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14.04.2018
Spielfreudige Vierländer stimmen Henke milde von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – FC Teutonia 05 3:2 (2:1)

SV Curslack-Neuengamme: Lucassen – Brudler, Papke, Schalitz, Wilhelm – Rogge, Radic – Beldzik, Hoffmann (87. Klein), Landau – Sousa (78. Lenz)
FC Teutonia 05: Oest – G. Cholevas, Kafetzakis (65. Winkel), Akyere, Fischer (46. Saglam) – Suntic (46. Pressel), Boock – Gutmann, Arifi, Sulejmani – Erman
Tore: 1:0 Sousa (6.), 1:1 Erman (25., FE), 2:1 Hoffmann (35., FE), 3:1 Hoffmann (79.), 3:2 Sulejmani (83.)
Schiedsrichter: Torben Kunde (SCALA): Brachte viel Hektik ins Spiel. Beide Elfmeter waren eher zweifelhaft und sein (sehr junger) Assistent traf ein paar eigenwillige Abseitsentscheidungen.
Beste Spieler: Rogge, Radic, Landau, Hoffmann – Gutmann, Sulejmani
Zuschauer: 68

„Details zum Spiel in Billstedt ersparen wir uns mit Rücksicht auf das gesundheitliche Wohlbefinden von Torsten „Jupp“ Henke“, so das launige Vorwort von Konditionstrainer Ingo Carstensen in der Stadionzeitung „Vereinsbrille“, der fortführte: „somit liegt es heute bei der Mannschaft, das Trainerteam mit drei Bonuspunkten gegen Teutonia milde zu stimmen“.

In der Tat gab es da einiges wieder gut zu machen. Denn die 3:6-Blamage beim Tabellenletzten in Billstedt, der zuvor neun Spiele in Folge verloren hatte, ging nicht spurlos an „Jupp“ vorbei: „Über die Art und Weise der Niederlage war ich sehr enttäuscht und auch stinksauer. Denn sie war überflüssig und vermeidbar“, so CN-Coach Torsten Henke (siehe auch „Stimmen“ am Ende des Berichtes), der als Konsequenz eine „sehr laufintensive Trainingseinheit“ am Dienstag verordnete. „Anschließend haben wir das in einer Besprechung mit der Mannschaft nochmal aufgearbeitet und abgehakt. Jetzt geht unser Blick nach vorne“.

Doch wer weiß, wie die Partie heute gelaufen wäre, wenn Teutonia den Patzer von Marvin Schalitz nach 45 Sekunden genutzt hätte. Aber Aytac Erman konnte das Durcheinander im Fünfmeterraum nicht nutzen. „Das wäre wohl der KO-Schlag für uns gewesen“, unkte Henke hinterher – durfte dann aber erfreut die sehnlichst erwartete „Reaktion“ seines Teams mit ansehen. Nach Flanke von Florian Rogge lenkte Keeper Mirko Oest den Kopfball von Mike Beldzik mit den Fingerspitzen noch an die Latte (3., siehe Foto).


Mike Beldzik (verdeckt) köpft an die Latte (3.). Foto: Hanno Bode

Aber nur 150 Sekunden später war er machtlos: Nach einem tollen Konter (!) der Hausherren schickte Rogge aus der eigenen Hälfte Jan Landau auf der linken Seite steil (wo war da eigentlich Rechtsverteidiger Georgios Cholevas?), der im richtigen Moment quer in den Fünfmeterraum passte, wo Adrian Sousa „nur noch“ den Fuß reinzuhalten brauchte (6., siehe Foto).


Adrian Sousa trifft zum 1:0 (6.). Foto: Hanno Bode

Die Gäste berappelten sich jedoch schnell. Veli Sulejmani zündete den Turbo, aber an seiner scharfen Hereingabe rutschte Nick Gutmann um Zentimeter vorbei (16.). Da war mehr drin. Ebenso wie für die Hausherren fünf Minuten später. Radic und Beldzik mit doppeltem Doppelpass durchs Mittelfeld und Letztgenannter schließlich mit Speed in den Strafraum, aber seinen Schuss aus spitzem Winkel parierte Oest zur Ecke (21.). Einen etwas ungeschickten, aber wirklich nicht foulwürdigen Körpereinsatz von Schalitz gegen Erman „belohnte“ Schiri Torben Kunde zur Überraschung aller mit Elfmeter. Alle Diskussionen nützten nichts: Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher flach unten rechts (25.).

„Der Elfmeter war sehr schmeichelhaft“, so Henke nach dem Spiel, „und mir war klar, dass es bei einer ähnlichen Szene auch für uns einen gibt“. Der Mann hat eben Ahnung. Denn nachdem zunächst Landau mit einer Riesenchance scheiterte, weil er sich mit der „Pike“ das Leder zu weit vorlegte (33.), ging plötzlich Hoffmann nach einem Körperkontakt mit Isaac Akyere zu Boden. Auch hier ertönte der Pfiff des Unparteiischen. Konzessionsentscheidung nennt man sowas wohl… Duplizität der Ereignisse: Wie zuvor auf der Gegenseite, schnappte sich auch hier der Gefoulte die Kugel (Landau darf ja nicht mehr) und verwandelte sehr sicher halbhoch zum 2:1 (35.). „Man muss hier nur hinfallen“, lachte Heimkehrer Matthias „Matte“ Reincke über die Szene – und war nach Schlusspfiff noch stundenlang im Vereinsheim mit alten Freunden (u.a. Marco Theetz) auf ein Bierchen zugegen.

