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23.08.2003
Lohbrügge dreht in der 2. Hälfte das Spiel von

VfL Lohbrügge – VfL 93 3:1 (0:1)

VfL Lohbrügge: Maack - Schneppel (63. Bernstein), Seidler, Gräff - Exposito (54. Polat), Kocyigit, Nazar, Schaper - Bezbradica, Marcigliano, Alao-Fary
Vfl 93: Holtz - Scheer (64. Özcelik), Schmidt, Stepard - L.Saliuku, Aksu, Dulak, Henricy (75. Capaci), A.Saliuku (79. Pirozzi) - Witt, Marcinkiewicz
Tore: 0:1 A. Saliuku (41.), 1:1 Bezbradica (62.), 2:1 Bezbradica (82.), 3:1 Alao-Fary (87.)
Beste Spieler: Bezbradica, Marcigliano - Holtz, Dulak
Besondere Vorkommnisse: Holtz hält Foulelfmeter von Kocyigit (57.)
Schiedsrichter: Born
Zuschauer: ungefähr 100


Erstes Spiel verloren, dann im zweiten einen Auswärtspunkt geholt, würde es im dritten – gemäß des Sprichworts ''Aller guten Dinge sind drei'' – endlich mit einem Sieg für Lohbrügge klappen? Der Gegner, die Mannschaft vom Stadtpark, wollte dies natürlich unter allen Umständen verhindern.

Aber gleich rein ins Spiel: nach zehnminütigem Abtasten zog Mohammed Alao-Fary auf Seiten der Gastgeber zum ersten Mal ab, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgelenkt. Wenig später versuchte es Omar Nazar aus der Distanz – ebenfalls ohne Erfolg (13.). Auf der Gegenseite sorgte eine Hereingabe von Jan Witt vor das Tor für Gefahr, die Lohbrügger Abwehr konnte jedoch zur Ecke klären (16.). Dann wäre Arben Saliuku nach einer schönen Kombination über Lars Scheer und Jan Witt durchgewesen, doch der Schiedsrichter-Assi entschied auf Abseits, ''aber es war ganz knapp'', wie er daraufhin selbst einräumte (23.). Ansonsten ging es selten so eng zu. Über weite Strecken der ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer am Binnenfeldredder nur Mittelfeldgeplänkel geboten. Dabei konnten eher noch die Gäste den ein oder anderen Akzent setzen. Hinten stellten sie geschickt die Räume zu, so dass Lohbrügge nicht zur Entfaltung kam, nach vorne versuchten sie Überzahlsituationen durch schnelles Konterspiel für sich zu nutzen. Chancen blieben aber absolute Mangelware. Björn Henricys Distanzschuss kam in Tornähe (26.), in der 35. Minute trat Taner Dulak einen Freistoß von der rechten Seite aus gut 25 Metern aufs Lohbrügger Tor. Der Ball war lange in der Luft, und kam dann als echte Bogenlampe an. Rainer Maack, in Barsbüttel noch einer der Garanten für den Punktgewinn, hatte offenbar nicht seinen besten Tag und faustete das Leder erst im letzten Moment weg (35.). Frust machte sich bei einigen Zuschauern breit: ''Spielt doch bloß mal Fußball!''
Aber für die Anhänger der Platzherren sollte es noch schlimmer kommen. Zunächst sahen sie eine Kopie der vorangegangenen Szene: Freistoß Dulak von der rechten Seite, wieder hatte Maack Probleme, doch diesmal ließ er die Kugel nach vorne abprallen, A. Saliuku nahm die Einladung gerne an – die Führung für den VfL 93 (41.).
Die Freude bei den 93ern war noch nicht verebbt, als es auf der anderen Seite Alex Schaper wissen wollte. Aus 30 Metern zog er ab und traf.....nur Metall – VfL-Keeper Benjamin Holtz wäre hier jedoch machtlos gewesen (42.).
So durften die Gäste jedoch ihren kleinen Vorsprung mit in die Halbzeit nehmen, und das ging aufgrund der Spielanteile auch völlig in Ordnung.

