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08.08.2015
Heimpleite für Türkiye: Niendorf kann‘s auch Grand“tig“ von Gerd Schreiner




vs.


FC Türkiye - Niendorfer TSV 0:2 (0:0)

FC Türkiye: Ceylani – Pettersson, D. Barlak, M. Barlak, Appiah – Iscan (34. Zawada), Mustafov – Mahrt (87. Arslan), de la Cuesta, Pohlmann (74. Özkan) – Cetinkaya
Niendorfer TSV: Kindler – Thiemann, Rohwedder, Kocadal, Benn – Conde (89. Dieckmeyer), Huneke – Aydin, Windhoff (65. Schumacher), Fuchs (72. Rückold) – Utz
Tore: 0:1 Utz (79.), 0:2 Utz (86.)
Schiedsrichter: Christopher Haase (VfL Pinneberg): Zwei Gesichter des Unparteiischen: Vor der Pause hätte er einen Strafstoß für die Gäste pfeifen können – wenn nicht müssen und auch zwei Mal Gelb für den NTSV waren definitiv angezeigt. Nach dem Wechsel aber souverän und fehlerfrei
Beste Spieler: de la Cuesta, Pettersson, Zawada – Benn, Huneke, Utz
Zuschauer: 175

Das erste Heimspiel des Aufsteigers aus Wilhelmsburg war ein enges und fast bis zum Schluss spannendes Duell zweier Mannschaften, die fast immer auf Augenhöhe agierten, allerdings kämpferisch und taktisch! Spiel-technisch ließ der Grandplatz an der Landesgrenze nicht wirklich Oberliga-Niveau zu. Ähnlich wie beim Unparteiischen an der Pfeife sahen die Zuschauer auch am Ball zwei unterschiedliche Hälften: Vor der Pause waren die Hausherren offensiv überlegen und hätten auch mit 2:1 in die Kabine gehen können: So ging Christopher-Sven Mahrt in der 12. Minute nach Zuspiel von Innenverteidiger Devran Barlak allein auf NTSV-Keeper Marcel Kindler zu, lupfte das Leder, doch überwand nicht nur den Torsteher sondern auch dessen Arbeitsplatz. Nach einer knappen halben Stunde hätte Alexander Pohlmann einen Centinkaya-Pass zur Führung verwerten können, verzog aber knapp und flach. Aber auch auf der Gegenseite hätte es klingeln können: Die Voraussetzung dafür verwehrte allerdings Schiedsrichter Haase, der ein elfmeter-würdiges Foul an Simon Windhoff übersah – oder anders bewertete. Ansonsten war von den Gästen, die allerdings bis auf die zwei angesprochenen Situationen taktisch clever spielten und gut umschalteten von Torgefahr nichts zu vermelden. Aber: Das junge Farhadi-Team – personell geschwächt angereist, unter der Woche zog sich Serhat Yapici eine Muskelverletzung zu –, eigentlich das gepflegte Ballspiel auf Kunstrasen bevorzugend, nahm den Fight an, hielt körperlich dagegen und verdiente sich so das torlose Remis zum Pausenpfiff.

Nach dem Wechsel schaltete der FC Türkiye – in der Vor- und Rückwärtsbewegung stets lautstark von Coach Khosravinedjad unterstützt – einen Gang hoch, doch bis auf Standards ergaben sich keine echten Einschussgelegenheiten für den Gastgeber. Und diese Standards – ob Ecken oder Freistöße – wurden durchweg problemlos durch die hochkonzentrierte Defensive der Gäste entschärft, allerdings fehlten dem FC Türkiye aber auch Phantasie, Varianz und Durchsetzungsvermögen, um die Niendorfer Viererkette – möglicherweise ja auch vom Ex-Kult-Verteidiger des FC St. Pauli Fabio Morena bestens eingestellt – zu überraschen.

Die Weichen auf Sieg stellte indes dessen Chef und Taktik-Fuchs Ali Farhadi: Er nahm Simon Windhoff aus dem Spiel und zog Angreifer Ebenezer Utz aus der Spitze auf die Zehn. Eine erste Möglichkeit zur Führung vergab besagter Angreifer nach einem clever vorgetragenen Konter des NTSV: Furkan Aydin setzte sich in der 68. Minute am rechten Flügel technisch stark durch und flankte, der gerade eingewechselte Tim Schumacher verlängerte im Strafraum per Kopf nach links und dort zog Utz – wohl ein wenig überrascht von dem Ball und noch mehr von der Menschenleere in seinem direkten Umfeld – zu früh und zu unpräzise ab und traf nur das Außennetz.

