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11.03.2018
Landesliga Hammonia: Palomas Powernapping von Mirko Schneider


präsentiert:


vs.


USC Paloma – SC Sternschanze 5:1 (3:0)

USC Paloma: Voß (46. Köhler) – Marx (69. Istrefi), Krause, Hartung, Wallner – Nendza (24. Adazdeh), Merkle – Madadi, Schiemann – Ulaga, Ebongo
SC Sternschanze: Stendebach – Zieciak, Rebke, Meyer, Kukla – Kuhlmann, Ferk (80. Holfert), Couybes, Holkenbrink (73. Voigt) – Bundt, Sörensen
Tore: 1:0 Madadi (8., Vorarbeit Schiemann), 2:0 Kukla (39., Eigentor, Ulaga), 3:0 Merkle (41., Ebongo), 3:1 Kuhlmann (48., Ferk), 4:1 Madadi (58., Ebongo), 5:1 Ulaga (62., Wallner)
Schiedsrichter: Dominik Kopmann (Eintracht Norderstedt): ohne Probleme, korrekte Kartenvergabe, darf weiter pfeifen (kleiner Scherz am Rande ;-) )
Beste Spieler: mindestens oberligataugliche Mannschaftsleistung – desolate Mannschaftsleistung auf schwachem Kreisliganiveau
Zuschauer: 133

Schlafen ist die beste Medizin. Wer schläft, sündigt nicht. Guter Schlaf hält Leib und Seele zusammen. In der Hinrunde schien es, als habe Landesligist USC Paloma zu viele Sprichwortratgeber gelesen. Punkte gingen zwar wenige durch die Schlummerphasen auf dem grünen Rasen verloren, doch immer wieder produzierte der USC geradezu absurde Spielverläufe. Das Muster: Drückend überlegen sein, in Führung gehen, einpennen, Gegner somit stark machen und den eigenen Sieg in Gefahr bringen. Heute hätte es wieder so laufen können, aber die „Tauben“ haben rechtzeitig einen neuen Trend entdeckt: Das Powernapping.

Dazu kommen wir noch, den bevor die Mannschaft sich selig dem Nichtstun hingab, musste ja erstmal der Teil kommen, in dem sie den Gegner an die Wand spielte. Dieser Teil hieß: erste Halbzeit! Wobei: welcher Gegner? Der SC Sternschanze war weder körperlich noch mental wirklich anwesend – und entgegen der eigenen Vereinsphilosophie auch noch besonders schwach auf dem linken Flügel. Paloma nutzte das sofort aus. Danny Schiemann wurde schön über rechts geschickt, bediente in der Mitte per Flachpass mustergültig Youcef Madadi und der staubte trocken zum 1:0 ab (8.). Eine Viertelstunde später hätte Francisco Ebongo zweimal erhöhen müssen, doch einmal kam er zwar an SCS-Keeper Florian Stendebach vorbei, doch sein Schuss wurde auf der Linie gerettet (24.) - und einmal kam er eben nicht an Stendebach vorbei (26.), der per hübschem Flug einen Kopfball aus kurzer Distanz ins kurze Eck parierte. Brauchte er in der 35. Minute bei Dominic Ulaga nicht, der verzog nämlich nach feiner Kombination.

Da die „Tauben“ es selbst nicht hinbekamen, das Ergebnis adäquat den Kräfteverhältnissen auf dem Feld anzupassen, halfen ihre Gäste mit. Eine Ulaga-Flanke drückte Lukas Kukla, irritiert von Schiemanns schickem und eigentlich erfolglosem Luft-Grätschschritt, mit der Hüfte ins eigene Tor (39.). Das 3:0 war dann schon fast albern. Ecke Paloma, Kopfball Schiemann, auf der Linie gerettet. Ebongo darf den Abpraller am Elfmeterpunkt annehmen, sich drehen, schauen, Flachschuss, auf der Linie gerettet. Pingpong, Christian Merkle stochert nach, 3:0 (41.). Wie das Ergebnis, so das Spiel.

