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14.02.2015
Großes Fairplay mit kurioser Revanche von Olaf Both



vs.


VfL Pinneberg - TuS Dassendorf 1:1 (0:1)

VfL Pinneberg: Chergui – Knotterus, Vollmer, Zimmermann, Maaß – Dirksen, Brameier – Borck, Werning (73. Badermann), Richert (90. +4 Bernhardt) – M. Baese (59. Lüneburg)
TuS Dassendorf: Gruhne – Warmbier, Stadel, Bogunovic, Tremino Zarse (71 Murrins) - Dettmann, S. Atug, Saglam – Kehr (55. Kurczynski), Möller – Agyemang
Tore: 0:1 Warmbier (21.), 1:1 Lüneburg (81.)
Rote Karte: Lüneburg (90. +1, grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Paul Jennerjahn (TSC Wellingsbüttel): Hatte einiges zu tun in diesem schwierig zu leitenden Spiel. Anfangs souverän mit klaren Ansagen, später leider bei der Auslegung oft zu unterschiedlich (z.B. Taktische Fouls).
Beste Spieler: Brameier, Borck - Saglam, Möller, Kehr
Zuschauer: 178

Das schöne und kuriose vorweg, da das Spiel an sich auf dem tiefen Rasen des Stadion 1 heute wenig Glanzpunkte zu bieten hatte. Es war die 70. Minute, als Schiedsrichter Paul Jennerjahn auf Eckball für Dassendorf entschied. Empört liefen die Pinneberger auf ihn zu, es sei Abstoß gewesen. Eric Agyemang, der den Eckball „rausholte“, zeigte wahren Sportsgeist und übergab die Kugel an Zakaria Chergui im Tor des VfL, Jennerjahn revidierte seine Entscheidung daraufhin.

Kurios dann der „Fairplay-Konter“ der Pinneberger. Marcel Stadel lag bei einem Angriff der Gastgeber verletzt am Boden, Mitspieler riefen Sascha Richert zu „spiel ins Aus!“. Richert wollte ins Aus spielen, rutschte jedoch weg und Onur Saglam drosch stattdessen den Ball über die Linie. Es gab also Einwurf für die Heimmannschaft. Als das Spiel wenige Sekunden später fortgesetzt werden konnte, warfen die Hausherren ein und spielten den Ball fair Richtung Dassendorfer Keeper. Michael Fischer tobte an der Linie „das ist doch unser Ball und ihr spielt den zurück“. Kurios aber igendwie toll, es lebe der Sportsgeist.

Schon vor dem Spiel schienen die Pinneberger ihrem Gegner keine Wünsche offen zu lassen. Bei der Teambesprechung im Container war versehentlich das Mikrofon angeschaltet und die Gäste konnten im Kabinentrakt alles mithören...

Die erste kleinere Chance des Fußballspiels hatte dann erneut die Fischer-Elf. Alexander Borck jedoch beging ein Foul, daher keine Aufregung. Auch einen aberkannten Treffer gab es, der Pfiff ertönte jedoch deutlich vor dem Schuss. „Ich hätte Herrn Gruhne durchaus zugetraut, den im Ernstfall noch zu erwischen“, so Fischer nach dem Spiel. Dann folgten die Show-Minuten der beiden richtig gut aufgelegten Tobias Kehr und Sven Möller, zunächst flankte Kehr nach schönem Sololauf auf rechts und Möller kam nicht richtig an die Kugel, verzog dementsprechend knapp (16.). Der war aber auch schwer zu nehmen. Nur drei Minuten später dann erneut das Duo, wieder Kehr mit Traumpass auf Möller, dieser stand völlig blank vor Chergui und schlenzte den Ball an den Pfosten.


Joe Warmbier stochert den Ball ins Tor. Foto: Hanno Bode


Doch das 0:1 sollte wiederum nur zwei Minuten später fallen. Der sehr auffällige Saglam trat eine Ecke, ein Kopf verlängerte und nach einigem Gestocher war es Joe Warmbier, der den Ball über die Linie drückte. Es schien, als wenn dieser Treffer die Partie lähmte. Jan Schönteich sagte nach der Partie auch deutlich, dass man das 1:0 über die Zeit bringen wollte. Außer vielen Fouls und diversen Wortgefechten zwischen den beiden Trainerbänken passierte nicht mehr viel im ersten Durchgang.

Auch der zweite Durchgang bot den 178 Anwesenden nur wenig ansehnliches. Erwähnenswert vielleicht ein Freistoß von Saglam, den Chergui locker wegfausten konnte (60.). Eine Minute später klärte Tim Vollmer in allerhöchster Not vor dem einschussbereiten Möller. Bezeichnend für das zu dem Zeitpunkt (nicht) stattfindende Spiel der Pinneberger eine Ecke auf den „dritten Pfosten“, die ein Spieler per Seitfallzieher verwerten wollte, ohne jedoch den Ball zu treffen.

Aus dem Nichts dann der Ausgleich. Alexander Borck setzte sich in einem super Solo gegen drei Gegenspieler durch und passte flach in die Mitte, wo der eingewechselte Flemming Lüneburg den Pinneberger Anhang glücklich machte. Zu diesem Zeitpunkt rechnete niemand mehr mit einem Paukenschlag der bis dahin offensiv planlos wirkenden Gastgeber. Mehr und mehr kam Hektik auf in der Endphase. Drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit köpfte Jan-Philipp Zimmermann eine Ecke auf das Tornetz. Nach einem harten Einsteigen von Lüneburg gab es zurecht Rot, in der Folge kam es zur Rudelbildung und zum Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Lüneburg und Alexander Bogunovic. Der Schreiberling – relativ gut positioniert in dieser Situation – hätte genauso entschieden wie der Unparteiische. Rot für Lüneburg, Gelb für Bogunovic. Letzterer hätte sich aber über einen Platzverweis definitiv nicht beschweren können. Nach 95 Minuten gab es dann den letzten Pfiff der Partie und die Dassendorfer müssen sich ärgern, ein Spiel, das man 81 Minuten lang kontrolliert hat – ohne offensiv zu glänzen – noch aus der Hand gegeben zu haben.

Jan Schönteich kann es nicht fassen. Foto: Hanno Bode


Stimmen:


Jan Schönteich (Trainer TuS Dassendorf):
Angesichts der Tabellensituation ist das für uns gefühlt eine 1:1 Niederlage. Wir sind hier hergekommen um zu gewinnen und 81 Minuten sah das auch danach aus. Das ist natürlich ärgerlich für uns, dass der erste Torschuss von Pinneberg drin ist. Es ist jetzt nicht schreiend ungerecht, aber es roch halt nicht nach einem Tor. Wir wollten das 1:0 über die Zeit retten. Für uns wird es jetzt natürlich nicht einfacher noch einmal oben anzugreifen.

Michael Fischer (Trainer VfL Pinneberg):
Den Punkt nehme ich gerne an. Insgesamt haben wir ein Spiel gesehen, in dem Dassendorf von der Reife, von der Anlage her deutlich überlegen war. Es war aber auch ein Spiel, in dem beide Keeper nicht hätten drum streiten müssen, wer das Spiel seines Lebens gemacht hat. Wir haben nach unseren Möglichkeiten gut gestanden, haben nur ein Tor nach einem Standard bekommen. Unsere Ansprüche sind andere als die in Dassendorf, das hat man auch an den Transferaktionen im Winter gesehen. Mit dem Punkt sind wir sehr zufrieden, Dassendorf ist alles, aber kein Tabellenfünfter in der Oberliga.


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