Zur Pause wechselten die Gäste gleich doppelt: Suntic durfte sich für das morgige Futsal-Halbfinale schonen und Fischer war auf seiner Abwehrseite zu häufig überfordert. Aber der Regionalligaanwärter fand weiterhin wenig spielerische Lösungen, operierte immer wieder mit hohen und langen Bällen in die Spitze. „Dabei haben wir doch gar keinen Einmeterneunzig Stürmer“, stellte Titze sarkastisch fest. Besser machten es die Vierländer. Immer wieder angetrieben von der fantastischen Doppelsechs Rogge und Radic ergaben sich beste Chancen für Sousa (61.) und Landau (54./64.), die dabei mit den Abseitsentscheidungen des Assistenten haderten.

So blieb T05 zunächst im Spiel – und hatte nach gelungener Hereingabe von Jeton Arifi durch Gutmann die große Ausgleichschance. Doch wie schon nach einer Viertelstunde (s.o.) rutschte der Flügelstürmer haarscharf am Leder vorbei (60.). Dann schlug wieder „Schlange“ Landau zu. Mit einem Traumpass aus dem Mittelfeld genau in den Lauf von Hoffmann sammelte er seinen zweiten Assist. Denn Hoffmann blieb nach kurzem Sololauf eiskalt und netzte aus 14 Metern zum 3:1 ein (79.). Endlich mal kein Abseits!

Es wurde allerdings nochmal spannend, weil Sulejmani seine Genialität aufblitzen ließ und aus 18 Metern halbrechter Position einen herrlichen Schlenzer in die lange Ecke (fast in den Giebel) zum 2:3 setzte (83.). Ein tolles Tor. Am Ende jedoch brotlos, weil sich trotz vierminütiger Nachspielzeit keine echte Ausgleichschance mehr ergab. So jubelten im Curslacker Dauerregen am Ende die „Blauen“ – und hatten dem Trainerteam die gewünschte Reaktion gezeigt.

Stimmen:

Sören Titze (Trainer FC Teutonia 05):
Mein Statement fällt relativ kurz aus: Mit der Leistung der Mannschaft bin ich nicht zufrieden. Da muss man nicht lange drum herum reden. Das Spiel hat ja jeder gesehen.

Mehr wollte Titze zunächst nicht sagen. Auf Nachfrage holte der Teutonen-Coach dann aber doch noch aus:

Auch mit der Schiedsrichterleistung bin ich nicht zufrieden. Da wurde unnötige Hektik reingebracht. Aber eigentlich ist das auch egal. Wir haben jedenfalls nicht deshalb verloren. Das lag allein daran, wie wir hier heute aufgetreten sind. Wir haben nicht gut verteidigt und waren vorne viel zu fahrlässig. Wenn wir in der ersten Minute gleich das Tor machen, ist das der KO-Schlag für Curslack nach der letzten Woche. Damit haben wir den Gegner stark gemacht und deren Selbstbewusstsein entfacht. Wir haben es über die gesamte Partie nicht verstanden, das umzusetzen, was wir die ganze Woche trainiert haben. Wir haben auf einmal hohe Bälle auf lange Leute gespielt, die wir gar nicht haben. Außerdem hatten wir viel zu viele Ballkontakte und haben unsere Positionen nicht gehalten. Offensichtlich denkt der ein oder andere bei uns, wir müssen in der Liga nicht mehr gewinnen, weil wir ja sowieso als einziger Klub für die Regionalliga melden. Wenn wir uns weiter so präsentieren, gewinnen wir kein Spiel mehr. Jeder Spieler möchte nachher Pokal und Aufstiegsrunde spielen. Da erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie mit Leidenschaft dabei ist und Gas gibt. Das war heute viel zu wenig, da hat keiner am Maximum gespielt.

Torsten Henke (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Ich denke, wir haben das Spiel verdient gewonnen. Bis auf die erste Minute, wo wir nach zwei gravierenden Balllverlusten etwas Glück hatten, waren wir sofort im Spiel. Wir haben den Gegner so bearbeitet, wie wir das hier machen müssen. Die Elfmeter auf beiden Seiten muss man nicht groß kommentieren, das hat ja jeder gesehen. Auch in der zweiten Halbzeit waren ein paar Entscheidungen dabei, die sehr eng waren, um es mal vorsichtig auszudrücken. Nach dem grausamen Auftritt in Billstedt war es ganz wichtig, dass wir heute als Mannschaft eine Antwort darauf gegeben haben. Man kann sich vorstellen, dass wir hier keine angenehme Woche hatten. Am schlechtesten ging es dabei mir. Und das habe ich am Dienstag versucht, der Mannschaft deutlich rüber zu bringen. Man kann mal unglücklich 1:2 beim Tabellenletzten verlieren, aber nicht 3:6. Da stimmt etwas nicht. Deshalb mussten die Jungs im Training mehr leiden wie sonst und es waren ein paar deutliche Worte fällig. Für mich ging es heute dabei gar nicht darum, unbedingt zu gewinnen. Das kannst Du gegen so eine Spitzenmannschaft nicht erwarten. Aber es musste eine andere Leistung auf dem Platz abgeliefert werden. Heute war Wille, Einsatz und Leidenschaft vorhanden. So stellen wir uns das vor und umso mehr freuen wir uns über die drei Punkte.


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