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04.10.2014
Regionalliga: HSV auch im Stadtderby nicht zu stoppen von Marius Meyer



vs.


Hamburger SV II – FC St. Pauli II 2:1 (2:0)

Hamburger SV II: Otremba – Götz, Jung, Adomah, Marcos – Arslan, Steinmann, Masek, Gouaida (89. Derflinger) – Cigerci, Müller (63. Brüning)
FC St. Pauli II: Bieren (33. Schau) – Nadjem (46. Ambrosius), Uphoff, Rogowski, Langer – Wriedt, Jakubiak (72. Rahn), Deichmann, Zazai – Bahn, Choi
Tore: 1:0 Gouaida (30.), 2:0 Cigerci (32.), 2:1 Choi (86.)
Schiedsrichter: Riem Hussein (TSG Bad Harzburg): Pfiff nicht immer ganz nachvollziehbar, wenn es um Freistöße ging und fällte die eine oder andere fragwürdige Entscheidung, ließ sich aber ansonsten nichts zu Schulden kommen.
Beste Spieler: Arslan, Gouaida – Wriedt
Zuschauer: 650 (davon ca. 70 im Gästeblock)

„An Tagen wie diesen“, schallte nach dem Spiel der Hit der Toten Hosen aus dem Umkleideraum der zweiten Mannschaft des HSV. Nach der von Ahmet Arslan dirigierten Humba mit den – trotz der Partie der ersten Mannschaft in Dortmund – zahlreich anwesenden HSV-Fans, kannte die Freude nach wie vor kein Ende, wie auch das Dauergrinsen im Gesicht von Tolcay Cigerci zeigte. „Für mich war es das erste Derby HSV gegen Pauli und das war ein krasses Gefühl“, bekannte er – und man nahm es ihm direkt ab, war er doch schließlich mit seinem Treffer zum 2:0 in der 32. Minute sehr aktiv am Derbysieg beteiligt.

Den Willen zum Derbysieg merkte man vor allem dem HSV direkt an. Schließlich ist das Derby „immer was Besonderes. Die Jungs sind heiß“, so HSV-Trainer Daniel Petrowsky. Schon in der ersten Minute sprintete Mohamed Gouaida das erste Mal auf das gegnerische Tor zu. Es dauerte erst einmal bis zur zehnten Minute, bevor der FC St. Pauli ins Spiel fand und auch begann, erste Akzente zu setzen, beispielsweise mit Benjamin Nadjem, der über rechts kam und auf Kwasi Wriedt passte, dessen Schuss aber weit über das Tor ging, was die Fans des Gastgebers gesanglich mit ihrer Intonation von Reinhard Meys Gassenhauer „Über den Wolken“ untermalten. In der 20. Minute wurde es schon gefährlicher, als Yannick Deichmann und Wriedt über die rechte Seite in Richtung HSV-Gehäuse kamen, den Ball erst verloren, sich wieder zurückerkämpften, bis Wriedt aus spitzem Winkel zum Schuss kam, den aber Keeper Kevin Otremba aus der Luft fischen konnte.

Was indes auf der Gegenseite auffiel: St. Paulis Torhüter Mitja Bieren wurde bereits das zweite Mal in der Partie behandelt und es war eine vergleichsweise lange Behandlung. Anschließend humpelte er ein wenig, spielte aber weiter. Allerdings: Das folgende 1:0 für den HSV hätte er auch ohne Verletzung kaum halten können. Arslan sprintete über die rechte Seite über das Spielfeld, passte sehr gezielt auf Gouaida, der links den Ball annahm und ins untere rechte Eck verwandelte. Eher haltbar wäre wohl das 2:0 gewesen, das zwei Minuten später Cigerci mit einem recht harmlosen Schuss von ca. 10 Metern vorm Tor erzielte. Ein unverletzter Torhüter hätte vermutlich gehalten. Ob haltbar oder nicht, war im Anschluss für den Schützen allerdings weniger relevant: „Tolles Tor sag ich nur.“

Inzwischen war es offensichtlich, dass Paulis Torhüter nicht weiterspielen kann, sodass Ersatzkeeper Christian Schau an der Reihe war. Auf die Frage, ob er sich geärgert habe, die Auswechslung nicht schon früher vorgenommen zu haben, argumentierte Trainer Elert: „Das war so nicht klar ersichtlich, ob er wirklich weiter hätte machen können oder nicht. Er wurde behandelt, hatte grünes Licht, wir sind dann davon ausgegangen, dass es sich bessert, dem war dann leider nicht so.“ Nach diesem Wechsel sollte auch nicht mehr viel passieren in einer von vielen Unterbrechungen gekennzeichneten Schussphase der ersten Halbzeit.


