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07.04.2018
Wilhelmsburger Zirkusnummer von Andreas Killat




vs.


FC Türkiye – TuS Dassendorf 0:4 (0:3)

FC Türkiye: Capa – Ören (76. Queita), Osmanbegovic, Löw, Mankumbani – Gencel – Kaya, de la Cuesta, Suyer – Mus, Tüter
TuS Dassendorf: Tholen – Warmbier, M. Lenz, Carolus – Thomas, Dettmann, Karikari, Steinfeldt – Möller (62. Ladendorf), Müller (70. Louca) – von Walsleben-Schied (20. Dittrich)
Tore: 0:1 Möller (27.), 0:2 Müller (29.), 0:3 Dittrich (38.), 0:4 Louca (89.)
Besondere Vorkommnisse: Sämtliche Spielbälle des Heimvereins waren nicht ausreichend aufgepumpt, so dass die Gäste mit ihren Bällen aushalfen.
Schiedsrichter: Christian Okun (Bahrenfelder SV 19): Sehr unauffällig und sehr gelassen (u.a. netter Hinweis an Peter Martens, dass der sich auf Höhe der Mittellinie und nicht in seiner Coachingzone befindet). Gut!
Beste Spieler: Löw – Dittrich, Möller
Zuschauer: 81

Ungläubig trotteten die Gäste-Kicker zum Warmmachen auf den „Rasen“: HIER soll Fußball gespielt werden? Unmöglich! Auch Schiedsrichter Christian Okun war angesichts der Platzverhältnisse erschrocken und bot den Dassendorfern an: „Wenn Ihr lieber auf Grand spielen wollt, pfeife ich da an“. Doch der benachbarte Grandplatz sah sogar noch schlimmer aus (FCT-Coach Michael Fischer: „Da sind so große Löcher, da verschwindet der Ball drin“). Also ging es unter unwürdigen Bedingungen auf der besseren Kuhweide los.

„Passend“ dazu: Auch die weiteren Begleitumstände an der Landesgrenze sahen nicht wirklich nach Oberliga aus: Die Kabine glich einem „Dampfbad“ (O-Ton Sven Möller), so dass die Gäste ihre Halbzeitpause lieber auf dem Rasen verbrachten, und die Spielbälle waren viel zu lasch aufgepumpt (Futsal?). Da die Hausherren dem Schiri tatsächlich nicht einen (!) ordnungsgemäßen Spielball präsentieren konnten, öffneten die Dassendorfer ihren Ballsack und es wurde mit den „Meister-Bällen“ gekickt. „Wir sind noch in der organisatorischen Findungsphase“, kommentierte Fischer gewohnt lässig und ironisch.

Unter den Augen von Neuzugang Mattia Maggio (der angesichts seiner optisch gewöhnungsbedürftigen „Strumpfhosen-Boxershorts-Kombination“ dringend seinen Modeberater wechseln sollte) dauerte es eine gute Viertelstunde, bis der Tabellenführer die Bedingungen annahm. Lennart Müller setzt sich mit seinem Körper zweikampfstark auf der rechten Seite durch und passt flach in die Mitte, wo Sascha Steinfeldt zunächst haarscharf verpasst. Aber Sven Möller macht die Kugel nochmal scharf, doch dessen Hereingabe köpft Müller schließlich in leichter Rücklage über den Kasten (16.).

Ganz bitter dann die nächste Szene: Bei einem ganz normalen Zweikampf tritt Sascha de la Cuesta Marcel von Walsleben-Schied versehentlich auf den rechten Fuß (18.). Was zunächst gar nicht so schlimm aussah, entpuppte sich angesichts des bevorstehenden Pokalmatches am Dienstag als mittlere Katastrophe für die Gäste. „Schiedi“ humpelte vom Feld und musste ausgewechselt werden. Seine rechte Socke war blutgetränkt (!). „Er hat voll den Stollen von de la Cuesta abbekommen und eine sehr tiefe Wunde im Fuß“, berichtete Peter Martens: „Er ist in der Halbzeit ins Krankenhaus gefahren und dort wird jetzt entschieden, ob das genäht oder getackert werden kann/muss. Hoffentlich fällt er nicht auch noch aus“. Gute Besserung wünscht das HAFO-Team an dieser Stelle! Ironie des Schicksals: Der für den Ex-Profi eingewechselte Maxi Dittrich avancierte anschließend mit drei Vorlagen und einem Treffer zum Matchwinner der Partie!

Doch vorher galt es noch eine weitere Schrecksekunde für den Meister zu überstehen. Furkan Suyer mit dem perfekten Ball durch die - viel zu weit auf Höhe der Mittellinie aufgerückte - Dassendorfer Abwehrkette genau in den Lauf vom durchgestarteten Mümin Mus (siehe Foto). Der hat auf dem „Hoppelrasen“ allerdings größte Mühe, das Leder unter Kontrolle zu bringen und so verspringt ihm die Kugel beim Schussversuch deutlich (24.)


Die Riesenchance für Mümin Mus – allein vor Keeper André Tholen - zum 1:0 (24.). Foto: Alexander Knull

Diesen „Hallo-wach“-Moment brauchte die TuS offensichtlich – und machte binnen zehn Minuten alles klar! Nach einem schlimmen Ballverlust von Burak Ören am eigenen Fünfmeterraum spielt Dittrich den Ball genau im richtigen Moment zurück Richtung Elfmeterpunkt, wo Möller von hinten angerauscht kommt und zum 0:1 vollstreckt (27.)


