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25.05.2018
100 Tore, 32 Siege, 96 Punkte - Dassendorfer Rekordsaison von Andreas Killat




von Jan Schubert


vs.


TuS Dassendorf – Concordia 4:1 (1:1)

TuS Dassendorf: Gruhne – Warmbier, Aust, M. Lenz (62. Ladendorf) – Louca, Dettmann (67. Karikari), Möller, Carolus – Nägele, Müller (62. Dittrich) – von Walsleben-Schied
Concordia: Kern – Bannasch, Kastl, Cetinkaya, Gruhle (46. Rodrigues) – Werner – Goldgraebe, D’Urso, Gyaase (46. Marcus), Balzis (76. Seidel-Whitelaw) – Zschimmer
Tore: 0:1 Zschimmer (35.), 1:1 Müller (40.), 2:1 Aust (49.), 3:1 Lenz (52.), 4:1 Möller (71.)
Schiedsrichter: Sebastian Born (SV Bergstedt): Keine gravierenden Fehler, aber: Übersah einige kleinere Foulspiele zu viel. Und der Zweikampf, der zum Dassendorfer 4:1 führte, muss wohl abgepfiffen werden. Auch kurios: Die Spieler legten in der zweiten Hälfte einfach los, erst nach 35 Sekunden bemerkte es Born – er hatte noch nicht wieder angepfiffen.
Beste Spieler: Möller, Warmbier, Aust, Müller – über 90 Minuten betrachtet keiner.
Zuschauer: 203

Der Gedanke ist gar nicht abwegig: Nach der schon lange Zeit feststehenden Meisterschaft und dem am Pfingstmontag errungenen Pokalsieg hätten es die Dassendorfer Champions vor der 34. Runde ein wenig ruhiger angehen können. Ist doch nur menschlich: Bei dem Wetter lieber noch mal im Beach Club relaxen, die Füße hochlegen und das eine oder andere Getränk zu sich nehmen... Denkste: Am Mittwoch waren alle Kadermitglieder auf dem Kunstrasen anwesend. Alt spielt gegen Jung. Nochmal eine richtig „scharfe“ Trainingseinheit.

Dafür gibt es mehrere Erklärungen: Cheftrainer Thomas Hoffmann löste seine Wettschulden bei seinem „Lieblingsschüler“ Joe Warmbier ein, den er als Landesliga- und Ergänzungsverteidiger Anfang 2013 holte und mittlerweile zum Kapitän der Pokalsiegermannschaft formte. Der Spieler erläutert: „Hoffi hatte gegen mich bei der Weihnachtsfeier gewettet, dass wir in der ganzen Saison nicht mehr als 83 Punkte holen. Ich habe dagegen gehalten.“ Und gewonnen, Herr Warmbier: Somit gab es Pizza für alle nach dem Übungskick.

Schon 83 Punkte – das wären innerhalb von 34 Spieltagen 27 Siege mit zwei Unentschieden gewesen – wären eines Meisters absolut angemessen gewesen. Dassendorfs Zahlenwerk wurde schlussendlich noch beeindruckender: 96 Punkte, 32 Siege, 100 Tore, die fünfte Hamburger Oberligameisterschaft am Stück von einer Mannschaft, die von Jahr zu Jahr besseren Fußball spielt, und eben mindestens zwei Baumeister dieses Erfolgs, in deren Stammbuch das Wort „Nachlassen“ nicht eingetragen ist: Thomas Hoffmann (49) und Peter Martens (60).

Zwei, die taktisch gleich ticken. Gewiss ein großer Mosaikstein des Dassendorfer Erfolgs. „Wir sind seit langem befreundet, haben dieselbe Einstellung zum Fußball, niemand pflegt irgendwelche Eitelkeiten“, sagt Martens, und sein Kompagnon erinnert diesbezüglich an gemeinsame Frühstücke: „Da haben wir schnell mal von 10 bis 16 Uhr nur über Fußball gequatscht und bei vielem die gleiche Auffassung gehabt.“ Das muss wohl so geblieben sein während zweieinhalb gemeinsamer Jahre am Wendelweg. Und waren die beiden mal nicht eins, dann wurde nicht gestritten, sondern überzeugt.

Überzeugend gerade auch im zweiten Umlauf das standesgemäße 4:1 gegen Concordia, mit dem sich die beiden Herren aus dem Trainerdasein zurückziehen. „Ich wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen“, ist keine Floskel von Martens, sondern Ausdruck der akribischen, fast zur Perfektion herangereiften Trainerarbeit: „Was ich mir wirklich vor der Saison gewünscht hatte, war nicht einfach wieder nur den Titel zu gewinnen, sondern diese Liga komplett zu dominieren. Und das ist uns in großartiger Manier gelungen.“ Eindrucksvoll, Peter Martens!

