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26.08.2017
Ins offene Messer gerannt von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – HSV Barmbek-Uhlenhorst 1:4 (0:2)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Papke, Spiewak, Schalitz (81. Radic), Brudler – Rogge, Wilhelm – Witmütz (59. Lenz), Landau – Folarin (46. Hoffmann), Sousa
HSV Barmbek-Uhlenhorst: Bock – Odabas, Ribeau, Ide, Müller-Leitloff – Siewert (67. Oguz), Labiadh – Degener, Rodrigues (81. Stoppel), El-Nemr (69. Lipke) – Heuermann
Tore: 0:1 Rodrigues (5., FE), 0:2 Degener (11.), 1:2 Sousa (58.), 1:3/1:4 Heuermann (68./73.)
Gelb-Rot: Odabas (80., wiederh. Foulspiel)
Rote Karte: Müller-Leitloff (88., Notbremse)
Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV): Alle Entscheidungen hatten Hand und Fuß (sowohl der Elfmeter, wie auch die Hinausstellungen waren völlig i.O.).
Beste Spieler: Sousa, Hoffmann – Labiadh, El-Nemr, Ribeau, Degener
Zuschauer: 183

Vor dem Anpfiff war die Laune am Gramkowweg noch bestens. HSV-Fan Torsten Henke (gestern Abend aus dem Urlaub zurückgekehrt) als Bundesliga-Tabellenführer frohgelaunt, sein Team auf dem dritten Tabellenplatz, noch ungeschlagen mit acht Punkten (2-2-0), tolles Wetter (fast schon zu warm) und die alljährliche Barkassenfahrt mit der ersten und zweiten Mannschaft (nebst Sponsoren) vor der Brust – was sollte da noch schiefgehen? “Unser Motto lautet heute: Alles auf Angriff”, gab sich Liga-Manager Oliver Schubert optimistisch. Doch während die Zweitvertretung der Vierländer gestern Abend mit einem 6:1 gegen Börnsen alles für die Partystimmung getan hatte, musste das Oberliga-Team heute eine herbe Niederlage verkraften. “Da hilft wohl nur viel Alkohol”, meinte ein Zuschauer lakonisch. Kiez-Legende “Hugo” (Blaue Nacht) darf sich vermutlich auf ordentlich Umsatz freuen…

Der offensive Matchplan der Hausherren war schon nach elf Minuten über den Haufen geworfen. Die durch das Fehlen von Kutay Keklikci neu formierte Hintermannschaft (Brudler links statt wie gewohnt rechts, dort wiederum Papke und auf der “Sechs” dafür Rogge) hatte sich noch gar nicht richtig sortiert, da war Pascal El-Nemr schon frei durch und wurde von Rechtsverteidiger Papke zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marcel Rodrigues sicher (flach unten rechts) zum 0:1 (5.). Es war schon auffällig, wie nachlässig die “Blauen” verteidigten bzw. eben genau dies nicht taten. BU konnte immer wieder ungestört aus dem Zentrum schnelle Bälle nach vorne oder auf die Flügel spielen, wo sich neben El-Nemr heute insbesondere der Ex-Curslacker Christian Degener mit einer Gala-Vorstellung hervor tat. Eine solche Kombination sorgte dann auch für das schnelle 0:2. Mo Labiadh (heute mit viel Verantwortung auf der “Sechs”) mit einem (eher ungewollten?) Traumpass auf Chris Heuermann, der sofort quer in die Mitte zu Degener (weil Marvin Schalitz das Abseits aufhob) und der umkurvt ganz locker Keeper Gianluca Babuschkin und schiebt ins leere Gehäuse ein (11.). “Wie die Fahnenstangen”, dachte sich da so mancher Zuschauer angesichts des Abwehrverhaltens.

Nach diesem Schock kamen aber auch die Gastgeber ins Rollen. Doch wie schon letzte Woche beim 0:0 gegen Condor, wollte das Leder trotz zahlreicher Chancen einfach nicht über die Linie. Spiewak’s Kopfball (nach Wilhelm-Freistoß) streicht knapp über die Latte (16.), Wilhelm aus 18 Metern ebenso haarscharf neben den Giebel (24.) und Adrian Sousa erst aus der Drehung mit einem satten Knaller an den Pfosten (26.) und dann nach feinem Zuspiel von Folarin völlig unbedrängt neben das Tor (35.). Zum Haareraufen für den heute verantwortlichen Chef-Trainer Matthias Wulff.

Die Gäste standen tief und lauerten auf Konter. Und die kamen: El-Nemr mit einem perfekten Ball auf Degener, der im One-Touch-Stil sofort für den heranrauschenden Heuermann querlegte, doch Till Witmütz rettete in höchster Not (45.). Nur wenige Sekunden später gleich die nächste Chance für Degener, aber Babuschkin reagierte glänzend.

Nach sehr langer Halbzeitpause (fast 20 Minuten) kam – zumindest vorübergehend - eine andere Heim-Mannschaft aus den Kabinen zurück. Wilhelm nun als LV, Brudler auf seinem Stammplatz als RV, Papke in die Defensivzentrale und Landau auf die “Zehn”. Jetzt hatten die Aktionen endlich Hand und Fuß und die Gegenspieler wurden vernünftig bearbeitet. Der eingewechselte Niklas Hoffmann brachte über links sofort sehr viel Schwung herein, aber seine Vorlage zimmerte Sousa nur ans Außennetz (50.). Doch nur kurze Zeit später durfte das Heimpublikum endlich jubeln: Landau behauptet gut das Leder und bedient Papke, der erst mit Tempo und ganz viel Willen und Leidenschaft durchs Mittelfeld nach vorne marschiert, dann wunderschön in den Lauf von Sousa spielt - und der eiskalt wie eh und jeh aus halbrechter Position die Kugel satt ins kurze Eck zum 1:2 nagelt (58.). Nur 100 Sekunden später schon die Ausgleichschance, aber den Kopfball von Schalitz kann Dennis Bock entschärfen (60.).

