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13.09.2015
Heimpunkte? Wieder nix am Sachsenweg von Gerd Schreiner

Dieses Heimspiel des
Niendorfer TSV
wird präsentiert von
Marcus Scholz


vs.


Niendorfer TSV - TSV Buchholz 08 0:1 (0:0)

Niendorfer TSV: Kindler – Thiemann, Rohweder, Krüger, Benn – Conde (73. Schröder), Huneke – Streubier (83. Rückold), Yapici, Windhoff – Schumacher
TSV Buchholz 08: Titze – Künkel (73. Fischer), Fritz, Bowmann (37. Mallwitz), Kettner – Jonas – Buzhala, Gillich, Wilke, Müller (83. Auber) – Fornfeist
Tor: 0:1 Jonas (82.)
Gelb-Rot: Yapici (NTSV) wegen wiederholten Foulspiels (88.)
Schiedsrichter: Norman Schulze (Malchin): Das Gespann aus Mecklenburg-Vorpommern gab eine Lehrstunde seiner Zunft. Immer auf Ballhöhe, kommunikativ und verbindlich, aber auch konsequent wenn es sein musste (Yapici). Eine Fehlentscheidung (Abseits gegen Niendorf) gab es dennoch, aber auch die Entschuldigung dafür nach der Partie. Vorbildlich!
Beste Spieler: Kindler, Huneke – Jonas, Kettner, Müller
Zuschauer: 125

Und wieder hat es nicht geklappt, der NTSV kann zuhause einfach nicht mehr gewinnen. Auch das vierte Heimspiel dieser Saison gingen die Niendorfer gut an und setzten den TSV 08 unter Druck. Hinten stand das Farhadi-Team sicher, das Umschalten über Huneke und Conde gelang und die anfangs noch sehr beweglichen Yapici und Schumacher wurden in Position gebracht. Dann trat das Manko aber deutlich zu Tage: Abschluss? Setzen: 6! Viel Bemerkenswertes fand vor dem Halbzeitpfiff wahrlich nicht statt, allerdings zeigten sich die Hausherren – auch zur Überraschung der Gäste – körperlich und läuferisch sehr präsent. Allerdings betreiben die Herren in blau ja den Sport Fußball – und nicht Leichtathletik. Und da ist das Ziel: KNIPSEN!

Auch nach der Pause waren zunächst die Niendorfer aktiver, gedankenschneller und auch torgefährlich – aber erfolglos. 08-Coach Thorsten Schneider nahm das gastfreundliche Verhalten der Hausherren natürlich herzlich dankend an und meinte, die Phase nach dem Seitenwechsel betreffend: „Wenn wir da in Rückstand geraten, wären wir so wie wir uns bis dahin präsentierten heute wohl nicht mehr zurückgekommen…“

Gut, das sind Spekulationen, bleiben wir bei den Fakten: Nach Vorarbeit von Dario Streubier – durch besagte Schnittstelle der heute nicht immer gut nach hinten arbeitenden Gäste – war Tim Schumacher durch und hatte nur noch Henrik Titze vor sich (49.). Doch statt er diesen einfach mal fragte, aus welcher Ecke er das Leder denn zum Anstoß am liebsten herausholen würde, verschlug es dem NTSV-Angreifer ob der Riesen-Gelegenheit wohl die Sprache und so schaufelte er in einer Art Panikattacke dem ruhig gebliebenen Keeper die Kugel fast in die Arme. Auch Serhat Yapici – von dem noch zu reden ist – hatte die Führung auf dem Fuß, doch die wurde ebenfalls überhastet vertan.

Zwischen der 50. und 60. Minute einigten sich beide Parteien auf ein zwar laufintensives, aber sehr brotloses Fehlpassfestival, das durch die Gäste dann aber beendet wurde. Der nächste Programmpunkt: Torhütertraining unter Wettkampfbedingungen. Während Henrik Titze sich eigentlich schon hätte umziehen können – was er aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste – sorgten Arne Gillich per Freistoß (65.), Jonas Fritz per Kopfball (67.) und eine ganze Armada von TSV-Kollegen (insgesamt vier!), die nach einer Freistoß-Hereingabe von Gillich (68.) am halbhohen und frei fliegenden Ball vorbeistaunte, für viel Rauch um Nichts im Strafraum der immer hektischer werdenden Hausherren.

