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17.09.2015
Vorschau: Der Spieltag der Favoriten von Mirko Schneider



Oberliga Hamburg, 8. Spieltag:

Es ist bestürzend! Selbst Amateurfußballfans, die nicht nahe am Wasser gebaut sind, werden ein Tränchen verdrücken. Denn wider alle Wahrscheinlichkeitsrechnung gibt es am kommenden Spieltag ausschließlich Favoriten. Betrachten wir Liebhaber der drittschönsten Hauptsache der Welt – sofort nach Fasten und dem von uns allen geliebten Frühjahrsputz, der unser aller Seelen reinigt und uns durch eine ausgemistete Wohnung wieder empfänglich macht für die Poesie des Alltags – uns bezüglich des kommenden Spieltags die Ergebnisse der gleichen Partien in der letzten Saison, so stellen wir fest: Es gibt am kommenden Wochenende nur Favoriten!

Entweder gewann ein Team beide Partien (Fall eins: viermal), holte einen Sieg und ein Remis (Fall zwei: auch viermal) oder die Partie fand vergangene Saison gar nicht statt (Fall drei: dreimal). Ganz Gallien ist also asterixinisch gesprochen von den Römern besetzt und so könnten die zwölf Begegnungen eine traurige Bank für Bierkasten-Wetten jeder Art werden. Der Sieg einer Mannschaft ist ja scheinbar schon von vorneherein auszuschließen – wie langweilig! Erfreulicherweise ist Fußball kein Comic, die Wahrscheinlichkeitsrechnung total überschätzt (der Schreiber hat erst neulich wieder gelesen, dass 51 Prozent aller Statistiken vollkommener Unsinn sind!) – und natürlich gibt es wieder einen Club, der aus der Reihe tanzt. In diesem Sinne: Ganz Gallien? Nein! Eine Mannschaft leistet dem Trend tapfer Widerstand, siegte vergangene Saison auswärts und verlor daheim. Wer könnte das wohl sein? Sie ahnen es sicher, aber verraten wird es erst in der Vorschau. Auf geht’s!


SC Victoria (2.) vs. TuS Dassendorf (3.)*** – Freitag, 19.30 Uhr (Letzte Saison: 3:3/0:1)
Stadion Hoheluft, Lokstedter Steindamm 87, 22529 Hamburg

„Wir sind zu null Prozent Favorit auf den Titel“, behauptete Victorias Trainer Lutz Göttling vor Saisonbeginn aufgrund der damaligen Verletztenmisere. Mittlerweile spricht er von einer „sehr guten Saison, die wir spielen können“. HAFO nennt das Kind deutlicher beim Namen: Der SC Victoria ist ein heißer Meisterschaftsanwärter. Besonders beeindruckend ist der Angriff: Bomber Marius Ebbers lässt es krachen (schon zehn Tore) und bildet mit Süderelbe-Import Marcel Rodrigues (vier Treffer/fünf Vorlagen) das effektivste Sturmduo der Oberliga. Erst einen Saisontreffer hat auf der Gegenseite Eric Agyemang auf dem Konto. Per Foulelfmeter gegen Süderelbe. Die Partie ist zudem das Duell der Abwehrreihen. Neun Tore ließ der SC Victoria in sieben Spielen zu (davon vier am ersten Spieltag in Meiendorf), nur fünf die Dassendorfer. Diese würden bei einer Niederlage das machen müssen, was in der vergangenen Saison Victoria nach dem ersten Saisonviertel tun musste: einem tabellarischen Rückstand (dann immerhin fünf Punkte auf Victoria) hinterherlaufen. Dabei böte sich, da Barmbek daheim gegen Pinneberg verlieren wird (siehe unten), doch die Möglichkeit, Victoria zu überflügeln und auf zwei Zähler an Rang eins heranzurücken. HAFO-Tipp: Und in einem äußerst hart umkämpften Spiel scheint dies zu gelingen. Bis Ebbers – typisch für Victoria – kurz vor dem Ende zweimal zuschlägt und den Gastgebern ein eminent wichtiges 2:1 sichert.

