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08.10.2017
Da ist Qualität im Schuppen von Andreas Killat

Dieses Heimspiel des
Niendorfer TSV
wird präsentiert von
Marcus Scholz


vs.


Niendorfer TSV – FC Teutonia 05 3:0 (2:0)

Niendorfer TSV: Kindler – Benn, Krüger, Huneke, Agdan – Karow – Ehrenberg (76. Speck), Kukuk, Trenel – Afsin (62. Wilhelm), Kutschke (62. Utcke)
FC Teutonia 05: Oest – Gutmann, Ehlers, G. Cholevas, O. Saglam (63. Dieterich) – Suntic (63. Akyere), Boock – Sulejmani, Pressel (83. B. Atug) – Erman, Winkel
Tore: 1:0 Krüger (33.), 2:0 Kutschke (36.), 3:0 Speck (79.)
Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Dannau, Lütjenburg): Gut! Erkannte das Handspiel von Erman (44.) und machte auch sonst alles richtig.
Beste Spieler: Agdan, Huneke, Krüger, Trenel – Keiner
Zuschauer: 160

Auch wenn momentan fast alle nur über Dassendorf reden – auch die Niendorfer Siegesserie geht weiter. Heute gab es den siebten Erfolg aus den letzten acht Partien und somit zog man punktetechnisch mit dem starken Aufsteiger von der Kreuzkirche gleich. „Und die Niederlage in Süderelbe ist auch noch nicht in Stein gemeißelt“, stellte Liga-Manager Marcus Scholz klar. Denn sollte Wedel mit seinem Protest erfolgreich sein (keine Spielberechtigung für Tarek Cosgun), will auch Niendorf vors Sportgericht ziehen. „Die 7-Tage-Frist fängt in so einem Fall erst nach dem Urteil an zu laufen“, hat sich „Scholle“ bereits im Regelwerk schlau gemacht.

Doch aktuell glänzt sein Team vor allem auf dem Platz. Egal, wer gerade fehlt (heute z.B. Magnus Hartwig): Es gibt immer eine Alternative. „Ich habe mit unserem Jugend-Trainer Andreas Prohn und meinem Co-Trainer Hubertus Reinecke gesprochen und gemeinsam haben wir uns entschieden, heute Kilian Utcke in den Kader zu nehmen“. Der 18jährige hatte vor wenigen Tagen das Tor zum 4:4-Endstand bei RB Leipzig in der U19-Bundesliga erzielt.

Auf tiefem Geläuf (der Rasen wurde wegen der ergiebigen Regenfälle der letzten Tage schwer in Mitleidenschaft gezogen) machte der NTSV dabei das, was er diese Saison bisher besonders gut kann (erst neun Gegentore): Tief und kompakt stehen, Ballkontrolle ausüben und den Gegner kommen lassen. So passierte die erste Viertelstunde rein gar nichts, doch dann begann die „Aytac-Erman-Show“. Der Teutonia-Stürmer hätte zum strahlenden Helden des Tages werden können, nein, sogar MÜSSEN. Doch der 28jährige versemmelte binnen neun Minuten gleich drei Hundertprozenter:

1. Nach einem fatalen Querschläger von Marvin Karow aus dem Mittelfeld zurück Richtung eigenen Strafraum stand Erman völlig frei vor Marcel Kindler, setzte das Leder aber 5cm am rechten Pfosten vorbei (19.)

2. Einen eher harmlosen Freistoß von Pressel aus 25 Metern unterschätzt Kindler und so klatscht die Kugel an den Pfosten. Den Abpraller verstolpert Erman aus zwei Metern kläglich (23., siehe Foto).

3. Was für eine tolle Kombination der Teutonen: Stefan Winkel diagonal zu Vincent Boock, der volley aus der Luft direkt weiter in den freien Raum, wo Erman erneut völlig blank steht. Aber Kindler hält den Schuss aus sieben Metern sensationell mit dem rechten Fuß (28.).


