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21.04.2014
Pokal: Condor im Finale! Oder doch nicht? von Andreas Killat


präsentiert:



Halbfinale


vs.


Altona 93 – SC Condor 8:9 n.E. (0:1, 1:1)

Altona 93: Curia – Hadid, Shields, Clausen, Lipke – Thiessen, Ribeau – Körner, Klaes, Leuthold (71. Vandiar / 120. Rohrberg) – Hartwig (80. Paschen)
SC Condor: Kleinschmidt – Mellmann, Anders, Krohn, Lüdemann – Kamalow, Tafese (81. Kieckbusch) – Laban, El-Nemr (106. Theis) – Flores, Mandel (67. Daudert)
Tore: 0:1 Flores (28.), 1:1 Lipke (83.)
Elfmeterschießen: Theis verschießt (Curia hält), 1:0 Körner, 1:1 Anders, Rohrberg verschießt (Kleinschmidt hält), 1:2 Lüdemann, 2:2 Thiessen, 2:3 Kieckbusch, 3:3 Paschen, 3:4 Krohn, 4:4 Ribeau, Theis verschießt (übers Tor), Körner verschießt (übers Tor), 4:5 Anders, 5:5 Rohrberg, 5:6 Lüdemann, 6:6 Thiessen, 6:7 Kieckbusch, 7:7 Paschen, 7:8 Krohn, Ribeau verschießt (Kleinschmidt hält)
Besondere Vorkommnisse: Oliver Dittberner wird hinter die Bande verwiesen (119.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Machte wahrscheinlich den Fehler seines Lebens, als er die gleichen Schützen nochmal antreten ließ
Beste Spieler: Körner, Lipke, Clausen – Laban, Krohn, Flores
Zuschauer: 1.847 Zahlende!

Die AJK bot heute einen tollen Rahmen für das Pokal-Halbfinale. Gut 2.000 Zuschauer erlebten ein Drama in fünf Akten – Fortsetzung nicht ausgeschlossen (bzw. sogar höchstwahrscheinlich). Zunächst jubelten die Condoraner nach dem 20. (!) Elfmeter ausgelassen, doch schon bald machte die Kunde von einem „Regelverstoß“ die Runde. Schiri Murat Yilmaz, der bis dahin gut gepfiffen hatte, ließ beim Elfmeterschießen nach dem ersten Durchgang (4:4) die gleichen Schützen nochmal antreten – eine höchst ungewöhnliche Entscheidung, die wohl aus dem Hallenfußball kommt, aber im DFB-Regelwerk nicht zu finden ist. Und auch in den HFV-Durchführungsbestimmungen steht recht eindeutig, dass erst alle anwesenden Spieler geschossen haben müssen, bevor ein Schütze ein zweites Mal antreten darf. Altona ließ bereits auf der Pressekonferenz durchblicken, Protest einlegen zu wollen (Dittberner: „Ich hatte schon einen anderen sechsten Schützen – Fabiano Curia – bestimmt, als der Schiedsrichter meinte, die gleichen Spieler müssen/sollen nochmal…“).

Doch der Reihe nach: Condor begann sehr verhalten, die Gastgeber hatten eindeutig mehr vom Spiel. Sven Körner konnte über die rechte Außenbahn immer wieder gefährliche Angriffe vorbereiten, doch weder Dennis Thiessen mit einem Schuss aus 18 Metern (11.), noch Magnus Hartwig mit einem Lupfer auf das Tornetz (15.) konnten daraus Kapital schlagen. Eine scharfe Hereingabe von Tobias Leuthold wurde zudem in letzter Sekunde von Max Anders zur Ecke geklärt (25.). Wie aus dem berühmten heiteren Himmel dann die Gästeführung: Kevin Mellmann zirkelte einen Eckball sehr gefühlvoll vors Tor, der Ball senkte sich am ersten Pfosten schlagartig nach unten, wo „Kopfballungeheuer“ Carlos Flores (ca. 1,70m „groß“) ungehindert einköpfen durfte (28.). Jetzt wackelte Altona, zeigte sich mehrfach stark verunsichert.


Thiemo Kieckbusch und Rafael Kamalow blicken gebannt dem Ball hinterher. Fotos: André Matz

So hätte ein fantastischer Konter über Kris Laban, der sich im hohen Tempo sensationell auf der linken Außenbahn durchtankte und perfekt in die Mitte passte, das 0:2 bringen MÜSSEN. Flores ließ das Leder gekonnt durch und Moritz Mandel hatte aus sechs Metern völlig ungedeckt freie Bahn. Doch statt den Ball mit Schmackes unter die Latte zu zimmern, drosch Mandel „blind“ halbhoch den Torwart Fabiano Curia an (38.). Liga-Manager Matthias Bub und Kai Koch konnten es nicht fassen.