Schiedsrichter: Marcel Hass (Germania Schnelsen)


SV Rugenbergen (6.) vs. USC Paloma (15.) – Sonnabend, 14 Uhr (Letzte Saison: 1:0, 3:2)
Ellerbeker Straße 29-31, 25474 Bönningstedt

Wahrhaft bewundernswerte Selbstbeherrschung bewies Palomas Trainer Olufemi Smith in seiner Analyse der 1:2-Niederlage im Derby gegen Barmbek-Uhlenhorst. Erst wollte er nichts zum Schiedsrichter sagen, dann bohrten die Journalisten, Smith sprach daraufhin „von einer Verkettung unglücklicher Umstände“. Schließlich ließ er sich entlocken, dass der dritte Elfmeter des Strafstoß-Scheibenschießens, der zweite für Barmbek, keiner war. Zuvor hatte Smith sich auf der Bank vorbildlich verhalten. Sein Kommentar in Richtung Schiedsrichter kurz vor dem Abpfiff: „Irgendwann ist auch mal gut.“ So sieht also jetzt das neue Meckern auf der Paloma-Bank aus. Jetzt darf sich jeder selbst aussuchen, ob ihm, ganz erlebnisorientiert, ein vermutlich heißblütigeres und ironischeres Auftreten von Vorgänger Marco Krausz besser gefallen hätte – oder ob es wohltuend ist, wie ruhig Smith die Sache angeht. Wie auch immer, ein anderer eher ruhiger Vertreter seiner Zunft ist Ralf Palapies. Und ein sehr erfolgreicher. Seine Spieler nahmen in Meiendorf in Hälfte zwei die Einladung ein, unbedingt drei Punkte mitzunehmen. Da wird Paloma mehr Widerstandsgeist zeigen. HAFO-Tipp: Daher holen die „Tauben“ ein absolut verdientes 1:1.

Schiedsrichter: Dennis Voß (TuS Dassendorf)


SV Curslack-Neuengamme (8.) vs. FC Süderelbe (9.)*** – Sonnabend, 15 Uhr Uhr (Letzte Saison: 1:1, 1:3)
Gramkowweg 5, 21039 Hamburg

Der Start in das zweite Umbruchsjahr beim SV Curslack-Neuengamme ist geglückt. Genauer gesagt: Teil zwei des Starts. Drei Punkten aus den ersten drei Spielen folgten zehn Zähler aus den vergangenen vier Partien. Dabei gab das Team bei seinen Siegen eine Kostprobe davon, dass im Fußball häufig wenige Phasen entscheidend sind. Gegen Buchholz (2:1) startete die Mannschaft überragend – und lieferte nach dem schnellen 2:0 eine Abwehrschlacht, eine Halbzeit davon in Unterzahl. In Meiendorf (3:0) sicherte vor allem Torwart Lars Stephan und eine sensationelle Chancenverwertung den Sieg. In Pinneberg (3:1) ging es erst in der zweiten Halbzeit rund, dann aber richtig. Aber so lange gewonnen wird, muss nicht 90 Minuten überzeugt werden. Das schafft sowieso kaum eine Mannschaft. Auch Süderelbe nicht. Einschränkung: Bisher vor allem auswärts. Da gelang der Mannschaft von Jean-Pierre Richter bisher nicht ein einziger Punkt. Nur auf die Heimstärke werden sie sich am Kiesbarg doch nicht verlassen wollen? HAFO-Tipp: Müssen sie auch nicht! In Curslack gelingt ein hochverdientes 3:1 und die Auswärtsschwäche ist Geschichte!

Schiedsrichter: Malte Gerhardt (Kieler MTV)


SC Condor (7.) vs. Niendorfer TSV (11.)*** – Sonntag, 11.30 Uhr (Letzte Saison: 3:1/3:0)
Berner Heerweg 190, 22159 Hamburg

Danke, lieber Fußballgott, ein Auswärtsspiel!` Das mag sich Niendorfs Trainer Ali Farhadi denken. Schließlich ist seine Mannschaft auf fremden Plätzen noch unbesiegt, am heimischen Sachsenweg läuft nichts zusammen. Blöd allerdings für die Niendorfer Ambitionen am kommenden Sonntagmorgen: Condor ist daheim bisher unbesiegt. Bemerkenswert, wie die Mannschaft ihr Verletzungspech wegsteckt und mit großer Moral einen feinen Saisonstart hinlegte. Unterbrochen zwar von dem 0:2 in Dassendorf, doch beim Meister haben schon ganz andere verloren. Außerdem widerstand Max Anders dem sicher sehr ausgeprägtem Drang, einen Schiedsrichter-Ball fünf Meter vor dem Tor der Dassendorfer einfach ins Netz zu dreschen. Sehr fair, das ist doch auch was. HAFO-Tipp: Und wie wir alle wissen, gewinnt das Gute am Ende, auch wenn es manchmal erst später belohnt wird. Anders köpft das Siegtor zum 3:2 für Condor.

Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC Eilbek)


SV Halstenbek-Rellingen (4.) vs. Concordia (10.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: ---)
Jacob-Thode-Platz, Lütten Hall 1a, 25469 Halstenbek

Es gibt wenige Stadien mit Laufbahn in der Oberliga Hamburg. Gut so! Die Zuschauer hören somit so ziemlich alles, was die Trainer hineinrufen. Eigentlich auch gut so! Nur: Ist das, was Diamantis Cholevas, Concordias Trainer, macht, nicht doch ein bisschen viel? Er kommentiert nicht nur jeden Spielzug. Cholevas, zweifellos fünftausendprozentig engagiert, hat quasi eine höhere Stufe erreicht: Er kommentiert auch die Spielzüge, die gleich kommen könnten. Beispielsweise mit detaillierten Anweisungen an seine Spieler bei Freistößen, Eckbällen, Einwürfen, Verletzungsunterbrechungen etc. Somit dürfte er gemessen in Worten der erfolgreichste Trainer der Oberliga Hamburg sein? Mit acht Punkte trotz vieler sehr guter Partien (bei einem recht harten Auftaktprogramm) steht seine Mannschaft zurzeit in der Tabelle jedoch unterbewertet da. Und die gelungene Integration von Adrian Sousa ins Cordi-Spiel, der sich nach dem ruhig-analytischen Frank Pieper-von Valtier wohl immer noch umgewöhnen muss, bleibt weiter eine Aufgabe beim Aufsteiger. Die Halstenbeker Gastgeber haben den Abgang von Jan-Marc Schneider recht gut verkraftet und mischen in der Spitzengruppe der Oberliga mit. HAFO-Tipp: Gegen Concordia hat die Truppe von Thomas Bliemeister aber einen kollektiven Durchhänger. Nix läuft zusammen. Cholevas spricht während des Spiels die freien Räume ununterbrochen an, seien Jungs spuren und entführen durch einen Sousa-Doppelpack die Punkte. 0:2!

Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV)


Buxtehuder SV (12.) vs. FC Türkiye (17.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: ---)
Jahnstadion, An der Rennbahn 1, 21614 Buxtehude

Die Prognose-Fähigkeiten meines geschätzten HAFO-Kollegen Andreas Killat bei der letzten Vorschau waren mehr als beeindruckend. „Für Coach Reza Khosravinejad wird es langsam eng“ prophezeite Killat – und eine halbe Stunde später entließ der FC Türkiye seinen Trainer. Falls es sich hierbei um ein HAFO-Voraussage-GEN handeln sollte, möchte der Schreiber das hiermit testen und sagt voraus: Der neue Türkiye-Trainer, wer immer es sein wird, bleibt bis Saisonende und erreicht am Schluss mit 45 Punkten Rang zehn. So, jetzt soll die Realität mal Schritt halten. Die meinte es nämlich bisher (auch selbstverschuldet) nicht gut mit dem Club von der Landesgrenze, der einen erfolglosen und chaotischen Saisonstart hinlegte. Beim Buxtehuder SV scheint dagegen momentan die Sonne. Zwei Siege in Folge zaubern ein Lächeln auf die Gesichter. Einer davon, weil er so unerwartet war (1:0 im Heimspiel gegen Süderelbe), ein zweiter, das 3:0 in Lurup, weil er für so viel Erleichterung sorgte. „Auch in Lurup muss man erst mal gewinnen“, so Trainer Sven Timmermann. Stimmt. Und seine Mannschaft hat dem geradezu unmenschlichen Druck standgehalten. HAFO-Tipp: Buxtehude ist der tabellarische Favorit, Türkiye hat die besseren Spieler. Kann nur ein munteres 3:3 werden.

Schiedsrichter: Björn Lassen (Barsbütteler SV)


HSV Barmbek-Uhlenhorst (1.) vs. VfL Pinneberg (16.)*** – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: 3:0, 3:1)
Borgweg-Stadion, Südring, 22303 Hamburg

