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30.07.2017
Heißer Fight bei schwüler Hitze von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – Wedeler TSV 3:3 (1:0)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Brudler, Spiewak, Schalitz, Keklikci (84. Yücel) – Rogge, Wilhelm – Witmütz, Landau, Klein (68. Bober) – Sousa (80. Lenz)
Wedeler TSV: Steen – Jo. Eggers, Dirksen, Eibl, Hayran – Steinecke, Jan Eggers – Jeske, Ganitis, Moslehe (46. Richter) – Agyemang (70. Ebbecke)
Tore: 1:0 Sousa (35.), 1:1 Ganitis (66.), 2:1 Sousa (70.), 3:1 Wilhelm (73.), 3:2 Dirksen (79.), 3:3 Jan Eggers (90.)
Schiedsrichter: Alexander Teuscher (SC Eilbek): Erste Halbzeit ok, zweite Hälfte unbefriedigend (insbesondere die Gelbe Karte gegen Sousa war ein Witz). Viele strittige Szenen, wo er nicht auf Ballhöhe war (u.a. beim missglückten Abschlag von Steen gegen Sousa).
Beste Spieler: Sousa, Landau, Wilhelm – Steinecke, Ganitis
Zuschauer: 152

Große Personalsorgen vor dem Anpfiff in den Vierlanden: Gleich sieben Akteure fehlten wegen Urlaub oder Verletzung (u.a. das komplette Defensivzentrum mit Radic und Papke), so hatte Coach Torsten Henke nur 13 Feldspieler zur Verfügung, wovon mit Adrian Sousa und Kutay Keklikci auch noch zwei Spieler in der Startelf standen, die letzte Woche gar nicht oder kaum trainieren konnten. Das machte sich insbesondere in der Schluss-Viertelstunde bemerkbar, doch dazu später mehr.

Zunächst jedenfalls waren die Gastgeber voll da. Jan Landau, der mit Sousa endlich wieder einen kongenialen Partner gefunden hat, hätte schon früh die Weichen auf Sieg stellen können. Doch nach einem langen Ball von Keklikci zeigte sich „die Schlange“ nicht egoistisch genug und legte das Leder quer, statt quasi ins leere Tor zu schießen (17.). Kurz danach legte „JL“ mit dem Kopf für Sousa auf, doch dessen Schuss strich knapp über die Latte (20.). Aber auch Wedel hatte seine Chancen: Der als „Erik Ackermann“ (!) in der Stadionzeitung vorgestellte Eric Agyemang steuerte nach einer missglückten Abseitsfalle der Hausherren alleine aufs Tor zu – und schob die Kugel haarscharf links vorbei (21.). „Da muss er eigentlich quer auf Jeske legen, der das leere Tor vor sich hat“, so Jörn Großkopf, „aber ich mache Eric da keinen Vorwurf. Ein Stürmer muss und darf auch mal egoistisch sein“. Nur fünf Minuten später setzte Neuzugang Theo Ganitis mit einem gefühlvollen Lupfer „EA“ erneut in Szene, diesmal strich das Leder knapp rechts vorbei (26.).

Aber dann war „Showtime“: Landau aus der eigenen Hälfte mit einem Zuckerpass in den Lauf von Sousa, der mit seinem Tempo locker allen davon zog und mit einem „Flipperball“ das 1:0 erzielte: Zunächst parierte Keeper Stefan Steen glänzend, doch die Kugel sprang Sousa aufs Knie und von dort ins Tor (35.). „Ich möchte nicht wissen, wie gut er ist, wenn er erst zu 100% fit ist“, zollte Großkopf seinem Ex-Schützling (zu Poppenbütteler Zeiten) ein dickes Lob. Denn tatsächlich hatte „AS17“ erst am Donnerstag erstmals wieder trainiert. Wedels Sportlicher Leiter Frank Ockens befand: „Beim Umschaltspiel auf die Defensive haben wir große Probleme. Wie kann Landau da so frei stehen, den Ball in Ruhe annehmen, sich umdrehen und dann ungehindert einen Pass schlagen?“.

Nach dem Seitenwechsel sollte es aber erst so richtig losgehen. Die Kabinenpredigt von „Krümel“ Großkopf dürfte gesessen haben, denn Wedel drängte auf den Ausgleich, der schließlich auf fiel: Marlo Steinecke mit einem schönen Ball in die Schnittstelle, Ganitis ist frei durch, umkurvt auch noch den herausgestürzten Keeper Gianluca Babuschkin und schiebt dann ganz locker ein (66.). Nur 150 Sekunden später die Dreifachchance für Jeske, Ganitis und Agyemang, aber alle bleiben im Abwehrbollwerk hängen (69.). „Wenn wir da das 1:2 kassieren sind wir tot“, so Henke nach dem Spiel. Aber die „Blauen“ lebten noch! Und wie!