Nach dem Seitenwechsel zog sich Condor noch mehr zurück, als zu Beginn der ersten Hälfte. Doch Altona wollte nicht blind in die Falle laufen (Dittberner: „Condor hat schnelle Leute und ein zweites Gegentor wollten wir nicht riskieren“), kam aber dennoch zu einer dicken Ausgleichschance: Eine perfekte Lipke-Flanke köpfte Sebastian Clausen aus wenigen Metern mit Wucht Richtung Gehäuse, doch Keeper Sascha Kleinschmidt reagierte glänzend (50.). In der Folge plätscherte die Partie so dahin, nahm erst kurz vor Ende wieder Fahrt auf. Nach feinem Pass von Flores stand Tevin Tafese im Strafraum frei vor Curia, zögerte aber zu lange (77.). Besser machte es Lipke auf der anderen Seite: Nach einem „Bauerntrick“ von Thiessen, der seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen ließ, verwertete der Links-Verteidiger die Flanke gekonnt mit dem Kopf zum Ausgleich (83.). Was für ein Jubel der fast 2.000 Fans (darunter ca. 300 mitgereiste Condor-Anhänger). Gänsehaut-Feeling! „Das hatte schon fast Bundesliga-Atmosphäre“, war auch Dittberner nach dem Spiel beeindruckt.

Auf dieser Welle der Begeisterung machte der AFC nun deutlich mehr Druck. Doch die letzte Chance in der regulären Spielzeit vergab Thiessen (89.). In der ersten Hälfte der Verlängerung ging es dann Schlag auf Schlag: Erst wurde ein Anders-Tor (98.) wegen Abseits nicht gegeben (durchaus zweifelhaft),dann verpasste Liam Vandiar am Fünfmeterraum (99.) und schließlich klärte Clausen einen Laban-Kopfball (nach Mellmann-Freistoß) gerade so noch auf der Linie (101.)! Bei Standards waren die Raubvögel heute wirklich klar überlegen. Aber auch die Hausherren hatte ihre dicke Chance zur Führung: Nach toller Vorarbeit von Vandiar kam Matthias Ribeau aus zehn Metern unbedrängt zum Abschluss, verzog jedoch übers Tor (105.).

Bei Condor machte sich der Kräfteverschleiß zuerst bemerkbar, immer wieder mussten Spieler mit Wadenkrämpfen behandelt werden. Carlos Flores musste fast fünf Minuten „geknetet“ werden, bevor er wieder aufs Feld konnte (115.). In dieser Phase agierten die Raubvögel in Unterzahl, da sie bereits dreimal gewechselt hatten. Zum tragischen Helden avancierte dann (fast) Max Anders, der nach einer Krohn-Ecke (118.) völlig frei aus sechs Metern versemmelte (Woike: „Da hat er gut für Altona geklärt“).

Es folgte das dramatische (und fatale) Elfmeterschießen ( http://www.elbkick.tv/media-gallery/mediaitem/1790-elfmeterschiessen-altona-93-sc-condor-oddset-pokal-halbfinale-elbkick-tv.html):

Theis verschießt (Curia hält)
1:0 Körner
1:1 Anders
Rohrberg (der extra in der 120. Minute für das Elfmeterschießen eingewechselt wurde) verschießt (Kleinschmidt hält flach unten links)
1:2 Lüdemann
2:2 Thiessen
2:3 Kieckbusch
3:3 Paschen
3:4 Krohn
4:4 Ribeau (unter höchstem Druck genau in die Mitte des Tores verwandelt)

Damit war der erste Durchgang beendet. Und es folgte nach Meinung vieler Anwesender (siehe auch Diskussion im HAFO-Forum) ein gravierender Regelverstoß des Schiedsrichters. Murat Yilmaz ließ die gleichen fünf Schützen nochmal antreten! Obwohl Dittberner eigentlich Keeper Curia als sechsten Schützen vorgesehen hatte. Und auch Condors Mike Theis (im ersten Versuch mit einer Fahrkarte) hatte seine Schuhe bereits ausgezogen und war sichtlich überrascht, nochmal ran zu „dürfen“…André Jütting: „Nach unserer Meinung nach ist das ein Regelverstoß. Mehr möchte ich dazu im Moment aber nicht sagen“.