Macht Barmbek-Uhlenhorst so weiter, werden bald die Statistikbücher gewälzt werden müssen. Wo liegt eigentlich der Startrekord bei Hamburger Oberligisten? Neun Siege am Stück, wie sie einst dem SC Victoria gelangen? Oder schaffte es eine Mannschaft sogar in den zweistelligen Bereich? Fakt ist: Die Mischung aus Abwehrriegel, blitzartigen Kontern, cleveren Standards, brutaler Zweikampfstärke und gezieltem Gegenpressing, der HSV Barmbek-Uhlenhorst, hat sich seinen Spitzenplatz mehr als verdient. Wenn ein Trainerteam es sogar schafft, innerhalb weniger Woche einen Spieler wie Sebastian Clausen, der bei Altona 93 jahrelang taktisch quasi das Gegenteil von dem spielte, was er nun spielt, perfekt als Innenverteidiger ins System zu integrieren (Co-Trainer Peter Paczkowski: „Er ist ein intelligenter Mensch, hat schweren Herzens Abschied von seinem vorherigen taktischen Spiel genommen, ist nun überzeugt von unserem Matchplan und spielt bärenstark“), spricht das für die immens hohe fachliche Kompetenz auf der Bank. Eine solche weist mit Michael Fischer auch der VfL Pinneberg auf. Die Umsetzung der mit Blick auf die Vergangenheit zu Recht von Fischer für sich reklamierten „Erfolgslizenz“ lässt in dieser Saison bisher auf sich warten. Wenn Fischers Abschied vom VfL ein süßer werden soll, dann muss nun Zählbares aufs Konto. Gelingt das ausgerechnet am Borgweg? HAFO-Tipp: Ja. Pinneberg stürzt den Spitzenreiter durch ein Traumtor von Thorben Reibe mit 1:0 vom Thron!

Schiedsrichter: Christian Okun (BSV 19)


TSV Buchholz 08 (5.) vs. Meiendorfer SV (13.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: 1:0, 5:1)
Seppenser Mühlenweg 44, 21244 Buchholz in der Nordheide

Mit dem dritten Trainer (davon der zweite Interimscoach) auf der Kommandobrücke reist der Meiendorfer SV in die Nordheide. Liga-Obmann Andreas Hagenow wird auf der Bank sitzen und versuchen, einen ähnlich erschütternden Auftritt wie in der zweiten Halbzeit gegen Rugenbergen (0:2) zu verhindern. Immerhin dürfte bei dieser Partie endlich mal wieder eine sportliche Frage im Vordergrund stehen, nämlich die nach der Aufstellung. Erhalten alle Spieler, die sich gegen Rugenbergen spätestens ab der 70. Minute widerstandslos ergaben, eine zweite Chance? Das öffentliche Battle „Ex-Trainer Stuhlmacher gegen Präsident und Sportlicher Leiter Malcharczik“ ist ja Geschichte. Nur Stuhlmachers Nachfolger – von dem verdammt viel für den weiteren Saisonverlauf abhängen dürfte – ist noch nicht benannt. Derartige Sorgen sind in Buchholz weiter unbekannt. Reibungslos funktionierte der Übergang zum neuen Trainer Thorsten Schneider. Selbst typische 0:0-Spiele wie letzte Woche in Niendorf werden 1:0 gewonnen. HAFO-Tipp: Wie letzte Saison nimmt Buchholz Meiendorf auseinander. 5:1!

Schiedsrichter: Markus von Glischinski (SC Eilbek)


Altona 93 (14.) vs. SV Lurup (18.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: ---)
Adolf-Jäger-Kampfbahn, Griegstraße 62, 22763 Hamburg

Eine großartige Aktion plant Altona 93 bei der Begegnung gegen den SV Lurup. 200 Flüchtlinge aus den Volksparker Notunterkünften sollen zum Spiel eingeladen werden, inklusive Bustransfer und Bewirtung. Verschweigen wollen wir an dieser Stelle nicht, dass auch andere Clubs schon aktiv sind. So wie der SC Victoria, der bei seinem Heismpiel gegen Türkiye 50 Flüchtlinge einlud und bewirtete. So wie die Hansa-Landesligisten Klub Kosova und Hamm United, bei denen Flüchtlinge freien Eintritt genießen. Es gibt viele weitere Beispiele. Das ist großartig und verdient einfach nur Respekt. Daher soll in dieser Ankündigung auf jegliche Ironie verzichtet werden, mit der der SV Lurup ja sowieso aufgrund seiner bekannten Lage jede Woche aufs Neue konfrontiert wird. HAFO-Tipp: 4:0.

Schiedsrichter: Marco Kulawiak (SC Teutonia 10)


Regionalliga Nord, 9. Spieltag:

Eintracht Norderstedt (4.) vs. Eintracht Braunschweig II (9.) – Freitag, 19.30 Uhr (Letzte Saison: 1:1, 4:1)
Edmund-Plambeck-Stadion, Ochsenzoller Straße 58, 22848 Norderstedt

