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05.09.2015
Niendorf stürzt den Spitzenreiter von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – Niendorfer TSV 0:1 (0:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Warmbier, Aust, Hamdan, Steinfeldt – Dettmann – Nägele, Möller, Voigt (77. Zmijak), Thomas - Kurczynski (45. Agyemang)
Niendorfer TSV: Kindler – Benn, Kocadal (48. Krüger), Rohweder, Thiemann – Huneke, Yapici (84. Klüver) – Dario Streubier, Windhoff, Rückold – Schumacher (70. Aydin)
Tore: 0:1 Windhoff (62.)
Schiedsrichter: Martin Pfefferkorn (SC Urania): Sehr kleinlich (das fing schon damit an, dass er als erster und bislang einziger Schiedsrichter die Spielerfrauen samt Plastiksitzbank hinter die Bande schickte). Bei der Kartenverteilung nicht immer gerecht, wovon vor allem die Gäste profitierten.
Beste Spieler: Nägele – Kindler, Huneke (sowie eine kompakte Teamleistung)
Zuschauer: 108

Letzte Saison war Ali Farhadi noch als „Interims-Trainer“ und ohne Auswärtssieg (0-2-3) nach Dassendorf gereist, hatte dann aber auf der Rückfahrt einen sensationellen 4:0-Sieg im Gepäck und wurde fünf Tage später (6. November 2014) per offizieller Presseerklärung zum Chef-Coach ernannt. Gestärkt von diesen positiven Gefühlen und Erinnerungen – und mit dem Selbstvertrauen von heuer vier Auswärtspunkten aus zwei Spielen - wollte man natürlich wieder eine „Duftmarke“ beim Meister hinterlassen. Dies gelang eindrucksvoll!

Mit einer Mischung aus kompakter Defensive, schnellen Nadelstichen nach vorne, robustem Zweikampfverhalten, provozierten Foulspielen und vielen Spielunterbrechungen gelang es dem NTSV, dem Meister mit zunehmender Spieldauer die Lust am Spiel zu nehmen. „Das ist gegen Dassendorf eine der wenigen Möglichkeiten, die man hat, Ihnen den Spaß am Fußball zu nehmen“, stellte Farhadi nach dem Abpfiff klar, „nur, wenn man sie hart bekämpft, kann man am Ende auch als Sieger vom Platz gehen“.

Dabei hatten die Gäste jedoch vor allem in der ersten Halbzeit großes Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Die Hausherren überboten sich – wie schon letzte Woche bei Concordia – erneut im Auslassen von besten Torchancen. Torjäger Eric Agyemang saß dabei zunächst sogar nur auf der Bank, da er die ganze Woche mit seiner Fußballschule unterwegs war, kam dann aber kurz vor der Pause für Kristof Kurczynski (verletzungsbedingt) ins Spiel. Seine Kollegen hatten bis dahin alles verballert: Sven Möller verpasst denkbar knapp (10.), Kurczynski köpft Kindler genau in die Arme (19.), Nägele verzieht freistehend am langen Pfosten vorbei (26.) und nochmals Kurczynski scheitert aus wenigen Metern an einem tollen Fußreflex von Kindler (41.).

Wie das dann häufig so ist, wären die hoffnungslos Unterlegenen mit ihrer einzigen Chance dann sogar fast noch in Führung gegangen, als Jan Rückold aus acht Metern halblinker Position völlig ungedeckt an Keeper Christian Gruhne scheiterte (21.). „Den wollte er zu schön machen. Das Ding muss ins lange Eck, fertig“, haderte Farhadi mit seinem Linksaußen.


Kein Durchkommen für Eric Agyemang & Co. Foto: A. Knull

Im zweiten Durchgang hätte „Windel-Bomber“ EA dann endlich mal wieder etwas für die Haushaltskasse seiner Ehefrau tun können, aber auch er schaffte es nicht, Kindler zu überwinden. Nach Hereingabe von Finn Thomas donnerte er das Leder nämlich aus fünf Metern an die Unterkante der Latte (61.). Was für eine Riesenchance! Quasi im direkten Gegenzug konterten die Gäste perfekt: Huneke mit einem überragenden Ball in die Spitze auf Simon Windhoff, der aus 16 Metern nicht lange zögerte und am herausstürzenden Gruhne vorbei ins lange Eck einschob (62.).

