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15.04.2018
Der HSV besiegt das zweite Gesicht des SC Condor von Marius Meyer




vs.


SC Condor – Hamburger SV III 1:3 (1:0)

SC Condor: Kleinschmidt – Lohner (68. Künkel), Körner, Niederstadt, Daudert – Mellmann, Klammer (78. Kossowki), Iscan – Blunck, Özalp, Theis
Hamburger SV III: Haerting – Ulbricht, Wacker, Halavurta (45. Henkis), Michalowski – M. Augustinovic, Sampaney (46. Brendel) – Yasar, Ilic, Evers (65. K. Augustinovic) – Bauer
Tore: 1:0 Özalp (27.), 1:1 Wacker (69.), 1:2 Bauer (76.), 1:3 Wacker (84.)
Besondere Vorkommnisse: Özalp scheitert beim Handelfmeter an Gästekeeper Haerting und dem Pfosten (8.); Condor-Coach Christian Woike wird der Bank verwiesen (81.)
Schiedsrichter: Christian Okun (BSV 19): Insgesamt eine akzeptable Leistung, brachte nur hier und da unnötige Unruhe ins Spiel.
Beste Spieler: Özalp – Ilic, Wacker
Zuschauer: ca. 150

Vor zehn Tagen schlug der Kollege Schneider in seiner Vorschau die Rückholaktion meiner Person vor (siehe hier: http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6207). Wenig später fand ich mich tatsächlich für ein wochenendliches Intermezzo mal wieder in Hamburg ein. Auch nach fast drei Jahren Wohnsitz-technischer Abwesenheit (in München) reizen die Plätze der Oberliga Hamburg weiterhin, sodass ich trotz einer gewissen „Ausgeklinktheit“ gerne bereit war, mal wieder in alter Funktion aufzutreten und das Spiel des SC Condor gegen die dritte Mannschaft des Hamburger SV zu beobachten und hinterher darüber Auskunft zu geben. Also rechtzeitig aufgestanden, Regenschirm eingepackt und ab nach Farmsen, wo um 11:30 Uhr der Ball rollen sollte.

In den ersten Minuten sah es dann auch so aus, als täte er dies ausgeglichen, aber dieser Eindruck schwand schon bald. Schon in der 5. Minute konnte sich Condors Ibrahim Özalp freispielen und abziehen. Das war zwar nicht von Erfolg gekrönt, konnte aber schon einmal ein erstes Ausrufezeichen setzen. Langsam kristallisierte sich eine Überlegenheit der Gastgeber heraus, die aber nicht in Tore umgesetzt werden konnte. Selbst per Elfmeter nicht: In der 8. Minute ließ sich Marko Augustinovic vom Hamburger SV zu einem unnötigen Handspiel hinreißen, aber der Elfmeter von Özalp konnte von HSV-Keeper Jan-Philipp Haerting an den Pfosten gelenkt werden.

Während der HSV eher durch Einzelaktionen auffiel, die wenig Erfolg mit sich brachten, konnte sich der SC Condor gut durchkombinieren und stellte ganz klar die bessere Mannschaft. Es haperte nur eben weiterhin im Abschluss. So auch in der 18. Minute, als über Özalp von links der Ball nach rechts auf Michel Blunck kam, der den Abschluss suchte, dabei jedoch am Lattenkreuz scheiterte. Es hat eben nicht sein sollen. Bis zur 27. Minute: Nach einer Ecke, die nichts einbrachte, blieb der Ball in der Hälfte des Hamburger SV, Kevin Mellmann passte weiter zu Gökhan Iscan, der an den freistehenden Özalp weitergab, der Gästekeeper Haerting zur Führung tunnelte. Nach mehreren Anläufen wurde doch noch das Tor gefunden. Zumindest dieses eine Mal – die Chancen waren schließlich zahlreich, wurden jedoch nicht genutzt, was sich in der 42. Minute beinah schon gerächt hatte, als Jendrik Bauer vom HSV auf den freistehenden Damian Ilic passte, der links am Condor-Tor vorbeischoss. Glücklich gelaufen für den SC Condor, der mit der 1:0-Führung die Halbzeitpause antreten konnte.