Matti Steinmann setzt sich gegen Yannick Deichmann durch. Foto: Joe Noveski, www.noveski.com

Zu Beginn der zweiten Hälfte gehörte das Spiel erst einmal ca. 10 Minuten lang dem FC St. Pauli. Das Team glänzte mit einem hohen Tempo, auf das sich der HSV erst einmal einstellen musste, auch sonst ging vom Stadtrivalen immer wieder Gefahr aus, während der HSV sich einige Nachlässigkeiten erlaubte. Beispielsweise um die 80. Minute rum, als Paulis Bentley Baxter Bahn bereits an Otremba vorbei war, sodass Gideon Jung klären musste. Nach vorne wollte es der HSV indes zu schön machen und ließ es dabei mitunter an Zielgenauigkeit vermissen.

Dass sich so etwas rächen kann, ist bekannt. Tat es auch. Denn in der 86. Minute fiel wie aus dem Nichts der Anschlusstreffer. Offenbar hatte der HSV die Zielgenauigkeit von Gegenspieler Kyoung-Rok Choi unterschätzt, dem es gelang, aus 30 Metern Entfernung den Ball unten rechts im Gehäuse vom Otremba zu versenken. Ein schmerzhafter Anschlusstreffer, denn die folgenden Minuten sollten eine harte Probe für die anwesenden Zuschauer werden. Der FC St. Pauli machte noch einmal Druck, sodass die Abwehr des HSV zum Ende hin ganze Arbeit leisten musste. „Es ist im Fußball ganz normal, dass die Kraft am Ende ein bisschen fehlt“, erklärt Cigerci die Schlussphase.

Am Ende stand ein ansehnliches Fußballspiel und ein würdiges Derby, dessen Besuch sich sehr gelohnt hat. Auch Gästetrainer Elert war nicht unzufrieden, trotz Punktverlust. Und beide Trainer waren sich einig: Das Rückspiel darf gerne am Millerntor zu einer zuschauerfreundlichen Zeit gespielt werden – wie in der Vorsaison, als sich in der Hinrunde 4.210 Zuschauer an einem Mittwochabend am Millerntor einfanden. „Natürlich, wenn ein Derby dann auch noch die Atmosphäre dazu hat, ist das immer gut. Wenn die Möglichkeit bestehen würde, wäre das toll“, sagt Petrowsky. Sein Kollege Elert: „Es gibt nichts Schöneres, als zuhause im Millerntor-Stadion zu spielen. Das würde den Jungs noch einmal einen extra Schub geben.“

Aber bis zum Rückspiel am 27. Spieltag vergeht noch eine Menge Zeit, die viele interessante Entwicklungen mit sich bringen kann. Verfolgen wir also erst einmal gespannt weiter das Geschehen...


Haben allen Grund zum Jubeln: die Derbysieger vom HSV. Foto: Patrick Franck


Stimmen:

Remigius Elert (Trainer FC St. Pauli II):
Wir sind eigentlich ganz gut ins Spiel gekommen, haben uns einiges vorgenommen, wollten mit Mut und Leidenschaft das Spiel angehen. Das ist uns auch gelungen. Wir haben uns die ersten Chancen erspielt, allerdings ohne eine klare 100%ige. In der zweiten Halbzeit war die Devise, noch einmal anzusetzen und das Anschlusstor zu erzielen, was uns nochmal ins Spiel gebracht hätte. Leider ist das dann zu spät gefallen. Vielleicht war es an der einen oder anderen Stelle glücklich, dass der HSV im Kontern nicht konsequent genug war. Für uns fehlten die kleinen Zentimeter, um schneller den Anschluss zu finden und vielleicht doch noch einen Punkt zu entführen. Unterm Strich sind wir hochzufrieden. Wir haben ja hier nicht gegen irgendwen verloren, sondern gegen den souveränen Tabellenführer.

Daniel Petrowsky (Trainer Hamburger SV II):
Am Ende sind wir natürlich glücklich über die drei Punkte und den Derbysieg. Wir sind auf eine gut eingestellte Mannschaft getroffen, die uns gut vorne zugestellt hat, die uns schwierig ins Spiel kommen lassen hat. Trotzdem haben wir es immer wieder versucht und hatten ein paar gute Ballgewinne, durch die wir dann auch eiskalt zuschlagen und Tore machen konnten. Pauli war trotzdem immer wieder gefährlich, hatte gute Ansätze, bei denen wir auch mal ein bisschen Glück hatten, dass nicht früher ein Tor fiel. In der zweiten Halbzeit hätten wir eigentlich das 3:0 machen müssen. Natürlich sind wir glücklich, dass wir dann als Sieger vom Platz gegangen sind und ich denke, das war eine sehr gute Partie, sehr intensiv, eines Derbys würdig! Ich kann der Mannschaft auch nur ein riesiges Kompliment machen. Man sieht einfach, dass das eine Mannschaft ist, die nicht nur viel individuelle Qualität hat, sondern auch in sich funktioniert und weiß, was sie will, egal, wer da vor ihr steht.


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