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30.03.2014
Blankenese bei Condor chancenlos von Marius Meyer




vs.


SC Condor – SV Blankenese 2:0 (1:0)

SC Condor: Kleinschmidt – Lüdemann (80. Mellmann), Anders, Krohn, Schwarck (61. Daudert) – Kamalow, Tafese – Kieckbusch, El Nemr – Mandel, Theis (71. Maas)
SV Blankenese: Kühn – N. Schemmerling, Marc. Groth, Apostolidis, Petersen (86. Chakraborty) – Hinz, Weidner (46. Vasiljevic) – Rutz, Kühl (46. Mart. Groth), Vierig – Niebuhr
Tore: 1:0 Theis (17.), 2:0 Tafese (73.)
Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV): Hatte insgesamt wenig zu tun und tat das, was zu tun war, gut.
Beste Spieler: Mandel, El-Nemr – Kühn, Vierig
Zuschauer: 150

„Nichts wie raus“, heißt es heute auf dem Titel der Sonntagsausgabe einer großen Hamburger Tageszeitung. Die frühen Vögel des SC Condor und ihr Heimpublikum kennen das zwar an sich schon, aber durch die fehlende Stunde der vorangegangen Zeitumstellung dürfte auch manch Condoraner es als sehr früh empfunden haben. „Nichts wie raus“ galt auch für die Gäste, obgleich Trainer Daniel Lopez klarstellte, ein Ergebnis und den vorherigen Spielverlauf nicht an der Uhrzeit festmachen zu wollen. Eher dürfte in Blankenese das Motto „nichts wie raus aus dem Tabellenkeller“ lauten – allerdings fehlen hierfür so einige Punkte.

Raus wollte auch der Nachwuchs im Hause Flores, sodass der Stürmer in diesem Spiel nicht zur Verfügung stand. Zwar evtl. ein Handicap, aber angesichts der Tatsache, dass Blankenese mit Stand vor dem Anpfiff doppelt so viele Gegentore kassiert hatte (84) wie Condor bisher selbst Tore geschossen hat in der laufenden Saison (42), war es auf dem Papier eine klare Angelegenheit. Und auch, wenn die Statistik auf dem Platz nicht mehr viel Wert besitzt: Nachdem es dann „Geht's raus und spielt's Fußball“ (Franz Beckenbauer) hieß, zeigte sich, dass die Vorzeichen am Ende auch dem Spielverlauf entsprachen.


Alexander Krohn setzt sich gegen Jan Vierig durch. Foto: Barbara Bock

Was auch eine deutliche Sprache sprach: Bereits in der 10. Spielminute schickte Blankenese-Trainer Lopez seine Auswechselspieler zum Aufwärmen. Die Chancenverwertung der Gastgeber war zwar nicht sonderlich üppig, in der 17. Minute aber sollte dann doch das 1:0 fallen. Nach Vorarbeit über rechts passte Tevin Kokeb Tafese den Ball zu Mike Theis, der wenig Mühe hatte, den Ball zu verwandeln. Wenig Mühe aber gab sich der SC Condor im weiteren Verlauf der ersten Hälfte dann auch mit seinen Torchancen, die viel zu häufig „nichts wie raus“ aus dem Spielfeld landeten. Nach etwa einer halben Stunde hatte man gar den Eindruck, Condor wolle bereits das 1:0 verwalten. Zum Ende der 1. Halbzeit erstarkte der Gastgeber nochmal, gab dabei aber mustergültige Beispiele dafür, wie man hundertprozentige Chancen vergibt, beispielsweise in der 42. Minute, als Theis auf den im Blankenese-Strafraum freistehenden Raffael Kamalow passte, der direkt vorm Tor über die Latte ins Toraus köpfte.