Aytac Erman (Nr. 9) vergibt kläglich (23.). Foto: André Matz

„Weiter so Teutonia, das sieht gut aus, gleich klingelt es“, sprach Co-Trainer Matthias Reincke seinen Männern (und insbesondere Erman) Mut zu, wird sich als treffsicherer Ex-Stürmer aber garantiert innerlich auf die Zunge gebissen haben. Und „Matte“ hatte recht: Es klingelte tatsächlich! Allerdings auf der anderen Seite…

Nach einem Eckball von Nico Kukuk fällt der Ball Tim Krüger im Strafraum vor die Füße. Der fackelt nicht lange und zieht aus der Drehung zum 1:0 ab (33.). Die Formulierung „Aus dem Nichts“ wäre noch geprahlt! Zwar war Keeper Mirko Oest noch mit den Fingerspitzen dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern. Doch damit nicht genug. Zweiter „Angriff“, zweites Tor: Nach einem Einwurf (!) von Agdan kann Trenel mit dem Kopf auf Kutschke verlängern. Der Ex-Norderstedter hätte eigentlich nach rechts auf den völlig freien Pascal Ehrenberg spielen müssen, entschied sich aber für einen satten Knaller aus gut 25 Metern – und das Spielgerät wurde laaaang und länger und schlug unhaltbar zum 2:0 ein (36.). Wahnsinn.

Direkt vor dem Halbzeitpfiff dann kurzzeitig Verwirrung. Nach einem Winkel-Freistoß bugsiert Erman (wer sonst?) die Kugel irgendwie über die Linie zum 1:2 (44.). Doch nach Beratung mit seinem Assistenten nahm der gute Schiedsrichter Jörn Göttsch den Treffer zurück. Erman hatte „die Hand Gottes“ zur Hilfe genommen, wie ein anwesender Fotograf mit seinem Bildmaterial Aufklärung leisten konnte.


Gerrit Pressel (l.) und Nico Kukuk im Zweikampf. Foto: André Matz

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte wieder die NTSV-Defensive das Geschehen. Teutonia kam nun fast gar nicht mehr zu nennenswerten Offensivaktionen. Vielmehr waren es die Hausherren, die gegen aufgerückte Gäste (nun mit Dreierkette operierend) noch zu einigen guten Konterchancen kamen. Agdan dribbelte sich über links an drei (!) T05-Kickern vorbei in den Strafraum, aber Oest war zur Stelle (69.). Dann knallte Trenel den Ball an den Pfosten und Malte Wilhelm machte es Erman nach und schoss viel zu lässig, so dass Timo Ehlers noch auf der Linie klären konnte (71.). Aber mit Speck fängt man (graue) Mäuse! Der 19jährige Lennard Speck verarbeitete eine Trenel-Hereingabe aus drei Metern zum 3:0 (79.) und hätte kurz danach sogar noch das 4:0 folgen lassen können, ballerte aus acht Metern aber übers Tor (84.). „Das wäre auch zu viel des Guten gewesen“, lächelte Ali Farhadi nach dem Schlusspfiff – und war zu Recht mächtig stolz auf seine Truppe.

Stimmen:

Sören Titze (Trainer FC Teutonia 05):
Entscheidend ist das, was man auf dem Platz zeigt. Da nützt hinterher auch kein Lamentieren über vergebene Chancen. Wir haben sie halt nicht genutzt und kassieren dann zwei ganz dumme Gegentore. In der zweiten Halbzeit war das dann aber auch zu wenig von uns. Da gibt es auch nichts schönzureden.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Der schönste Augenblick ist nach dem Spiel (laut lachend angesichts der wartenden Presse-Meute). Wir haben eine sehr gute Entwicklung hinter und auch noch vor uns. Wir haben knallhart alles dafür getan, damit es mal so aussieht, wie es im Moment aussieht. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an Marcus Scholz, Carsten Wittiber und Jörg Stehn für die aufgebrachte Geduld. Jetzt ernten wir die Früchte unserer Arbeit. Einfach ein geiles Spiel, das hat Spaß gemacht. Die Jungs sind sehr lernfähig und geben alles. Das war heute der Beweis, dass in Niendorf kein graue Maus Fußball mehr gespielt wird, sondern hier ist wirklich Qualität im Schuppen. Aber die Saison ist noch lang. Es gilt jetzt nachzulegen. Die nächsten beiden Auswärtsspiele gegen Türkiye und Dassendorf werden mit Sicherheit schwieriger als das heutige Spiel gegen einen Aufsteiger.

Statistik:
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 1 Spiel, 1 Sieg, 0 Remis, 0 Niederlagen, 3:0 Tore.

2017/18: 3:0 / --- Oberliga Hamburg

Historie:
Obwohl die Sportplätze der beiden Teams nur rd. 14 KM auseinander liegen, spielten die Klubs noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam in einer Staffel. Dementsprechend kam es heute zur Punktspiel-Premiere.


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