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31.10.2015
Warmmachen, Reinkommen, Weghauen von Andreas Killat

von Olaf Both





vs.


TuS Dassendorf – HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:0 (0:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Warmbier, Aust, S. Atug, Steinfeldt – Dettmann – Nägele, Zmijak (75. Thomas), Möller, Voigt (58. B. Atug) – Agyemang (90. Brudler)
HSV Barmbek-Uhlenhorst: Tholen – Carlson, Clausen, Dammann, Müller-Leitloff (83. Ahmed) – Polzin (69. El-Nemr), Hoeft, Merkle, Odabas - Korczanowski (75. Labiadh), Sa Borges Dju
Tore: 1:0 B. Atug (80., Vorarbeit Warmbier)
Gelb-Rot: S. Atug (90.+3, Foul/Ball wegschlagen)
Schiedsrichter: Markus von Glischinski (SC Eilbek): Insgesamt solide, es gab allerdings einige fragwürdige Entscheidungen.
Beste Spieler: Aust, Dettmann – Clausen, Carlson
Zuschauer: 416

„Das ist nicht meine Stärke. Ich mag das nicht, nur reinzukommen“, so der Matchwinner Beytullah Atug nach dem Spiel. Was war passiert. 80 Minuten lang im Topspiel des Spieltages in erster Linie sehr wenig. In einem Spiel, in dem Chancen wahrhaft Mangelware waren, gab es heute eine Mannschaft, die viel investierte und eine, die heute dem Klischee, das ihnen eigentlich zu unrecht anhaftet, entsprach. Die Gäste spielten extrem tief mit zwei Viererketten, im Gegensatz zu anderen Partien in dieser Saison war das Umschaltspiel jedoch nur bedingt vorhanden und die schon häufig gesehenen überfallartigen Angriffe durften die zahlreich erschienenen Zuschauer heute nicht bewundern.

Der Grund war nicht unbedingt ein „gebrauchter Tag“ sondern vielmehr eine starke und körperlich präsente Heimmannschaft, die im ersten Durchgang auch für alle „Höhepunkte“ sorgte, so man sie denn so nennen kann. Die dickste Chance hatte dabei nach nicht mal zwei Minuten Adrian Voigt, der jedoch Seyhmus Atug anschoss. Ob Andre Tholen diesen Ball erreicht hätte, bleibt Spekulation.


Adrian Voigt (l.) zieht ab, Ivan Sa Borges Dju blockt. Foto: Hanno Bode

Auch in der Folge gab es (zaghafte) Offensivaktionen nur von Dassendorf zu bestaunen. Sven Möller legte gleich zwei Mal gut auf, doch sowohl Eric Agyemang per Kopf (23.) als auch Voigt (27.) konnten kein Kapital daraus schlagen. Die bis dato schönste Aktion des Spieles schloss nach schöner Kombination von Henrik Dettmann über Pascal Nägele Agyermang per Kopf zum Torerfolg ab, einzig der Schiedsrichterassistent hatte eine Abseitsposition erkannt, wohl zurecht. Auch eine 23-Meter-Kracher von Nägele konnte Tholen per Faustabwehr parieren (40.).

Nach dem Wechsel war BU deutlich besser im Spiel, dieses konnte jetzt sogar einigermaßen offen gestaltet werden. Chancen erspielten sich die Barmbeker dennoch nicht. Als sich das Spiel bereits dem Ende näherte, schlug Joe Warmbier eine Flanke von rechts, S. Atug verlängerte und Amando Austs Schuss wurde zur Ecke geblockt. Was dann folgte war spektakulär. Sascha Steinfeldt mit der Ecke, Warmbier verlängerte mit der Hacke und der eingewechselten Bey Atug mit einem Volleykracher ins rechte Eck (80.). „Das war eine von den einstudierten Eckballvarianten. Normalerweise soll der aber per Kopf verlängert werden, aber Hacke geht auch“, so der glückliche Held des Tages nach dem Spiel.


Dassendorf jubelt! Beytullah Atug (Mitte) lässt sich nach dem 1:0 feiern. Foto: Hanno Bode

Danach gab es dann auch die erste echte Torchance für BU. In der Nachspielzeit spielte Jon Hoeft auf Merkle, Sebastian Clausen letztendlich mit einem Seitfallzieher, doch Christian Gruhne war auf seinem Posten (90. +1).

Die weiteren drei Minuten der Nachspielzeit waren geprägt von hartem Spiel und diversen Nicklichkeiten. Als dann der Schlusspfiff ertönte, hatten diverse Spieler aus beiden Teams ihre Emotionen nicht mehr im Griff. Etliche Beteiligte mussten von teilweise mehreren Mitspielern zurückgehalten werden, es gab Rudelbildungen, Schubser hüben wie drüben und sogar unbeteiligte Zuschauer waren auf dem Rasen. Nach einigen Momenten beruhigte sich die Situation zum Glück wieder. „Das hatte sich vorher schon hochgeschaukelt. Die geben sich gleich die Hand und dann ist alles erledigt“, sagte der Siegtorschütze hinterher. Am Ende gab es einen verdienten Sieger, Dassendorf war das aktivere und bessere Team am heutigen Tag.