Wilhelm mit genialem Zuspiel auf Sousa und der ganz abgezockt ins lange Eck zum 2:1 (70.). So einen Einstand hat auch nicht jeder. Wahnsinn. Und der ging weiter: Landau mit einer eigentlich schlechten Flanke von rechts, Sousa rennt bis zur Eckfahne dem Ball hinterher, bringt ihn in den Strafraum, wo Florian Rogge (das HSV-Juwel) trickreich mit der Hacke (!) auf Wilhelm ablegt – und der donnert das Spielgerät aus 14 Metern zum 3:1 in die Maschen (73.). Riesen-Jubel bei Henke & Co. Und auch die Zuschauer waren begeistert.

Doch Wedel zeigte Nehmer-Qualitäten. Hendrik Ebbecke (nach wochenlanger Pause erstmals wieder mit dabei) setzte sich schön über rechts durch, Eggers scheitert am auf der Linie stehenden Keklikci, doch den Nachschuss vollstreckt Christian Dirksen zum 2:3 (79.). Vier Tore in 13 Minuten. Verrückt. Und Curslack nun stehend KO. „Das wundert mich nicht“, so Henke unter Hinweis auf die schlechte Vorbereitung (siehe „Stimmen“).

Aber eine dicke Chance zur Entscheidung hatte CN noch im Köcher: Till Witmütz schickte Timo Lenz auf die Reise, aber dessen Knaller landete nur am Gebälk (81.). Bitter. Und so kam es, wie es kommen musste. Der WTSV wirbelte nun ein ums andere Mal die völlig erschöpften Gastgeber durcheinander. Nur dank Keeper „Babu“ hielt die Führung. Zwei dicke Dinger von Hayran (87.) und Steinecke (88.) entschärfte die Nummer Eins, aber schließlich war er doch machtlos: Wieder Ebbecke über rechts, quer durch den ganzen Strafraum auf halblinks zu Jan Eggers und der fackelte nicht lange und ließ eine „Brandbombe“ ins Netz zum verdienten 3:3 los (90.). Mit viel Glück überstanden die Hausherren die vierminütige Nachspielzeit (Ebbecke scheiterte Sekunden vor Schluss nochmal an Babuschkin), aber richtig freuen konnte sich zunächst niemand. Die Vierländer nicht, weil sie eine 3:1-Führung noch hergaben und die Gäste nicht, weil sie mit vielen Fehlern und vergebenen Chancen ein besseres Resultat verpassten. Doch beim freundschaftlichen Bier nach der Pressekonferenz lagen sich Henke und Großkopf versöhnlich in den Armen und „feierten“ gemeinsam den Punktgewinn.


Stimmen:

Jörn Großkopf (Trainer Wedeler TSV):
Vor dem ersten Spiel weiß man ja nie so ganz genau, wo man steht. Das hat man heute bei beiden Mannschaften gemerkt. Mich hat vor allem geärgert, dass wir Curslack viele Bälle vorgelegt haben. Diese unnötigen Ballverluste müssen wir tunlichst abstellen, so ist auch das 1:0 entstanden. Da schauen vier Leute zu, wie Jan Landau den Ball annimmt, sich dreht und nach vorne spielt. Da haben wir ganz schlecht verteidigt. Aber nach der Halbzeit waren wir besser im Spiel. Theo Ganitis, bei dem noch viel Luft nach oben ist, macht das sehr schön beim Ausgleich. Danach müssen wir bei der Dreifachchance durch Jeske, Ganitis und Agyemang direkt das zweite Tor nachlegen, kassieren aber stattdessen zwei Treffer zum 1:3. Es zeugt dann aber von hoher Moral, wenn Du bei diesen Temperaturen noch zum Ausgleich kommst. Ich bin daher keinesfalls enttäuscht. Für die Zuschauer ein tolles Spiel, für uns Trainer eher weniger.

Torsten Henke (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Mein Kollege Jörn hat das alles gut auf den Punkt gebracht. Fürs erste Spiel war das toller Oberligafußball. Wedel hat eine tolle Qualität im Team. Wir hatten leider eine sehr problematische Vorbereitung mit vielen Urlaubern und Verletzten. Da müssen wir jetzt irgendwie durch. Umso erfreulicher die heutige Leistung. Natürlich ist es bitter, wenn Du in der letzten Minute den Ausgleich bekommst. Aber in der Nachspielzeit hätten wir sogar noch verlieren können. Wir waren stehend KO. Wir haben heute viele gute Sachen gesehen und können mit dem Punkt gut leben.

Gesamt-Punktspielstatistik (seit 1945) aus Sicht des Gastgebers: 9 Spiele: 3 Siege – 2 Remis – 4 Niederlagen, 14:16 Tore

2006/07: 2:4 / 1:1 Hamburg-Liga
2009/10: 1:2 / 1:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 2:1 / 1:0 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:3 / 1:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:3 / --- Oberliga Hamburg


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