Diese Dominanz war gegen ein mit fünf jungen Leuten aus der eigenen „Zweiten“ (gerade in die Kreisliga aufgestiegen) angetretenen Cordi-Mannschaft zunächst nicht zwingend zu beobachten. Ob’s das eine oder andere Bier unter der Woche zu viel war, die Pizza noch schwer im Magen hing? Auf jeden Fall war Ricardo Balzis nach wenigen Momenten fast blank in des Meisters Strafraum freigespielt worden, der Abschluss dann aber harmlos (1.). Die Double-Gewinner meldeten sich flach und scharf über rechts im Spiel an über Sven Möller und Pascal Nägele zum in den Fünfmeterraum vorgepreschten Marcel von Walsleben-Schied, dem aber sein 18. Saisontor verwehrt blieb (11.).

Natürlich war mit der Fortdauer der Partie der Abo-Meister das spielerisch bessere Team, aber das eine oder andere Laissez-Faire-Moment schlich sich zum Unwillen des scheidenden Trainerteams ein. So auch bei der Gästeführung, als Kevin Zschimmer seine außerordentliche Ballfertigkeit zeigte: Zunächst überrumpelte er Samuel Louca noch in der eigenen Hälfte im Zweikampf, zum Schluss seines 60-Meter-Solos, als Cordis „11er“ schon zu weit abgedrängt schien, marschierte er einfach durch Henrik Dettmann und Nägele hindurch und schloss von der Strafraumkante überlegt ins lange Eck ab (35.). Die TuS antwortete aber schnell: Langer Einwurf Nägele, Kopfballverlängerung Warmbier, Nachgestochere von Lennart Müller gegen Jan Bannasch – der Ausgleich (40.).

Apropos Standardqualität: Mit dieser trumpften die Hausherren in einer total einseitigen zweiten Hälfte auf. Nach zwei Ecken von Sven Möller und den jeweiligen Kopfballtoren von Amando Aust (49.) und Marcel Lenz (52.) stand es plötzlich 3:1. Bei der Szene zum 4:1 ist ein Tadel in Richtung Referee Sebastian Born gerechtfertigt, denn der Ballgewinn von Nägele gegen Cordis Maurizio D’Urso an der Sechzehnerkante der Jenfelder war schon an der Grenze des Erlaubten. Der überragende Möller musste nur noch einscheiben (71.) und hätte sich zum unumstrittenen Spielkönig krönen können, als sein Heber aus 16 Metern zweimal auf der Querlatte aufditschte (85.).

Bevor es in Vergessenheit gerät: Noch ein Trainer nahm am Freitagabend seinen Hut, wird der Concordia-Familie dann aber in anderer Funktion erhalten bleiben. Florian Gossow tauscht Trainerstuhl gegen Schreibtisch, Ballübungen gegen Familienleben: „Das Spiel passt ins Gesamtbild unserer Saison, aber kein Vorwurf an die Spieler, die heute da waren. Ich bin erleichtert, dass es nun als Trainer zu Ende ist. Gerade gegen Ende hin war ich ganz schön ausgelaugt. Ich freue mich aber auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Chefcoach Frank Pieper-von Valtier“, sagt der 44-Jährige, der bei den Bekkamplern künftig als Manager agieren wird. Cordis „Vorbereitung“ startet schon am Montag: Da leitet Pieper-von Valtier vor dem Urlaub ein Kennenlernen-Training mit alten und neuen Spielern.

Gossow schließt nicht aus, in ein, zwei Jahren als Coach zurückzukehren, aber Hoffmann und Martens? Die wollen sich nach sechs beziehungsweise zweieinhalb Jahren bei der TuS endlich mehr auf ihre Frauen und im Falle Hoffmanns auch auf das kleine Töchterchen konzentrieren. Wobei: Ob das mit den besseren Hälften wirklich funktioniert? „Hoffis Gattin hat schon angekündigt“, weiß TuS-Mäzen Michael Funk, „dass sie nicht weiß, was sie mit ihm am Wochenende zu Hause machen soll.“ Der „Ex-Trainer“ kontert: „Meine Frau sagt das, ich aber nicht.“ Diese nette Spitzzüngigkeit aus Dassendorfs Coaching Zone wird uns fehlen.


Dassendorf (hier Torjäger Marcel von Walsleben-Schied und Kapitän Amando Aust) feiert das Double!


Hier im Doppeldeckerbus (ab Landungsbrücken bis Dassendorf und zurück)...


...und auch auf der Barkasse. Fotos: Hanno Bode

Statistik:
Gesamt-Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 28 Spiele, 16 Siege, 5 Remis, 7 Niederlagen, 62:39 Tore

1999/00: 1:1 / 1:0 Oberliga HH/SH
2003/04: 0:1 / 2:5 Verbandsliga Hamburg (SC Concordia II)
2004/05: 3:0 / 0:0 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2005/06: 3:2 / 3:4 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2006/07: 3:2 / 0:2 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2007/08: 4:2 / 2:0 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2008/09: 1:1 / 6:1 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2009/10: 1:3 / 1:2 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2010/11: 2:1 / 7:1 Landesliga Hansa (SC Concordia II)
2011/12: 1:1 / 3:1 Landesliga Hansa
2012/13: 2:1 / 1:3 Landesliga Hansa
2015/16: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:1 / 4:0 Oberliga Hamburg
2017/18: 4:1 / 3:2 Oberliga Hamburg


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