Sven Möller machte es auf der anderen Seite kurz danach besser. Foto: Alexander Knull

Diesen Nackenschlag hatten die Hausherren noch gar nicht ganz verarbeitet, da schlugen die Blau-Weißen knappe 100 Sekunden später erneut zu: Henrik Dettmann mit einem langen Ball in die Spitze auf Dittrich, der legt ab für Müller und aus 14 Metern schlägt es zum 0:2 ein (29.). „Das Tor habe ich Maxi geklaut“, frotzelte der Torschütze hinterher, da Dittrich wohl selbst gerade zum Schuss ausholen wollte. Doch aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben – und so blieb Treffer Nummer Drei dem Youngster vorbehalten: Traum-Kombination von Steinfeldt (starker Ballgewinn im Mittelfeld) zu Rinik Carolus, der direkt auf Möller weiterleitet und dessen tollen Querpass wiederum nimmt Dittrich halbhoch direkt (siehe Foto). Eine Klasse-Tor (38.)!


Auch wenn es nach einem Kopfball aussieht: Maxi Dittrich vollendet gekonnt halbhoch aus der Luft mit dem Fuß zum 0:3 (37.). Foto: Alexander Knull

Die zweite Halbzeit lief dann unter dem Motto „Schadensbegrenzung“ auf der einen und „bloß nicht verletzen“ auf der anderen Seite. Auf dem tiefen und matschigen Rasen (Joe Warmbier: „In der ersten Halbzeit war ich im Moor“) stellte Türkiye auf Fünferkette um – und ließ nur noch wenige Chancen zu. Die beste davon hatte Finn Thomas, der nach einer Müller-Hereingabe am zweiten Pfosten aus einem (!) Meter neben das leere Gehäuse zielte (47.). Unglaublich! Damit bleibt es für den Ex-Lübecker bei einem Saisontor (und genauso vielen Hinausstellungen)…

Eine Viertelstunde später setzte Möller eine Dittrich-Flanke volley über das Tor (61.) und eine aussichtsreiche Kontersituation in 3:1-Überzahl wurde von Samuel Louca leichtfertig vergeben (83.). Doch der Ex-Fischbeker bekam seine zweite Chance: André Ladendorf bringt den Ball von links herein auf Dittrich, der mit seiner dritten Torvorlage (!) ebenso perfekt wie uneigennützig für Louca querlegt, der aus vier Metern keine Mühe hat: 0:4 (89.)!

Ärgerlich für die Hausherren, die momentan jeden Motivations-Strohhalm gebrauchen können und gerne eine 0:0-Halbzeit mit in die wichtige Partie am Dienstag gegen den HSV genommen hätten. Aber Fischer stellte klar: „Das Spiel heute hat an unserer Ausgangslage nichts verändert. Dienstag wird das ein ganz anderes Spiel mit einer ganz anderen Mannschaft. Da kommen viele gesperrte und verletzte Spieler zurück“.

Stimmen:

Michael Fischer (Trainer FC Türkiye):
Bis zum Zeitpunkt, als entschieden wurde, dass der Platz nicht gewalzt wird, war ich noch frohen Mutes. Das sind unmögliche Verhältnisse hier, das hat mit Oberliga nichts zu tun. Da muss man sich echt mal Gedanken bei der Stadt machen, es geht schließlich um die Gesundheit der Spieler. Zum Spiel: Die ersten 20 Minuten waren ganz hervorragend, wir haben nichts zugelassen und hatten selbst eine Riesenchance. Von 100 Versuchen macht Mümin Mus den 95x rein – auf einem Fußballplatz. Aber das war heute eben nicht gegeben. Sehr ärgerlich. Dann machen wir drei individuelle Fehler und es steht 0:3. Danach machen wir es lange Zeit wieder sehr gut. Deswegen ärgert mich auch das letzte Tor, weil es eine 0:0-Halbzeit gewesen wäre. Letztlich bin ich froh, dass hier alle einigermaßen heil nach Hause gekommen sind.

Peter Martens (Trainer TuS Dassendorf):
Das hat mit Oberliga hier wirklich überhaupt nichts zu tun. Das ist auch nicht Landesliga und auch nicht mal Freizeitfußball, das ist eher eine Zirkusveranstaltung. Auf so einem Platz als Herrenmannschaft im Leistungsbereich Fußball spielen zu müssen, das ist unglaublich. Ich weiß nicht, was die vom Bezirksamt hier machen. Nach vier Winter-Monaten nicht mal den Platz zu walzen…Das ist eine Unverschämtheit. Ich bin jetzt seit über 40 Jahren dabei, aber so etwas habe ich in meinem Leben überhaupt noch nicht gesehen. Unfassbar, was den Sportlern hier zugemutet wird. Das ist für alle Beteiligten eine Katastrophe. Das i-Tüpfelchen war dann, das die Bälle keine Luft hatten und die Kabine einer Sauna glich. Da kam heute alles zusammen. Zum Spiel: Heute relativiere ich angesichts der Platzverhältnisse den gesamten Auftritt meiner Mannschaft, da kann ich keinem böse sein. Ich fand es klasse, dass die Truppe nach gut 20 Minuten die Bedingungen angenommen hat. Das zeigt die Mentalität der Mannschaft. Am Ende ein hochverdienter Sieg für uns.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 2000): 16 Spiele: 2 Siege, 2 Remis, 12 Niederlagen, 16:47 Tore

2007/08: 1:2 / 0:10 Landesliga Hansa
2009/10: 2:4 / 0:1 Landesliga Hansa
2010/11: 0:0 / 6:0 Landesliga Hansa
2011/12: 1:0 / 0:4 Landesliga Hansa
2012/13: 0:1 / 1:6 Landesliga Hansa
2015/16: 1:1 / 1:4 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:5 / 0:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 0:4 / 1:3 Oberliga Hamburg


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