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11.08.2017
Maxi Maximal - Der dreifache Dittrich zerlegt Rugenbergen von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – SV Rugenbergen 3:0 (2:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Warmbier, Aust, Carolus – Thomas, Dettmann, Louca, Dittrich (86. Müller) – Nägele (81. Steinfeldt), Möller – von Walsleben-Schied (77. Kurczynski)
SV Rugenbergen: Waldmann – Schulz, Tegeler, Beese, Worthmann – Voorbraak, Rühmann – von Bastian, Kordistos (81. Mane), Hoppe (67. Düllberg) – Haase (84. Dampha)
Tore: 1:0 Dittrich (16.), 2:0 Dittrich (26.), 3:0 Dittrich (72.)
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC Eilbek): Sehr guter und unauffälliger Auftritt (mit korrekten Gelben Karten zum richtigen Zeitpunkt).
Beste Spieler: Dittrich, Dittrich, Dittrich (sowie Thomas und Möller) – Keiner (aber zumindest Keeper Waldmann verdiente sich die Note 3)
Zuschauer: 119

Vor vier Monaten musste die Partie (auf „Wunsch“ des Verbandes) unter widrigen Umständen mitten in der Woche auf der „Trainingswiese“ ausgetragen werden - und endete für die Gäste äußerst tragisch mit einem Achillessehnenriss (Patrick Ziller) und einem Gegentor in der Nachspielzeit ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6054). Coach Ralf „Palla“ Palapies warf den Gastgebern zudem nach dem Abpfiff aufgrund einiger unschöner Kommentare „Niveaulosigkeit“ vor.

Doch wo war „Palla“ heute? Kniff er etwa? Und auch sein neuer Co-Trainer, Manuel Kaladic, war nicht anwesend. Stattdessen stand auf einmal wieder der reaktivierte Knut Aßmann als Übungsleiter auf der Matte: „Nach den beiden trostlosen Spielen gegen Sasel und Quickborn musste der Verein reagieren“, scherzte der dicke Kumpel von Palapies und hatte die Lacher auf seiner Seite. „Beide sind im Urlaub, daher bin ich sofort eingesprungen, als „Palla“ mich angerufen hat und leite zusammen mit Sebastian Munzel für zwei Wochen das Training. Hätte ich bei seinem Anruf allerdings gewusst, dass es gegen Dassendorf geht, hätte ich wohl nicht gleich zugesagt. Es gibt dankbarere Aufgaben“.


“Verzweifelter“ Blick: Knut Aßmann hatte heute einen schweren Stand. Foto: Hanno Bode.

Das kann man nur unterstreichen. Denn was der amtierende Meister heute bei Dauerregen, aber auf wunderbar bespielbaren Rasen, den Zuschauern bot, war absolute Extraklasse. Totale Dominanz, 80% Ballbesitz, eine Vielzahl fantastisch herausgespielter (!) Chancen – fast schon beängstigend. Vor allem die Aussage von Coach Thomas Hoffmann nach dem Abpfiff: „Das geht auch noch besser“ darf als klare Kampfansage an die Konkurrenz gewertet werden. Doch welche Konkurrenz eigentlich? In der heutigen Form kann niemand – remember Meister-T-Shirts – dem Champion das Wasser reichen!

Ohne zu übertreiben: Schon zu Halbzeit hätte es 5:0 stehen MÜSSEN. Am Ende wäre dann sogar ein zweistelliger Sieg möglich gewesen. Gut für Aßmann, dass es nicht so kam. „Entlassen“ wurde er trotzdem: SVR-Manager Andreas Lätsch nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern: „Freitag bist Du gefeuert“ (da kommt nämlich Palla wieder). Doch Aßmann drehte es anders herum: „Ich habe nach dem Spiel selbst darum gebeten, meinen Vertrag wieder aufzulösen“. Schön, dass wenigstens der Humor nicht verloren gegangen ist.

Denn ansonsten ließen seine Schützlinge heute so ziemlich alles vermissen. „Ich dachte schon, dass wir etwas mutiger auftreten“, seufzte der sympathische Ersatz-Trainer. Wurde aber von den Hausherren schwindelig gespielt. Nach einem schweren Patzer von Sergej Schulz konnte Marcel von Walsleben-Schied sich im Prinzip die Ecke aussuchen, entschied sich aber für die schwerste Lösung: Einen Schlenzer mit links (siehe Foto). Knapp daneben (5.)


“Schiedi“ versuchte sich als Kunstschütze. Foto: Hanno Bode.

Kurz darauf „chippte“ Dittrich das Leder gekonnt in den freien Raum, aber Keeper Jannis Waldmann war einen Schritt schneller als Sven Möller (12.). Und auch die dritte Chance blieb ungenutzt: Kevin Beese tauchte (absichtlich?) unter einem Ball durch, „Schiedi“ war frei durch, umkurvte den Torwart und wollte schon jubelnd abdrehen, aber Steven Tegeler kratzte die Kugel noch von der Linie (14.). Aber wenn die „Alten“ nicht treffen, dann macht es eben der „Youngster“: Maximilian Dittrich (mit 21 Jahren der Jüngste im Kader – denn sein Kumpel Marcel Dieckmeyer ist 17 Tage „älter“). Finn Thomas mit einem schnellen Zuspiel auf Außen zu Möller, der mit scharfer Hereingabe vors Gehäuse und dort „tauchte“ Dittrich ab und traf per Flugkopfball zum 1:0 (16.). Von dieser Qualität gab es unzählige Spielzüge/Kombinationen der Blau-Weißen zu sehen. Hinzu kamen immer wieder auch Fehler in der Gäste-Abwehr. Sven Worthmann produziert einen Querschläger und der „Maximiser“ war wieder zur Stelle: Trockener Abschluss mit links ins lange Eck zum 2:0 (26.).