Der Meister gab sich zwar noch nicht geschlagen, zerrieb sich aber immer wieder an den aufopferungsvoll kämpfenden Niendorfern. Viele schlecht getretene Eckstöße von Möller und Steinfeldt (Schönteich: „Das war Torwarttraining“) machten es den Gästen zudem leicht, die Bälle aus der Gefahrenzone heraus zu befördern. Dennoch war der Ausgleich fällig. Eigentlich. Pascal Nägele hatte perfekt und scharf nach innen geflankt und Agyemang stand ideal zwei Meter vor dem Tor, brachte den Ball aber nicht über die Linie. Unerklärlich. „Heute habe ich das ganz alleine Spiel verloren“, war der Stürmer hinterher ob seiner beiden Hundertprozenter todtraurig.

In der Nachspielzeit hätte Furkan Aydin gegen die entblößte Abwehr der Hausherren beinahe noch das 2:0 erzielt, aber das wäre dann wohl auch wirklich zu viel des Guten gewesen. Mit der Niederlage gegen Niendorf hat der Meister rechnerisch nun schon fünf Zähler Rückstand auf Seriensieger BU. „Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Das hat nichts mit der Krise vom letzten Jahr zu tun, denn da haben wir nämlich auch noch wirklich beschissen gespielt. Das ist im Moment nicht so“, stellte Schönteich klar und war frohen Mutes, schon bald wieder Siege feiern zu können. „Wir müssen nur den Ball mal über die Linie bringen“. Fußball kann so einfach sein.


Stimmen:

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Wir freuen uns immer, gegen solche starken Mannschaften wie Dassendorf zu spielen. Das macht uns einen Riesenspaß und es ist schön, dass die in der Oberliga sind. Es ist allerdings schwierig, gegen sie mitzuspielen. Wir konnten nur über unsere läuferische und kämpferische Einheit die Partie für uns interessant halten. Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir zur Halbzeit hinten liegen. Aber wir haben erfahrene Jungs dabei, wir sind gar nicht sooo jung, wie viele immer denken oder schreiben. Heute war unser Durchschnittsalter glaube ich 24 Jahre und da kann man erwarten, dass die einen guten Ball spielen und auch mal ein Spiel gewinnen. Mit einem überragenden Marcel Kindler im Tor und einem Fynn Huneke, der das toll organisiert, und mit etwas Glück bei Latte und Pfosten war das einerseits ein verdienter Sieg, aber natürlich auch glücklich.

Jan Schönteich (Trainer TuS Dassendorf):
Glückwunsch an Niendorf zum Auswärtssieg. Wie immer bei uns, kann man fast schon sagen. Eigentlich wollten wir uns für das 0:4 vor einem Jahr revanchieren und nach dem Spielverlauf war das auch möglich. Spielentscheidend war, dass wir zwar eine hohe Anzahl an Chancen kreieren, aber nicht in der Lage sind, mal einen Ball über die Linie zu bringen. Und zwar bevor uns der Gegner einen reinjuckt. Das war schon letzte Woche bei Cordi so. Von dem spielerischen Auftritt meiner Mannschaft bin ich ehrlich gesagt aber sogar ziemlich angetan, so viele Gelegenheiten gegen eine so starke Niendorfer Mannschaft muss man sich erstmal herausspielen. Aber dafür können wir uns am Ende nichts kaufen. Bei einem Chancenverhältnis von 18:2 muss ich meinem Kollegen allerdings widersprechen, das war kein verdienter Sieg. Wir müssen es schnellstens hinbekommen, unsere Überlegenheit in Tore umzumünzen. Diese Kernaufgabe geht uns im Moment ein bisschen ab.


Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 5 Spiele: 1 Sieg, 2 Remis, 2 Niederlagen, 4:8 Tore

2013/14: 2:2 / 1:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:4 / 1:0 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:1 / --- Oberliga Hamburg

Historie: Vor genau 15 Jahren trennten beide Klubs noch „Welten“. Während die Dassendorfer im Sommer 2000 in der Oberliga HH/SH an den Start gingen, kickten die Niendorfer damals in der Kreisliga (Staffel 6)!


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