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14.07.2017
Supercup: Superrasen, Superwetter, Superstimmung, Superevent von Andreas Killat






SUPERCUP-Finale


vs.


TuS Dassendorf – FC Eintracht 03 Norderstedt 0:1 (0:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Lenz, Aust, Carolus (64. Dieckmeyer) – Thomas (64. Dittrich), Dettmann, Louca (46. Warmbier), Kerschke (64. Steinfeldt) – Nägele, Möller – von Walsleben-Schied (46. Müller)
FC Eintracht 03 Norderstedt: Huxsohl – Coffie, Bojadgian (64. Bauman), Mandic, Rose – Marxen (73. Toksöz), Meien – Brown (46. Kummerfeld), Drinkuth (64. Abrahamyan), Lindener (46. Kunath) – Veselinovic (64. Kutschke)
Tore: 0:1 Drinkuth (63.)
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel): Überragend! Mit dem richtigen Auge für die (manchmal durchaus robusten) Zweikämpfe. So macht Fußball Spaß!
Beste Spieler: Gruhne – Mandic, Rose, Kunath
Zuschauer: 238

Was der HFV (Hamburger Fußball-Verband) seit Jahren nicht auf die Reihe kriegt, machte die TuS Dassendorf jetzt in Eigenregie: Ein "Supercup"-Finale zwischen dem Hamburger Meister und dem Hamburger Pokalsieger als Vorbereitungs-Highlight kurz vor dem Saisonstart. Kurios allerdings, dass dieses "Hamburger" Duell zwei Mannschaften aus Schleswig-Holstein bestreiten. Doch das tat dem sportlichen Stellenwert natürlich keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Denn mit Dassendorf (viermal hintereinander Meister) und Norderstedt (Pokalsieger 2016 + 2017) trafen heute eindeutig die zwei besten HFV-Teams der letzten Jahre aufeinander.

Bisher gab es übrigens erst vier Pflichtspiele beider Klubs gegeneinander (siehe Statistik am Ende des Berichtes), da die Eintracht genau in dem Jahr (2013) in die Regionalliga aufstieg, als die Dassendorfer aus der Landesliga empor kletterten (und seither die Oberliga dominieren).

„Ich fand die Idee mit dem Supercup vom ersten Augenblick an großartig“, so Coach Peter Martens, als Sportchef Jan Schönteich mit dem Vorschlag auf ihn zukam. „Auch wenn es nur ein Vorbereitungsspiel ist: Wir nehmen das sehr ernst und wollen gewinnen“. Und genau so traten die Hausherren zu Beginn auch auf, zeigten in den ersten zwanzig Minuten deutlich mehr Initiative, ohne dabei allerdings Torgefahr zu entwickeln. Der Regionalligist musste sich aufgrund einiger Umstellungen/Ausfälle erstmal sortieren. So fehlte mit Kapitän Philipp Koch und Deran Toksöz die komplette Defensivzentrale und auch vorne tat man sich ohne Jan Lüneburg und Linus Meyer zunächst sehr schwer.

Erst nach gut einer halben Stunde fanden die Garstedter besser ins Spiel und kreierten auch sofort die ersten echten Chancen: Juri Marxen bediente Steven Lindener, der freistehend an Keeper Christian Gruhne scheiterte (28.) und nur 100 Sekunden später stand Lindener wieder sträflich frei, legte uneigennützig quer zu Sinisa Veselinovic, der jedoch nur einen kümmerlichen Abschluss neben das Tor zustande brachte. Nach einem Foul von Sven Möller (Klammergriff gegen Felix Drinkuth) setzte Jan-Philipp Rose den fälligen Freistoß aus 18 Metern zentraler Position mit seinem „Linken“ nur knapp über das Gehäuse (41.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann auch endlich die Gastgeber mit ihrer ersten Torgelegenheit, aber Rinik Carolus wurde von Hamajak Bojadgian stark geblockt (43.).


Grimmig und konzentriert: Veselinovic (l.) und Aust fixieren das Leder. Foto: Hanno Bode.

Die Zuschauer bekamen auch im zweiten Abschnitt sehr ordentlichen Fußball geboten: Intensiv geführte Zweikämpfe, feurige Laufduelle und zwei taktisch hervorragend organsierte Mannschaften. Der sehr gute Schiedsrichter Konrad Oldhafer trug seinen Teil dazu bei, indem er viel laufen ließ und dabei immer ein gutes Auge bewies.