Zu Beginn von Durchgang 2 hatten die 93er weiterhin Oberwasser und drängten auf das zweite Tor. Und in der 54. Minute zappelte der Ball nach einem Schuss von Witt auch tatsächlich im Netz. Die Vorentscheidung? Typischer Fall von denkste – Schiedsrichter Born hatte Witt zurückgepfiffen, weil er ein Foul gesehen hatte. Es gab wütende Proteste von Seiten der 93er, die sich in einer späteren Szene dann auch noch um einen Elfmeter betrogen sahen. In beiden Fällen sicherlich grenzwertige Entscheidungen, in denen man gerne noch mal die Zeitlupe bemüht hätte.
Nun wurde auf alle Fälle auch das Spiel temperamentvoller. A. Saliuku spielte zu Martin Marcinkiewicz, der dribbelte sich schön in den 16er hinein, passte nach innen, aber Lohbrügges Defensivmann Felix Gräff kam einen Schritt vor Dulak an den Ball (56.). Im Gegenzug gelang es Alao-Fary, in den Strafraum einzudringen, wo ihn zwei Abwehrrecken der 93er in die Zange nahmen – klare Angelegenheit: Elfmeter für den Gastgeber. Nihat Kocyigit nahm sich das Leder, lief an, schoss, doch Holtz war dran und konnte den Ball im Nachfassen festhalten, bevor sich die Nachschussmöglichkeit ergeben hätte (57.).
Jetzt ging es hin und her. Beim Stadtpark-Team flankte Dulak von der linken Seite, und Selim Aksu konnte aus kurzer Entfernung abziehen. Maack hielt (61.). Der Unparteiische hätte die Szene eigentlich abpfeifen müssen, da Dulaks Flanke ein Foul vorausging – hier also mal eine 93er-freundliche Entscheidung, wenn auch keine, die den Spielausgang in irgendeiner Weise beeinflusst hätte.
Die Partie war mittlerweile sehr lebendig geworden. Jetzt waren wieder die Platzherren an der Reihe. Nach einer technisch versierten Einzelleistung im 16er legte Alao-Fary quer, und Zlatko Bezbradica hatte keinerlei Probleme, den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen zu hämmern – Ausgleich am Binnenfeldredder (62.).
Man durfte sich die Frage stellen: würden sich die Teams mit jeweils einem Punkt zufrieden geben oder würden sie noch die Entscheidung suchen?
Sie entschieden sich für die zweite Möglichkeit. Auf Lohbrügger Seite traf Schaper ans Außennetz (65.), und der eingewechselte Ismail Polat, der neuen Elan ins Match gebracht hatte, prüfte Holtz aus der Distanz (73.). Beim VfL 93 drosch erst Marcinkiewicz nach einer Dulak-Ecke den Ball in die Wolken (71.), dann war wieder Metall im Spiel, als Dulak nur den Außenpfosten traf ( 72.). Und erneut nur wenig später konnte Maack vor Witt mit dem Fuß klären (74.).
Eine Begegnung auf des Messers Schneide – bis zur 82. Minute. Alao-Fary gelang wieder ein tolles Solo, aus halblinker Position passte er zu ''Equalizer'' Bezbradica, und der machte sein zweites an diesem Tag – in der rechten Torecke zappelte das Leder, 2:1.
Die 93er wehrten sich noch mal, und die dickste Chance gab es für Marcinkiewicz im Anschluss an eine Ecke. Sein Kopfball zischte nur knapp unterhalb der Querlatte vorbei (85.).
Doch es sollte Lohbrügges Tag, garniert mit dem ersten Dreier, werden. Mannschaftskapitän Marcigliano steuerte aufs Tor zu, kam im Strafraum zu Fall, doch der Ball war noch frei für Alao-Fary. Ein Kinderspiel aus knapp 5 Metern – 3:1, die endgültige Entscheidung (87.)!

Lohbrügge biegt also dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte einen Rückstand noch in einen Sieg um. Sehr unterschiedlich fielen die Einschätzungen der beiden Trainer zum Spiel aus, was jedoch bei einer so engen Partie auch kaum verwundern dürfte. In der Tat hätte das Spiel durchaus auch einen anderen Verlauf nehmen können, und gerade wenn es so knapp zugeht, wie es zwischen der 55. und 85. Minute der Fall war, gewinnen individuelle Patzer einzelner Spieler oder umstrittene Pfiffe noch an Bedeutung. In diesem Sinne kann man es dann auch verstehen, wenn 93er-Coach Frank Hüllmann nach der Begegnung sagt: ''Oftmals gewinnt man ein solches Spiel auch. Eigentlich hat’s die Mannschaft ja drauf!''



Stimmen:

Manfred Lorenz (Trainer VfL Lohbrügge):
Nun hat sich bei uns endlich die Handbremse gelöst. In der 1. Halbzeit haben sich im zentralen Mittelfeld drei Spieler gegenseitig blockiert. Dann habe ich Isi Polat gebracht und umgestellt, Zlatko (Bezbradica, Anm.d. Redakteurs) vorne spielen lassen und Isi dahinter. Dies hat sich ausgezahlt: Zlatko hat ein überragendes Spiel gemacht. Wir haben immer mehr Druck gemacht, und das hat sich auch ausgezahlt. So ganz allmählich gelangen wir da hin, wo wir unserem Potential hingehören. Auch andere Spieler haben mir gut gefallen. Fary war stark verbessert, und Marco (Marcigliano, Anm.d.Red.) war heute eines Spielführers absolut würdig. Er hat sich heute durchgesetzt, so wie ich mir das von ihm vorstelle.
Insgesamt sehr gut gefallen hat mir, dass das Team nach dem verschossenen Elfmeter weitergemacht hat. Es gibt viele andere Mannschaften, die in derselben Situation zusammengebrochen wären.

Frank Hüllmann (Trainer VfL 93):
Mit der ersten Hälfte bin ich sehr zufrieden, da haben wir den Druck sehr gut umgesetzt. Die Führung war absolut verdient. Genauso ging es im Grunde in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte weiter. Wir hatten unsere Möglichkeiten, das zweite Tor zu machen. Dann muss ich auch sagen, dass ich mit der Schiedsrichterleistung nicht einverstanden war. Im zweiten Durchgang wurde in einscheidenden Szenen eindeutig zugunsten von Lohbrügge entschieden. Jan (Witt, Anm.d.Red.) wurde bei seinem Tor zurückgepfiffen, für mich nicht nachvollziehbar. Das wäre dann wohl die Entscheidung gewesen. Verloren haben wir dann in erster Linie durch individuelle Fehler. Ich glaube jedenfalls nicht, dass bei Lohbrügge jemand weiß, warum sie gewonnen haben. In der Schlussphase müssen wir einfach kontrollierter spielen, da haben wir den Faden verloren. Sehr ärgerlich aus meiner Sicht, denn eigentlich hat's die Mannschaft drauf.



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