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17.04.2017
Pokal: Der große Überraschungsknall am Lütten Hall von Andreas Killat





Viertelfinale


vs.


SV Halstenbek-Rellingen – TuS Dassendorf 1:0 (1:0)

SV Halstenbek-Rellingen: Oest – Ghadimi, Krabbes (88. Karakaya), Schöttke, Richert – Brameier (46. Telli), Sottorf – Batista Monteiro, Behrami (81. Hermanowicz), Siebert - Okafor
TuS Dassendorf: Böse – Lenz, Aust (62. Warmbier), Carolus – Thomas, Möller, Ladendorf, Kerschke (69. B. Atug) – Nägele, Kurczynski - von Walsleben-Schied (53. Dettmann)
Tore: 1:0 Okafor (44.)
Schiedsrichter: Philip Roedig (Altona 93): Er pfiff so, wie das Spiel war: Klein-Klein (zeigte 10x (!) Gelb).
Beste Spieler: Richert, Okafor, Sottorf – Keiner
Zuschauer: 200

Vor knapp fünf Wochen hatte Dassendorf mit 2:0 an gleicher Stelle gewonnen (durch einen Doppelschlag kurz vor der Pause, u.a. mit einem „Befreiungsschlag“ von Marcel Lenz von der Mittellinie, der sich als Bogenlampe über Keeper Mirko Oest hinweg ins Tor senkte). Heute war das Tor des Tages ähnlich kurios – zwar deutlich dichter dran, aber mindestens genau so glücklich und eher ungewollt. Doch dazu später mehr.

Der beim Derby gegen Wedel letzten Mittwoch „umgepflügte“ Rasen präsentierte sich den Zuschauern und Aktiven in einem überraschend guten Zustand, auch wenn Schiedsrichter Philip Roedig eine Stunde vor dem Anpfiff auf die Frage, „was sagt der Rasen“, humorvoll mit: „Er schreit um Hilfe“ antwortete.

Die Gäste machten vom Anpfiff weg da weiter, wo sie am Freitag in Neuenfelde aufgehört hatten: Vollgas! Erst setzte André Ladendorf eine Möller-Ecke nur um Zentimeter am Giebel vorbei (2.), dann vergab Julian Kerschke aus 12 Metern halblinker Position eine dicke Chance (8.). Und schließlich versemmelte auch noch Kristof Kurczynski eine schöne Hereingabe von Finn Thomas vom Elfmeterpunkt übers Gehäuse (10.). Mit Glück und Geschick überstanden die Hausherren diese Drangphase – und Dassendorf ließ sich zunehmend auf das kampfbetonte Spiel von HR ein. „Die musst Du ausspielen, da darfst Du nicht rumbolzen“, schimpfte TuS-Sponsor Michael „Kobra“ Funk, nahm später die Niederlage aber gelassen: „Pokal ist mir egal. Die Meisterschaft ist mir viel wichtiger“.

Nach über zwanzig Minuten Leerlauf folgte eine interessante Schlussphase der ersten Hälfte. Erst trudelte ein Lenz-Kopfball quer durch den Fünfmeterraum, fand aber keinen Abnehmer (35.), dann stand plötzlich auf der Gegenseite Christian Okafor frei vor Keeper Frederic Böse, der geschickt den Winkel verkürzte und stark parierte (37.). Doch „CO“ kann auch anders. Es folgte nämlich der Sonntagsschuss am Oster-Montag: Nach einer zu kurzen Kopfballabwehr von Amando Aust erkämpfte sich Indrit Behrami gegen Sven Möller (der viel zu halbherzig in den Zweikampf ging) das Leder, steckte durch auf Niklas Siebert und dessen Zuspiel vom linken Flügel zurück in den Rückraum schlenzte Okafor aus gut 25 Metern seitlich (!) zum Tor stehend mit dem Außenrist herrlich zum 1:0 in den Giebel ( http://www.fupa.net/tv/match/sv-halstenbek-rellingen-tus-dassendorf-4881001-40079/tor-10-sv-halstenbek-rellingen-44). Was für eine Flugkurve! „Wie er das gemacht hat, weiß ich gar nicht“, staunte selbst sein Trainer Heiko Barthel hinterher.


Das Leder senkt sich unhaltbar in den Winkel. Foto: Thomas Berg

Nach dem Seitenwechsel gab es einen typischen Pokalfight zu sehen: Der „Underdog“ ackerte, grätschte, kämpfte, warf sich in jeden Ball, kam aber quasi nicht mehr über die Mittellinie – und der Favorit tat sich unheimlich schwer. Spielerisch lief rein gar nichts mehr, die Euphorie der ersten Viertelstunde war komplett verflogen. Man hatte nicht unbedingt das Gefühl, dass es hier für Dassendorf um den Einzug ins Halbfinale ging. Irgendwie kann der Serienmeister scheinbar kein Pokal. Auch die Wechsel von der Bank trugen ihren Teil dazu bei: Stürmer Marcel von Walsleben-Schied musste schon kurz nach der Halbzeit (!) vom Feld, für ihn kam der eher defensiv ausgerichtete Henrik Dettmann (53.). „Schiedi war fertig, konnte laut eigener Aussage nicht mehr laufen“, so TuS-Coach Thomas Hoffmann, der dafür Möller und Kurczynski in den Sturm beorderte und später auch noch Bey Atug brachte (69.).

Doch es nützte alles nichts. Ein paar Standards brachten zwar noch ein wenig Gefahr, u.a. kratzte Mirko Oest einen Möller-Freistoß aus dem Winkel (72.) und Atug verpasste am zweiten Pfosten lauernd knapp (80.), aber am Ende jubelte HR! Wie schon im Achtelfinale am 23.4.2011 (damals waren beide Teams noch Landesligisten) behielten wieder die Halstenbeker die Oberhand.


Stimmen:

Thomas Hoffmann (Trainer TuS Dassendorf):
Glückwunsch an HR zum Sieg und vor allem zu einer kämpferisch großartigen Leistung. Aus unserer Sicht hätte das Spiel eigentlich nach einer Viertelstunde vorbei sein können – und zwar zu unseren Gunsten. Da hatten wir drei Hochkaräter, die wir leider nicht genutzt haben. Aber ab der zwanzigsten Minute haben wir mehr und mehr den Faden verloren und HR kam immer besser ins Spiel. So wie wir hier vor ein paar Wochen ein kurioses Tor erzielt haben, so ist heute für HR ein ganz komisches Ding reingeflogen. So ist das dann halt manchmal. In der zweiten Halbzeit war das bis auf zwei Standards nicht mehr viel von uns. HR hat sich in jeden Zweikampf geworfen und jedes Laufduell angenommen. Da muss man dann auch fair gratulieren. Glückwunsch und viel Glück gegen Altona (Halbfinale).

Heiko Barthel (Trainer SV Halstenbek-Rellingen):
Wir können nach 15 Minuten tatsächlich schon 0:2 zurück liegen, da waren wir noch nicht im Spiel. Aber ab der 25. Minute haben wir an uns geglaubt. Eigentlich war die Partie heute für uns die komplett Unwichtigste der vor uns liegenden Aufgaben, da wir uns im Abstiegskampf befinden. Von daher sind wir befreit in die Begegnung reingegangen und haben mit Leidenschaft und Gegenhalten gemerkt, da geht ja doch was. Zweite Halbzeit war dann Überlebenskampf pur. Wir haben alles reingeknallt, was ging. Die Jungs sind mit ihren Kräften am Ende und völlig fertig.


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