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03.11.2017
Condor lacht die Sonne nicht mehr aus dem Hintern von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – SV Rugenbergen 2:3 (1:2)

SC Condor: Kleinschmidt – Mellmann, Palo (46. Martens), Niederstadt, Theis – Daudert, Rathjen – Bulut, Iscan, Coskun (54. Blunck) – Weiser (10. Kossowski)
SV Rugenbergen: Waldmann – Lange (78. Kordistos), Tegeler, Worthmann, Düllberg – Beese, Voorbraak – Haase, Rühmann, von Bastian (68. Hoppe) – Bouveron (90. Mane)
Tore: 0:1 Bouveron (5.), 0:2 Düllberg (28.), 1:2 Kossowski (40.), 1:3 Voorbraak (46.), 2:3 Martens (59.)
Gelb-Rot: Mellmann (90.+4; Meckern/Foul)
Schiedsrichter: Stephan Timm (SC Egenbüttel): Wollte (trotz vieler harter Fouls) offensichtlich ohne Gelbe Karte über die Runden kommen, gab dann wegen Meckerns doch 1x Gelb (76.) und in der Nachspielzeit ein zweites Mal. Die Abseitsentscheidungen des SRA2 waren des Öfteren haarsträubend (insbesondere Theis, 70.).
Beste Spieler: Iscan, Theis – Bouveron, Voorbraak, Haase, von Bastian
Zuschauer: 94

„Mit Glück kenne ich mich nicht aus und weiß gar nicht, wie das funktioniert“, seufzte Condor-Coach Christian Woike nach dem Abpfiff (wohl auch auf die beiden Endspiel-Niederlagen 2014 und 2015 im Pokal gemünzt), gab sich aber dennoch kämpferisch: „Punktetechnisch gesehen hat mir als Trainer jahrelang die Sonne aus dem Hintern geschienen. Jetzt müssen wir mit der neuen Situation klarkommen. Und das werden wir auch. Visier runter und rein ins Getümmel“.

Das heutige Spiel war dabei irgendwie ein Abziehbild der bisherigen Saison für die Raubvögel: Fehlende (Urlaub, Beruf) und verletzte/gesperrte Spieler, unglückliche bis grenzwertige Schiedsrichterentscheidungen (z.B. letzte Woche in Sasel der Elfmeter, heute einige Abseitsentscheidungen), mangelnde Defensivarbeit einerseits und vorne andererseits fehlende Kaltschnäuzigkeit. Dazu immer wieder Verletzungen (heute u.a. erneut Pechvogel Nico Weiser, erinnert sei hier auch an das Pokalaus in Rahlstedt).

Die Nackenschläge begannen gewohnt früh: Condor bekam weder im Zentrum, noch auf der linken Außenbahn Zugriff auf die Gegenspieler. Pascal Haase nutzte die ihm dargebotenen Räume, legte schön für Raoul Bouveron auf und der „schlitterte“ sozusagen mit der Kugel ins Tor zum 0:1 (5.). Da fehlte auch in der Innenverteidigung die Abstimmung, während Keeper Sascha Kleinschmidt hier kein Vorwurf zu machen war. Ein paar Minuten später musste dann der gerade erst wieder genesene Nico Weiser verletzungsbedingt vom Feld (10.). Sturm-Alternativen gab es dabei kaum für Woike, denn Carlos Flores fehlt wegen einer Rot-Sperre und Jannick Martens kam erst wenige Stunden vor dem Anpfiff von einer zehntägigen USA-Reise zurück (also kein Training und dazu noch Jetlag).

Die Gäste kümmerte das verständlicherweise nicht. Mit viel Tempo, flüssigen Kombinationen und einfachen Mitteln kamen sie immer wieder vors Condor-Gehäuse. Kleinschmidt konnte gegen Bouveron (nach toller Vorarbeit von Sven Worthmann) zunächst noch großartig retten (23.), doch nach einer Ecke fiel dann doch das 0:2. Dennis von Bastian mit der Hereingabe, am kurzen Pfosten stehen gleich vier (!) SCC-Verteidiger hinter (!) Bouveron, der so ungestört mit dem Kopf auf den zweiten Pfosten verlängern kann, wo sich Jan Düllberg ebenfalls über die nicht vorhandene Hausherren-Abwehr freut und freistehend einköpft (28.). „Das ist albern, was wir da machen“, schimpfte Woike.

Aber der SVR machte das dritte Tor nicht, vergab u.a. durch Haase und Bouveron (36./38.) beste Gelegenheiten. So schien kurz das Spielglück am Berner Heerweg zurück: Gökhan Iscan mit einem feinem Ball aus der eigenen Abwehr genau in den Lauf von André Kossowski auf die rechte Außenbahn. Torhüter Jannis Waldmann (Palapies: „Das macht er gerne mal“) turnte fast 30 Metern vor seinem Tor herum, so dass Kossowski die Gunst der Sekunde nutzte und aus rd. 35 Metern von der Außenlinie (auf Höhe der SVR-Bank) den Ball gekonnt ins leere Tor beförderte (40.). Erster ernsthafter Torschuss gleich drin.