Es ging also „auf Befehl“ des Unparteiischen weiter:

Theis verschießt erneut (diesmal übers Tor)
Körner hat die Chance zum Sieg - verschießt aber (ebenfalls übers Tor)
4:5 Anders
5:5 Rohrberg
5:6 Lüdemann
6:6 Thiessen
6:7 Kieckbusch (zimmert mit Wucht unter die Latte)
7:7 Paschen
7:8 Krohn ( http://www.fcquickborn.de/images/videos/afc_scc_8_9.MPG)
Ribeau verschießt (Kleinschmidt hält: http://www.fcquickborn.de/images/videos/afc_scc.MPG)

Großer Jubel beim SC Condor (siehe Fotos). Woike: „Sascha ist definitiv kein Elfmeter-Killer, aber heute hat er endlich mal einen gehalten“. Doch ob der SCC-Coach seinen Geburtstag am Vatertag (29.05.) auch wirklich als Final-Teilnehmer feiern darf, entscheiden nun wohl die Gerichte…


Pflichtspiel-Statistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1956): 26 Spiele, 13 Siege, 5 Remis, 8 Niederlagen, 50:37 Tore

1983/84: 4:0 / 3:1 Verbandsliga Hamburg
1993/94: 3:1 / 2:0 Verbandsliga Hamburg
1997/98: 1:3 / 0:1 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 0:2 / 2:5 Verbandsliga Hamburg
1999/00: 3:1 / 1:5 Verbandsliga Hamburg
2000/01: 1:1 / 3:0 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 2:0 / 5:1 Verbandsliga Hamburg
05.08.2009: 2:1 (A), Oddset-Pokal, 2. Runde
2009/10: 2:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 5:4 / 1:1 Oberliga Hamburg
2011/12: 2:0 / 2:3 Oberliga Hamburg
2012/13: 3:3 / 1:0 Oberliga Hamburg
2013/14: 0:0 / 0:2 Oberliga Hamburg
21.04.2014: 8:9 n.E. (H /1:1 n.V.), Oddset-Pokal, Halbfinale

Stimmen:

Christian Woike (Trainer SC Condor):
In der ersten halbe Stunde waren wir nicht so richtig im Spiel drin, machen dann aber mit unserer ersten echten Chance nach einem Standard das Tor. Da hatten wir uns vorher auch etwas ausgerechnet, deswegen freut es mich umso mehr, dass das geklappt hat. Vor der Halbzeit hatten wir dann noch die Riesenchance zum 2:0 durch Mandel. Die zweite Halbzeit war zunächst ziemlich ausgeglichen und plätscherte so vor sich hin. Mit der Art, wie dann der Ausgleich fällt, kann ich nur schwer leben. Dass Thiessen außen einen Haken macht, wissen wir nicht erst seit gestern. Das war schlecht verteidigt. In der Verlängerung war erst Altona etwas besser, aber in der 118. Minute hatten wir durch Max Anders die Hundertprozentige zum Sieg. Da hat er eher für Altona geklärt. Was dann im Elfmeterschießen abging, habe ich ehrlich gesagt noch nicht so ganz kapiert. Mein Gesicht weiß zwar noch nichts davon, aber ich freu mich natürlich. Ein großes Spiel heute, großer Kampf von beiden Teams. Ein tolles Halbfinale mit einem tollen Rahmen.

Oliver Dittberner (Trainer Altona 93):
Glückwunsch an den SC Condor. Im Fußball sollte man nie von Glück sprechen. Wenn man ein Tor mehr macht wie der Gegner, hat man verdient gewonnen. Für uns natürlich sehr bitter. Das war heute ein ganz tolles Fußballspiel. Amateur-Fußballspiel wohlgemerkt. Wobei der äußere Rahmen durchaus was anderes hergegeben hat. Wir haben meiner Meinung nach etwas mehr für das Spiel getan, aber Condor war immer gefährlich. Meine Mannschaft hat das richtig gut gemacht. Zwar viele lange Bälle gespielt, aber das war gewollt. Nach dem 0:1 hatten wir aber eine Viertelstunde richtig Probleme. Da hätte Condor in der Tat das 0:2 machen können. Aber wir hatten auch unsere Chancen, sind immer geduldig geblieben. Was dann los ist, wenn man vor 1.800 Zuschauern hier an der AJK ein Tor schießt, hat man dann ja gesehen. Das hatte schon was von Spitzenfußball, Emotionen, Tradition und Leidenschaft. Wir sind natürlich enttäuscht, dass sich die Jungs in der Phase nicht belohnt haben. Vom Chancenverhältnis waren wir leicht im Vorteil. Es ist aber legitim, weniger Chancen zu haben, und trotzdem zu gewinnen. Beide Mannschaften haben gut gespielt und hätten das Finale verdient.

Jubelbilder nach dem letzten Elfmeter:








"Endlich hat er mal einen gehalten"


"Er lebe hoch"


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