"Da steht das Tor" scheint das Dassendorfer "Küken" Maxi Dittrich hier anzuzeigen. Foto: Hanno Bode.

Noch vor dem Pausenpfiff folgten drei weitere Hochkaräter: Ecke Möller, Kopfball Amando Aust, aber Jannis Waldmann pariert prächtig (37.). Möller auf Schied, doch dessen Schuss aus der Drehung streicht knapp am langen Pfosten vorbei (39.). Schließlich wieder Dittrich: Traumpass „Diago“ quer übers ganze Spielfeld auf die andere Seite, dort nimmt Thomas Fahrt auf, zieht die Kugel scharf vors Tor und Samuel Louca mit einer tollen Direktabnahme: Wieder Waldmann mit sensationeller Glanztat! Den Abpraller nagelte Pascal Nägele an die Unterkante der Latte (41.). Wahnsinn. Aber „nur“ 2:0. Wenn sich das mal nicht rächt? „Nein, tut es nicht“, legte sich Zuschauer Torsten Henke fest: „Dassendorf macht noch drei Tore“. Stimmte nicht ganz, aber gefühlt war es so. Mindestens.

Nach der Pause erwachten - zumindest für eine Viertelstunde - die Bönningstedter Lebensgeister. Endlich war läuferisch etwas von den Gästen zu sehen und für kurze Zeit kam die Abwehr des Meisters tatsächlich mal in die ein oder andere Verlegenheit. Pascal Haase gab tatsächlich den ersten Torschuss für den SVR ab, doch Gruhne hatte keine Mühe (47.). Es folgten zehn Minuten mit ausgeglichenen Spielanteilen, bevor nach gut einer Stunde wieder die TuS das Heft in die Hand nahm (und bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr hergab).

Und wie einst Herbert Zimmermann in seiner berühmten Radioreportage von 1954 („Bozsik, immer wieder Bozsik“) hieß es heute: „Dittrich, immer wieder Dittrich“! Seinen Knaller aus halbrechter Position wehrte Waldmann mit den Fuß ab (59.), war dann aber doch ein drittes Mal geschlagen: Tolle Kombi über Thomas auf Schied und der zu Dittrich: 3:0 ins lange Eck (72.).


Rinik Carolus freut sich mit dem Matchwinner und dreifachen Torschützen. Foto: Hanno Bode.

In der Schluss-Viertelstunde standen reihenweise TuS-Spieler frei vorm Tor, brachten die Kugel aber nicht mehr über die Linie. Eigentlich ein Witz, dass es nur 3:0 ausging. Kurczynski aus zwei Metern am leeren Tor vorbei, Müller drei Meter vorm Gehäuse verstolpert und Möller aus elf Metern vorbei. Es war zum Haare raufen. „Es muss 8:0 stehen“, rief Peter Martens – und hatte dabei nur die Hundertprozenter mitgezählt.

„Ohne Dittrich hätten wir 0:0 gespielt“, brachte es Aßmann nach der Partie gewohnt trocken humorvoll auf den Punkt, während sich der Mann des Tages sorgen um seine Geldbörse machte: „Das wird teuer für mich“, schmunzelte der „Maximiser“. Denn beim Meister ist es üblich, dass das erste Punktspieltor mit einem Kasten Bier gefeiert wird. „Und für den Hattrick muss ich bestimmt noch einen Extra-Kasten ausgeben“, so der Reinbeker. Sein Trainer Thomas Hoffmann wollte den Jungen wohl nicht zu früh in den Himmel heben und relativierte: „Die Leistung von Maxi war ganz gut, aber er hat auch noch Verbesserungspotenzial bei der Abwehrarbeit und beim Kopfballspiel“. Doch natürlich war Hoffi mehr als zufrieden: „Ein toller Junge, der richtig Bock hat hier zu spielen und Lust hat, sich zu verbessern“.

Stimmen:

Knut Aßmann (reaktivierter Co-Trainer SV Rugenbergen, da das hauptamtliche Duo Ralf Palapies und Manuel Kaladic urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stand):
Ein absolut verdienter Sieg für Dassendorf. Unglaublich, was für eine Qualität hier vorhanden ist. Dassendorf ist das Nonplusultra in der Oberliga. Aber ohne Dittrich hätten wir 0:0 gespielt (lautes Gelächter auf der Pressekonferenz). Das war schon fast eine Vorführung heute. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit in allen Belangen (körperlich, fußballerisch, läuferisch, kämpferisch) unterlegen. Da hätten wir auch schon weitaus höher zurückliegen können. Nach der Pause waren wir etwas aggressiver und haben versucht, Dassendorf unter Druck zu setzen. Zum Ende hin hätte es aber noch ein richtiges Debakel werden können. Aber selber schuld, dass Ihr Dittrich runtergenommen habt (wieder Gelächter).

Thomas Hoffmann (Trainer TuS Dassendorf):
Ein tolles Spiel von uns. Viele tolle Spielzüge, viele herausgespielte Chancen. Aber fast schon dramatisch, was wir da alles liegen gelassen haben – da musste man schon ein bisschen lächeln. Da „meckern“ wir jedoch auf hohem Niveau. Hut ab und Respekt vor der Mannschaftsleistung. Das geht aber auf jeden Fall auch noch besser. Dominanz hin oder her, wir hatten gegen Sasel und Buchholz nämlich auch Glück.

Gesamt-Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 11 Spiele, 7 Siege, 3 Remis, 1 Niederlage, 23:9 Tore

2003/04: 0:2 / 2:2 Verbandsliga Hamburg
2013/14: 3:1 / 5:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:0 / 3:0 Oberliga Hamburg
2015/16: 3:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:0 / 2:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:0 / --- Oberliga Hamburg


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