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25.02.2018
Aus der kalten Hose die richtigen Entscheidungen von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – Concordia 5:2 (1:2)

SC Condor: Kleinschmidt – Jozic, Körner, Niederstadt, Künkel – Ringling, Theis – Martens, Blunck (78. Lohner), Bulut (67. Weiser) – Özalp (86. Özel)
Concordia: Burgemeister – Kastl (52. Werner), Buchholz (76. Osmani), Gruhle – Cetinkaya, Stegmann – Balzis, D’urso, Kämpfer– Bambur, Abou-Khalil
Tore: 0:1 D’urso (37.), 1:1 Blunck (42.), 1:2 Kämpfer (44.), 2:2 Theis (67.), 3:2 Martens (73.), 4:2 Martens (82., FE), 5:2 Weiser (84.)
Schiedsrichter: Johannes Mayer-Lindenberg (HTB): Sehr gute Leistung! Mit dem richtigen Maß (angesichts der Bodenverhältnisse) bei der Zweikampfbeurteilung.
Beste Spieler: Ringling, Martens, Künkel – Gruhle, Bambur, Balzis (alle 1. Hz)
Zuschauer: 120

„Nächstes Mal mache ich das nur im Sommer“, frotzelte Condors Sportlicher Leiter Marco Krausz nach dem Schlusspfiff – und meinte damit die interimsweise Übernahme des Traineramtes, da sowohl Christian Woike (zwei Wochen beruflich unterwegs), als auch Olufemi Smith (Kurzurlaub mit der Familie) nicht verfügbar waren. „Bei gefühlt minus 17 Grad unter der Woche beim Training – das ist wirklich kein Vergnügen“. Doch seine Entscheidungen habe er eben „nicht aus der kalten Hose getroffen“, so Krausz, sondern nach den Trainingseindrücken: „Mit Jens Ringling (bei seinem allerersten Einsatz) und Mike Theis im Zentrum – das war schon ein Risiko“. Aber das wird eben oft auch belohnt.

Auf dem Kunstrasenplatz des Nachbarn Farmsener TV war nämlich trotz dünner Schneedecke (siehe Foto) ein ordentliches Spiel möglich. Gut, dass der Schiedsrichter dies ebenso sah, während die Gäste (nur mit 14 Mann angereist) über einen Ausfall „nicht böse gewesen wären“, so Co-Trainer Philip Schröder äußerst ehrlich nach dem Match. Vielleicht hatten die Gäste auch deswegen zunächst komplett die gleichen (weißen) Trikots, Hosen und Stutzen wie die Raubvögel an (in der Hoffnung, der Schiri würde deswegen nicht anpfeifen)? Doch kurz vor dem Anpfiff traf doch noch die rot-schwarze Kluft ein und mit zehn Minuten Verzögerung ging es auf in den „Schneewalzer“.


Winterimpressionen aus Farmsen

Beide Teams begannen recht munter, schon nach 50 Sekunden war Jannick Martens alleine durchgelaufen, scheiterte aber an Keeper Tim Burgemeister. Und auch einen Freistoß von Ibrahim Özalp lenkte der Goalie gekonnt an den Außenpfosten (7.). Besser machten es die Gäste: Ricardo Balzis mit einer gefühlvollen (flachen!) Hereingabe von der rechten Seite und Maurizio D’urso, der sich ständig Rede-/Schimpfduelle (!) mit seinem eigenen Trainer lieferte, beförderte die Kugel äußerst sehenswert mit der Hacke zum 0:1 ins lange Eck (37.).

Nun war das Eis sozusagen gebrochen und es sollten noch viele Tore folgen. Wie schon letzte Woche in Curslack ließen sich die Raubvögel nicht lange irritieren und schlugen eiskalt zurück: Theis (Krausz: „Den kannst Du überall aufstellen! Heute hat er glaube ich 14 verschiedene Positionen gespielt“) mit einem Sahnepass in den freien Raum. Cordis Torhüter Burgemeister irrte 30 Meter (!) vor seinem Kasten umher, so dass Michel Blunck leichtes Spiel hatte, den Keeper umkurvte und locker zum 1:1 einschob (42.). Doch lange konnten sich die Hausherren nicht freuen, quasi im Gegenzug zeigte Cordi, wie technisch brillant man auch auf Schnee agieren kann: Bambur mit einem feinen Zuspiel auf Balzis, der mit einem tollen Diagonalball in den Strafraum und dort vollendete Jan Kämpfer mit einem satten Flachschuss zum 1:2 (44.).

Doch diese Führung schien den Gästen, die sich immer wieder untereinander (und mit dem Trainer) verbal stritten, nicht gut zu tun. Vielmehr zeigte Condor Charakter - und wohl die beste Halbzeit seit langem. „In der Hinrunde haben wir ja das ein oder andere mal bemängelt, dass Spieler vereinzelt das ICH vor das WIR stellen“, so Krausz später. „Doch das ist jetzt ganz anders. So darf es gerne weitergehen“.