Doch dann kam der Schlendrian zurück ins Curslacker Spiel. El-Nemr startete einen Solo-Lauf quer durch den gesamten Strafraum (sozusagen einmal hin und zurück, so dass Trainer Wulff von “50 Meter Begleitschutz” sprach, siehe “Stimmen” am Ende des Berichtes) und legte dann perfekt für Heuermann auf, der das Spielgerät mit Schmackes unter die Latte zum 1:3 nagelte (68.). Da waren sie wieder, die Curslacker “Slalomstangen”…

Auch fünf Minuten später schaute ganz Vierlanden nur zu: Labiadh mit Sahnepass auf den linken Flügel zu Benjamin Lipke, der mit Tempo 150 die Grundlinie langrast und den perfekten Ball ins Zentrum für Heuermann auflegt (wieder satt unter die Latte): 1:4 (73.). Doch so komisch es klingt: Es gab immer noch genügend Gelegenheiten für die Heimelf, das Ergebnis zumindest deutlich freundlicher zu gestalten. Aber wie schon in der Phase nach dem 0:2, wurden selbst die besten Chancen vergeben (u.a. klärte Ribeau einen Sousa-Schuss auf der Linie), so dass es am Ende beim 1:4 blieb (auch, weil Degener noch eine Hundertprozentige leichtfertig in die Arme von Babuschkin versemmelte, 79.).

Ärgerlich für Gäste-Coach Frank Pieper-von Valtier die beiden Platzverweise: „Ich bin ein großer Befürworter der Gelb- und Gelb-Rot-Sperren. Aber dass wir plötzlich zu den Klubs gehören, die in dieser Wertung ganz vorne liegen, ist für mich ganz bitter. Nach fünf Spielen schon 3x Rot und 1x Gelb-Rot – das ist nicht unser Anspruch, sowas hat bei uns im Matchplan keinen Platz. Das müssen wir auf dem Platz besser lösen”.

Angesprochen diesmal: Erst Tolga Odabas mit einer unnötigen Attacke und Gelb-Rot (80.), dann Niklas Müller-Leitloff mit einem Trikotzupfer gegen Timo Lenz, der frei durchgewesen wäre (88.). Die Rote Karte ist zwar hart, aber Regelkonform (nicht ballorientierte Aktion). Ebenfalls bitter für die Barmbeker: Youngster Dominik Siewert bekam (unabsichtlich) einen Ellenbogen ins Gesicht und musste mit stark blutender Wunde (Riss in der Oberlippe) ärztlich von der angerückten Feuerwehr versorgt werden. “Nächstes Wochenende kann er aber wieder spielen”, stellte Pieper zur Beruhigung aller Anwesenden klar.


Stimmen:

Frank Pieper-von Valtier (Trainer HSV Barmbek-Uhlenhorst):
Wir mussten heute auf vier Positionen wechseln und haben viele neue und sehr junge Spieler im Kader. Heute zum Beispiel u.a. mit Ide und Heuermann, beide von meinem Trainerfreund Selcuk Turan aus Schenefeld. Da freut es einen als Trainer besonders, wenn die Dinge so funktionieren. Das war heute schon überdurchschnittlich. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir hätten heute auch mehr als vier Tore schießen können. Aber wir bleiben auf dem Teppich. Wir sind mit sieben Punkten komplett im Soll, so landen wir am Ende bei 50 Punkten, das ist unser Saisonziel. Das war heute eine sensationelle Mannschaftsleistung.

Matthias Wulff (Co-Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Wir hatten uns heute richtig was vorgenommen. Nach dem bisher sehr guten Saisonstart hatten wir eine breite Brust und wollten weiter punkten. Aber das hat nur fünf Minuten gedauert, da wurden wir schon kalt erwischt. Wir haben eine grottenschlechte erste Halbzeit gespielt, auf allen Positionen den Kürzeren gezogen und als Kollektiv komplett versagt. Wir waren meilenweit von unseren Gegenspielern entfernt und es hätte auch noch schlimmer kommen können. Das war gruselig schlecht. Nach der Pause und den Umstellungen haben wir uns deutlich besser präsentiert. Nach dem Anschlusstreffer hatten wir kurz Hoffnung, sind dann aber wieder in die alten Verhaltensmuster zurückgefallen. Beim dritten Gegentor waren wir wieder viel zu weit weg und El-Nemr darf da fast 50 Meter frei durch unsere Hälfte laufen. Das war die Schlüsselszene. BU hat das Spiel absolut verdient gewonnen und uns vor allem in der ersten Halbzeit deutlich die Grenzen aufgezeigt. Das tut richtig weh heute.


Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 35 Spiele, 10 Siege, 11 Remis, 14 Niederlagen, 48:58 Tore

1982/83: 0:0 / 2:2 Landesliga Hansa
1983/84: 4:2 / 1:0 Landesliga Hansa
1986/87: 1:6 / 0:3 Landesliga Hansa
1992/93: 1:0 / 0:3 Landesliga Hansa
1993/94: 2:3 / 1:2 Landesliga Hansa
1997/98: 0:2 / 2:1 Landesliga Hansa
1998/99: 0:0 / 2:1 Landesliga Hansa
2006/07: 3:1 / 1:1 Hamburg-Liga
2007/08: 1:1 / 2:3 Hamburg-Liga
2008/09: 5:1 / 1:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 1:0 / 0:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 5:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 1:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 1:1 / 2:4 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:4 / 2:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 1:4 / --- Oberliga Hamburg


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