Kurz nach der Pause passierte schließlich, was Paloma so häufig passiert: der Schlaf der vermeintlichen Giganten trat ein. Konsequenz: Eine abgeprallte Ecke von Sternschanzes Felix Ferk bugsierte Christian Kuhlmann aus zehn Metern per Flachschuss ins lange Eck (48.) zum 3:1. Und nun? Würde der USC tiefer einschlafen? Mitnichten! Denn der Trend des Powernappings besagt, dass die Leistungsfähigkeit nach kurzem Nickerchen zurückkommt. Optimal sind, wissenschaftlich gesehen, 10-20 Minuten Wegdösen. Schon ist man fitter als zuvor bis zum späten Abend.

Paloma beherzigte das – und war nach dem Aufwachen wieder voll da. Ebongo und Merkle spielten einen schönen Doppelpass, Ebongo steckte daraufhin am Sechzehner zu Madadi durch, 4:1 (58.). Der starke Lennard Wallner schickte Ulaga mit einem schönen Pass in die Schnittstelle und frei vor der Kiste machte der alles richtig. Wie beim 4:1 flach in die kurze Ecke – 5:1 (62.).

Und nun begann das Scheibenschießen. Wie Powernapper in bester Workaholic-Tradition, getrieben vom Rausch des Adrenalins und der eigenen Stärke, legte Paloma los, packte noch was drauf. Ebongo scheiterte alleine vorm Tor an Stendebach (66.). Identische Situation wie beim 4:1 und 5:1 – er hätte flach in die kurze Ecke schießen sollen.

Ebongo, spielerisch bester Mann auf dem Platz und so unglücklich im Abschluss, dribbelte sechs Gästespieler aus, aber sein Schuss wurde geblockt. Der Abpraller kam zu Meisam Azadeh, der aus sechzehn Metern mit gewaltigem Huf ein Wembley-Tor produzierte, der abermalige Abpraller wurde von Ulaga an den Kopf eines bedauernswerten SCS-Spielers geschlenzt, der so zur Ecke klärte (69.). Die Gäste? Nils Sörensen schloss einmal gefährlich ab, einen Meter daneben aus zwanzig Metern (72.). Ebongo? Alle, wirklich alle gönnten dem Jungen sein Tor, also nahm er noch mal Fahrt auf – und traf in Minute 86...den Pfosten. Fußball kann so scheiße verdammt gemein sein. Aber einschlafen kann man als Fan bei Palomas Darbietungen nicht. Dafür sind sie einfach zu hochwertig. Glückwunsch zum Aufspüren des neuesten Trends. An der Brucknerstraße gehen sie eben mit der Zeit.

Stimmen:

Mattes Sandhop (Trainer SC Sternschanze):
Glückwunsch an den USC Paloma zum total verdienten Erfolg. Wir sind heute überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Ich hatte das Gefühl, Paloma kann auf dem Platz machen, was es will. Wir haben unsere Grundtugenden nicht auf den Platz gebracht. Dann wird es schwer für uns. In der Pause war die Einstellung noch gut. Ich wollte keine hängenden Köpfe und Schultern sehen, habe gesagt ein 0:3 ist nicht unmöglich aufzuholen. Nach dem 1:3 hatten wir kurz Hoffnung, doch mit dem 1:4 war die Sache dann gelaufen.

Steffen Harms (USC Paloma):
Danke für die Glückwünsche. Wir sind gut ins Spiel reingekommen und haben sofort probiert, das umzusetzen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Wir haben ein gutes Positionsspiel aufgezogen und den Ball stark kontrolliert. Dementsprechend sind wir auch zu guten Torgelegenheiten gekommen. Schön, dass wir Tore gesehen haben, die auch tatsächlich annähernd in der Woche so trainiert wurden. Einziger Schönheitsfehler ist das 1:3. Wir haben ja hier schon einige Gegner-Comebacks erlebt. Heute haben die Jungs das aber gut aufgefangen und ihr Ding einfach durchgezogen.


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