Nach der Pause hatte der SC Condor zwar niemanden ausgewechselt, wirkte aber dennoch wie ausgewechselt. Trainer Woike ärgerte es, dass nun wieder „genau dasselbe Gesicht wie in der letzten Woche“ zu sehen war, wie er es auf der Pressekonferenz formulierte. Es lief nicht mehr viel zusammen beim Gastgeber, während indes der HSV langsam ins Spiel fand und sich zunehmend Chancen erspielte. Beispielsweise in der 59. Minute, als Ilic nach Hereingabe von Daniel Michalowski aus knapp 25 Metern zentral abzog. Der Ball ging an die Latte, Sascha Kleinschmidt hätte als Torwart hier nur noch hinterher gucken können. Noch einmal Glück gehabt. Jedoch: Glück alleine reicht eben nicht. In der 69. Minute griff die alte Weisheit „Wer die Dinger nicht macht...“ Hätten die Gastgeber in Hälfte eins eine bessere Chancenverwertung an den Tag gelegt, wäre ein Treffer des Gegner wohl nicht so schlimm gewesen, aber mit dem Ausgleich durch Torben Wacker kippte die Begegnung. Nach einer Ecke von Emre Yasar verlängerte Condor den Schuss unglücklich, sodass Wacker für den Ausgleich sorgte.

Von diesem Moment an war der HSV voll im Spiel und übernahm das Ruder. In der 76. Übernahmen sie dann auch die Führung, als Jendrik Bauer eine Ilic-Vorlage annahm und wenige Meter vor der Torlinie abzog und zur 2:1-Führung traf. Eine vorentscheidende Szene! Zwar hätte der SC Condor drei Minuten später in der 79. Minute gerne den Ausgleich gesehen, als Iscan den Ball an der 16er-Grenze sicherte und auf den freistehenden Mellmann passte, der den Ball ins Netz schickte, jedoch hatte der Linienrichter bereits die Fahne gehoben, sodass das Tor nicht gegeben wurde. Eine Situation, über die Condor-Trainer Woike lautstark seinen Unmut kundtat, sodass dieser der Bank verwiesen wurde.

Nach dieser vorentscheidenden Szene folgte die Entscheidung wenige Minuten später in der 84. Minute mit dem 3:1 für die Gäste. Nach einer Ecke bereiteten die Brüder Augustinovic zunächst vor und brachten den Ball über die Abwehr hinweg zu Wacker, der den Endstand besiegelte. Für den SC Condor gab es hiermit nichts mehr zu holen an diesem Sonntag. In der zweiten Halbzeit trat das ungeliebte zweite Gesicht der Mannschaft erneut hervor und gab die 1:0-Führung fahrlässig ab... Beim Hamburger SV kommt somit noch einmal ein Funke Hoffnung auf den Klassenerhalt auf, beim SC Condor heißt es indes „Mund abwischen, weitermachen“, um sich im Nachholspiel in Pinneberg konsistenter zu präsentieren und 90 Minuten lang mit dem ersten Gesicht aufzutreten.

Stimmen:

Marcus Rabenhorst (Trainer Hamburger SV III):
Bei uns war das in der ersten Halbzeit ein Flop. Das war gar nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen und konnten zur Halbzeit froh sein, dass das Spiel noch nicht gelaufen ist. Es hätte auch gut und gerne 3:0 stehen können oder eigentlich auch müssen. Wir waren froh, dass es beim 1:0 geblieben ist. In der zweiten Halbzeit waren wir wie ausgewechselt. Wir wollten etwas offensiver spielen, haben aber nichtsdestotrotz nicht so viel am System verändert. Condor ist dann immer weniger ins Spiel gekommen, konnte uns mit dem Pressing nicht mehr so unter Druck setzen, wie sie es in der ersten Halbzeit gut gemacht haben, dementsprechend sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben dann im Gegensatz zu Condor die Tore gemacht.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
In der ersten Halbzeit haben wir eine Chance durch Evers zugelassen. Ansonsten haben wir drei, vier hochkarätige Chancen nicht genutzt, den Elfmeter gar nicht mitgezählt. Da haben wir gut gepresst, haben viele zweite Bälle gehabt, aber haben die Überlegenheit nicht in Tore ummünzen können. Die zweite Halbzeit war dann eine Frechheit. Das war eine Frechheit, wie wir uns präsentiert haben. Das eigentlich Schlimme dabei ist, dass wir das Spiel trotzdem in unsere Richtung hätten kippen können, als Michel Blunck beim Stand von 1:0 alleine auf den Torwart zuläuft und der Torwart eigentlich schon in der Ecke liegt und wir ihm den Ball auf die Pranke schießen. Das war nicht gehalten, das war angeschossen. Das war eine entscheidende Spielszene. Wenn das 2:0 steht, dann gehe ich soweit zu sagen, dass wir das nicht mehr verlieren. Aber im Gegenteil kippt es dann in die andere Richtung. Wir kriegen das 1:1, dann kommt das 2:1, die Köpfe sind unten, wir haben uns nicht mehr gewehrt. In der zweiten Halbzeit war ich sehr enttäuscht davon, wie sich die Mannschaft präsentiert hat.


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