Doch mit dem Glück ist das eben so eine Sache, denn die Freude währte nur kurz. Direkt nach dem Wiederanpfiff pennte Condor erneut. Worthmann bediente Gary Voorbraak und der verlud Kleinschmidt eiskalt zum 1:3 (46.). Aber wieder verpassten es die Bönningstedter, den Sack endgültig zuzumachen. Hasse mit einem satten Kracher (50.) und ein von Bastian-Freistoß knapp am langen Pfosten vorbei (57.) hätten die Partie vorzeitig entscheiden können. Stattdessen nun plötzlich Räume für die Gastgeber. Mike Theis mit einem Sahnepass von der Mittellinie auf den durchstartenden USA-Flieger Martens, der völlig frei aus 15 Metern zum 2:3 verkürzt (59.).

In der letzten halben Stunde war dann alles möglich. Die Partie hätte 4:4, 5:4 oder auch 4:6 ausgehen können, doch kurioserweise fielen keine Treffer mehr. Die wirklich allerbesten Gelegenheiten vergaben Hendrik Rühmann (Palapies: „Aus 22 Zentimetern“) und Martens (Woike: „Aus 40 Zentimetern“) jeweils über das Tor (60./74.). Dazu scheiterte Özgür Bulut (nach schöner Flanke von Michel Blunck) aus fünf Metern an Waldmann (80.) und Rühmann und Bouveron spielten solange Doppelpass durch den SCC-Sechzehner, bis Mellmann einen halben Meter vor der Linie noch klären konnte (84.). Letztgenannter hatte „Pech“, dass Schiri Timm ausgerechnet ihm die beiden einzigen Gelben Karten des Abends zeigte (76./90.+4), so dass er nächste Woche gesperrt fehlt. Wieder eine neue Baustelle für Woike…


Stimmen:

Ralf Palapies (Trainer SV Rugenbergen):
Das war ein hart erkämpfter Sieg und zum Ende hin ziemlich erzittert. In der ersten Hälfte fand ich Condor taktisch und spielerisch besser. Die haben sich gut in den Räumen bewegt, aber nicht zwingend genug nach vorne. Mit unserem Auftritt war ich ehrlich gesagt nicht so zufrieden. Wir haben zu schnell die Bälle verloren, Condor hatte da ein Übergewicht. Die Torchancen hatten allerdings wir. Bis zum 3:1 standen wir hinten noch ganz gut, haben dann aber die Ordnung verloren und dem Gegner immer wieder die gefährlichen Räume angeboten. Es gab sehr viele Torchancen auf beiden Seiten und ich wäre wohl auch mit einem Remis zufrieden gewesen. Condor hat uns alles abverlangt. Aber heute waren wir mal der glückliche Sieger. Ein 3:2 ist mir hundertmal lieber, wie ein 1:0. Wir wollen den Zuschauern immer etwas bieten.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
Die Niederlage ist schon aufgrund der ersten Halbzeit verdient. Da haben wir Glück, dass wir überhaupt im Spiel bleiben. Rugenbergen hätte 4:0 führen können, hat uns aber am Leben gelassen. Wir hatten nur einen einzigen Torschuss, der aus gefühlt 45 Metern drin war. Dieses „Geschenk“ wollten wir in der zweiten Halbzeit annehmen, kriegen dann aber nach 40 Sekunden das 1:3. Ich war mir aber sicher, dass trotzdem noch was möglich ist. Aber im Endeffekt fehlt halt immer irgendwo irgendwas. Hier ein Zweikampf, da einen Schritt zu spät, da die fehlende Giftigkeit – deswegen verlieren wir viele Spiele mit einem Tor (Anmerkung der Redaktion: diese Saison bereits fünfmal). Jetzt sind wir in der Situation, dass wir uns ganz klar mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen müssen. Das haben wir in der Tabelle schwarz auf weiß: Wir haben den 15. Spieltag und nur 14 Punkte. Das ist Fakt. Wir sind bisher wirklich nicht mit Glück überschüttet worden. Mit Glück kenne ich mich sowieso nicht so aus und weiß nicht, wie das funktioniert. Aber da hilft kein Lamentieren. Nun müssen wir arbeiten, arbeiten, arbeiten und punkten, punkten, punkten. Mir hat als Trainer lange die Sonne aus dem Hintern geschienen und jetzt müssen wir eben mit der neuen Situation klarkommen. Und das werden wir auch. Visier runter und rein ins Getümmel.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1957): 21 Spiele: 11 Siege, 6 Remis, 4 Niederlagen, 43:25 Tore

2003/04: 2:1 / 3:1 Verbandsliga
2004/05: 2:1 / 3:1 Verbandsliga
2007/08: 1:1 / 0:2 Hamburg-Liga
2010/11: 0:0 / 1:0 Oberliga Hamburg
2011/12: 0:2 / 2:0 Oberliga Hamburg
2012/13: 2:2 / 4:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 2:2 / 3:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:0 / 6:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 4:2 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:2 / 4:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 2:3 / --- Oberliga Hamburg


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