In dem Maße, wie die Raubvögel aufdrehten, bauten die Gäste ab. Kein einziger (!) Torschuss im zweiten Durchgang (nur ein Kopfball von Bambur in der Nachspielzeit). Erschreckend. Dazu passte auch der Auftritt von Cordi-Coach Florian Gossow, der Marco Krausz bei einer strittigen Szene mit dem Attribut „Kneipentruppe“ versah. Die sportliche Antwort folgte auf dem Platz: Binnen einer Viertelstunde drehte der SCC das Match und schickte Cordi mit einer deftigen Pleite auf die Heimreise.

Erst ist „Alleskönner“ Theis nach einem Künkel-Freistoß und Weiser-Kopfball via Abstauber zur Stelle (67.), dann patzte erneut Keeper Burgemeister, als er eine harmlose Hereingabe von Özalp durch die Hände flutschen ließ. Martens sagte "Danke" (73.). Mit einem Doppelschlag machten die Gastgeber schließlich endgültig den Deckel drauf: Wieder ist es der im zweiten Durchgang bärenstarke Künkel, der das Leder perfekt auf Martens durchsteckt und dieser wird von Cordis „Grätsch-Maschine“ Sebastian Gruhle regelwidrig gelegt: Elfmeter! „JM“ tritt selbst an und trifft links unten zum 4:2 (82.). Auch am Schlusspunkt war der Henstedt-Ulzburger beteiligt, als er am Fünfmeterraum uneigennützig für Nico Weiser querlegte, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (84.).

Mit der optimalen Ausbeute von sechs Punkten nach der Winterpause sind die Plätze 8 bis 12 wieder in Reichweite für die Raubvögel, während sich Cordi nach 15 Gegentoren in den letzten fünf Partien fragen lassen muss, welche Saisonziele man noch verfolgt?! Und auch wenn es der sehr sympathische Co-Trainer Philip Schröder (von Gossow mit sehr fadenscheiniger Ausrede vorgeschickt) auf der Pressekonferenz abstritt (siehe „Stimmen“): Harmonisch klingt das nicht, was da innerhalb des Teams auf dem Platz und auch in der Kommunikation mit dem Trainer ablief…


Stimmen:

Philip Schröder (Co-Trainer Concordia in Vertretung für den zum “Winterdienst” enteilten Florian Gossow):
Ein völlig verdienter Sieg für Condor. Wir haben in der zweiten Halbzeit gar nichts mehr auf die Reihe gekriegt und sind charakterlich eingebrochen. Eigentlich unbegreiflich, denn mit der 2:1-Führung musst Du das als erfahrene Truppe gut runterspielen. Bei drei Gegentoren sieht unser Torhüter sehr unglücklich aus. Sehr ärgerlich. Aber wir blicken positiv nach vorne und sind überzeugt von dem, was wir tun. Auch wenn es heute auf und neben dem Platz nicht immer harmonisch klang: Wir mögen uns und sind ein Team. Heute war glaube ich auch viel Frust über die schlechte zweite Halbzeit dabei.

Thomas Brinkmann (1. Vorsitzender SC Condor, der heute die Pressekonferenz leitete):
Marco, wenn Du nächste Saison nichts vor hast…Ich hätte da einen Job für Dich!

Marco Krausz (Sportlicher Leiter SC Condor in Vertretung für das abwesende Trainer-Duo):
Die Rahmenbedingungen für dieses Spiel waren eigentlich alles andere als optimal. Beide Trainer nicht da, aber das passiert im Amateursport eben mal, dann haben wir seit vier Wochen einen vereisten Platz und nach dem erfolgreichen Auftakt letzte Woche in Curslack fällt unser komplettes Zentrum aus (Iscan, Mellmann, Klammer). Da mussten wir mal eben das Herz der Mannschaft neu zusammensetzen. Ich fand, dass wir gut ins Spiel gekommen sind, kriegen dann aber mit dem Halbzeitpfiff den Nackenschlag. Doch was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist – da ziehe ich den imaginären Hut. Jeder stellt das WIR wieder vor das ICH und arbeitet für die Mannschaft. Wie schon letzte Woche sind wir nach einem Rückstand zurückgekommen. Respekt und Riesen-Kompliment an die Mannschaft. Meine beiden Trainer kriegen jetzt natürlich den ein oder anderen Spruch zu hören.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1957): 26 Spiele: 9 Siege, 7 Remis, 10 Niederlagen, 48:51 Tore

1991/92: 2:2 / 3:4 Verbandsliga Hamburg
1992/93: 3:7 / 0:4 Verbandsliga Hamburg
1993/94: 3:4 / 2:4 Verbandsliga Hamburg
2000/01: 0:0 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2005/06: 1:1 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 0:0 / 1:3 Hamburg-Liga
2007/08: 0:3 / 2:0 Hamburg-Liga
2008/09: 3:0 / 2:0 Oberliga Hamburg
2009/10: 4:1 / 3:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 1:2 / 1:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 3:2 / 3:5 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:4 / 2:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 5:2 / 2:1 Oberliga Hamburg


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