Moritz Mandel setzt einen Schuss ab, bevor Benjamin Vasiljevic eingreifen kann. Foto: Barbara Bock

So richtig viel wollte sich dann nach dem Wiederanpfiff auch nicht ändern. Blankenese mit zwei neuen Akteuren, Condor mit einem uninspirierten Spiel nach vorne. Zweikämpfe wurden zwar von den Gastgebern beständig gewonnen, vor allem das Zusammenspiel des stark agierenden Moritz Mandel mit Theis brachte den Ball immer wieder in die Nähe des Tors des ebenfalls stark aufspielenden Blankenese-Keepers Moritz Kühn, aber am Ende entkräftete der SC Condor die Chancen meist wie von selbst. Mit Ausnahme der 73. Minute, als der Angriff so saß, wie er sollte. Über links kam Bilael-Pascal El-Nemr mit einem Pass auf Tafese, es ging über rechts weiter zu Lars Lüdemann, bis Tafese den Ball vorm Tor zurückerhielt und zum 2:0 verwandelte, das dann auch den Endstand symbolisierte.

Der SC Condor ging fortan wieder ins Verwalten über, Blankenese ließ sich zwar nicht gehen, dennoch aber ging nach vorne nichts. So blieb Blankenese am Ende ohne eine wirkliche Torchance, während der SC Condor seinen Heimfluch gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller besiegen konnte. Blankenese würde zwar gerne „nichts wie raus aus dem Tabellenkeller“, aber man darf schon jetzt, acht Spieltage vor Saisonende, davon ausgehen, dass es am Ende heißt: „Nichts wie raus aus der Oberliga.“


Stimmen:

Daniel Lopez (Trainer SV Blankenese):
Wir haben uns hier gewehrt und gegen eine bärenstarke Mannschaft, die sehr engagiert und sehr laufstark war, eine viel zu ängstliche erste Halbzeit gespielt. Speziell die erste halbe Stunde war nicht das, was wir uns hier vorgenommen haben. Ich bin nicht der Typ, der das auf eine Uhrzeit schiebt oder so. Anpfiff ist Anpfiff und da hat es einfach gefehlt. Wir hatten in der einen oder anderen Situation Glück, dass es nicht noch höher ausfällt und waren mit dem 1:0 gut bedient. Dann – so verrückt ist Fußball manchmal – war eigentlich noch alles drin, auch wenn das etwas wahnsinnig klingt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Zugriff, bleiben aber die fußballerisch unterlegene Mannschaft. Das ist jetzt keine Ausnahmesituation in Blankenese. Wir sind ein Aufsteiger und spielen wie ein Aufsteiger. Ich denke, die Tatsache, dass wir keine wirkliche Torchance hatten, sagt dann ja auch alles aus. Da sind wir mit einem 2:0 natürlich auf gar keinen Fall zufrieden, aber haben uns letzten Endes achtbar aus der Affäre gezogen.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
Im Gegensatz zu meinem Kollegen bin ich zufrieden. Ich bin zufrieden, dass wir endlich mal zuhause einen Gegner aus den unteren Tabellenregionen mal geschlagen haben. Das haben wir in dieser Saison noch nicht häufig geschafft. Wir haben das Spiel heute angenommen. Wir haben fußballerisch sicherlich kein gutes Spiel gesehen, mit dem Fußballerischen war ich nicht zufrieden. Über die läuferische Komponente sind wir reingekommen, haben die Zweikämpfe nicht nur gesucht, sondern auch gefunden und meist für uns entschieden, haben den Druck hochgehalten, ohne die Struktur zu verlieren. Was ich der Mannschaft ein wenig vorwerfe ist, dass wir in der ersten Hälfte den Deckel nicht drauf gemacht haben. In Buchholz hatten wir 86 Minuten lang ein überragendes Spiel gemacht und haben uns nicht belohnt, den gleichen Gedanken hatte ich heute wieder. Als wir das 2:0 gemacht haben, war ich sehr erleichtert, aber wir müssen lernen, bei so etwas den Deckel früher drauf zu machen und bei spielerischer Überlegenheit auch die Tore zu machen.


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