In den folgenden zehn Minuten spielte fast nur Niendorf, verpasste aber nach einem Freistoß von Özden Kocadal durch Leon Conde per Kopf (70.) und zwei Freistößen von Furkan Aydin (72. und 78.) die Führung, für die dann aber – und zu diesem Zeitpunkt auch nicht unverdient – Ebenezer Utz sorgte: Nach einem Konter zeigte Jan Rückold im Getümmel am 16er Übersicht und legte quer, Utz nahm den freien Ball direkt und hämmerte ihn aus etwa 17 Metern in den linken Winkel.

Der Grundstein für den Dreier war gelegt, aber der FC Türkiye – keinesfalls mit einem schwachen Spiel an diesem Tag – wehrte sich gegen die drohende Pleite und hätte in der 86. Minute zum vielleicht verdienteren Unentschieden treffen können, doch der Distanzschuss von Vasco Zawada aus gut 30 Metern nach einem Fehler in der Niendorfer Defensive klatsche gegen den rechten Pfosten. Glück für die Niendorfer, das dem Farhadi-Team noch gegen Curslack-Neuengamme fehlte…

Keine 120 Sekunden später fuhr der Puls auf der Gästebank erst ganz hoch und dann grundentspannt wieder herunter: Der FC Türkiye versuchte alles für den Ausgleich, einen unpräzisen Pass nahm dann aber der stärke Fynn Huneke auf, schickte Tim Schumacher steil und der spitzelte das Leder unter Druck und mit ein wenig Glück in den Lauf von Utz. Der Goalgetter ging allein auf Yalcin Ceylani zu und überwand den sicheren und heute fast beschäftigungslosen Türkiye-Keeper mit einem flachen Ball zum 0:2. In den Schlussminuten fiel den Hausherren zu allem Übel auch noch Bilyal Mustafov aus, der sich im Zweikampf um einen hohen Ball leicht verletzte und kurzzeitig nicht mehr ganz Herr seiner Sinne war – zum Glück ging es ihm aber schnell wieder gut. Den Abpfiff und damit die erste Oberliga-Niederlage seines Teams hatte er jedenfalls schon wieder realisiert.

Stimmen:

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Vor der Pause hätten wir einen Elfmeter bekommen müssen, Windhoff war durch, aber der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Aber insgesamt bin ich natürlich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft und dem Ergebnis. Wir haben defensiv gut gearbeitet und schnell umgeschaltet. Windhoff und Balde sind beide wichtig für uns, technisch stark und körperlich fit, aber beiden fehlte in einigen Situationen noch die Antizipation beim Umschalten. Die Umstellung von Utz auf die 10 hat gut gegriffen und uns letztlich den Sieg gebracht, aber auch Joshua Fuchs hat heute überzeugt und das Buffet aufgebaut, was Ebenezer schließlich serviert hat.

Zur Zusammenarbeit mit Fabio Morena: Wir arbeiten als Team, wo gibt’s denn heute noch Co-Trainer… Ich bin froh über seine Mitarbeit und die Erfahrung, die er einbringt. Dazu Fabio Morena: Wir arbeiten gleichberechtigt, sind auf einer Wellenlänge und ergänzen uns gegenseitig in der Entwicklung unserer Spieler.

Reza Khosravinedjad (FC Türkiye):
Das ist eine bittere – ja unverdiente Niederlage, aber wie haben in den entscheidenden Situationen auch nicht schlau gespielt. Niendorf ist ruhig und geduldig geblieben und hat in der entscheidenden Phase die Tore gemacht. Wir brauchen eben noch zwei bis drei Wochen, bis wir auf Oberliga-Niveau sind.

Liga-Manager Klaus Klock fügte hinzu: Das war heute eigentlich ein 0:0-Spiel und wenn du dann auch noch die wenigen guten Chancen vergibst, wirst Du am Ende bestraft. Wir hätten zur Pause 3:1 führen können und dabei gebe selbst ich den Elfer für Niendorf! Eine erfahrenere Elf hätte das heute gewonnen, dann ist Grand auch nicht unsere Spielfläche und uns fehlt einfach noch ein echter Stürmer. Ich habe mir schon eine Tankstelle gepachtet wegen des Spritverbrauchs, den ich in dieser Sache schon hatte.

In eigener Sache
Herzlichen Dank an Mirko Schneider, der mir kollegial und kompetent über die ersten 30 Minuten geholfen hat – der HVV war heute wohl gegen meine pünktliche Anreise nach Wilhelmsburg. Ich gebe aber zu: Diesen Stadtteil kannte ich bisher nur vom Hören-Sagen.


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