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14.04.2017
Pokal: Dassendorf's Dutzend von Andreas Killat





Achtelfinale


vs.


FC Neuenfelde – TuS Dassendorf 0:12 (0:6)

FC Neuenfelde: Gürer – Yilmaz, C. Sahin, Güraltunkeser, Dok (70. M. Karakas) – Yurtbay (46. Ö. Tiryaki) – I. Sahin, C. Karakas, Aydin (63. A. Tiryaki), Baris - Karaoglu
TuS Dassendorf: Böse – Warmbier, Aust, Carolus – Cosgun, Dettmann, Möller (46. Koops), Steinfeldt – Nägele (58. Suratman), Kurczynski - von Walsleben-Schied (46. B. Atug)
Tore: 0:1 von Walsleben-Schied (9.), 0:2 Steinfeldt (11.), 0:3/0:4/0:5 Möller (24., FE/26./36.), 0:6 Cosgun (39.), 0:7/0:8/0:9/0:10 Kurczynski (46./58./82./83.), 0:11 B. Atug (86.), 0:12 Kurczynski (88.)
Schiedsrichter: Joscha Tetzlaff (Viktoria Harburg): Zeigte den Gastgebern früh dreimal Gelb (21./23./24.). Danach war Ruhe und alles unter Kontrolle.
Beste Spieler: Keiner – Möller (1.Hz), Kurczynski (2. Hz), Cosgun (2. Hz)
Zuschauer: 43

Aller guten Dinge sind Drei. Denn nachdem die Begegnung bereits zweimal abgesagt werden musste (10.12. und 12.02.), konnte sie heute – bei teilweise richtig schönem Wetter (Sonne, trocken) - endlich nachgeholt werden. Das komplette Team vom türkischen Kreisligisten war übrigens bei der Achtelfinalauslosung am 7.11.2016 damals live im Studio von Hamburg 1 dabei und der HFV-Spielausschuss-Vorsitzende Joachim Dipner unkte: „Dassendorf zittert schon“.

Doch heute musste niemand lange „zittern“. Bei besten Bedingungen (der Grandplatz war nicht zu weich und gut bespielbar) zeigten die „Blau-Weißen“ vom Anpfiff weg, dass es heute nur einen (klaren) Sieger geben kann. Insbesondere „Feldherr“ Sven Möller (mit einem Julius-Cäsar-Tattoo auf seinem linken Oberschenkel, siehe Foto) sprühte vor Spielfreude und zeigte eine Halbzeit der Extra-Klasse, bereitete zwei Tore vor und erzielte selbst drei Treffer. Note 1 mit Sternchen! Los ging es mit einem Zuspiel auf Marcel von Walsleben-Schied, der (in Minute neun) aus neun Metern zum 1:0 traf:


Das frühe 1:0 durch Marcel von Walsleben-Schied. Foto: Hanno Bode

Schon 120 Sekunden später war die Partie quasi entschieden, als Sascha Steinfeldt aus gut und gerne 25 Metern einfach mal abzog und den 43jährigen (!) Keeper der Hausherren überraschte (11.). Dann folgte die Möller-Show mit einem lupenreinen Hattrick in 12 Minuten: Erst der Elfmeter (nach einem Foul an MvWS), dann ein satter Knaller aus 17 Metern (26.) und schließlich aus halbrechter Position mit Schmackes unter die Latte in die Maschen zum 5:0 (39.). Und „natürlich“ legte der Blondschopf auch noch das sechste Tor für Tarik Cosgun auf (39.). Als Belohnung für diese sagenhafte erste Halbzeit durfte „Mölli“ in der Kabine bleiben, für ihn kam Tristan Koops ins Spiel.

Dem Spielfluss der Gäste tat das keinen Abbruch. Schon 40 Sekunden nach Wiederanpfiff folgte der siebte Streich: Nach doppeltem Doppelpass zwischen Cosgun und Kurczynski traf letzterer zum 7:0 (46.). Ausgerechnet „Kutschi“. Denn der Flügelstürmer hatte in der ersten Hälfte vier Hochkaräter verstolpert. „Er kommt immer besser in Form“, lobte TuS-Coach Thomas Hoffmann seine Nummer 22 nach dem Abpfiff, „seine Tore haben uns in der Hinserie gefehlt“. Das holte er heute nach – und machte vier Dinger in Serie!


Einwurf Nägele (nicht im Bild), Kopfball Kurczynski zum 8:0. Foto: Hanno Bode

Nach einem Einwurf von Nägele (der auf diesem Platz nur einen Schritt für den Anlauf hatte) köpfte er mittig ins Tor (58.). Danach folgte eine schöpferische Pause von rund 25 Minuten, doch zum Ende hin nochmal Vollgas: Traumkombi Suratman (aus dem Mittelfeld) auf Cosgun (über links), quer in die Mitte zu Kurczynski: 0:9 (82.). Nach Möller also schon der zweite Hattrick des Spiels. Aber „KK“ legte sogar noch einen drauf, markierte nach erneuter Vorlage von Cosgun auch das 10:0 (83.). Bitter für die Hausherren, aber verdient. Denn auch über ein 0:20 hätten sich die übrigens sehr fairen und netten Gastgeber nicht beschweren können.


Neun Tore auf einem Bild: Kurczynski (l.), Schied und Möller (r.) jubeln gemeinsam. Foto: Hanno Bode

Es wurde aber „nur“ ein Dutzend. Nach einer der wenigen Offensivaktionen des Kreisligisten konterte (!) der Meister blitzschnell, Kurczynski legte für Bey Atug auf und der schob das Leder locker rein (86.). Der Schlusspunkt war dem Mann der zweiten Halbzeit vorbehalten: Nach einer Ecke von Cosgun köpft Joe Warmbier Richtung Fünfmeterraum, dort steht „Kutschi“ und hält ebenfalls seinen Schädel rein (doppelter Header sozusagen): 12:0 (88.).

Morgen um 10 Uhr (Hoffi: „Umgezogen auf dem Platz Männer“) ist nochmal kurzes Training, dann folgt am Oster-Montag (17.04.) das Viertelfinale in Halstenbek (sofern dort der „Rasen“ nach der Schlammschlacht vom vergangenen Mittwoch gegen Wedel wieder halbwegs hergestellt und bespielbar ist).


“Zaungäste“: Beim FC Neuenfelde stehen die Zuschauer außerhalb des „Käfigs“. Foto: Hanno Bode

Stimmen:

Thomas Hoffmann (Trainer TuS Dassendorf):
Das war eine sehr gute und konzentrierte Leistung. Meine Mannschaft ist das von Anfang an sehr seriös angegangen. Alle waren sehr fokussiert, schon zum gemeinsamen Frühstück waren alle pünktlich um 8.15 Uhr da (in der „Cafebar“ in Harburg-Eißendorf). Da hätte ich vorher auch nicht drauf wetten mögen. Aber es zeigt, dass alle Bock auf den Pokal haben. Verständlich, dass wir nach gut einer Stunde einen Gang rausgenommen haben. In der ersten Halbzeit hatte ich etwas Angst, dass sich Kristof Kurczynski eine Erkältung holt. Aber er hat immer weiter gearbeitet und sich in der zweiten Halbzeit belohnt.

Miktat Bayraktaroglu (Co-Trainer FC Neuenfelde):
Leider haben uns heute drei wichtige Spieler gefehlt, u.a. Kadim Yildiz der uns mit seinen Toren überhaupt erst ins Achtelfinale geschossen hat. Wir waren heute einfach chancenlos.


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