Wobei wir wieder bei Herrn Yapici wären: Der Angreifer sah Gelb nach einem Foul an Kettner, der zu dem gerade erwähnten Freistoß von Gillich führte. Während sich die Niendorfer bemühten, ihre Positionen einzunehmen, kam es zu folgendem Dialog zwischen dem Übeltäter und seinem Kollegen Adam Benn, der aus Gründen der Authentizität hier nicht übersetzt wird: „Ey Digger, ihr müsst ma die Bälle sauber nach vorne spielen, Digger…“, worauf der sich angesprochen fühlende Verteidiger erwiderte: „Dann lauf doch ma, Alder, lauf…“ Nun, so ganz daneben lag Yapici mit seinem Vorwurf nicht: In der zweiten Hälfte kamen kaum noch gute Bälle in die Spitze… Möglicherweise ahnte Yapici als einer der Erfahrenen in Ali Farhadis Truppe ja schon zu diesem Zeitpunkt, das es auch gegen Buchholz nicht zum Dreier reichen würde. Das lag aber auch an ihm: Nach einem Konter (75.) schickte ihn Fynn Huneke über halbrechts, vor dem Straftraum tanzte der 10er noch einen Gegenspieler aus, lupfte die Kugel aber über das Tor, anstatt den links von ihm relativ einsam gelassenen Schumacher zu bedienen. Aber vielleicht ahnte Yapici ja schon, das der es auch nicht besser machen würde!?!

Wieder Glück, zweimal hätte Niendorf treffen können bis müssen, dann versuchen wir es halt auch noch einmal… Das dachten sich die in der Schlussphase optisch überlegenen Gäste wohl und setzten ihre späte Idee in die Tat um: Lukas Kettner schnappte sich auf Höhe der Mittellinie einen schlampigen Pass der Hausherren und schickte André Müller steil. Der ging sehr schnell über die rechte Seite bis zur Grundlinie und legte im Fallen die Kugel flach in den Rücken der nur sporadisch anwesenden Niendorfer Viererkette. Der nachgerückte Niklas Jonas hatte dann keine Mühe mehr, dem starken Kindler das Spielgerät ins linke Eck zu legen.

Das mit diesem Treffer die schwersten Minuten der Partie für den Torschützen erst begannen, war den Zuschauern natürlich nicht bewusst: Auf die Frage, das wievielte entscheidende Tor seiner noch jungen Karriere dies denn war, antwortete der 6er der 08er nach dem Spiel: „Entscheidendes Tor? Normalerweise schieße ich das 1:0 und wir verlieren noch 3:1. Oder: Zuletzt habe ich das 1:2 beim 1:2 in Curslack gemacht...“ Aha…

Zurück zu Yapici: Nach einem weiteren Disput mit einem Mitspieler – diesmal traf es Dario Streubier, der aber verbal nicht konterte, sondern um Verständnis für ein schwaches Zuspiel bat – hatte der Niendorfer genug vom Spiel und wollte wohl auch ganz in Ruhe und ohne Kollegen eine stille Dusche genießen. Im Mittelfeld unterlief ihm ein unnötiges Foul an Leif Wilke und mit der Gelb-Roten Karte des sehr souveränen Norman Schulze ging zumindest dieser Plan auf.


Stimmen:

Thorsten Schneider (Trainer TSV Buchholz 08):
Das war kein schönes Fußballspiel heute, von beiden Seiten nicht! Niendorf war in der ersten Halbzeit läuferisch und kämpferisch besser als wir, auch noch zu Beginn der zweiten Halbzeit, aber dann haben wir uns rein gekämpft. Der Gegner hatte zwei gute Chancen und gut in die Schnittstelle gespielt, aber zum Glück nichts daraus gemacht. Nach hinten heraus haben wir aber das nötige Quäntchen mehr investiert und jetzt fahren wir glücklich und mit drei Punkten in der Tasche nachhause.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
In der ersten Halbzeit fand ich uns richtig stark. Wir haben sehr diszipliniert in den Positionen gespielt, gut gestanden und uns gegen den Ball richtig verhalten. Dann kommst du aus der Halbzeit, hast gleich eine 100%ige, Tim Schumacher muss den Ball eigentlich nur noch reinlegen. Aber von da an waren wir nicht mehr in der Lage, unser Offensivspiel zu spielen wie wir wollten. Das Gegentor… Das Tor darf nicht passieren! Eike (Thiemann) und Dario (Streubier) dürfen sich so nicht ausspielen lassen. Das war ein einfacher Doppelpass, den du einfach verteidigen kannst. Ich habe Eike noch gesagt dass er gegen Müller aufpassen muss, was der macht, hat Hand und Fuß… Eike war wirklich schwach. Wenn wir über links kamen, war der Ball fast immer weg und wenn du das acht Mal machst geht das irgendwann auch mal schief. Aber unser Problem ist grundsätzlich eher vorn: Schumacher hat momentan Ladehemmung, Yapici trifft nicht und wir können im Moment nicht aus dem Vollen schöpfen; Utz fehlt uns. Unsere Bank ist zwar immer voll besetzt, aber da fehlt uns eben die Qualität. Gut, das wird uns nicht umhauen jetzt, wir kommen zuhause einfach nicht in Fahrt…


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