Hektik nach dem Abpfiff: Torschütze Bey Atug (l.) Nase an Nase mit Gene Carlson.


Pascal El-Nemr will auf Sascha Steinfeldt los, muss von Keeper Christian Gruhne festgehalten werden...


...und auch sonst war einiges los auf dem Platz. Fotos: Hanno Bode


Stimmen:

Frank Pieper-von Valtier (Trainer HSV Barmbek-Uhlenhorst):
Glückwunsch zum Sieg. Es war mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel, wohl eher eines der schlechteren. Warum das heute so war, werden wir in den kommenden Trainingstagen aufarbeiten. Trotzdem haben wir heute nur wenig zugelassen, allerdings waren wir nicht so zielstrebig wie in den letzten Wochen. Das wir Dassendorf nicht komplett aus dem Spiel nehmen können ist ja klar, das muss man sich ja nur den Kader anschauen. Wir wollten unnötige Standards verhindern, leider haben wir heute durch einen unnötigen Standard die Punkte liegen gelassen. Wir können zwar viel durch Teamgeist und mannschaftliche Geschlossenheit kompensieren, aber letzten Endes waren wir heute hier auch nicht der Favorit.

Jan Schönteich (Trainer TuS Dassendorf):
Vielen Dank für die Glückwünsche, die nehme ich heute auch wirklich gerne entgegen. Bei BU weiß man ja, was man bekommt und das man sehr viel investieren muss. Nicht umsonst wurden sie bis heute in dieser Saison noch von niemandem geschlagen. Wir wussten also, was uns erwartet und es hat dann ja auch 80 Minuten gedauert, bis wir einmal zwingend durchgekommen sind. Wir mussten heute zwingend gewinnen, ein Punkt hätte uns nicht nach vorne gebracht. Wir hätten den Druck in den letzten Minuten definitiv noch einmal erhöht, wäre nicht das Tor gefallen. Ich finde, das meine Mannschaft das heute klasse gemacht hat, wir haben eine Menge investiert und letztendlich verdient gewonnen.


Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 15 Spiele, 8 Siege, 1 Remis, 6 Niederlagen, 31:25 Tore

1996/97: 4:2 / 0:5 Landesliga Hansa
2001/02: 2:1 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2002/03: 2:0 / 1:2 Verbandsliga Hamburg
2003/04: 1:3 / 2:3 Verbandsliga Hamburg
2011/12: 1:3 / 4:2 Landesliga Hansa
2013/14: 2:0 / 3:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 6:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:0 / --- Oberliga Hamburg

Hinzu kommt noch ein Pokalspiel: 09.08.1998 (2. Runde): HSV Barmbek-Uhlenhorst (LL) – TuS Dassendorf (OL) 2:4 n.V. (BU hatte nach 28 Minuten mit 2:0 geführt)

Historie:
Die Duelle zwischen Dassendorf und dem Barmbeker Kultklub hatten quasi schon immer einen ganz besonderen Charakter, so wurde zuletzt bekanntlich gleich zweimal genau in dieser Partie die Meisterschaft vergeben:

17.05.2014: 3:1-Sieg von DaDo an der „Anfield“ (33. Spieltag)
22.05.2015: 6:0-Sieg am Wendelweg (34. Spieltag)

jeweils mit großer blau-weißer Party nach dem Match.

Und auch heute stand das Spiel gegen BU wieder unter einem ganz besonderen Stern, schließlich war es das (inoffizielle) Spiel um den „Supercup“: Meister gegen Pokalsieger!

Dassendorfs „Zopfträger´“, Co-Trainer Thomas „Fußballgott“ Hoffmann, kann dabei selbst auf eine langjährige BU-Vergangenheit zurückblicken, kickte er doch insgesamt 5 Jahre an der „Anfield“ (1996/97 und 2002-2006) und war dazu noch 17 Monate als Chef-Trainer aktiv (01.01.2010 bis 28.05.2011).

Historisch gab es das allererste Pflichtspiel zwischen beiden Teams am 17.11.1996 – und das war gleich ein Kracher (siehe oben: Duelle mit BU waren eben fast immer etwas Besonderes): BU kam am letzten Spieltag der Hinrunde als Spitzenreiter der Landesliga Hansa nach Dassendorf angereist - witzigerweise stand das Trainer-Duo aus dem Meisterdorf dabei jeweils in der Startelf: Mittelfeldstratege Jan Schönteich bei TuS und Abwehrkante Thomas Hoffmann bei BU (gerade vom Bramfelder SV dorthin gewechselt). Vor 390 (!) Zuschauern siegten die Sachsenwäldler mit 4:2, eroberten die Tabellenspitze und wurde (punktgleich mit BU) aufgrund des besseren Torverhältnisses Herbstmeister. Im Rückspiel rächte sich BU mit einem 5:0-Sieg allerdings fürchterlich – und „Hoffi“ erzielte dabei zwei Treffer (zum 1:0 und 2:0). Dassendorf wurde am Ende der Saison 1996/97 trotzdem Landesliga-Meister und stieg erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Verbandsliga auf (BU wurde mit 12 Punkten Rückstand Dritter).


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