Die Blau-Weißen legten nun jegliche Scheu ab und setzten den Favoriten mächtig unter Druck. Möller mit einem feinen Pass aus dem Zentrum nach Außen auf Geburtstagskind Finn Thomas (30 Jahre!), der erst Rose „vernaschte“ und dann quer in die Mitte auf den durchgelaufenen Lennart Müller zurücklegte. Aber Müllers Schussversuch landete neben dem Tor (48.). Nun witterte Dassendorf seine Chance, eine Flanke von Dettmann knallte Julian Kerschke volley nur knapp drüber (54.). Doch der Treffer fiel auf der anderen Seite: Nach einem Konter (!) über Marxen und toller Vorarbeit von Yayar Kunath brauchte Felix Drinkuth das Leder nur noch ins leere Tor zu schieben (63.). Sportchef Jan Schönteich: „Dass Du als klassentieferer Verein ausgekontert wirst, das darf Dir eigentlich nicht passieren“. Danach waren die Gastgeber einige Minuten unsortiert und hätten durch Ante Kutschke zweimal den KO-Schlag bekommen können (65./66.), doch der Hamburger Meister meldete sich zurück: Sascha Steinfeldt zog aus 15 Metern ab – und Keeper Lars Huxsohl hatte mit dem strammen Schuss reichlich Mühe und wurde zu einer echten Glanztat gezwungen (70.).

In der Schlussphase folgten drei weitere gute Ausgleichsmöglichkeiten: Erst scheiterte Möller (nach Vorarbeit von Müller) an Huxsohl (81.), dann zimmerte Pascal Nägele die Kugel ans Außennetz (87.) und schließlich köpfte Joe Warmbier eine Möller-Ecke vielversprechend Richtung Tor – doch Huxsohl bewies erneut seine Klasse (88.).

So feierte Norderstedt nach dem Abpfiff den ersten Titel der Saison: HFV-Spielausschuss-Vorsitzender Joachim Dipner fand zunächst berechtigte lobende Worte für das Schiedsrichter-Gespann, bedankte sich dann beim Ausrichter Dassendorf („Eine tolle Sache hier, alles sehr professionell aufgezogen. Toller Pokal, tolle Stadionzeitung“) und übergab dann den mächtigen Pokal (rd. 80cm hoch) an Kapitän Marin Mandic (siehe Foto).




Norderstedter Jubel! Fotos: Hanno Bode.

Bleibt zu hoffen, dass der HFV diese Idee aufnimmt und auch künftig ein Supercup-Finale zur Einstimmung auf die neue Saison veranstaltet. „Wenn es vom Verband als festes Event im Terminplan fest verankert und richtig organisiert wird, halte ich es für eine sehr coole Geschichte“, so Peter Martens. Dem stimmte in der anschließenden Pressekonferenz auch Dirk Heyne zu, der übrigens vor genau vier Wochen (am 14. Juni) auf Rügen seine Lebensgefährtin Kristina geheiratet hat. Und auch Dipner schloss sich dem an: „Wir werden uns sehr ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen“. Schönteich jedenfalls bedankte sich artig bei fast allen: „Danke an die Medien für die tolle Vorberichterstattung und danke auch an den Verband, der das proaktiv begleitet hat. Wir alle hatten einen tollen Tag mit einem würdigen Rahmen“. Dem kann sich HAFO nur Beifall klatschend anschließen.


Stimmen:

Dirk Heyne (Trainer FC Eintracht 03 Norderstedt):
Toller Platz, toller Gegner, tolles Wetter. Ich bin sehr zufrieden, hätte mir nur manchmal etwas mehr Ruhe am Ball gewünscht. Wir haben das aber sehr souverän gelöst und uns nur selten eine Blöße gegeben. Es ist aber noch eine Menge Luft nach oben, wir haben die Räume nicht immer gut bespielt. Wir versuchen gerade, eine neue Raumaufteilung in der Vorwärtsbewegung hinzubekommen. Ein toller Rahmen hier und tolle Bedingungen. Aus dem ursprünglichen Freundschaftsspiel ist ein tolles Ding geworden.

Peter Martens (Trainer TuS Dassendorf):
Ich kann mich den Worten meines Kollegen nur anschließen. Alle hatten hier eine Menge Spaß. Aufgrund der ersten Halbzeit hat Norderstedt das Spiel verdient gewonnen. Wir hatten vor allem in der zweiten Hälfte unsere beste Phase und viel Druck entwickelt. Haben den Gegner weiter vorne zugestellt und waren insgesamt mutiger. Aber mitten in unserer besten Phase fiel leider das 0:1. Wir hatten einige richtig gute Tormöglichkeiten, wo uns das letzte Quäntchen Glück gefehlt hat. Bis auf das Ergebnis bin ich sehr sehr zufrieden. Man konnte sich das Spiel gut anschauen und man hat gesehen, dass das zwei Mannschaften sind, die in ihrer Liga am Ende sicherlich eine gute Position einnehmen werden.


Gesamt-Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 5 Spiele, 0 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen, 5:8 Tore

2000/01: 2:2 / 1:1 Oberliga HH/SH (1. SC Norderstedt)
2005/06: 1:3 / 1:1 Landesliga Hansa
14.07.2017: 0:1 „Supercup-Finale“



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