Die knappe Niederlage beim SV Meppen (0:1) stoppte vorerst den Höhenflug von Eintracht Norderstedt. Dennoch ist der auf den Amateurfußballplätzen dieser Stadt gerne ausgesprochene Satz „Man kann ja über Norderstedt sagen, was man will, aber die Arbeit, die sie leisten ist…(hier bitte ein lobendes Adjektiv einsetzen)“ weiterhin aktuell. Mit einem Sieg gegen Braunschweig II könnte sich die Truppe von Thomas Seeliger weiterhin hartnäckig in der Spitzengruppe festsetzen. Die Mannschaft trifft dabei auf einen Gegner, der im bisherigen Saisonverlauf nur Hop oder Top kennt. Braunschweig II siegte viermal, verlor viermal – und brachte dabei das erstaunlich winzige Torverhältnis von 6:5 zustande. Ein Treffer-Festival sollten die Fans also lieber nicht erwarten. HAFO-Tipp: Norderstedt spielt sich geduldig, mit guten Standards und solide verwandelten zwei Elfmetern zu einem furiosen 4:0.

Schiedsrichter: Jost Steenken (SV Vorwärts Nordhorn)


Hamburger SV II (13.) vs. SV Meppen (5.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: 0:0, 1:2)
Wolfgang-Meyer-Stadion, Hagenbeckstraße 124, 22527 Hamburg

„Jetzt muss mal was kommen“, forderte HSV II-Trainer Joe Zinnbauer nach dem schwachen 1:2 gegen
Hildesheim. Drei Tage später kam was: sein Abschied! Zinnbauer wechselte in die Ostschweiz, zum Erstligisten FC St. Gallen. Für viele Beobachter holt der Schwandorfer damit nur nach, was er bereits vor der Saison statt einer Rückkehr zum HSV II hätte tun sollen: bei einem Profiklub anheuern. Soner Uysal, der bisherige Co-Trainer, ist nun – laut Chefetage – „bis auf weiteres“ Cheftrainer der U23 der Rothosen. Ein Schelm, wer bei dieser Formulierung Böses denkt. Hoffentlich verfolgt der HSV II nicht den Geheimplan, Thomas Tuchel zur Saison 2016/17 an die Hagenbeckstraße zu lotsen. Die Chancen darauf dürften suboptimal sein. So wie auf dem Papier die Hoffnung auf einen Sieg gegen Meppen äußerst gering ist. Doch vielleicht tut es den jungen Talenten ja mal ganz gut, ein Heimspiel vor der Brust zu haben, bei denen von ihnen nicht viel mehr außer einer ordentlichen kämpferischen Leistung erwartet wird. Das Abstellen der katastrophalen Abwehrfehler als Bonus wäre übrigens auch ganz nett. HAFO-Tipp: Der Kultclub aus dem Emsland ist leider eine Nummer zu groß. In der ersten Halbzeit. Danach steigert sich der HSV-Nachwuchs und erkämpft sich ein 2:2.

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen)


BV Cloppenburg (12.) vs. FC St. Pauli II (14.) – Sonntag, 14 Uhr (Letzte Saison: 1:2/1:0)
TimePartner-Arena, Friesoyther Straße 8, 49661 Cloppenburg

Ach, FC St. Pauli! Immer musst Du aus der Reihe tanzen. Du wehrst Dich gegen alles Mögliche! Den Verkauf Deines Stadionnamens, das Ansagen von Sponsoren bei Ecken und Freistößen, blöde Stadionsprecher-Kommentare mitten im Spiel, den Millerntaler, LED-Laufbänder, politische Neutralisierung Deines Stadions durch den DFB, eine Werbeaktion der BILD-Zeitung auf Deinem Trikot und immer, immer, IMMER (!!!!) siehst Du Dich auf der richtigen Seite. Selbst den Favoritentrend dieses Wochenendes machst Du nicht mit. Du hast letzte Saison in Cloppenburg gewonnen, daheim verloren. Du kannst Dich nicht anpassen! Bist Prinzipienreiter! Du findest es sogar toll, wenn mit Deinem Ex-Spieler Fabian Boll ein Polizist (!!!!!) vor dem letzten Heimspiel gegen Wolfsburg II (0:3) dazu aufruft, nicht zum Spiel, sondern zur Demo zu gehen. Wahrscheinlich feierst Du das? Mit neuem T-Shirt, Du alter Kommerzclub? Ganz ehrlich, FC St. Pauli: Du bist ein bisschen wie der FC Bayern München. Ob man Dich mag oder Dich nicht ausstehen kann: Gäbe es Dich nicht, man müsste Dich erfinden. Du bist wichtig! Möge Deine zweite Mannschaft eine gute Saison spielen. HAFO-Tipp: 0:4.

Schiedsrichter: Julian Lüddecke (SF Ahlum)


***von diesen Spielen wird HAFO voraussichtlich für seine Leser berichten


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