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04.08.2017
Emotionale Momente von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – FC Türkiye 0:1 (0:1)

SC Condor: Kleinschmidt – Mellmann, Niederstadt, Lohner, Theis – Körner (46. Rathjen), Klammer (79. Blunck) – Martens, Künkel – Flores, Özalp (55. Kossowski)
FC Türkiye: Braun – Pettersson, Mustafov, M. Barlak, D. Barlak – Yapici, de la Cuesta – Beckmann, Gencel (83. Bachir), Löw – Tüter
Tore: 0:1 Gencel (22.)
Schiedsrichter: Alexander Teuscher (SC Eilbek, für den erkrankten Alexander Nehls eingesprungen): Beim Tor verließ er sich auf seinen Assistenten. Die Zeitschinderei der Gäste hätte er konsequenter unterbinden müssen, gab dafür aber immerhin acht (!) Minuten Nachspielzeit oben drauf.
Beste Spieler: Niederstadt, Flores – Löw, Mustafov, Yapici, de la Cuesta
Zuschauer: 210

Vor dem Anpfiff der heutigen Partie wurde es sehr emotional: Vielen der Spieler und Verantwortlichen der mit Trauerflor und extra gedrucktem Warmmach-Shirt (siehe Foto) aufgelaufenen Raubvögel standen bei der Gedenkminute die Tränen in den Augen, denn am Montagabend war völlig überraschend Zeugwart Michael Vogt (61) verstorben ( http://www.hafo.de/hafosmf/index.php?topic=1998.msg78491#msg78491). „Voggi“ war die gute Seele des Klubs. Jemand, der das familiäre Gefühl in den Verein einbrachte und verkörperte, der für Stimmung auf den Malle-Ausfahrten sorgte und sich um alles rund um die Ausrüstung kümmerte. Die Condor-Familie betrauert einen großen Verlust und sagt: „Mach es gut, Voggi“. Insbesondere SCC-Coach Christian Woike ging der Tod seines Freundes (war seit 1976 im Verein) sehr nahe: „Viele unserer neuen Spieler kennen ihn ja gar nicht. Aber ich habe so viel mit ihm erlebt. Er war einer der lustigsten Menschen, die ich kenne. Er war ein richtiger Vereinsmensch. Manchmal aufgrund seiner körperlichen Gesamtsituation etwas brummelig, aber ein herzensguter Mensch. Er konnte nie Nein sagen, hat immer geholfen“.


Die Ersatzspieler mit dem „Abschieds“-Shirt (R.I.P. Voggi – Never forget!) für Michael Vogt.

Mit diesem „emotionalen Ballast“ an Bord wirkten die Gastgeber fast die ganze erste Halbzeit irgendwie gehemmt. Fehlende Körpersprache, oft zu halbherzig und kaum gewonnene zweite Bälle – so hatte Türkiye zunächst leichtes Spiel. Philip Pettersson zielte noch knapp drüber (19.), aber nach einem satten Knaller von Sascha de la Cuesta ließ Keeper Sascha Kleinschmidt das Leder ungünstig nach vorne abprallen, wo Oguzhan Gencel aus stark abseitsverdächtiger Position abstauben konnte (22.). Ganz Condor war außer sich (siehe auch „Stimmen“ am Ende des Berichtes), aber der Assistent lächelte nur und Schiri Teuscher gab den Treffer.

Danach hätten die Gäste die Partie schon entscheiden können, doch weder Michael Löw (30.), noch Tolga Tüter (31.) oder Abdulah Beckmann (45.) konnten ihre Chancen nutzen. Und die Hausherren? Die beste Gelegenheit war sozusagen eine „Nicht-Chance“: Jannick Martens wäre im vollen Tempo auf Höhe der Mittellinie frei durch gewesen, doch der im Abseits stehende Ibrahim Özalp schnappte ihm das Leder vor der Nase weg (9.). „Man, Ibo, nur ein bisschen mitdenken“, schimpfte Woike – und musste sich kurz vor der Halbzeit noch zweimal ärgern, als erst Martens eine Hereingabe von Julian Künkel kläglich über das Gehäuse semmelte (39.) und Flores sich dann für einen Querball entschied, statt selbst den Abschluss zu suchen (41.).

Nach der Pause wirkten die Raubvögel deutlich entschlossener, mussten aber fast das 0:2 schlucken, als Gencel einen Kopfball auf die Latte setzte (47.). Da sah Kleinschmidt nicht gut aus. Doch danach drängte Condor vehement auf den Ausgleich. Eine schöne Hereingabe von Martens nahm Flores direkt und hatte den Torschrei schon auf den Lippen, doch ein Abwehrbein klärte im letzten Moment (50.). Und auch der schönste Spielzug des Tages war nicht von Erfolg gekrönt: Flores aus dem Mittelfeld mit einem sensationellen „Diago“-Pass auf die Außenbahn zum durchstartenden Martens, der die Kugel ans Außennetz zimmert (72.). In der Mitte hätten zwei Mitspieler frei gestanden…

So lief den Hausherren die Zeit, die die Gäste immer wieder „geschickt schindeten“, langsam aber sicher davon. In der hektischen Schlussphase hätten zwar auf beiden Seiten noch Tore fallen können, aber letztlich blieb es (nach acht Minuten Nachspielzeit!) beim knappen Auswärtserfolg für die Wilhelmsburger.


Stimmen:

Dennis Kreutzer (Trainer FC Türkiye):
Ich denke, das war aufgrund der klareren Chancen ein verdienter Sieg für uns. Uns fehlte nur das zweite Tor, so wurde es am Ende nochmal hektisch. Die letzten zehn Minuten haben wir das nicht gut gelöst und haben ziemlich gewackelt. Aber insgesamt war das ein vernünftiger Auftritt von uns. Wir hatten die fußballerisch besseren Anlagen und sind sehr glücklich über die wichtigen drei Punkte. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die sehr diszipliniert gespielt haben.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
Das war für mich den ganzen Tag bzw. schon die ganze Woche eine emotional sehr anstrengende Sache. Die Liga ist diese Saison ganz eng und es wird brutal schwer. Da werden viele Kleinigkeiten entscheiden. Letzte Woche bei Teutonia waren wir nicht die schlechtere Mannschaft und auch heute habe ich uns gleichwertig gesehen. Trotzdem stehen wir mit null Punkten da. Wir hatten genug Torchancen. Was mich wahnsinnig macht, ist diese krasse Fehlentscheidung. Man kann ja mal ein knappes Abseits übersehen, aber das war ja heute kein Abseits, sondern schon fast ein Verbrechen. Der steht einen halben Meter vor unserem Torwart und schiebt ihn rein. Und dann das selbstherrliche Verhalten des Assistenten, der zu mir rüber grinst und zu meinen Spielern dumme Kommentare abgibt. Das bringt mich auf die Palme. Man steht viermal die Woche auf dem Acker und versucht alles – und entschieden wird es dadurch, weil der da draußen keinen Bock hat. Unabhängig davon müssen wir uns spielerisch nach vorne verbessern. Das hat mir heute nicht gut gefallen. Uns war aber schon vorher klar: Der August wird hammerhart. Mit zehn neuen Spielern greifen die Automatismen einfach noch nicht. Wir werden aber schon noch Aufstehen und wiederkommen.


Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 2000 = Vereinsgründung FCT): 5 Spiele: 1 Sieg, 1 Remis, 3 Niederlagen, 5:10 Tore

2015/16: 1:3 / 2:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:2 / 0:3 Oberliga Hamburg
2017/18: 0:1 / --- Oberliga Hamburg


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