisch, sondern einfach nur zwei gute Mannschaften auf dem Platz. Die Rote Karte war dann ganz klar, das man sich dann aufregt ist auch verständlich. In Überzahl haben wir uns dann zwar wenige aber dafür einige gute Chancen herausgespielt. Ich denke, es war ein gutes Spitzenspiel. Was mich ein wenig verwundert, das hat jetzt gar nicht mal unbedingt etwas mit diesen 90 Minuten zu tun, hier ist so ein tolles Umfeld, alles gut, eine tolle Mannschaft, das dann so eine Unruhe von draußen reingebracht wird von der Bank, das finde ich einfach blöd. Wir kennen uns schon so lange, aber das muss ich mal ganz deutlich sagen, ich finde das unheimlich schade. Kann ja jeder machen, wie man will, ich finde es einfach beknackt. Das ist ein bisschen respektlos uns gegenüber, wir machen das ja auch nicht. Das passt einfach nicht zu einer Spitzenmannschaft, die glaube ich, auch noch kein Spiel verloren hat, das man sich so an der Seitenlinie benimmt. Das gehört sich einfach nicht.

Jan Schönteich (Trainer TuS Dassendorf):
Ich gehe konform mit der Einschätzung, das wir hier sehr respektvoll miteinander umgegangen sind und wir sehr viel Respekt vor dem Gegner hatten. Rückrundentabellen kann ich auch lesen, im übrigen auch Auswärtstabellen und auch Gegentorstatistiken. Für mich war das von Beginn an, und das war auch schon Gegenstand der Besprechung am Donnerstag, eines der wichtigsten, vielleicht noch das wichtigere Spiel als das nächste Woche. Das war ein Königsspiel, was wir sicher gewinnen wollten ohne zu denken, dass wir das locker oder deutlich gewinnen können. Im Nachhinein muss man sagen, das wir mit einem 2:2 natürlich leben müssen. Soweit teile ich die Einschätzung. Ich teile sie nicht, das da von der Bank her, ich gehe mal nicht davon aus, das du mich meinst, Unruhe rein kam. Ich glaube schon, das Hoffie und ich eher zu den engagierteren, auch verbal engagierteren gehören, aber ich glaube nicht, das da irgendetwas unter der Gürtellinie kam. Das mal Emotionen hochkochen, das gehört erstens dazu, da will ich mich überhaupt nicht hinter verstecken. Das muss aber im Rahmen bleiben und das ist es auch. Ich hatte heute eine Szene, wo ich etwas deutlich lauter wurde, das war mit Ole Natusch, da haben wir in der Halbzeit kurz drüber gesprochen und das ich denke ich auch aus der Welt. Ich fühle mich da überhaupt nicht angesprochen. Ich weiß nicht, was da sonst so vorgefallen sein soll, ich kann aber für meine Bank was ich mitbekommen habe – ich bin natürlich weit weg – sagen, dass das alles im Rahmen war aus meiner Sicht.


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